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Veröffentlicht am 14.04.2023

Erfrischend anders

All Lovers Lost
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Dieses Vampirbuch hebt sich erfrischend anders von all den Vampirliebesromanen ab. Hier erwartet einen nicht das typische Seelengefährtengedöns, sondern die Charaktere kommen hier richtig authentisch und ...

Dieses Vampirbuch hebt sich erfrischend anders von all den Vampirliebesromanen ab. Hier erwartet einen nicht das typische Seelengefährtengedöns, sondern die Charaktere kommen hier richtig authentisch und lebendig rüber. Ja, es gibt hier Verliebtheit und Erotik ist auch dabei, aber es bleibt alles im normalen Bereich und ist nicht so überspitzt, wie es sonst üblich ist.
Lazar ist ein Vampir und verliert so langsam die Lust an seiner Existenz. Sein Freund Cassius dagegen genießt das Leben und versucht auch, Lazar bei der Stange zu halten. Doch als eine blutrünstige Vampirin in ihrer Stadt auftaucht und Leichen hinterlässt, sehen dich die Freunde gezwungen, sie zu vertreiben. Denn es gibt eine Vampirjägerorganisation, die ihnen gefährlich werden kann.
Und genau dabei retten sie der Medizinstudentin Sina das Leben und Lazar verliebt sich in sie. Doch die Handlung entwickelt sie von da nicht in die gewohnte Richtung, sondern sorgt für überraschende Wendungen. Wenn ich da jetzt genauer drauf eingehen würde, würde ich allerdings arg spoilern.
Sina reagiert auf jeden Fall erst einmal ängstlich auf die Enthüllung, dass Lazar ein Vampir ist und muss das neue Weltbild in Ruhe verarbeiten. Gerade das hat sie mir auch sehr sympathisch gemacht, denn die Charaktere reagieren hier sehr realistisch und haben nicht die übliche rosarote Brille auf.
Generell hat die Autorin es geschafft, dass man fast selbst glauben könnte, dass Vampire unter uns weilen, denn alles ist wunderbar schlüssig beschrieben. Der Handlungsort Hamburg macht es nur noch realistischer (wahrscheinlich, weil ich selbst schon öfters dort war).
Nur zu den Vampiren selbst erfährt man nicht allzu viel. Einige Dinge werden erklärt oder erschließen sich aus dem Kontext, aber einiges nicht. Gestört hat es mich aber trotzdem nicht.
Die Geschichte wird dabei aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wodurch die Spannung in der Handlung sehr gut aufrechterhalten wird, da man dadurch teilweise mehr weiß als bestimmte Charaktere.
Bei dem Ende des Buches hätte man denken können, dass die Reise schon vorbei ist, aber es gibt Potenzial für eine Fortsetzung.
Umso mehr habe ich mich gefreut, dass es definitiv einen weiteren Band geben wird.

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Veröffentlicht am 13.04.2023

Fanservice mit einer kurzen Weiterführung der Geschichte

Keeper of the Lost Cities – Entschlüsselt (Band 8,5) (Keeper of the Lost Cities)
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Der Name dieses Bandes ist hier Programm, denn hier wird die ganze Welt der Elfen aufgeschlüsselt. Der größte Teil dieses sehr umfangreichen Buches dreht sich nämlich um Erklärungen und Steckbriefe. Somit ...

Der Name dieses Bandes ist hier Programm, denn hier wird die ganze Welt der Elfen aufgeschlüsselt. Der größte Teil dieses sehr umfangreichen Buches dreht sich nämlich um Erklärungen und Steckbriefe. Somit gibt es hier sehr viel zu lesen, was man meistens eh schon weiß, wenn man alle bisherigen Bände schon gelesen hat.
Es gibt Einsicht in die Signaturakten, dadurch wird jeder wichtige Charakter nochmal detailliert vorgestellt. Es gibt Erklärungen über die Städte, das Essen, die Spezies, und, und, und. Dazu kommen noch passende Bilder und im Mittelteil sind befinden sich sogar farbige Illustrationen. Zu jedem Kapitel richtet die Autorin sich passend an ihre Leserschaft.
Wirklich alles habe ich persönlich hier nicht gelesen, da mir nichts neu war. Nur ein paar Dinge zu Charakteren, die nicht so im Mittelpunkt stehen waren interessant oder die Vorstellung des kompletten Rates. Amüsant war dazu noch die von Keefe veränderte Signaturakte, seine Kommentare zu den Illustrationen sowie die Übersicht über seine Nachsitz-Einträge. Auch toll finde ich die enthaltenen Rezepte, welche die Autorin selbst kreiert hat. Auch erwähnenswert ist die Übersichtskarte, auf der man erkennen kann, dass die Häuser der Elfen über die ganze Welt verteilt sind. (Was hier allerdings die Frage aufwirft, warum alle trotzdem dieselbe Zeitzone haben.)
Nach all dem schönen Fanservice kommt dann endlich die „Kurzgeschichte“ (ist ca. 270 Seiten lang), welche nahtlos an Band 8 anknüpft. Das Highlight hierbei ist, dass diesmal auch aus Keefes Perspektive erzählt wird. Denn diese Geschichte dreht sich überwiegend über die Veränderungen, die Keefe nun durchlebt und die er natürlich am besten schildern kann. Auch diese Geschichte endet so, dass man sofort eine Fortsetzung braucht, aber ganz so schlimm wie sonst ist es nicht.
Zusammengefasst ist dies ein schönes Buch, in dem viel Liebe drinsteckt, bei dem aber am meisten die Kurzgeschichte interessant ist.

