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Veröffentlicht am 22.03.2017

Abel bitte an den Seziertisch!

Zersetzt
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Dr. Fred Abel arbeitet beim BKA - und hat es in diesem Buch gleich mit mehreren fällen zu tun. Zum einen gibt es da ein Mordopfer welches scheinbar ohne Verletzungen zu Tode gekommen ist, bei ihm aber ...

Dr. Fred Abel arbeitet beim BKA - und hat es in diesem Buch gleich mit mehreren fällen zu tun. Zum einen gibt es da ein Mordopfer welches scheinbar ohne Verletzungen zu Tode gekommen ist, bei ihm aber gewisse Erinnerungen hervor ruft. Dann wäre da noch ein Fall, bei dem es unter ungewöhnlicher Methode zum Todesfall kommt. Und - als wäre das alles noch nichts, muss Abel schließlich noch nach Transnistrien - um zwei fast komplett zersetzte Leichen zu identifizieren. Hier ist es nicht ganz ungefährlich, denn ein skrupelloser Geheimdienst fordert das "richtige" Ergebnis von ihm...

Oh ja, ich war wirklich gespannt auf dieses Buch! Von Michael Tsokos hatte ich schon mindestens ein Buch gelesen, seine Art und Weise wie er schreibt finde ich ganz gut, von daher bin ich davon ausgegangen, dass es auch hier so sein wird. Den Vorgängerroman "Zerschunden" habe ich allerdings nicht gelesen sondern Fälle aus der Rechtsmedizin.

Die Geschichte klang für mich soweit interessant und nachvollziehbar - und das war sie im Gesamten dann auch, obwohl hier ja dreierlei Fälle mehr oder weniger zusammen kommen im Buch. Zu Beginn eines jeden Kapitels erfährt man erst kurz wo man sich gerade befindet, so wird eben immer mal wieder die Lokalität gewechselt, die Überschrift dient somit der Orientierung in welchem Fall man gerade ist. Das fand ich durchaus gut gemacht muss ich sagen.

Der Schreibstil hat mir auch wirklich gut gefallen, Michael Tsokos schreibt spannend und macht sicher keine einfache, leichte Literatur, man kann alles aber dennoch ganz gut nachvollziehen. So gibt es immer mal wieder Fachbegriffe, die aber direkt auch erklärt werden. Das fachliche Wissen finde ich also wieder toll eingebracht und ebenso super erklärt, ich war hinsichtlich der ersten Todesursache erst schon kurz davor nachzulesen, wie diese nun genau zu verstehen ist, bis er es dann erklärt - will heißen: er hat es super geschafft, mich so in seinen Bann zu ziehen, dass ich einfach weiter lesen wollte.

Der Inhalt ist teilweise schon heftig, so fand ich manche Schilderungen schon wirklich brutal - und allein die Vorstellung an gewisse Dinge (ich möchte hier nichts vorweg nehmen!) fand ich ziemlich krass... durchweg spannend war die Geschichte aber absolut, so dass es mir echt schwergefallen ist das Buch mal aus der Hand zu legen. Die verschiedenen Charaktere (die ich hier nicht alle vorstelle, es sind einige!) fand ich gut gewählt und dargestellt, man hat hier ja wirklich die unterschiedlichsten Menschen, die im Buch vorkommen. (und umk... nun ja, lassen wir das...)
Fälle die mit dem Geheimdienst etc. zu tun haben sind ja normalerweise nicht unbedingt mein Fall, hier fand ich das aber wirklich gut verpackt alles, so dass es mich wirklich interessiert hat, wie die Geschichte von statten geht. Einzig und allein eine Wendung in der Geschichte fand ich ein bißchen übertrieben, hier waren dann Längen für mich vorhanden, alles nicht mehr soooo spannend wie zuvor, was sich aber später wieder geben sollte.
Entsprechend ziehe ich einen Stern ab. Vergebe aber 4 von 5 Sternen und spreche eine klare Empfehlung für diesen wirklich spannenden Thriller aus.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Romeo und Julia 2.0

YOLO, Julia
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Im Buch wir die Geschichte von Romeo und Julia auf moderne Art und Weise erzählt – nämlich als Chat und mit ganz vielen Emoticons. So ist das ganze vielleicht für eine junge Zielgruppe auch eher zugänglich ...

