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Veröffentlicht am 12.05.2023

Ein Buch, dessen Sog immer stärker wird

Court of Sun 1: Court of Sun
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Der Klappentext ist etwas irreführend und versucht hier direkt ein Love Triangle in den Vordergrund zu stellen, dabei ist dies nicht ein großes Thema hier.
Abriella, genannt Brie, geht ins Land der Fae ...

Der Klappentext ist etwas irreführend und versucht hier direkt ein Love Triangle in den Vordergrund zu stellen, dabei ist dies nicht ein großes Thema hier.
Abriella, genannt Brie, geht ins Land der Fae (Fairy), um ihre Schwester zu befreien, die an den Schattenkönig verkauft wurde. Eigentlich hasst sie die Fae von ganzem Herzen, wird aber dort in Dinge hineingezogen, die ihre Sicht auf die Welt ins Wanken bringen. Außerdem trifft sie dort auf eine geliebte Person, die sie hintergehen muss, um ihre Schwester Jas befreien zu können.
Somit begleiten wir Brie bei ihrer gefährlichen Mission, Dinge für den Hof der Schatten zu stehlen, während sie unter falschem Vorwand im Palast der lichten Fae untergekommen ist. Brie ist eine Meisterdiebin und eine wirklich starke Persönlichkeit. Ihre Schwester ist ihr das Wichtigste auf der Welt und das merkt man auch immer wieder anhand ihrer Handlungen. Egal welche Probleme sich auftun, Brie stellt immer die Rettung von Jas in den Vordergrund.
Brie ist hier allerdings nicht ohne Unterstützung, denn der im Exil lebende Schattenprinz Finn möchte ihr helfen. Brie scheint besondere Kräfte zu besitzen, die ihr bei ihrer Mission helfen könnten und diese möchte Finn mit ihr trainieren. Dabei lernt Brie ihn und seine Bande näher kennen und erkennt, dass nicht alle Fae so sind, wie sie immer dachte. Auch fühlt sie sich zu Finn hingezogen, da ihre Kräfte auf ihn zu reagieren scheinen. Allerdings wird auch immer klarer, dass nicht jedem zu trauen ist und jeder Geheimnisse verbirgt und seien eigenen Absichten verfolgt.
Gerade diese Tatsache macht dieses Buch so unheimlich spannend. Bries Spagat zwischen Finn und dem Palast, ihre Beziehung zum Prinzen der Seelie, die Dinge, die sie nicht versteht und die erst nach und nach erklärt werden. Und dann denkt man, jetzt ist die Katze endlich aus dem Sack und doch kommen immer noch mehr Erkenntnisse hinzu und alles wird auf den Kopf gestellt.
Dies alles zieht sich wahrlich bis zum Ende durch und beim Schließen des Buches kann man nur denken: „Ach du große Sch***e!“ Da hatte es mich völlig aus den Socken gehauen, auch wenn ich sowieso niemandem mehr über den Weg trauen wollte.
Ein wirklich spannendes Buch, voller Gefühl und überraschender Momente. Auch die Welt der Fae ist hier äußerst faszinierend, die Geschichte der Seelie und Unseelie wirklich gut gemacht.
Von daher von mir eine absolut dringende Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.05.2023

Spannende Fortsetzung

Dead Hearts Can't Die
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Nach den Geschehnissen in Band eins könnten Loan und Sophia ein friedliches Leben führen und Loan seine Vergangenheit hinter sich lassen. Aber das würde uns Lesern keine weitere Geschichte liefern.
Somit ...

