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Veröffentlicht am 01.09.2019

Kindersehnsuchtsfrauen.

Wenn ich noch eine glückliche Mami sehe, muss ich kotzen
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Anna Schatz wäre vor allem eines unheimlich gerne: Mutter. Seit über zehn Jahren versucht sie schwanger zu werden, war es kurzzeitig und erlitt Fehlgeburten. In diesem Buch redet sie offen und ehrlich ...

Anna Schatz wäre vor allem eines unheimlich gerne: Mutter. Seit über zehn Jahren versucht sie schwanger zu werden, war es kurzzeitig und erlitt Fehlgeburten. In diesem Buch redet sie offen und ehrlich darüber, wie es ist mit einem unerfüllten Kinderwunsch – und wie sehr sie sich ein Kind wünscht, aber auch Nachsicht von anderen bei Nachfragen nach dem (ausbleibenden) Nachwuchs.

Beim Lesen bin ich nicht auf Themen oder Genres festgelegt, ich lese quasi was mir zwischen die Finger kommt. Dennoch war ich inhaltlich sehr auf dieses Buch gespannt, da es ein schwieriges Thema ist, das auch gefühlt generell wenig angesprochen wird, über das man nur hinter hervorgehaltener Hand spricht. Das sollte meiner Meinung nach unbedingt geändert werden, von daher war ich auch sehr über die Meinung bzw. Erfahrung(en) der Autorin entsprechend gespannt.

Teilweise habe ich schon gelesen, dass manche den Buchtitel sehr heftig finden. Ich sehe das so, dass ich die Autorin da verstehen kann, denn sie wünscht es sich ja sehr, Mutter zu sein. Und mit jeder glücklichen Mami wieder selbst dran erinnert zu werden, das tut sicher weh. Von daher finde ich den Titel zwar provozierend, aber gut gewählt.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es lässt sich gut lesen, ist verständlich und ein Buch, das man trotz des Inhalts zügig lesen kann. Natürlich kommen im Buch auch nachdenkliche Sätze vor, über die man vielleicht zweimal liest und auch nachdenkt, aber grundsätzlich war es bei mir eine eher schnelle Lektüre. Inhaltlich kommt es größtenteils ohne großartige Fremdwörter oder Fachbegriffe auf, lediglich sakrosankt (unantastbar) hatte ich wirklich noch nie bewusst gehört. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge, so dass es bei manchem Inhalt auch manchmal absehbar ist, wann das Thema beendet ist.

Im Buch schildert Anna Schatz, wie ihr Leben bislang teilweise verlief, allerdings erzählt sie dies nicht chronologisch und auch nicht alles direkt nacheinander, sondern „unterbricht“ immer wieder mit anderen Kapiteln zum Thema – beispielsweise, dass ein Hund kein Ersatz ist fürs Kind, gibt einen Einblick in Online-Formen zum Thema, denkt über Alternativen zum eigenen Kind nach. Vielleicht habe ich mir mehr eine konkrete Schilderung ihres bis dato verlaufenden Wegs zum Wunschkind erwartet. Eine Schilderung von Arztterminen, Hoffen und Bangen, etc. Das Buch ist in dieser Hinsicht definitiv anders. Denn Anna Schatz teilt immer wieder ihre Erfahrungen mit, aber auch ihre ganz persönliche Meinung. Die Erfahrungen sind teils Nachfragen von weiter entfernten (kinderlosen!) Verwandten, die dann auch fast schon unverschämt sind. (Wobei: sind das solche sehr persönlichen Fragen nicht generell, unverschämt? Geht andere Menschen die Familienplanung nicht generell eh nichts an, außer man macht diese zum Thema?) Die Meinung von Anna Schatz ist klar, sie fühlt sich damit verständlicherweise auf den Schlips getreten, ihr tut es weh, wenn sie wieder glückliche Mamis sieht, vor allem natürlich in Problembezirken, wenn sie dort beim Arzt ist. (Bei dem direkt mal vor Alkohol und Nikotin in der Schwangerschaft gewarnt werden muss, was wo anders überhaupt nicht das Thema ist.)

