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Veröffentlicht am 30.08.2020

Vom Wolkentuch bis hin zur Wendejacke – vielseitige Schnittmuster.⁣

Alles Jersey – Babys & Kids: Kinderkleidung nähen
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Ihr möchtet endlich mal etwas für den Nachwuchs nähen? Oder euch als baldige Tante daran versuchen? Dann bringt dieses Nähbuch viele tolle Ideen und Schnittmuster mit – vom Wolkentuch zur Beschäftigung ...

Ihr möchtet endlich mal etwas für den Nachwuchs nähen? Oder euch als baldige Tante daran versuchen? Dann bringt dieses Nähbuch viele tolle Ideen und Schnittmuster mit – vom Wolkentuch zur Beschäftigung über ein praktisches Bindemützchen, Wendehalstuch bis hin zum kuschligen Schlafsack oder der Pumphose – hier wird man definitiv fündig. Auf drei Schnittmusterbögen findet man alle Vorlagen.⁣

Nähen ist bei mir schon immer ein Thema gewesen, nicht immer in gleich großem Umfang, aber doch immer wieder präsent – und wenn’s nur ein schneller Aufhänger am Handtuch ist. Folglich war für mich nun klar, dass für den Nachwuchs ein paar individuelle Kleidungsstücke dabei sein sollen, die sonst keiner so hat. Entsprechend habe ich mich über dieses Buch samt der verschiedenen Nähvorlagen darin wirklich gefreut.⁣

Das Buch ist so aufgebaut, dass im Buch vorn sowie hinten die drei Schnittmusterbögen eingeklebt sind. Dann startet man im Buch direkt mit einem Kapitel Grundlagen, hier wird kurz aber doch ausführlich genug erläutert, welches Nähzubehör benötigt wird, in einer kleinen Stoffkunde erfährt man wichtiges über die zu vernähenden Materialien und bekommt außerdem noch einen Einblick in Saum- und Versäuberungsvarianten. Meiner Ansicht nach ist dies alles gut und verständlich erläutert, natürlich nicht für jeden Nähbegeisterten absolut wichtig, für Einsteiger aber definitiv nicht verkehrt – und auch zum Nachlesen immer wieder gut. ⁣

Die einzelnen Nähobjekte sind in zwei Kapitel unterteilt – in Accessoires (Wolkentuch, Schühchen, Fäustlinge, Wendehalstuch beispielsweise) und Kleidung (z.B. Kleidchen, Latzhose, Schlafsack, Kapuzenpullover.) Bei jedem Projekt erhält man erst einmal eine Übersicht mit den benötigten Materialien (wieviel von welchem Stoff, ggf. Zubehör wie Knöpfe, etc.), darunter dann eine Info übers Zuschneiden (welches Teil aus welchem Stoff, wo das Schnittmuster zu finden ist) und ggf. eine Angabe über eine mögliche Variante, damit man das entsprechende Kleidungsstück noch abändern kann. Auf den folgenden Seiten wird dann erläutert, wie man was (zusammen)nähen muss, was auch in verschiedenen Schritten bebildert dargestellt wird – definitiv praktisch. ⁣

Mir hat die Auswahl der verschiedensten Accessoires und Kleidungsstücke gut gefallen, da man hier eine wirklich vielfältige Auswahl hat. Nicht jedes Nähprojekt ist für mich dennoch absolut relevant, teilweise muss man meiner Ansicht nach schon sehr nähbegeistert sein, um dem Nachwuchs eine absolut individuelle Latzhose oder Wendejacke zu nähen – und auch die entsprechenden Nerven dafür zu haben. Aber das ist ja jedem selbst überlassen. Grundsätzlich fand ich die Erläuterungen wirklich gut und ziemlich hilfreich, ein bißchen ungünstig habe ich es beispielsweise bei der Bindemütze empfunden, dass die Bebilderung mit verschieden Mützen erfolgte, d.h. hier war noch eine weitere Farbe im Spiel, so dass es sich nicht um exakt die gleiche Mütze gehandelt hat. Hätte ich anders (eine Mütze, an der alles dargestellt wird) als logischer und klarer empfunden, finde ich ein bißchen schade, da es etwas verwirrend ist so. Ansonsten haben mir die angebotenen Nähideen wirklich gut gefallen – man ist ja allein durch die eigene Stoffmusterauswahl sehr flexibel, wie etwas zum Schluß aussieht, so dass man sich hier kreativ ziemlich gut austoben kann.⁣

Von mir gibt es für dieses tolle Nähbuch mit schönen, verständlichen Anleitungen und Ideen 4 von 5 Sternen, ich kann es wirklich weiterempfehlen.⁣

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Veröffentlicht am 29.08.2020

Manche Rückschau macht nachdenklich.