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Veröffentlicht am 06.04.2023

High Fantasy vom Feinsten

Iasanara
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In „Iasanara“ begleiten wir viele Charaktere, deren Lebensweg vom Schicksalsweber vorherbestimmt ist. Dabei ist Isasanara eine von vier Welten, die von den Weltenerbauern geschaffen wurden.
Auf Liastea ...

In „Iasanara“ begleiten wir viele Charaktere, deren Lebensweg vom Schicksalsweber vorherbestimmt ist. Dabei ist Isasanara eine von vier Welten, die von den Weltenerbauern geschaffen wurden.
Auf Liastea leben nur friedvolle Wesen und diese Welt spielt daher auch keine große Rolle, kennenlernen tun wir sie aber trotzdem.
Auf Xandrian haben wir die Drachen, deren Herrscher Zomrus einen Handel mit dem Regenten der Dämonen, Ragran, schließt. Die Dämonen leben auf Sonterian, einer Welt, die von fallenden Sternen bedroht wird.
Auf Iasanara leben viele verschiedenen Völker: Elben, Tauren, Kobolde, Gnome und Orks. Die Völker leben in einem zerbrechlichen Frieden zueinander, der hier allerdings gestört wird. Die Elbin und Magierin Ellariana übt zusammen mit dem Gardegeneral Dawius die Blutrache aus und bringt damit eine Prophezeiung ins Rollen, die vom Schicksalsweber bei der Erschaffung der Welten vorhergesagt wurde.
Dabei bleiben auch die Machenschaften der Dämonen und Drachen nicht ganz unbemerkt und es beginnen verschiedene Reisen und Abenteuer. Auch entstehen unterschiedliche Bündnisse und Kriegsdrohungen werden ausgesprochen.
Dieses Buch zusammenzufassen ist ziemlich schwer, denn es passiert hier so unheimlich viel und die Wege der Charaktere verzweigen sich in viele Richtungen.
Die Charaktere kommen hier alle abwechselnd an die Reihe und die Kapitelanfänge sind dabei mit passenden Schattenrissen versehen.
Obwohl man hier gute und schlechte Persönlichkeiten hat, verfolgt man doch gespannt jeden Lebensweg und fiebert bei spannenden Stellen mit. Langeweile kommt hier nie auf und es macht einfach Spaß, Iasanara und die anderen Welten zu erkunden. Dabei gibt es sogar auch einige gefühlvolle Szenen.
Das Buch ist auf jeden Fall ein absolutes High Fantasy Highlight und es erwarten einen so einige überraschende Wendungen. Allerdings sollte man mit komplexen Geschichten und vielen Perspektivwechseln kein Problem haben. Man merkt, dass dieser Band all diese faszinierenden Persönlichkeiten auf einen bestimmten Weg geführt hat, der noch einige Herausforderungen bereithält. Die Reise hat hier quasi gerade erst angefangen und ich bin gespannt, was noch alles kommen wird. Wie gut, dass die nächsten Bände hier bei mir schon bereitliegen.

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Veröffentlicht am 05.04.2023

Zurück in Fabula

Fabula - Der Schatten der Nachtfee (Band 2)
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Als eines Tages Alben auftauchen und Wills Buch stehlen wollen, schafft es Will, einen neuen Weltenbaum zu erschaffen und so geht es für die Zwillinge erneut nach Fabula. Doch etwas folgt ihnen durch das ...