Manchmal war ihre Meinung für mich auch ein bißchen widersprüchlich. Einerseits ist der Hund kein Ersatz fürs Kind, andererseits ist er das aber dann ja definitiv doch wieder. Aber sagen sollte man das halt besser nicht. Hm. Sowas lässt mich ratlos zurück. Auch ihre manchmal eher unklaren Aussagen bezüglich ihrer Diagnose im Teenageralter, dass sie keine Kinder bekommen könne (Aussage, die auch die Mutter schon bekam), oder die Ablehnung der künstlichen Befruchtung. Ich wünsche wirklich von Herzen jedem ein Kind, der es sich wirklich wünscht und bin der Meinung, dass man hier heutzutage auch medizinisch durchaus „nachhelfen“ darf. (Viele Umwelteinflüsse haben an der Fruchtbarkeit „herumgeschraubt“, von daher darf man hier auch selbst „nachhelfen“. -> Meine Meinung.)

Das Buch versucht teilweise, die Kinderwunschthematik auch manchmal humorvoll zu nehmen, so gibt es hier gelegentlich auch amüsante Anekdoten. Dennoch trifft der Begriff der „Kindersehnsuchtsfrauen“ das Buch meiner Ansicht nach als Beschreibung im gesamten ganz gut.

Das Buch lässt mich ein bisschen ratlos zurück. Bei vielen Situationen war ich beim Lesen wirklich zustimmend dabei, kann den Schmerz der Autorin auch wirklich verstehen, auch ihre Wut und Trauer, dass es bei ihr nicht klappt mit dem Schwanger werden. Sie versucht auch die Dinge immer wieder positiv zu sehen, ihre Lebenszeit dennoch gut zu verbringen, was schön zu lesen ist, aber nicht immer ganz überzeugend rüberkommt. Manchmal fand ich Aussagen ein bisschen konträr, einerseits war die Meinung so, dann aber doch wieder anders, das war dann nicht ganz überzeugend für mich. Entsprechend bin ich hinsichtlich einer Empfehlung unentschlossen und vergebe hier 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.08.2019

Du würdest ja noch nicht mal mit beiden Händen in den Gesäßtaschen deinen Arsch finden! (S. 28)

Wir gegen euch
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Björnstadt ist eine Stadt, die wieder zusammenwachsen muss. Nach einem heftigen Geschehen ist der Ort zweigeteilt, für die Zukunft muss er aber wieder eine Einheit werden. Und dann ist da noch Eishockey, ...

Björnstadt ist eine Stadt, die wieder zusammenwachsen muss. Nach einem heftigen Geschehen ist der Ort zweigeteilt, für die Zukunft muss er aber wieder eine Einheit werden. Und dann ist da noch Eishockey, was in dieser Stadt wie im zugehörigen Nachbarort Hed so wichtig ist, wie eigentlich sonst nichts. Schafft man es, die Geschehnisse darüber hin zu verarbeiten? Jeder wird andere Emotionen erleben, es wird Trauer geben, neue und alte Liebe, anderes wird zerbrechen. (Es handelt sich dabei um die Fortsetzung von „Stadt der großen Träume“.)

Von Fredrik Backman habe ich bereits zwei Bücher („Mann namens Ove“ und „Britt-Marie war hier“) gelesen, die mich durchaus begeistert haben. Entsprechend wusste ich in etwa, wie sein Stil ist, wie er schreibt, etc. Aber dieses Buch ist im Vergleich zu den beiden bisher gelesenen Büchern anders.