Ein Leben und eine Nacht
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An einer Hotelbar in einer irischen Kleinstadt sitzend blickt der 84-jährige Maurice Hannigan auf sein Leben zurück. In verschiedenen Etappen erzählt er, was er wie erlebt hat, mit welchen Verlusten er ...

An einer Hotelbar in einer irischen Kleinstadt sitzend blickt der 84-jährige Maurice Hannigan auf sein Leben zurück. In verschiedenen Etappen erzählt er, was er wie erlebt hat, mit welchen Verlusten er kämpfen musste und wie er ein wohlhabender Mann wurde. Er spricht Toasts aus auf die verschiedenen Menschen, denen er begegnete und mit denen er das Leben verbrachte.

Die Geschichte des Hörbuchs klang für mich durchaus spannend und interessant, eine Rückschau aufs Leben, auf gemachte Erfahrungen und leider auch verpasste Chancen ist ja durchaus sehr vielfältig. Gesprochen wird das Hörbuch von Reinhard Kuhnert, der es verständlich vorträgt, insofern lagen keine Schwierigkeiten vor. Dennoch wirkt es durch seine Stimme und auch den Buchinhalt deprimierend, seine Stimmlage hat das für mich noch verstärkt.

Zu Beginn wird man erst einmal ein wenig an die Geschehnisse herangeführt bevor Maurice auf den weiteren CDs (gesamt sind es sechs CDs) von verschiedenen, besonderen Personen seines Lebens einzeln erzählt. Man merkt hier natürlich, dass Maurice 84 Jahre alt ist, dass er eine entsprechende Zeit erlebt hat, in der manche Dinge noch anders waren, als sie es heute einfach sind. Dies war grundsätzlich spannend, aber für mein Empfinden dauerhaft mit einer gewissen Traurigkeit verbunden.

Natürlich gab es auch positive Momente in seinem Leben, jedoch hat sich für mich hier durch den Start der Geschichte ein langer, trauriger Schleier darüber gelegt, der für mich dann dauerhaft vorhanden war. Leider wurde es insofern beim Hören für mich nicht besser. Insgesamt empfand ich die Gesamtlaufzeit von fast 7 ½ Stunden entsprechend anstrengend und langwierig, leider.

Mir hat dieses Hörbuch leider nicht so gut gefallen. Sicher waren es interessante und spannende Einblicke in das Leben eines Mannes, der viel erlebt hat, gefühlt aber leider viele traurige Sachen. Insofern kann ich hier leider nur 2 von 5 Sternen vergeben und keine Empfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Von Süßkartoffel-Nachos bis hin zur Quinoa-Sushi-Bowl mit Ingwer-Tofu

Australia - Living & Eating
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Dieses Kochbuch bietet wunderbare Einblicke in die australische Küche, leckere Rezepte, die einen die Sonne von Down Under spüren lassen und die Seele wärmen. Harriet Birell hat hier sämtliche gesunde ...

Dieses Kochbuch bietet wunderbare Einblicke in die australische Küche, leckere Rezepte, die einen die Sonne von Down Under spüren lassen und die Seele wärmen. Harriet Birell hat hier sämtliche gesunde pflanzliche Rezepte aufgeführt, die einfach unheimlich lecker sind.

Für neue Rezepte bin ich ja immer wieder offen und probiere gerne neue Kreationen aus. So war ich auch gespannt auf diese für mich neuen Rezepte aus der australischen Küche, ein Land, mit dem ich bislang essenstechnisch wenig Verbindung hatte.

Die Aufmachung des Buches gefällt mir schon mal sehr gut, es wirkt sehr wertig und natürlich, keine enorm glänzende Oberfläche, sondern ein angenehmes Cover, toll auch in der Haptik. Auch die enthaltenen Fotos (vorne innen direkt eine Strand-Meer-Ansicht beispielsweise) sind richtig toll und machen Lust auf Australien. Zu Beginn gibt es eine kurze Einführung der Autorin, anschließend ein paar Tipps über Zutaten bzw. Hilfsmittel, die man zur Hand haben sollte. Dann geht’s aber so richtig los – von leckeren Rezepten fürs Frühstück, für Bowls, Salate, Hauptgerichte, Gerichte zum Teilen, Süßes, Drinks und Basics. Noch eine kurze Übersicht und Erläuterung über verschiedene pflanzliche Lebensmittel, bevor dann der Index sowie eine Danksagung folgt.