Im Buch wir die Geschichte von Romeo und Julia auf moderne Art und Weise erzählt – nämlich als Chat und mit ganz vielen Emoticons. So ist das ganze vielleicht für eine junge Zielgruppe auch eher zugänglich und wird entsprechend eher gelesen als es vielleicht beim Klassiker der Fall wäre.

Einen Klassiker als Chat bzw. Nachrichten, die man übers Smartphone empfängt darzustellen und so unheimlich viele Emoticons einzubauen darzustellen, das fand ich spannend. Entsprechend habe ich das Buch natürlich ausgeliehen, ganz klar!

Mein eBook-Reader kann ja „nur“ schwarz-weiß, ggf. ist das bei neuen eBook-Readern anders, entsprechend die Darstellung dann auch eine andere. Ich habe also alles in schwarz-weiß gelesen, wobei die Emoticons für mich trotzdem gut zu erkennen waren. (Klar, Farbe ist sicher noch nett, aber nicht wirklich nötig, denn es kommt ja auf den Inhalt an.)

Den Klassiker „Romeo und Julia“ sollte man soweit ja kennen, entsprechend war es für mich kein Geheimnis wie die Geschichte verläuft. Die Darstellung gefällt mir wirklich gut, so ist es eine locker-leichte Lektüre, oftmals mit Jugendsprache-Abkürzungen, bei denen selbst ich etwas überlegen musste. Mit Sachen wie „bb“ – bis bald – komme ich durchaus noch klar, für weitere Erläuterungen gab es eine Übersicht ganz am Ende des Buches. Fand ich wirklich gut gemacht.

Bei den Chats erkennt man immer wieder wer schreibt, es ist quasi im SMS- bzw. Whatsapp-Nachrichten-Stil alles geschrieben, oftmals auch in Gruppen-Chats, gelegentlich gibt es auch Ortsangaben oder „Postings“. („Ist jetzt hier“, Infos was jemand gerade tut). Das fand ich auch sehr amüsant, einfach gelungen.

Ich denke dieses Buch bringt vielleicht junge Leute wieder mehr zum Lesen – oder eignet sich gar als Schullektüre – womöglich als Gegenüberstellung des alten Klassikers mit dieser neuen Version?

Beim Lesen habe ich mich hier wirklich gut unterhalten gefühlt, es war eine lustige Unterhaltung, durchaus kurios, amüsant, natürlich auch emotional, eben angenehm sowas mal zwischendurch zu lesen. Natürlich ist das Buch eine gekürzte Version von Romeo und Julia – man hat sich hier quasi auf das Wichtigste konzentriert (und wollte die Nerven von jungen Lesern vielleicht nicht zu sehr strapazieren… ;) ).

Generell ist das ganze natürlich schon sehr modern, aber die Zeiten ändern sich eben auch und die Sprache Shakespeares ist eben doch durchaus recht anspruchsvoll, man kann das durchaus mal im Original lesen, hier hat man aber anhand der vielen verwendeten Emoticons seine wahre Freude daran. Entsprechend kann ich dieses Buch wirklich absolut empfehlen und vergebe hier 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Kuriose Kunstinstallation oder Maibaumstehlen f. Fortgeschrittene

Wolfsschlucht
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Gleich zwei mysteriöse Fälle hat die Kripo Miesbach mit ihrem Kommissar Wallner zu lösen: Der Bestattungsunternehmer Florian Scheffler versinkt mitsamt seinem Leichenwagen in der Mangfall und gleichzeitig ...

Gleich zwei mysteriöse Fälle hat die Kripo Miesbach mit ihrem Kommissar Wallner zu lösen: Der Bestattungsunternehmer Florian Scheffler versinkt mitsamt seinem Leichenwagen in der Mangfall und gleichzeitig verschwindet eine junge Frau spurlos, deren Wagen man in der Wolfsschlucht kurze Zeit später findet - durchbohrt von einem Maibaum. Haben die beiden Fälle etwas miteinander zu tun? Und was hat der Polizeikollege Leonhardt Kreuthner damit zu tun?