Fredrik Backman hat einen spannenden Schreibstil. Er ist definitiv unterhaltsam und sehr abwechslungsreich, generell würde ich ihn als anspruchsvoll bezeichnen. Mal schreibt er kurze, prägnante Sätze, mal wieder längere, ausschweifende, verwendet selten, aber eben doch auch gelegentlich Fremdwörter (Lobotomie), die ich bis dato definitiv nicht kannte. Das ist für mich soweit alles in Ordnung und absolut kein Problem, es war wirklich alles sonst gut verständlich, inhaltlich aber wirklich auch gewieft und toll geschrieben. Auch die spontanen Wechsel, wie er von einer zur nächsten Szene hin und her hüpft, sind einfach passend für dieses Buch.

Von diesem Buch sollte man sich keinesfalls leichte Kost erwarten. Die Geschichte ist wirklich heftig und teilweise auch echt brutal. Sicher schreiben manche Thriller-Autoren noch schlimmere, blutigere Handlungen, dennoch spielt Gewalt eine große Rolle. Kennt man aber Bücher von Backman wie „Ove“, dann erwartet man einen eher anderen Stil. Trotzdem hat mir die grundsätzliche Geschichte von „Wir gegen euch“ gefallen. Es ist interessant, wie sich immer wieder neue Dinge/Probleme auftun, wie sich anderes zum Positiven entwickelt. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Backman hier für meinen Geschmack einige Probleme zu viel verwurschelt hat in diesem Buch. Ein bisschen auf Teufel komm raus sämtliche (auch aktuellen) Themen mit hineingepackt und gefühlt immer noch eins obendrauf gesetzt.

Mir hat das Buch gefallen, keine Frage. Der Schreibstil war mal ein ganz anderer, es war sehr packend, ich konnte es fast nicht aus der Hand legen. Gab viele recht emotionale Szenen, nachdenkliche und gelegentlich auch lustige, amüsante Momente. Dabei ist es Fredrik Backman immer wieder gelungen, tolle Aussagen unterzubringen, Aussagen, die einfach schön oder eben auch unterhaltsam sind. Sowas mag ich ziemlich gerne. Dennoch war es für mich ein bisschen ein überladenes Buch, eine Stufe „weniger“ wäre auch noch in Ordnung gewesen. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen und vergebe hier 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 28.08.2019

Denn es kann ja wirklich nur die Oma gewesen sein!

Der Tag, an dem die Oma das Internet kaputt gemacht hat, Der Ostermann, Prinzessin Popelkopf
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Das Internet ist plötzlich kaputt – und das kann ja nur passiert sein, weil die Oma da gerade am Computer unterwegs war. Eigentlich hat Tiffany auf die Oma aufpassen sollen, aber nun ist das eben schiefgelaufen ...

Das Internet ist plötzlich kaputt – und das kann ja nur passiert sein, weil die Oma da gerade am Computer unterwegs war. Eigentlich hat Tiffany auf die Oma aufpassen sollen, aber nun ist das eben schiefgelaufen und auf der ganzen Welt fällt das Internet aus. So ein Mist aber auch! Außerdem enthalten: die Geschichte vom Ostermann, der der Sohn des Weihnachtsmanns ist, und die Geschichte rund um Prinzessin Popelkopf, die eine Hexe beleidigt und von dieser verflucht wird.

Gesprochen wurde dieses Hörbuch von Marc-Uwe Kling, dem Autor der gleichnamigen Bücher, selbst. Ich mag seine Art und Weise, wie er liest und die unterschiedlichen Personen wunderbar betont, die Stimme dafür passend verstellt. Außerdem wurde er noch unterstützt von Boris „The Beast“ Löbsack und Vredeber Albrecht, die beide für die musikalische Untermalung bzw. die Geräuschkulisse zuständig waren. Illustriert wurde das Beiheft sowie das wunderbare Cover von Astrid Henn, ebenso wie die entsprechenden zugehörigen Bücher.

