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Veröffentlicht am 03.11.2016

Ist nicht die Liebe das einzig Wahre?

Vögelfrei
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Im Buch schildert Sophie Andresky ihre Erfahrungen, die sie in einem Jahr gemacht hat, in dem sie sich sexuell austoben durfte – fernab von ihrem Ehemann. Der hatte sie betrogen und ihre „Rache“ war es ...

Im Buch schildert Sophie Andresky ihre Erfahrungen, die sie in einem Jahr gemacht hat, in dem sie sich sexuell austoben durfte – fernab von ihrem Ehemann. Der hatte sie betrogen und ihre „Rache“ war es nun, dass sie sich ebenso vergnügt. Er hatte ihr wohl gesagt, dass sein „Ausrutscher“ ja „nur Sex war“. Im Buch schildert sie ihre entsprechenden Erlebnisse.

Auf diese Art von Literatur war ich durchaus gespannt, ich hatte schon öfter mal was von der Autorin bzw. ihrem Buch gehört, entsprechend habe ich es dann mal erstanden und nun endlich gelesen. Grundsätzlich bin ich ja ein Freund solcher „Rache-Aktionen“, aber nun ja, ich muss ja nicht alles gut heißen, was ich lese.

Von der Art und Weise her, wie sich die Geschichte entwickelt, fand ich das zu Beginn des Buches nicht so gut. Mit der Zeit habe ich mich an die Schilderungen gewöhnt, aber manchmal fand ich diese weiterhin entweder zu ausführlich, zu „möchte-gern“-schildernd, manchmal ist die Autorin dann wieder etwas wortkarg, wie ich finde. Die Sprache her ist soweit gut nachvollziehbar, durchaus auch verständlich, manchmal eben ein etwas blöder, umschweifender Satzbau. Von der Sprache her geht es im sexuellen Bereich etwas derb zu, was ich aber nie als ganz extrem empfunden habe. Ja, da fallen schon mal das „F*****“-Wort und solche Sachen, aber das gehört ja auch dazu.

In gewisser Weise ist das Buch vielleicht auch ein Ratgeber, ein anregendes oder gar erregendes Buch, weil ja verschiedene Sex-Szenen geschildert werden. Das muss jeder dann für sich selbst wissen, wie er das für sich selbst empfindet.

Teilweise fand ich manches der Geschichte auch arg übertrieben und für mich somit unglaubwürdig geschildert. Das hat es für mich dann auch nicht mehr so attraktiv gemacht und ich habe das Buch kurze Zeit zur Seite gelegt.

Mich hat das Buch nicht ganz überzeugen können, aber auch nicht gänzlich kalt gelassen. Ich habe einfach schon mal ähnliches gelesen, was mich mehr überzeugt hat, wohin gegen ich bei diesem Buch hinsichtlich einer Empfehlung wirklich unentschlossen bleibe und 3 von 5 Sternen vergebe.

Veröffentlicht am 02.11.2016

Der müde Euro möchte nicht geweckt werden!

Als ich meine Mutter im Sexshop traf
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In diesem Buch befinden sich die verschiedensten Beichten der unterschiedlichsten Leute - diese wurden wohl mal unter www.beichthaus.com abgegeben. Die Beichten sind in die folgenden Kapitel bzw. Themenbereiche ...

In diesem Buch befinden sich die verschiedensten Beichten der unterschiedlichsten Leute - diese wurden wohl mal unter www.beichthaus.com abgegeben. Die Beichten sind in die folgenden Kapitel bzw. Themenbereiche unterteilt: - Sex, Liebe, Flirt & Beziehung - Freunde, Feinde, Nachbarn & die liebe Familie - Freizeit, Neurosen, Peinlichkeiten & der eklige Rest - Schule, Arbeit, Uni & Kollegen