Ja, ich war wirklich gespannt auf diesen Krimi, zumal ich im Hinterkopf hatte, dass ich schon mal was von Andreas Föhr gelesen hatte. Und ja, das war damals wohl Der Prinzessinnenmörder , was mir auch gut gefallen hat.

In die Geschichte um Kommissar Wallner und seine Kripo hab ich mich direkt gleich gut eingefunden, der Schreibstil gefällt mir gut, nichts kompliziertes, alles gut verständlich, auch von der Sprache her. Wenn mal was im bayrischen Dialekt auftaucht, was für Nicht-Bayern nicht verständlich ist, dann wird dieser Begriff direkt auch erklärt, damit man Bescheid weiß. Ansonsten sind die bayrischen Gespräche im Buch für mich durchaus nachvollziehbar - aber nicht alles im Buch ist so geschrieben, es ist sogar eher die Ausnahme, also baucht man keine Bedenken haben, wenn man das Buch lesen möchte.

Die Geschichte ist an und für sich wirklich sehr spannend geschrieben und auch durchaus plausibel, teilweise ist es etwas verworren, so dass man da schon aufpassen muss, dass man gedanklich mitkommt. Zum Schluss hin wollte ich fast noch etwas bemängeln, was sich dann jedoch noch aufgeklärt hat... Man verteilt die spannenden Sachen also wirklich über das gesamte Buch hinweg, was ich sehr gelungen finde.

Durch die geschilderten Verhaltensweisen von einzelnen Personen und Orten kommt man auch hier in Richtung des Heimatkrimi, es ist kein hochgestochener Krimi, sondern durchaus ein bodenständiger Krimi mit Menschen wie du und ich, was mir auch sehr gefallen hat. Zumal manche Anekdoten im Buch immer wieder für Schmunzler sorgen. Entsprechend humorvoll war das Buch gelegentlich auch. Und auch eine eher kleine Geschichte am Rande fand ich gut eingebaut und auf die Krankheit Leukämie hinweisend bzw. die Prüfung ob man Stammzellen spenden kann. Vielleicht erreicht der Autor damit ja auch, dass sich ein paar mehr Menschen in dieser Hinsicht endlich mal registrieren lassen? (Geht ganz einfach, Infos gibts bei der dkms, und nein, dafür ist KEIN Tropfen Blut notwendig...!) Fand ich einfach auch noch so eine tolle Geschichte.

Eine weitere nette Sache: Die Kapitel sind nie übermäßig lang, so dass man auch abends vorm Einschlafen eben nochmal kurz ein bißel was lesen kann ohne ein Kapitel mittendrin unterbrechen zu müssen. Find ich gut.

Für mich war das ein äußerst unterhaltsames Buch, eine spannende Geschichte, die auch einige humorvolle Momente mit sich brachte, ein Buch, das ich in kurzer Zeit gelesen habe. Entsprechend kann ich hier auch nur eine Empfehlung aussprechen sowie5 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Hören tu ich wie ein junger Hund, aber gucken kann ich nur wie ein Maulwurf.

Wolfgang muss weg!
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Es war ein Unfall, aber wer wird Annemie das schon glauben? Folglich ruft sie erstmal nicht die Polizeikollegen ihres Mannes Wolfgang, als dieser tot ist, sondern lagert ihn kurzerhand in der Tiefkühltruhe ...