Die Laufzeit der CD beträgt gesamt nur etwa vierzig Minuten, davon nimmt die Hauptgeschichte (Oma und das Internet) einen Großteil ein. Beim Hören vergeht die Zeit dann wirklich wie im Flug. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, amüsant und auch ein wenig nachdenklich machend, wie das nun ohne Internet weiter gehen soll. (Offline-Leben, aiaiai!) Marc-Uwe Kling liest die Geschichte wirklich toll, bzw. eigentlich spielt er sie fast ein wenig, denn er spricht ja sämtliche Personen – und das ist sehr abwechslungsreich. Für Erwachsene, die von ihm die Känguru-Geschichten schon gelesen oder gehört haben, kommen amüsante Details (Punkband: Die Bäume) vor, was uns schon sehr hat schmunzeln lassen. Generell ist die Geschichte wirklich gut verständlich, laut der Angabe auf dem Cover ist die CD für Kinder ab sechs Jahren, laut der Verlagshomepage ab fünf Jahren geeignet. Sechs bzw. evtl. gar sieben Jahre halte ich für die realistischere Angabe – meiner Ansicht nach.

Auch die zwei weiteren Geschichten, die in Reimform daher kommen, sind absolut hörenswert, unterhaltsam, sehr durchdacht und lustig. Mir war nicht wirklich bewusst, dass Marc-Uwe Kling auch Kinderbücher schreibt bzw. vertont, insofern war es für mich eine sehr positive Überraschung.

Diese CD rund um die Geschichte, wie die Oma das Internet kaputt gemacht hat, den Ostermann und die Prinzessin Popelkopf finde ich mehr als gelungen. Es ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ein großes Hörvergnügen, sehr unterhaltsam und wirklich toll überlegt. Von mir gibt es entsprechend 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.

Veröffentlicht am 26.08.2019

Von weltweiten Tempolimits bis hin zu den rundesten und eckigsten Ländern der Welt.

100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern
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In diesem Buch findet man 100 Karten, die einem aufzeigen können, wie die Realiät ist. Von einer Karte, auf der man nur die Leuchttürmen, die man in Europa findet, abgebildet sind, bis hin zu den höchsten ...

In diesem Buch findet man 100 Karten, die einem aufzeigen können, wie die Realiät ist. Von einer Karte, auf der man nur die Leuchttürmen, die man in Europa findet, abgebildet sind, bis hin zu den höchsten Wolkenkratzern europäischer Länder – all das findet man Hier. Natürlich auch weitere, eher amüsante, aber auch teilweise nachdenklich machende Übersichten. Damit man sich mal ein Bild machen kann, die Perspektive wechseln kann.

Statistiken oder auch Abbildungen bzw. Bilder, in die man Zahlen und Fakten eingearbeitet hat, empfinde ich als immer wieder recht spannend und interessant. Folglich war ich echt gespannt auf dieses Buch und muss sagen, dass es mich echt überzeugt und gut unterhalten hat.

Das Buch ist für mich sehr wertig gemacht, es kommt als Hardcover-Ausgabe daher. Für die verschiedenen dargestellten Zahlen bzw. Fakten wird immer wieder eine Doppelseite verwendet, auf welcher dann eben mal Landkarten abgebildet und verschieden eingefärbt sind. (Um eben die Fakten gut optisch zu demonstrieren.) Das Buch ist also alles in allem eine eher buntes Buch und beschränkt sich auf wenig Text zu den Statistiken, maximal wird mal eine halbe Seite etwas dazu noch erläutert. Das geschieht in einer gut verständlichen Sprache, aber natürlich geht es dabei um keinen unterhaltsamen Roman, sondern eher um Fakten. (Wenngleich es nicht immer um bierernste Dinge geht, was man an der Deutschlandkarte mit den Namen der Punkbands merkt.)