Ich habe dieses Buch mal zufällig gekauft - natürlich ist allein der Titel schon mal interessant, also hab ich ins Buch kurz reingelesen und es gekauft. Und ich sollte dies bislang auch nicht bereuen. Die Einteilung in die unterschiedlichen Kapitel ist hier richtig gut geglückt - wobei mir das erste Kapitel wirklich als das längste Kapitel vor kam. Scheinbar haben die Leute doch soviele Liebes- bzw. Sex-Angelegenheiten, die es zu Beichten gilt? ;) Manchmal sind die Dinge natürlich nicht so wirklich "normal" bzw. es ekelt einen schon ein wenig an - ich möchte hier jetzt jedoch KEINE Beispiele dafür aufzählen, es geht dabei jedoch generell mal um menschliche Körperausscheidungen. Nun ja. Auch in den anderen Kapiteln geht es sehr lustig zu, meine absolute "Lieblings-Beichte" ist oben die Geschichte mit dem Euro - wenngleich die natürlich absolut unmenschlich ist, jedoch sehr gut gekontert ist...

Es sind auch Geschichten vorhanden, die mir doch eher bekannt waren, die wohl inzwischen (oder generell) als Witze umher ziehen... aber gut, sowas hat man ja überall mal... dafür sind die meisten Beichten hier wohl schon echt, denn manche Dinge hören sich so komisch an, dass die sich wohl kein Mensch einfach mal so ausgedacht haben kann...

Ich habe mich bei diesem Buch sehr gut unterhalten gefühlt, da die Geschichten ja auch meist nur ein paar Zeilen lang sind, kann man das Buch quasi jederzeit unterbrechen und wieder zur Seite legen, d.h. man muss es auch gar nicht am Stück lesen, da es ja einzelne Schilderungen sind.

Wer gerne mal was lustiges liest - der ist hiermit gut bedient. Man könnte dieses Buch auch als "Klo-Lektüre" bezeichnen, wie mir heute schon mitgeteilt wurde. ;)

Wer solche Literatur generell mag, dem kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen und vergebe hier 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.11.2016

Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Alles außer Austern
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Nach dem Tod ihres Mannes Jörg möchte Anne eigentlich nur Ruhe. Doch ihre Freundinnen Christine und Karin können sie davon überzeugen, den jährlichen Urlaub im Haus in der Bretagne mit anzutreten. Doch ...

Nach dem Tod ihres Mannes Jörg möchte Anne eigentlich nur Ruhe. Doch ihre Freundinnen Christine und Karin können sie davon überzeugen, den jährlichen Urlaub im Haus in der Bretagne mit anzutreten. Doch auch bei Christine läuft nicht alles rund, sie liegt im Clinch mit ihrer Tochter Suzanne – und mit Ehemann Bernd ist auch nicht alles im Reinen. Ebenso bei Karin, deren Ehe mit Andreas in einer handfesten Krise steckt. Und dann ist da auch noch Michel, der blinde Schriftsteller und Künstler, der ihr eine ganz neue Sicht auf die Dinge vermittelt…

Ja, mir war mal wieder nach einem „typischen Frauenroman“, wie ich dieses Buch so einordnen würde. Allein die Aufmachung des Buches gefällt mir schon richtig gut, hat mich auch an andere Bücher (einer anderen Autorin) erinnert. Die Geschichte klang einfach nach netter, keinesfalls aber seichter Unterhaltung.



Und das hat das Buch dann auch durchaus geschafft. Zu Beginn war die Geschichte für mich etwas dahin plätschernd, nicht direkt so spannend-interessant, sondern leider etwas in die Länge gezogen, was ich schade fand. Vom Schreibstil her hat es mir eigentlich gut gefallen, alles soweit gut verständlich, nachvollziehbar, nichts großartig verschachtelt, passt. Eigentlich. Kämen da nicht immer mal wieder kurze Sätze bzw. Aussagen in französischer Sprache vor… Tja, wer französisch spricht, für den mag das kein Problem sein – ich spreche diese Sprache aber nicht… sehr schade!!! (Wie wäre es denn dann, wenn man solche Sätze in einem kleinen Glossar am Buchende kurz erklärt???) Ich habe da dann einfach drüber hinweg gelesen… dennoch hat es meinen Lesegeschmack etwas getrübt.



Ansonsten war die Geschichte des Buches absolut gut nachvollziehbar, verständlich geschrieben, durch die schönen Schilderungen der Landschaft auch ein bißchen wie Urlaub. Mit der Zeit kam bei der Geschichte dann auch so ein „Hach, schön“-Gefühl auf (ich will da nicht näher drauf eingehen, aber man kann vielleicht erahnen wieso), was mir gut gefallen hat. An und für sich ist das Buch nicht soooo spannend wie ein Thriller, bringt aber doch eine gewisse Spannung mit sich, ist aber auch recht lustig und generell unterhaltsam.



