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Veröffentlicht am 14.04.2020

Eine Reise nach Paris.

Die Lichter von Paris
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Wir schreiben das Jahr 1900 – in Paris findet gerade die Weltausstellung statt, die auch der junge Èmile mit seiner Mutter besucht. Mit ihr zusammen möchte er auf dem rollenden Bürgersteig fahren und all ...

Wir schreiben das Jahr 1900 – in Paris findet gerade die Weltausstellung statt, die auch der junge Èmile mit seiner Mutter besucht. Mit ihr zusammen möchte er auf dem rollenden Bürgersteig fahren und all die prächtigen Gebäude bestaunen – doch dann ist seine Mutter auf einmal verschwunden und er ist auf sich alleine gestellt. Nun gilt es, zu seinem Vater zu finden, der im Elektrizitätspalast arbeitet. Auf dem Weg dorthin fällt überall auf einmal plötzlich noch der Strom aus – was ist hier nur los?

Manchmal sieht man Bücher und stellt einfach fest, dass die Geschichte bestimmt interessant ist – so erging es mir mit diesem Buch. Auch wenn es ein Bilderbuch ist, so ist es doch nicht nur für Kinder, denn auch Erwachsene dürfen Spaß und Interesse daran haben.

Das Buch kommt in einem recht großen Format daher, es könnte vom Format her wohl fast DIN A3 sein. Die Zeichnungen darin sind wirklich schön, durchaus bunt und absolut detailreich, so dass man wohl auch beim vierten Mal ansehen noch neue Sachen entdecken kann.

Versehen sind die Seiten jeweils mit ein bißchen Geschichtentext, der mal sechs, mal fünfzehn Zeilen umfasst. Also meiner Ansicht nach auch für Erstleser etwas, wenn man immer wieder abwechselnd liest – und natürlich manche Begriffe vorliest bzw. erläutert. Generell ist die Geschichte schön und verständlich geschrieben, manchmal hätte selbst ich mir noch ein bisschen mehr Erläuterung dazu gewünscht – und ich denke, dass das auch für Kinder noch interessant genug gewesen wäre.

Inhaltlich ist die Geschichte wirklich spannend und interessant, man bekommt Einblicke in eine Welt, die heute doch fast ganz anders ist. Gebäude, die im Buch abgebildet sind bzw. Orte etc. gibt es natürlich teilweise weiterhin, so dass die Zeitreise nicht unbedingt nur eine Zeitreise ist, man kann auch aktuelles entdecken.

Bei uns kam „Die Lichter von Paris“ bei Klein und Groß gut an, es ist eine wirklich tolle Geschichte in einer längst vergangenen Zeit. Wirklich schön sind auch die verschiedenen Bilder, auf denen es so viel zu entdecken gibt, hier kann man sich eigentlich nicht satt sehen. Ein bisschen mehr an Erläuterungen hätte ich mir manchmal gewünscht, ein bisschen mehr Drumherum, was die Geschichte noch besser erläutert/verständlich macht.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen, ein unterhaltsames, spannendes wie auch mal lustiges Bilderbuch mit schöner Geschichte. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 10.04.2020

Rentner haben ja nie Zeit… ;-)

Mama im Unruhestand
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Den Ruhestand ihrer Mutter hatte sich Lucinde Hutzenlaub irgendwie anders vorgestellt: Statt nun endlich öfter für ihre Familie da zu sein, reist Oma durch die Welt, tanzt Swing und ist natürlich auch ...

Den Ruhestand ihrer Mutter hatte sich Lucinde Hutzenlaub irgendwie anders vorgestellt: Statt nun endlich öfter für ihre Familie da zu sein, reist Oma durch die Welt, tanzt Swing und ist natürlich auch beim Sektfrühstück mit Saunagang dabei. An all solchen Erlebnissen ihrer Mutter lässt Lucinde Hutzenlaub den Leser mit ihrem Buch teilhaben.

Der Titel des Buches klang für mich nach sehr amüsanter und unterhaltsamer, ja lebensbejahender Literatur. Insofern war ich darauf gespannt, wenngleich ich selbst noch lange bis zum Rentenalter habe…

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es ist angenehm, locker-leicht zu lesen, hat mir keine Schwierigkeiten bereitet. Manchmal habe ich es vom Stil her als ein wenig zu ausführlich, langatmig empfunden, bis die Geschichte so richtig zum Punkt kommt, insofern war es zwar leicht zu lesen, aber dann doch auch ein wenig anstrengend.