Nach den Geschehnissen in Band eins könnten Loan und Sophia ein friedliches Leben führen und Loan seine Vergangenheit hinter sich lassen. Aber das würde uns Lesern keine weitere Geschichte liefern.
Somit taucht plötzlich die Älteste Eugenia auf und will alles über die Rückverwandlung wissen und Sophia wird von dubiosen Vampirjägern entführt.
Die Perspektiven wechseln wieder zwischen Loan und Sophia hin und her und auch Damien bekommt seine Kapitel.
Sophia entwickelt sich in diesem Band weiter und wird richtig tough, immerhin muss sie nun mit der Tatsache klarkommen, dass es Vampire gibt und ihr Liebster selbst mal einer gewesen ist. Und genau dies ist hier auch das zentrale Thema, denn die Sache mit der Rückverwandlung hat mehr Bedeutung als gedacht und es kommen nach und nach so einige Geheimnisse ans Licht. Dabei spielt auch Damien hier eine wichtige Rolle, da er beginnt, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und zum Besseren zu verändern. Jede Partei spielt hier ihr eigenes Spiel und Damien lernt geschickt, an den Fäden zu ziehen. Ich bin gespannt, wie sich seine Pläne im nächsten Band entwickeln werden.
Auf jeden Fall ist dies wieder ein unterhaltsames und spannendes Buch, das seinen Charakteren wenig Atempause gönnt und weitere Spannung für den nächsten Band verspricht.
Als Bonus gibt es noch eine Geschichte über Damien, als er noch ein Mensch war, was ihn tatsächlich etwas sympathisch macht.

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Mit Pizza Probleme lösen

Die kleine Rittereule
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Die kleine Rittereule ist ein wahrlich niedliches Buch, in dem eine kleine Eule die Ausbildung zum Ritter meistert und zeigen kann, was wirklich in ihr steckt. Passend zu ihrem Schlafrhythmus wird sie ...

Die kleine Rittereule ist ein wahrlich niedliches Buch, in dem eine kleine Eule die Ausbildung zum Ritter meistert und zeigen kann, was wirklich in ihr steckt. Passend zu ihrem Schlafrhythmus wird sie in der Nachtschicht eingesetzt und auch prompt mit dem Drachen konfrontiert, der dafür sorgt, dass so viele Ritter verschwunden sind. Doch die kleine Eule weiß gekonnt zu vermitteln und am Ende hat sie neue Freunde.
Die Bilder in diesem Buch strotzen nicht vor Farbe, aber sie passen perfekt zum Thema Mittelalter. Alles ist von einem sanften Lichtschein umgeben. Die Eule selbst ist einfach nur niedlich und ihre Augen strahlen auf jedem Bild.
Der Text ist schön verständlich geschrieben und man begleitet Eule durch die Ritterschule und bei ihrer Nachtwache. Eule kann zwar nicht wirklich mit Schild und Schwert umgehen, besitzt dafür aber andere Talente. Sie kann gut mit Worten umgehen und findet für das Problem schnell eine Lösung: Pizza schmeckt einfach viel besser als Ritter.
Das Buch zeigt auf jeden Fall, dass jeder seine eigene Stärke besitzt und Körperkraft nicht alles ist. Was Eule hier am Ende schafft, ist einfach nur toll und wischt das Klischee der Vorurteile direkt weg. Ich bin mir sicher, so gewaltfrei hätte keiner der Ritter das geschafft.
Ein wirklich süßes Bilderbuch, dass ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Ein Klassiker für Erstleser

Das kleine WIR in der 1. Klasse
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Das kleine Wir ist allseits bekannt und begeistert schon lange die Kinder in Bilderbuchform.
Nun gibt es ein Buch für Erstleser, in dem diese das kleine Wir kennenlernen dürfen. Das Buch enthält mehrere ...

Das kleine Wir ist allseits bekannt und begeistert schon lange die Kinder in Bilderbuchform.
Nun gibt es ein Buch für Erstleser, in dem diese das kleine Wir kennenlernen dürfen. Das Buch enthält mehrere Geschichten über das kleine Wir. Im der ersten wird das Wir vorgestellt und dann gibt es verschiedene Geschichten darüber, wie es wächst, aber auch, wie es kleiner wird und fast verschwindet. Somit eignet sich das Buch perfekt für diejenigen, die es noch gar nicht kennen und jene, die schon die Bilderbücher lieben.
Dazu gibt es reichlich bunte Bilder und kurze Sätze in großer Schrift.
Die Botschaft wird auch hier perfekt überbracht, denn Zusammenhalt ist einfach wichtig und das Wirgefühl hilft in vielen Situationen.
Am Ende des Buches warten noch ein paar Fragen zur Geschichte, die kinderleicht beantwortet werden können, wenn man sich gemerkt hat, was das kleine Wir alles bewirken kann.
Für alles Wir-Fans und die, die es noch werden wollen.

