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Veröffentlicht am 28.07.2017

Vom Schauspieler Tom Hengst und einer Skateboard-Prinzessin

Fritzi Klitschmüller 1: Fritzi Klitschmüller
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Ein knallrotes Skateboard – das wünscht sich Fritzi sehnlichst zu ihrem neunten Geburtstag. Doch sie hat überhaupt nicht damit gerechnet, dass sie ein Prinzessinnenkleid von ihrer Mama bekommt. Die Enttäuschung ...

Ein knallrotes Skateboard – das wünscht sich Fritzi sehnlichst zu ihrem neunten Geburtstag. Doch sie hat überhaupt nicht damit gerechnet, dass sie ein Prinzessinnenkleid von ihrer Mama bekommt. Die Enttäuschung ist groß, zumal die Mama noch zur Kur muss, statt in den Ferien zuhause zu sein bzw. man gemeinsam Urlaub machen kann. Entsprechend stehen turbulente Ferien bevor – ein Skateboard-Beschaffungsplan muss her – und dann wären da auch noch die neuen Nachbarn…

Die Geschichte, die hier vorgelesen wird, klang soweit wirklich unterhaltsam, entsprechend gespannt waren wir auf die Umsetzung. Auf dem Cover bekommt man ja schon direkt einen kleinen Ein- bzw. Ausblick auf Fritzi, so dass man sich dann durchaus gut vorstellen kann, wie sie aussieht.

Die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird hat uns gut gefallen, jedoch hätte es v.a. uns erwachsenen Mithörern etwas besser gefallen, wenn die Kinder in der Geschichte auch von Kindern gesprochen worden wären. Oder vielleicht eine andere Sprecherin dafür gewählt worden wäre. Ich habe die Stimme als etwas nervig empfunden, wenngleich es sicher eine große Leistung ist, wie die Stimme immer wieder etwas verstellt wird, um so die anderen Personen mitzusprechen. (Für mich kommt da jedoch nichts an den Vorleser vom kleinen Drachen Kokosnuss heran… der ist für mich einfach der absolute Hammer…)

Generell ist es so, dass die Geschichte für junge Hörer ab 8 Jahren ausgelegt ist. Wir liegen da noch ein klitzekleines bißchen drunter, dennoch war die Geschichte gut verständlich bzw. wurde aufmerksam gelauscht, es gab keine Unklarheiten. Vielleicht waren in der Geschichte ein paar mehr Schwierigkeiten zu lösen als es das in Geschichten für jüngere Kinder gibt. Auch dass die Tante bzw. Cousine als die absoluten Hassfiguren hingestellt werden hat einen etwas blöden Beigeschmack. Verständlich ist das schon, da man ja „den Körnern verfallen ist“, es nur noch Zucchini-Spaghetti gibt, etc. Hier muss man durchaus auch schmunzeln, keine Frage. Aber es ist doch schon arg übertrieben…

Dennoch – alles in allem war es eine recht unterhaltsame und lustige Geschichte, die natürlich auch kurze Nachdenk-Momente mit sich bringt. Alles in allem hat aber der Spaß überwogen und die Geschichte kam gut an und war eigentlich nie langweilig oder lahm. Entsprechend gibt es 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 26.07.2017

Von einer kleinen verwandelten Meerjungfrau

Die Liebe zum Regen
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Vera, 57 Jahre alt, Besitzerin einer Musikalienhandlung. Plötzlich bricht in ihrem Leben das Chaos aus, der Ehemann ist weg – und auch sie möchte etwas verändern. Da geht sie als Au-Pair nach London um ...

Vera, 57 Jahre alt, Besitzerin einer Musikalienhandlung. Plötzlich bricht in ihrem Leben das Chaos aus, der Ehemann ist weg – und auch sie möchte etwas verändern. Da geht sie als Au-Pair nach London um sich dann von drei eigensinnigen Mädchen hin und her scheuchen zu lassen, denn der Vater der Schwestern glänzt durch ständige Abwesenheit. Sie spürt, dass es ein Geheimnis gibt in dieser Familie und versucht diesem auf die Spur zu kommen.

Die Geschichte des Buches hat mich wirklich neugierig auf den Inhalt und die genaue Umsetzung gemacht, denn an und für sich klang die Geschichte einfach spannend und unterhaltsam. Auf in ein neues Abenteuer – oder so…

Leider hat mich die Geschichte dann aber nicht direkt so gepackt, es zog sich ein wenig hin, bis ich so richtig in den Bann gezogen war. Der Schreibstil ist immer mal wieder recht wechselhaft, zumindest habe ich das so empfunden. Da ist es ein eher gewöhnlicher Stil, der dann aber immer mal wieder mit kurzen fast poetischen Phasen glänzt. (der bärbeißige Bademeister; generell ältere Wörter). Vom Schreibstil her hat mir das Buch insofern gut gefallen, dass keine großartigen Fremdwörter enthalten war, gelegentlich sind mal englische Sätze zu finden, diese stellten für mich aber keine Schwierigkeit dar.