Mich hat es gestört, dass das Buch sich am Anfang so in die Länge gezogen hat, bis die Geschichte dann mal so richtig am Laufen war. Außerdem war ich hinsichtlich der französischen Sätze bzw. Aussagen, die zwar kurz waren, aber eben dennoch in einer für mich nicht direkt verständlichen Sprache, etwas enttäuscht. Generell eine sehr unterhaltsame Geschichte, entsprechend vergebe ich 4 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

Veröffentlicht am 02.11.2016

Routinierter Beschlafungsfachwirt, getarnt als aalglatter Charmebolzen (Seite 158)

Alles Tofu, oder was?
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Dana betreibt ein veganes Bistro, das Bistro Paradies. Leider jedoch bleiben mehr und mehr die Kunden aus, außerdem hat sie noch Stress mit ihrem Freund Paul, der die neue, vegane Lebensweise und –einstellung ...

Dana betreibt ein veganes Bistro, das Bistro Paradies. Leider jedoch bleiben mehr und mehr die Kunden aus, außerdem hat sie noch Stress mit ihrem Freund Paul, der die neue, vegane Lebensweise und –einstellung von Dana nicht wirklich wahr haben will, denn „er braucht Fleisch“. Als es dann noch Probleme mit den Räumlichkeiten des Bistros und der Wohnung gibt, bricht quasi alles über Dana zusammen. Aber manchmal gibt es in den dunkelsten Situationen eben doch noch Lichtblicke…

Bücher von Ellen Berg haben mich eigentlich noch nie wirklich enttäuscht. Eine kleine Ausnahme gab es mal, aber ansonsten haben mir alle Bücher durch die Bank weg gut gefallen. Also war ich auch auf dieses Buch gespannt. Und kann direkt sagen, dass mich „Alles Tofu, oder was?“ auch gut unterhalten hat. Aber mal langsam.



Der Schreibstil des Buches hat mir wieder gut gefallen, locker-leichte, angenehme Schreibweise, alles wirklich gut zu lesen, kaum Fremdwörter oder Fachbegriffe. Hier kommt’s eher mal, dass interessante Essenszutaten auftauchen, die aber dann auch immer wieder zu erklären sind oder gar erklärt werden. (Ich weiß nicht ob Ellen Berg selbst Veganerin ist oder sich lediglich gut in die Thematik eingelesen hat, gut, manche Dinge weiß man inzwischen über die vegane Lebensweise etc., manches war schon tiefergehend und sehr konsequent.) Sie schreibt schon sehr ausführlich und gut umschreibend, was ich gerne mag. So ist es oft auch sehr humorvoll, wie ich finde. Gerade was die vegane Einstellung/Überzeugung von Dana angeht. Meiner Ansicht nach muss jeder selbst wissen, wie er sich ernährt, ob er mit welchen Konsequenzen etc. leben kann. Im Buch wird – oftmals sehr überspitzt – die absolut überzeugte Veganerin, die sehr resolut ist und andere regelrecht missionieren will dargestellt, was meiner Ansicht nach auch einem zutreffenden Klischee entspricht. Manche Info aus der „veganen Reihe“ fand ich interessant, manche der kurz angesprochenen Rezepte würde ich auch durchaus mal ausprobieren. Hier wäre es natürlich noch toll gewesen, wenn man die Rezepte anschließend hinten im Buch gefunden hätte. War nicht der Fall, aber gut… mit ein wenig Phantasie und einer Prise Kreativität bekommt man das ggf. ja auch selbst hin.



Die Geschichte ist generell schon nachvollziehbar, manchmal vielleicht ein wenig überspitzt, aber das darf dann schon auch mal so sein. Turbulent ist sie auf alle Fälle, was aber einfach ganz gut passt, finde ich. Langweilig wird einem beim Lesen also absolut nicht. Und auch die großen Gefühle kommen nicht zu kurz, wie das im Leben eben so ist. Mehr mag ich dazu aber gar nicht verraten.