Für mich ist dies ein Buch, das man nicht in einem Rutsch lesen muss, ich finde es fast zu schade, wenn man dies so macht und das Buch so fast gar nicht die Beachtung findet, die es mehr als verdient. Immer mal wieder Zeit dafür nehmen und bewusst ein paar Sachen ansehen und verinnerlichen ist meiner Ansicht nach viel wichtiger und auch lehrreicher. Für mich war es immer wieder spannend hier neue Sachen zu erfahren, die aber eben anschaulich dargestellt sind. So macht es nochmal mehr Spaß, als wenn man nur einen vielleicht trockenen Text über Statistiken lesen würde. Die Umsetzung mit Bildern bzw. Zeichnungen ist für mich hier absolut gelungen und ich kann das Buch insofern wirklich nur empfehlen – denn man ändert damit sicher mal die Perspektive und die Blickrichtung. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen für ein echt tolles, informatives wie unterhaltsames Buch.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Ein ungewöhnliches Wohnexperiment.

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Tiffy braucht schnell eine günstige Wohnung in London - und Leon braucht Geld. Da er Nachtschicht arbeitet, vermietet er seine Wohnung also in genau dieser Zeit und am Wochenende, denn das ist die perfekte ...

Tiffy braucht schnell eine günstige Wohnung in London - und Leon braucht Geld. Da er Nachtschicht arbeitet, vermietet er seine Wohnung also in genau dieser Zeit und am Wochenende, denn das ist die perfekte Lösung für beide: Sie hat eine Bleibe, er bekommt Geld dafür. Sie sehen sich also nie, teilen sich aber immer wieder die unterschiedlichsten Dinge mit - über Post-its. So scheinen sie sich kennenzulernen und auch mehr über den jeweils anderen zu erfahren. Da wäre der Bruder von Leon, der im Gefängnis sitzt - zu Unrecht. Und Tiffys Ex Justin, weshalb sie diese Wohnung so schnell gebraucht hat.

Vom Buch hatte ich schon einiges gehört, von daher war ich auf die Umsetzung sehr gespannt und noch mehr auf das Hörbuch ja. Mit den beiden Sprechern hat man hier wirklich eine gute Besetzung ergattert. Anna Carlsson spricht Tiffy, was für mich gut gepasst hat. Ebenso Oliver Wnuk, der auch in optischer Hinsicht für mich gut zu Leon gepasst hat, ebenso mit seiner sehr angenehmen Stimme. Beide schaffen es, dass man sich die Geschichte wirklich sehr gut vorstellen kann.

Die Geschichte ist gut verständlich, wenngleich es manchmal sehr turbulent ist. Mir war manches ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen, die weiblichen psychischen Probleme im Hörbuch kommen hingegen der Männerwelt eher übertrieben vor. Nun ja, so also das Empfinden. Ich kann mir manches von Tiffy durchaus so vorstellen, allerdings war dies teilweise schon etwas überdreht. In manchen Momenten war das Zuhören wirklich schön, die emotionalen Szenen waren einfach schön, es war ein regelrechtes Mitfiebern mit den Protagonisten. Auch die Art, wie sie sich lange einander mitteilen, nämlich mit Post-its, fand ich lustig und gelungen. (Ein bisschen befremdlich war für mich hingegen die Art und Weise, wie man einem Menschen, den man nicht kennt, ein Küsschen-Post-It hinterlässt. Aber gut, vielleicht bin ich einfach eine andere Generation? Oder sehe das ein bisschen andes...)

Das Hörbuch geht knapp über neun Stunden Spielzeit, was ich als ein bisschen zu lange empfunden habe. Sicher habe ich schon andere ausführliche Hörbücher gehört, aber hier war es für mich einfach ein wenig zu lange. Die Geschichte ist absolut unterhaltsam, lustig, gerade der Humor ist immer wieder so, dass man schon sehr schmunzeln muss. Manchmal kann man sich richtig mit in die Geschichte hineinversetzen. Eine wirklich abwechslungsreiche Story, die mir im Gesamten doch gut gefallen hat, für mich aber kürzer und mit weniger Problemen behaftet einfach angenehmer gewesen wäre. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.