Alles in allem konnte mich die Geschichte nicht so ganz überzeugen, wie ich es mir gewünscht habe. Es ist zwar ein unterhaltsames Buch, in dem es neben vielen lustigen Situationen auch immer wieder emotionale Momente gibt, in denen so toll beschrieben ist, wie es mit den Kindern läuft (v.a. mit der Kleinsten), dann aber ist es wieder so lapidar, so dass ich den Gedankengängen von Vera nicht verständlich folgen kann. D.h. es könnte so schön und angenehm sein, wenn sie sich vielleicht manchmal nicht selbst im Weg steht…

Ich habe mir von diesem Buch ein wenig mehr versprochen, ich wurde zwar durchaus gut unterhalten, habe mir jedoch einfach mehr erwartet, was leider nicht erfüllt wurde.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 24.07.2017

Voll gut vong Spaß her, so ein Kevinleitdiner.

VONG
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Im Buch bringt der Autor H1 die aktuelle (Jugend)sprache näher, er erklärt die verschiedenen Begriffe, was es damit auf sich hat, es gibt amüsante und nachdenkliche Sprüche, außerdem gibt H1 mit dem Tagebuch ...

Im Buch bringt der Autor H1 die aktuelle (Jugend)sprache näher, er erklärt die verschiedenen Begriffe, was es damit auf sich hat, es gibt amüsante und nachdenkliche Sprüche, außerdem gibt H1 mit dem Tagebuch auch Einblicke in sein Leben. Gelegentlich ist das Ganze mit netten Comics amüsant bebildert.

Ja, diese Vong-Sprache ist durchaus sehr gewöhnungsbedürftig, aber auch sehr amüsant. Umso lustiger fand ich es, dass ich dieses Buch nun lesen konnte – einfach mal eine völlig andere Lektüre.

Im praktischen Format (11x16,5 cm) ist das kleine Taschenbuch wirklich in jeder (Hand)Tasche gut und schnell untergebracht, so dass es auch für unterwegs schnell eingepackt ist. Ansonsten kommt es im üblichen schwarz-gelben Duden-Design doch recht korrekt bzw. ordentlich daher. Ich denke aber nicht, dass diese Optik bezüglich des Inhaltes täuscht, d.h. wer den Titel liest, weiß sicher, dass es sich hier eher um ein Spaßbuch als ein ernstzunehmendes Wörterbuch handelt.

Zuerst werden im Buch einmal die verschiedenen Begriffe kurz erläutert, manche Begriffe sind da ja echt absolut lustig und amüsant (Kormflex – Cornflakes; Vegetarianer – Vegetarier; Kevinleitdiner - Candlelightdinner) andere Begriffe tun einfach ein wenig weh… (germ – gern; Emtschuldigumg – Entschuldigung). Direkt danach startet der Autor durch – mit seinem Tagebuch. Hier gibt er amüsante und nachdenkliche Einblicke in sein Leben, seinen Alltag, seine Gedanken und Gefühle. Hin und wieder findet man dazu einen passenden Comic. Einige Sprüche und weitere Kurzgeschichten sind auch noch vorhanden – bei den Sprüchen habe ich ganz klar meinen Favoriten:

Achtumg! Weng du 1 Vegetarianer bimst geh nit zung 1 Demonstratiom mid vilem Vegetarianer somsd könt ihr sagem: Halo wir sims 1 Gemüseauflauf. Lol.

(Seite 20)

Man muss hier ganz klar sagen, dass man rechtschreibmäßig beim Lesen ganz tief durchatmen muss. Denn das Buch tut in dieser Hinsicht wirklich weh. Es ist aber schon wieder so blöd, dass es gut ist, finde ich. Ich selbst hatte bislang keine großen Berührungspunkte mit dieser „vong-Sprache“ – außer vielleicht den Worten „Vong“ oder „Spasd“. Mir selbst ist auch eine korrekte Sprache einfach wichtig bzw. dann ein schöner Dialekt lieber als diese komische (Jugend)-Sprache. Dennoch muss ich sagen, dass ich dieses Büchlein sehr unterhaltsam fand. Man muss schon wissen, auf was man sich hier einlässt, aber dann ist es durchaus witzig, wenngleich auch zum Kopf schütteln, eben weil manche Sachen einfach so blöd sind.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung – dass man dieses Buch ernst nehmen muss habe ich ja nie gesagt, ne?

Veröffentlicht am 13.07.2017

Muffel-Furz-Teufel nochmal!

Die Olchis und der faule König
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Die Olchi-Omi ist absolut entzückt, als die Olchis Besuch von einem richtigen König bekommen. Und dann darf sie ihn, wie alle anderen Olchis auch, noch rund um die Uhr bedienen. Aber der Olchi-Opa hat ...