Inhaltlich ist es amüsant zu lesen, wie turbulent es im Leben von Oma Hutzenlaub zugeht. Wie sie in doch schon betagtem Alter eine Reise nach Sri Lanka antritt, sich ein Tattoo stechen lässt und sich noch mit Computern befasst – all das ist schon interessant zu lesen. Es gibt immer wieder etwas zum Schmunzeln und sicher kuriose Szenen, die es in anderen Familien so vielleicht nicht gibt. Da das ganze Buch in Geschichten eingeteilt ist, kann man es auch einfach mal zur Seite legen, kommt aber schnell wieder ins Buch rein. Bzw. sind die Kapitel insofern auch nicht enorm lang.

Für mich war die Lektüre nicht ganz so interessant, vielleicht weil ich nicht unbedingt der Zielgruppe angehöre. Vielleicht liegt die Zielgruppe eher im Alter von Lucinde Hutzenlaub oder ihrer Mutter – denn sie kennen so etwas selbst von der eigenen Mutter oder wollen aufzeigen, dass man doch auch im Alter noch mobil und viel unterwegs sein kann. Teilweise kann mir das Buch gelegentlich etwas langatmig vor, hier hätte ich mir die Geschichten manchmal etwas kürzer gewünscht. (Sicher sind sie nicht unbedingt unnötig in die Länge gezogen, aber manchmal empfindet man das eben so.)

Alles in allem eine unterhaltsame, lustige wie emotionale Lektüre die aufzeigt, dass man den Ruhestand auch turbulent angehen kann. Mich hat es nicht so ganz gepackt, von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

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Veröffentlicht am 07.04.2020

Denn immer wieder geht die Sonne auf.

Zeit der Apfelrosen
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Für ihr Leben hat Olivia ganz klare Vorstellungen, denn sie möchte Karriere machen, ihren Freund heiraten und gerne eine Familie gründen. Aber wie das Leben so spielt, kommt es anders – und dann stellt ...

Für ihr Leben hat Olivia ganz klare Vorstellungen, denn sie möchte Karriere machen, ihren Freund heiraten und gerne eine Familie gründen. Aber wie das Leben so spielt, kommt es anders – und dann stellt sich heraus, dass der Traummann ein notorischer Lügner ist. Mit ihrem Lebensberater Randolf Thesenfitz versucht sie nun wieder etwas Ordnung in ihr chaotisches Leben zu bringen, doch das ist auch komplizierter als gedacht…

Für mich sind Hörbücher ja eine wunderbare Sache – ich kann ein Stück weit dabei abschalten, werde gut unterhalten, wenn ich draußen unterwegs bin. Für mich eine absolut tolle Gelegenheit, wie ich Laufwege gut überbrücken kann. Insofern war ich nun auf die Geschichte von Gabriella Engelmann echt gespannt, ich weiß gar nicht, ob ich bislang mal ein Buch von ihr gelesen habe, aber hören sollte sich nun zumindest ändern.

Gesprochen wird die Geschichte von Vanessa Eckart, die eine angenehme und sympathische Stimme hat. Mir hat es gut gefallen, wie sie die Geschichte vorliest und entsprechend gekonnt betont etc.

Die Geschichte hat mir gut gefallen, eine unterhaltsame, emotionale wie durchaus abwechslungsreiche Idee steckt dahinter. Zwar ist es natürlich auch mal leicht dramatisch, dies wird aber nicht übertrieben – und genau das hat mir so gut daran gefallen. Man merkt natürlich, wie hier die Probleme auftauchen, es gibt aber eben auch gute Lösungen dafür. So wurde ich gut unterhalten, hatte meine eigenen Gedanken zum Fortgang der Geschichte und wurde doch auch etwas überrascht.

Für mich war „Zeit der Apfelrosen“ eine sehr angenehme, unterhaltsame, lustige wie emotionale Geschichte in Hörbuchform. Vorgelesen von Vanessa Eckart wurde ich hier gut zweieinhalb Stunden gut unterhalten, eine Zeit, die wie im Flug verging. Von mir gibt es hier entsprechend 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 06.04.2020

Wenn eine Reise anders verläuft als geplant.

Die Tage in Paris
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Liv und David haben recht spontan geheiratet und verbringen nun ihre Hochzeitsreise in Paris. Doch die Tage in der Stadt der Liebe sind alles andere als romantisch, denn Liv’s Ehemann ist mehr beruflich ...