Bei den Rezepten findet man wirklich unheimlich vielfältige Möglichkeiten, von Zitronen-Pfannkuchen mit Heidelbeeren und Äpfeln über eine pikante Salbei-Kürbis-Bowl, Burger aus schwarzen Bohnen und roten Beten, dreierlei Cookie-Dough-Schnitten bis hin zu probiotischer Limonade mit Kurkuma und Ingwer. Die einzelnen Rezepte sind auf einer Seite, die Umsetzung des Gerichts als Foto auf der gegenüberliegenden Seite abgebildet. Zu den einzelnen Rezepten erfährt man erst etwas (warum wie nahrhaft, etc.), bevor man dann in Kürze die Anzahl der Portionen, Vorbereitungs- und Kochzeit sowie den Schwierigkeitsgrad ablesen kann. Außerdem findet man die verschiedenen Zutaten aufgelistet, daneben die Zubereitung ausformuliert aufgeführt.

Die Rezepte sind wirklich sehr vielfältig und verschieden – und definitiv lecker. Natürlich muss man sich vorab bewusst sein, dass es sich um pflanzliche Rezepte handelt, wer partout nicht für solche Rezepte offen ist, der sollte es lieber bleiben lassen. Bei den Zutaten ist es gelegentlich so, dass man doch schon ein wenig speziellere Zutaten benötigt. Sicher hat man immer mal eine Kokosmilch zuhause, auch bei den verschiedenen Gewürzen ist dies kein großartiges Problem. Weitere Zutaten könnten aber vielleicht zur Herausforderung werden (Medjool-Datteln)– oder auch die benötigten Mengen (45 g Spinat für ein Kürbis-Kichererbsen-Curry). Auch wird Avocado verhältnismäßig oft in den Rezepten gefordert, Avocado, die man ja angeblich nicht unbedingt mehr aus gutem Gewissen essen kann. Dies trübt meinen positiven Blick aufs Buch leider ein wenig. Dennoch muss ich sagen, dass mir die Rezepte richtig gut gefallen haben zum Großteil, man kann ja manches für sich selbst hinsichtlich der Zutaten ein wenig abändern, je nachdem was man gerade zur Verfügung hat/lieber mag, etc.

Für mich war dies ein toller Einblick in eine natürliche, gesunde, pflanzliche und leckere australische Küche. Sicher kocht nicht jeder in Australien so, dennoch war es ein schöner Ausflug in ein mir bis dato persönlich unbekanntes Land (weil ich noch nicht dort war, nun immerhin dank dem Kochbuch.). Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 20.08.2020

Auch ein grüner Daumen muss wachsen.

Bin im Garten
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Meike Winnemuth hat schon verschiedenste Sachen ausprobiert, ein Jahr lang nur das gleiche blaue Kleid getragen (welches sie in dreifacher Ausfertigung hatte), eine Weltreise gemacht – und nun steht das ...

Meike Winnemuth hat schon verschiedenste Sachen ausprobiert, ein Jahr lang nur das gleiche blaue Kleid getragen (welches sie in dreifacher Ausfertigung hatte), eine Weltreise gemacht – und nun steht das nächste große Abenteuer bevor: ihr erster eigener Garten. In diesem Tagebuch berichtet sie davon, was ihr hier wie gelingt, aber auch misslingt, wie geduldig sie dafür werden muss und wie wunderbar die eigenen geernteten Früchte schmecken.

Vor einiger Zeit hatte ich bereits das (gekürzte) Hörbuch „Bin im Garten“ gehört, insofern war ich gespannt auf die ausführlichen Tagebucheinträge von Meike Winnemuth – auch weil man manches einfach schön nachlesen kann. (Jahreszeitengemäß beispielsweise)

Der Schreibstil von Meike Winnemuth gefällt mir ziemlich gut, ich mag ihre direkte, aber auch unterhaltsame und ehrliche Art und Weise sehr gerne. Ihr überlegtes Schreiben und Handeln ist fast ein wenig meditativ – zumindest habe ich es so für mich empfunden. Es ist angenehm und absolut verständlich zu lesen. Durch immer wieder auftauchende Fotos ist es absolut lebhaft und man bekommt einen wunderbaren Einblick in ihren Garten – und ihre Erfolge darin.