Ich wurde hier wirklich gut unterhalten, angenehme locker-leichte Kost, sehr humorvoll, durchaus auch emotional. Wer den Schreibstil von Ellen Berg generell mag, dem kann ich dieses Buch hier auch wirklich nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 02.11.2016

"BOTICELLO!". "Im Becher, ohne Sahne!"

Alleine ist man weniger zusammen
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(Seite 107, etwas zusammengefasst.) Paul Bokowski erzählt in seinem Buch durchaus amüsante und kuriose Geschichten, teils durchaus bissig, sich immer wieder in manches Extrem steigernd – aber durchaus ...

(Seite 107, etwas zusammengefasst.) Paul Bokowski erzählt in seinem Buch durchaus amüsante und kuriose Geschichten, teils durchaus bissig, sich immer wieder in manches Extrem steigernd – aber durchaus unterhaltsam. Die Geschichten sind durchaus wortgewandt – und für manche Landkinder vielleicht nicht ganz nachvollziehbar. (ist meine Einschätzung!)

Ich lese ja immer wieder gerne die verschiedensten Bücher, mal soll es was lustiges sein, dann mal wieder ein spannender Thriller, es darf aber gelegentlich auch mal typische Frauenliteratur sein – kunterbunt gemischt also. Nun also sollte es mal wieder ein Buch mit verschiedenen Geschichten sein. Der Autor sagte mir vom Namen her auch was, ich verbinde ihn mit Poetry Slam. Und Bücher von Slammern bzw. auf Lesebühnen-tätigen Autoren haben mir schon öfter mal zugesagt.

Die Geschichten im Buch sind wirklich ziemlich unterschiedlich, so werden auch die verschiedensten Themen aufgegriffen. (Von Urlaubsmitbringseln über Bahnreisen bis hin zu Wohnungsneuvermietung sowie einem amüsanten Email-Schriftverkehr wegen einer Bestellung.) Man findet immer mal wieder ca. zwei-seitige Unterhaltungen von Rita und Herta (zwei ältere Damen in Berlin), die sich über den Hof hinweg austauschen, hier habe ich mich durchaus amüsiert. Außerdem zieht sich auch das gegenseitige Schreiben (ob nun via Brief oder Email – das steht für mich nicht so fest) von Paul an seine Schwester durchs Buch, die beiden verreisen jeweils zu den verschiedensten Destinationen mit ihren Eltern und berichten sich jeweils gegenseitig davon. (Manches davon kann man durchaus nachvollziehen, gerade wenn man die Generation der Eltern kennt… ;) )

Vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen, für mich war soweit alles gut nachvollziehbar, manche Sätze mögen etwas verschachtelt gewesen sein, waren aber dennoch gut verständlich. Auch Sprachlich hatte ich keinerlei Probleme, keine wirklichen Fachbegriffe oder Fremdwörter die es zu klären galt. Angenehme Literatur also, wie ich finde. Was mir als „Kleinstadt“-Kind aufgefallen ist, ist natürlich der Unterschied zu Berlin, manche Sachen hat man hier eben einfach nicht so, die sind wohl eher typisch für eine Stadt wie Berlin. Amüsant das dann so zu lesen – wobei man sich wohl auch dort über gewisse Dinge lustig macht. (Hipster, etc.)

Mir haben eigentlich fast alle Geschichten super gut gefallen, ich hab mich wirklich amüsiert, die Wortwahl fand ich äußerst gelungen, man merkt wie wortgewandt der Autor ist, was ich echt gerne mag. Ja, die ein oder andere Geschichte weißt schon sehr extreme Steigerungen auf, die durchaus abstrus sind, größtenteils fand ich solch ein Extrem wirklich sehr lustig, bei der ein oder anderen Geschichte mal kurz nervig, aber gut, das ist eben so in einem Buch mit verschiedenen Geschichten.

Alles in allem wurde ich hier wirklich gut unterhalten, die Geschichten sind super lustig, absolut unterhaltsam und ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Angenehme Literatur also, ich kann das Buch nur empfehlen, ziehe lediglich einen halben Stern ab, weil mich die Steigerungen mal kurz genervt haben, vergebe entsprechend aber 4 von 5 Sternen.