Liv und David haben recht spontan geheiratet und verbringen nun ihre Hochzeitsreise in Paris. Doch die Tage in der Stadt der Liebe sind alles andere als romantisch, denn Liv’s Ehemann ist mehr beruflich unterwegs als in romantischen Dingen. Nun zweifelt Liv schon daran, ob die Heirat ein großer Fehler war. Ähnlich erging es vor über hundert Jahren der jungen Sophie, die gerade den Maler Édouard Lefèvre geheiratet hat. Sie muss sich erst daran gewöhnen, in welchen Kreisen sie nun als Frau an seiner Seite unterwegs ist, was natürlich auch nicht immer einfach ist.

Gerade für einen Kurzurlaub hatte ich mir eine eher übersichtliche Lektüre einpacken wollen, so dass passenderweise dieses Buch mit nach Paris durfte. Von Jojo Moyes habe ich bislang kein Buch gelesen, ich glaube lediglich zwei Hörbücher habe ich gehört, insofern kenne ich ihren Schreibstil etwas.

Der Schreibstil des Buches hat mir ganz gut gefallen, es war angenehm zu lesen, gut verständlich und inhaltlich eher eine locker-leichte Unterhaltung. Natürlich kommen verschiedene Orte in Paris vor, wenn man diese schon mal gehört bzw. gesehen hat, hat man entsprechend ein Bild vor Augen, was aber nicht zwingend wichtig ist.

Die zwei Geschichten, die hier miteinander verknüpft sind, sind ganz angenehm zu lesen und durchaus interessant, spannend und emotional. Teilweise gibt es natürlich auch mal lustige Szenen. Generell möchte die Autorin wohl ein wenig „Entspanntheit“ mit auf den Weg gehen, das wäre so zumindest mein Empfinden.

Für mich war es eine Geschichte, die ich schnell gelesen hatte – bei nur knapp über 100 schmalen Buchseiten keine Kunst. Was mir gut gefallen hat, waren die gelegentlich auftauchenden bunten Illustrationen, die natürlich gut zu den jeweiligen Szenen gepasst haben. Vom Inhalt her muss ich sagen, dass das Buch in Ordnung war, es jetzt aber auch nicht sonderlich schlimm gewesen wäre, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte. Kein Buch, das mich sonderlich begeistert hat oder mir großartige Dinge mitgeteilt hat, sondern mehr so dahin plätschernd war. Entsprechend bin ich hinsichtlich einer Empfehlung unentschlossen und vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Nordisch by Nature.

Schnee ist auch nur hübsch gemachtes Wasser
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Dieses Hörbuch enthält verschiedene Erzählungen von Dora Heldt, die durchaus humorvoll sind, vielleicht eher nordischer Natur, aber dennoch sehr unterhaltsam. So erfährt man beispielsweise, warum es vielleicht ...

Dieses Hörbuch enthält verschiedene Erzählungen von Dora Heldt, die durchaus humorvoll sind, vielleicht eher nordischer Natur, aber dennoch sehr unterhaltsam. So erfährt man beispielsweise, warum es vielleicht Not tut, einen Glühweinstand im Sommer aufzubauen und so den Winter mal vorzuziehen…

Hörbücher begleiten mich ja immer wieder – vor allem beim Laufen. (Die Laufzeit - muhaha... - des Hörbuchs beträgt übrigens knapp drei Stunden.) Von Dora Heldt hatte ich schon das ein oder andere Buch gelesen, insofern war ich gespannt auf diese verschiedenen Erzählungen, die auch von ihr selbst vorgelesen werden.

Ihre Art vorzulesen und ihre Stimme dabei haben mir gut gefallen. Eine klare, nordische Stimme, kein piepsiges Mäuschen, das fand ich toll. Man versteht alles gut und klar, sie betont entsprechend, wenn es passt, für mich war das absolut in Ordnung.

Die Geschichten sind wirklich sehr unterschiedlich, so habe ich die eine mehr als schwarzhumorig empfunden, eine andere Erzählung dagegen als durchaus emotional, berührend. Die Abwechslung dabei hat mir gut gefallen, auch die Art und Weise wie sich die Geschichten entwickeln. Man hat zwar vielleicht hie und da mal eine Ahnung, weiß aber definitiv nicht im Voraus, wie sich eine Geschichte entwickeln wird. Für mich war dies wirklich tolle Unterhaltung, durchaus humorvoll, emotional und spannend. Von mir gibt es entsprechend fünf von fünf Sternen und eine Empfehlung.

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