Als eines Tages Alben auftauchen und Wills Buch stehlen wollen, schafft es Will, einen neuen Weltenbaum zu erschaffen und so geht es für die Zwillinge erneut nach Fabula. Doch etwas folgt ihnen durch das Portal. Der Schatten der Nachtfee, ein mysteriöses Wesen, versucht weiterhin das Buch an sich zu bringen, denn nur so kann Nok zu alter Stärke wiederfinden.
Das Buch nimmt einen sofort durch den zauberhaften Schreibstil gefangen und man ist direkt mitten im Geschehen. Die Action lässt nicht lange auf sich warten und generell wird man hier in ein Abenteuer nach dem anderen geworfen. Das neue Fabula ist eine faszinierende Welt, die noch im Wandel ist und somit viele neue Entdeckungen bietet.
Aber auch das alte Fabula sehen wir wieder, auch wenn es sich etwas verändert hat, da es nun das Reich von Nok ist.
Charlotte und Will haben hier ein schönes Wiedersehen mit all ihren Freunden, müssen aber auch Aufgaben erfüllen. Während Charlotte sich in ihr Amt als Fee der Drachen einfindet und sich auf eine wichtige Mission begibt, muss Will seinen eigenen Weg finden. Und Will wäre nicht Will, wenn er nicht sein eigenes Abenteuer suchen würde.
Auf jeden Fall war es eine schöne Reise ins neue Fabula, die einige Überraschungen bereithielt und von der ersten Seite an absolut fesselnd war. Schade, dass es nun schon wieder vorbei ist.
Eine absolute Leseempfehlung und wer Fabula noch gar nicht kennt: Unbedingt lesen!

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Veröffentlicht am 28.03.2023

Von Hexen und Jägern

Witches & Hunters
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Bei „Witches & Hunters“ handelt es sich um ein schönes Romantasy-Buch, dass die Herzen von Romance-Liebhabern höherschlagen lässt. Für mich persönlich fehlte etwas Action, aber es war trotzdem eine unterhaltsame ...

Bei „Witches & Hunters“ handelt es sich um ein schönes Romantasy-Buch, dass die Herzen von Romance-Liebhabern höherschlagen lässt. Für mich persönlich fehlte etwas Action, aber es war trotzdem eine unterhaltsame Geschichte, die mich allerdings nicht immer ganz so fesseln konnte.
Cataleya ist eine Hexe und lebt in Ashland, der Stadt, die auch der Sitz einer der gefürchtetsten Jägerfamilie, den Archers, ist. Dabei ist sie ausgerechnet mit dem Sohn des Oberhauptes zusammen. Während Alistair nichts von Cats wahrer Identität weiß, ist sie bestens im Bilde über ihn. Doch ihr Geheimnis wird offenbart und Alistair muss sich entscheiden, ob er den Prinzipien seiner Familie treu bleibt.
Zusätzlich taucht ein böser Hexer in der Stadt auf und bedroht Cats sowie das Leben der normalen Stadtbewohner. Somit bleibt den Archers nichts übrig, als mit Cats Zirkel zusammenzuarbeiten.
Die Handlung dreht sich hier oft um Cat und Alistair, sowie darum, wie ihre Zirkelmitglieder darauf reagieren, dass Cat den Archers vertraut. Dabei sind hier eigentlich immer nur die drei Brüder, Alistair, Aiden und Alan, involviert, der Vater und die anderen Jäger bleiben im Hintergrund. Erzählt wird aus Cats und Alistairs Perspektive, wodurch man gut über die Gefühlswelten und Einstellungen der beiden informiert ist. Es gibt mal hier und dort einen Angriff von einer Hexe, die mit dem Hexer James zusammenarbeitet, aber ein Schlachtplan, wie man James aufhalten könnte, wird hier erst ganz am Schluss erarbeitet, als die Dinge wirklich schlecht laufen.
Somit liegt der Fokus eher auf den zwischenmenschlichen Beziehungen und man lernt den Zirkel sehr gut kennen. Die Geschichte bleibt zwar unterhaltsam, aber die große Spannung hat mir hier gefehlt. Ich fand es recht seltsam, dass James sein Ding durchzieht und Cat immer alle rettet, aber nie selbst aktiv wird.
Was man der Geschichte übrigens sehr anmerkt ist, wie sehr die Autorin Serien wie „The Vampire Diaries“ mag, denn die Handlung ist sehr im Stil von solchen Serien. Was hier aber nicht als Kritik gemeint ist, sondern es erstellt eine besondere Atmosphäre.
Somit haben wir hier ein schönes Romantasy-Buch, dass eher ruhig verläuft, am Ende einen guten Endkampf aufweist und in Sachen Romance punktet. Für mich daher eher weniger geeignet, aber für Romantasy-Fans eine gute Empfehlung.

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