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Veröffentlicht am 23.04.2023

Spannend und unterhaltsam mit gewöhnungsbedürftigem Erzählstil

Die Prinzessinnen: Fünf gegen die Finsternis
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Prinzessin Narvila von Besgios wird entführt. Gerettet wird sie von den "Prinzessinnen", einer Söldnertruppe bestehend aus vier Frauen, die einst selbst echte Prinzessinnen gewesen sind. Narvila beschließt, ...

Prinzessin Narvila von Besgios wird entführt. Gerettet wird sie von den "Prinzessinnen", einer Söldnertruppe bestehend aus vier Frauen, die einst selbst echte Prinzessinnen gewesen sind. Narvila beschließt, sich ihnen anzuschließen und trainiert hart dafür, ein Teil der Truppe zu werden.
Erzählt wird die Geschichte dabei aus Narvilas Perspektive im Präsens. Präsens ist nicht ganz so meins, aber ich gewöhne mich meist schnell daran. Allerdings gibt es immer wieder Kapitel über "Einst", in denen wir die Vergangenheit jeder einzelnen Prinzessin erfahren und die von zurückliegenden Missionen erzählen. Dabei wird hier in der Vergangenheitsform erzählt und somit musste ich immer wieder neu an die Präsensform gewöhnen. Auch wird oft durcherzählt und ich habe gedanklich an einigen Stellen Absätze eingefügt. Das war etwas verwirrend, aber auch daran gewöhnt man sich.
Die Welt, durch die die "Prinzessinnen" ziehen, wird nicht wirklich erklärt, sondern man darf immer wieder entdecken, welche Wesen es überhaupt gibt. Es begegnet hier einem wirklich alles von Kobolden, Riesen, Ogern, Ghulen über Vampire und Werwölfe. Magie gibt es auch.
Die "Prinzessinnen" sind eine echt coole Truppe, so unterschiedlich sie auch sein mögen. Da gibt es Aiby aus dem Hochland mit ihrer Axt, die wortkarge Cinn mit ihren Dolchen aus dem Norden, die schwertliebende und Frauenherzen brechende Mef und Decanra aus der Wüste mit ihrem Säbel. Sie alle sind auf ihre Weise liebenswert, allerdings darf man kein Problem mit ihrer groben Sprache haben. Alles Prinzessinhafte haben diese Frauen abgelegt.
Das Buch verfolgt abenteuertechnisch keinen roten Faden, sondern hier steht eher Narvilas Entwicklung im Mittelpunkt. Narvila gewöhnt sich recht schnell an ein einfaches Leben, dafür tut sie sich bei ihrem Training und dem Töten schwer. Doch die junge Frau hat ein erstaunliches Durchhaltevermögen und entwickelt sich nachvollziehbar weiter.
Was ich besonders gut fand, war, dass hier nichts beschönigt wird. Alles wird realistisch erzählt und auch der Tod ist mit all seinen Facetten vertreten.
Am Ende dürfen wir uns gewiss sein, dass das Abenteuer der "Prinzessinnen" weitergehen wird und ich bin sehr gespannt, was alles auf sie zukommen wird. an sich hat das Buch nämlich ein abgeschlossenes Ende. Auf dem Cover kann man übrigens toll die einzelnen Prinzessinnen erkennen und vielleicht steht ja immer diejenige im Vordergrund, um die es hauptsächlich geht (das Cover von Band 2 hat nämlich jemand anderen im Vordergrund stehen).
Wer mit Gewalt, grober Sprache und unverschönter Wahrheit kein Problem hat, dem sei dieses Werk ans Herz gelegt. Trotz meiner Kritikpunkte ist dies nämlich ein wirklich spannendes und sehr unterhaltsames Abenteuer!

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