Mir hat es unheimlich gut gefallen, wie man hier ein Gartenjahr mit der Autorin erleben darf – man ist wirklich hautnah dabei. Auch wurde ich dabei auf neue Pflanzen aufmerksam, mit denen ich mich dann direkt beschäftigt habe. Natürlich muss man nicht alles so beim Gärtnern machen, wie Meike Winnemuth das macht, ich denke da hat jeder auch seine eigenen Ideen und auch Erfahrungen. Dennoch war es absolut interessant, wie sie einen daran teilhaben lässt. Ziemlich gut hat mir auch gefallen, wie sie immer wieder das Leben „drumherum“ schildert – unheimlich menschlich und echt – und vor allem insgesamt absolut ehrlich. Denn nicht immer hat man einen absolut grünen Daumen.

Toll finde ich auch die Literaturempfehlungen hinten im Buch – ebenso wie die Bezugsquellen für verschiedene Sämereien etc. Hier muss man also nicht lange suchen, sondern bekommt diese Informationen direkt geliefert – top!

Wer gerne gärtnert oder auch an den Erfahrungen anderer dabei einfach mal teilhaben will, dem kann ich dieses wunderbare Buch nur empfehlen. Mich hat es gut unterhalten, ich habe mitgelacht, wenn es lustige Szenen gab, konnte aber auch manches gärtnerisches Ärgernis absolut nachvollziehen. Für mich habe ich den ein oder anderen Gartentipp mitgenommen und auch schon umsetzen können. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung. Daumen hoch. (natürlich den grünen, logisch!)

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Veröffentlicht am 18.08.2020

„Setzt rasch die Nasenklammern auf, der König kommt die Gasse rauf!“*

König Pups
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Dem König geht es gar schlecht, denn sein Leiden bedrückt ihn doch sehr: ständig muss er pupsen – und diese Pupse sind leider alles andere als angenehme Duftwolken. Sämtliche Versuche, dieses Problem zu ...

Dem König geht es gar schlecht, denn sein Leiden bedrückt ihn doch sehr: ständig muss er pupsen – und diese Pupse sind leider alles andere als angenehme Duftwolken. Sämtliche Versuche, dieses Problem zu lösen, scheitern leider immer wieder – doch bald zeigt sich, dass dies vielleicht gar nicht so schlecht ist.

Vom König Pups hatte ich schon immer mal wieder etwas gehört, insofern hab ich mich dann sehr über dieses Buch gefreut, als es nun bei mir eingezogen ist. Lustigerweise hatte ich in einem Zeitungsartikel dann sogar noch gelesen, dass die Autorin auch eine gebürtige Unterfränkin ist – ein schöner, lustiger Fakt für mich nebenbei.

Das Buch ist in Reimform geschrieben, die Texte kann man kleinen Kindern so wunderbar betont vorlesen und mit ihnen die tollen Bilder dazu ansehen. Auf den Bildern findet man immer wieder die passenden Textszenen beschrieben – für mich ist das wirklich toll gemacht. Natürlich ist das Buch von der Geschichte her nicht nur etwas für die Kleinen, auch als Erwachsener kann man sich darüber wunderbar amüsieren. Die Problematik von König Pups ist ja doch durchaus nachvollziehbar und menschlicher Natur.

Uns hat dieses Kinderbuch unheimlich gut gefallen. Es ist wirklich sehr schön geschrieben, es liest sich angenehm, so dass es meiner Ansicht nach auch schon für Erstleser geeignet ist (nicht nur ob der Schriftgröße). Natürlich kommen immer mal wieder speziellere Wörter (puterrot, Pein) vor, die sich einem Kind nicht direkt so erklären, aber dies kann man dann als Erwachsener ja dann erläutern. Auch ist die grundsätzliche „Lehre“ des Buches interessant, dass quasi jede Sache für etwas gut ist. Mehr möchte ich dazu nicht ausführen, denn es soll ja auch für künftige Leser noch spannend bleiben.

Für mich war dies ein sehr unterhaltsames, vor allem lustiges Kinderbuch mit richtig schönen, passenden Bildern. Entsprechend kann ich es wirklich nur empfehlen und vergebe hier 5 von 5 Sternen.

* Zitat aus dem Buch

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