Die Olchi-Omi ist absolut entzückt, als die Olchis Besuch von einem richtigen König bekommen. Und dann darf sie ihn, wie alle anderen Olchis auch, noch rund um die Uhr bedienen. Aber der Olchi-Opa hat schon bald seine Zweifel, denn ist dieser angeblicheKönig denn auch ein echter König?

Von den Olchis, den interessanten kleinen grünen Wesen mit den drei Hörhörnern auf dem Kopf hatte ich ja nun doch schon einiges gehört bzw. (vor)gelesen. Nun also mal eine CD hören – wieso auch nicht, perfekt für Autofahrten.

Die Geschichte ist wirklich toll erzählt und generell auch gemacht – eine wirklich unterhaltsame, lustige und absolut spannende Geschichte. Durch die verschiedenen Sprecher ist sie auch abwechslungsreich, ebenso durch die jeweils dazu passenden Geräusche, die gemacht werden. Die gut verständliche Geschichte, die natürlich die Phantasie ein wenig beflügelt (Olchis gibt’s ja gar nicht…) ist so liebevoll gemacht und erzählt, dass man wirklich eintaucht in diese Welt. Langweilig wird es absolut nicht – vielleicht trägt da das schöne Lied am Anfang auch dazu bei? Auf alle Fälle ist es ein toller Wiederkennungswert und regt zum absoluten Mitsingen an.

Natürlich gefällt auch die Sprache sehr gut und ist durchaus kindgerecht – denn Kinder finden es einfach lustig, wenn da von Worten wie „Muffelfurzteufel“ die Rede ist. Wieso auch nicht?

Die Geschichte vom Aufeinandertreffen der Olchis mit dem faulen König hat uns ziemlich gut gefallen – eine wirklich lustige und unterhaltsame Erzählung, die toll gemacht und echt spannend ist. Großer Spaß für Groß und Klein. Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 11.07.2017

Die Pauline-Potter-Workout-Nacht.

Stell dir vor, dass ich dich liebe
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Jack ist an seiner Highschool mit einer der Coolsten und wohl auch Schönsten. Dennoch hat er ein Problem – er leidet unter Prosopagnosie – Gesichtsblindheit. Er kann andere Menschen nicht am Gesicht erkennen ...

Jack ist an seiner Highschool mit einer der Coolsten und wohl auch Schönsten. Dennoch hat er ein Problem – er leidet unter Prosopagnosie – Gesichtsblindheit. Er kann andere Menschen nicht am Gesicht erkennen sondern nur an äußeren Merkmalen. Und dann ist da Libby, ein Mädchen, das nicht gerade schlank ist und nach Jahren wieder an die Highschool kommt. Sie tritt in Jack’s Leben, doch kann es wirklich sein, dass da eine Verbindung zwischen den beiden sein soll…

Allein die Optik des Buches hat mich hier ja sehr angesprochen – wie es so in leuchtend pink daher kommt – schon eher als Mädchenbuch, sozusagen. Auch inhaltlich klang die Geschichte toll und interessant, entsprechend interessiert war ich, wie sich hier was in welche Richtung entwickelt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, es ist alles wirklich gut nachvollziehbar und angenehm zu lesen. Keine unnötig langen Sätze oder gar Verschachtelungen, auch keine großartigen Fremdwörter oder fachlichen Begriffe. Angenehm zu lesen, auch in der Art und Weise, dass man die Erzählung aus der Sicht von Jack und Libby abwechselnd liest.

Ich habe ein wenig gebraucht, bis die Geschichte mich so richtig gepackt hat. Nach dem ersten Drittel war es dann aber doch soweit, dass die Geschichte mich in ihren Bann gezogen hatte und ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe. Die Schilderungen fand ich interessant, manche Sachen durchaus schön, andere recht heftig. Es wurde gelegentlich wunderbar emotional und auch lustig. Hier hat es mir an einer Stelle besonders gut gefallen, manchmal ist es schön, wenn man dann selbst ins Erinnern kommt, finde ich.

Die Erklärung der Diagnose Prosopagnosie fand ich interessant und auch das damit verknüpfte Aufmerksam-machen. Auch der Hintergrund bei Libby ist interessant und absolut durchdacht, in gewisser Weise hat es mich kurz mal an den Film „Embrace“ erinnert.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, die Geschichte ist wirklich unterhaltsam, emotional aber auch amüsant, es ist interessant gewesen hier neue Dinge (Prosopagnosie) zu erfahren. Auch die Entwicklung der Geschichte hat mir gut gefallen, jedoch hat es für mich lange gedauert, bis ich im Lesefluss war, das hat mir weniger gut gefallen. Auch wie hier manches gelegentlich länger als nötig ausgeführt wird – hier hätte ich mir gewünscht, dass Schilderungen vielleicht etwas gekürzt werden.

(Die Schilderung, dass ein mit Sexy Back von Justin Timberlake ein „Oldie“ läuft, macht vielleicht auch noch ein Fitzelchen Abzug aus… ;) )

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.