Es war ein Unfall, aber wer wird Annemie das schon glauben? Folglich ruft sie erstmal nicht die Polizeikollegen ihres Mannes Wolfgang, als dieser tot ist, sondern lagert ihn kurzerhand in der Tiefkühltruhe neben Gemüse ein. Doch als dann Wolfgangs bester Freund anfängt herumzuschüffeln und auch die Schwiegermutter vor der Tür steht, muss eine Lösung her. Kurzerhand geht es auf eine Reise – immer mit einer Leiche im Gepäck…

Ach ja, ich habe mich auf eine locker-leichte Lektüre gefreut – und wurde da auch durchaus nicht enttäuscht. Vom Schreibstil her kann man sich hier wirklich nicht beklagen, das Buch ist soweit gut zu lesen, kein schwieriger Satzbau, nichts großartig verschachtelt, alles gut zu lesen. Auch keine unbekannten Fremdwörter oder Fachbegriffe, alles gut machbar.



Die Geschichte ist soweit wirklich gut gemacht und interessant ge- bzw. beschrieben, ich konnte dem ganzen Geschehen wirklich gut folgen. Zu Beginn hat es ein wenig gedauert bis die Geschichte ins Rollen kam, es hat sich durchaus gezogen, was mir nicht so gut gefallen hat, aber nun ja… Ansonsten ist das Buch durchaus witzig und spannend geschrieben, eine flotte, lockere Lektüre. Was mir jedoch aufgefallen ist bzw. mir das ein oder andere Déjà-vu „verpasst“ hat war die Geschichte an sich, es kam mir vor, als hätte man hier ein wenig bei „Die Häupter meiner Lieben“ angeknüpft bzw. „abgeschaut“. Zumindest war das mein Eindruck, denn hier ähnelt sich diese Geschichte der anderen eben einfach, was ich dann nicht sooo toll fand, aber nun gut. (Vielleicht empfinde ich das aber auch nur so, weil ich das Buch bzw. den gleichnamigen Film so gern mag.)

Alles in allem eine wunderbare Lektüre, gut zu lesen, eine witzig-spannende Geschichte, die leider ein bißchen gebraucht hat um im die Gänge zu kommen und für mich ein wenig bei einem anderen Buch „abgekupfert“ war… ich spreche hier eine Empfehlung aus und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 22.03.2017

Ja mei. Auch Frauen können mit der Kettensäge umgehen.

Wo brennt's denn?
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Manuela Wedel hat vor 10 Jahren bei der Berufsfeuerwehr angefangen zu arbeiten. Klar, dass sie sich als Frau da manchen dummen Spruch anhören durfte. Inzwischen hat sie sich bis zur Brandinspektorin fortgebildet ...

Manuela Wedel hat vor 10 Jahren bei der Berufsfeuerwehr angefangen zu arbeiten. Klar, dass sie sich als Frau da manchen dummen Spruch anhören durfte. Inzwischen hat sie sich bis zur Brandinspektorin fortgebildet und schildert ihren bisherigen beruflichen Werdegang und die verschiedensten Einsätze der Berufsfeuerwehr.

Bücher in denen es um Schilderungen geht finde ich recht interessant. Egal ob es dabei ums Obduzieren, Ermitteln oder Einsätze von Feuerwehr, Rettungswache geht, die meisten Berichte sind richtig gut geschrieben.

Hier hat mich das Cover mit dem Titel direkt angesprochen. Kurz angelesen, ausgeliehen. Das Buch liest sich so dermaßen gut, so dass ich es innerhalb kürzester Zeit ausgelesen hatte. Die Schilderungen von Manuela Wedel sind so dermaßen unterhaltsam und gut geschrieben, dass man das Buch regelrecht verschlingt. Sie erklärt immer wieder, wie was genau bei der Berufsfeuerwehr läuft, welche Fortbildungen sie belegt hat, etc., so dass man hier alles gut nachvollziehen kann. Ich finde es auch sehr interessant, wie sie Einsätze schildert, sie schildert diese ausführlich und wirklich nachvollziehbar.

Dieses Buch hat mich regelrecht gefesselt, so dass ich es innerhalb kürzester Zeit gelesen habe, weil ich immer wieder wissen wollte, welche neuen Angelegenheiten der Beruf von Manuela Wedel als "Feuerwehrfrau" mit sich bringt. Wer hier gerne mal in ein interessantes berufliches Feld blicken möchte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen und vergebe hier 5 von 5 Sternen.