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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2026

Orientierungslos abgedriftet

Drifter
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Ein Roman über Freundschaft, Vermischung verschiedener Ebenen und einem Protagonisten, der durch sein Leben driftet.

Das Cover von "Drifter" zeigt eine Naturidylle, viel Grün, im Vordergrund ein blau-gelber ...

Ein Roman über Freundschaft, Vermischung verschiedener Ebenen und einem Protagonisten, der durch sein Leben driftet.

Das Cover von "Drifter" zeigt eine Naturidylle, viel Grün, im Vordergrund ein blau-gelber Schmetterling, der Titel und der Name der Autorin in weißen Lettern. Das ist etwas irreführend, denn von einer Idylle kann im Buch nicht die Rede sein, ist aber vermutlich so beabsichtigt.

Ulrike Sterblich hat einen passenden Titel gewählt, ihr Protagonist Wenzel driftet ziellos und ungeplant durch sein Leben, plant nicht, reagiert nur. Der Roman ist surreal und ich habe mich des Öfteren gefragt, was das soll oder wohin das führen soll?! Das Buch hat mich etwas ratlos zurückgelassen.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Damals hochaktuell

Häutungen
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Cloe, deren Name erst am Schluss des Buches bekannt gegeben wird, erzählt von ihrem Leben und ihrer Selbstfindung Ende der 60er Jahre.

Das Cover dieser Ausgabe ist orange mit helleren Fischen als Symbol ...

Cloe, deren Name erst am Schluss des Buches bekannt gegeben wird, erzählt von ihrem Leben und ihrer Selbstfindung Ende der 60er Jahre.

Das Cover dieser Ausgabe ist orange mit helleren Fischen als Symbol für den Fischer-Verlag und diversen lilafarbenen, weißen und schwarzen Elementen, was absolut nichts über das Buch verrät.

Verena Stefan gehört durch dieses Buch zu den Ikonen der 1968, es war der erste feministische, literarische Text auf Deutsch. Deshalb sind einige der Schilderungen/Überlegungen selbstverständlich nicht mehr aktuell und ob es im Jahr 2026 ein Mann wagen würde, einer Frau einfach so in die Haare zu greifen, um dann ein Kompliment zu machen, darf bezweifelt werden. Aus heutiger Sicht ist das Buch keine Sensation mehr, deshalb muss man versuchen, sich beim Lesen in die damalige Zeit zurückzuversetzen, um das Buch verstehen und gut finden zu können, was mir zugegebenermaßen schwer gefallen ist. Das Buch ist Teil meines Studiums und ich bin auf die Besprechung und die verschiedenen Interpretationsarten sehr gespannt.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

WTF?

Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer
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Valerie Solanas schimpft nicht nur auf die Gesellschaft in den USA Ende der 60er Jahre, sie schlägt auch eine Gesellschaft ohne Männer bzw. eine Gesellschaft zur Vernichtung der Männer vor, SCUM steht ...

Valerie Solanas schimpft nicht nur auf die Gesellschaft in den USA Ende der 60er Jahre, sie schlägt auch eine Gesellschaft ohne Männer bzw. eine Gesellschaft zur Vernichtung der Männer vor, SCUM steht für Society for Cutting Up Men. Das ist ja bereits sehr aussagekräftig. Müsste ich es nicht für ein Seminar im Studium lesen, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dieses "Manifest" zu lesen. Dieses permanente Gegeifer und dieser Hass ist kaum zu ertragen, die ganzen etwas mehr als 100 Seiten waren eine Qual. Im Hinblick auf dieses Geschreibsel und das Attentat auf Andy Warhol, ohne das dieses "Buch" vermutlich niemals publiziert worden wäre, kann man sich nur fragen, wie krank jemand sein muss bzw. was diejenige in ihrer Kindheit und/oder Jugend erlebt hat, um so etwas zu produzieren?

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Warum dieser Hype?

Allegro Pastell
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In drei Phasen wird die Liebesbeziehung zwischen Tanja und Jerome erzählt, mal aus ihrer, mal aus seiner Sicht, in der Zeit der späten 2010er-Jahre.

"Allegro Pastell" hat ein beiges Cover, der Autorenname ...

In drei Phasen wird die Liebesbeziehung zwischen Tanja und Jerome erzählt, mal aus ihrer, mal aus seiner Sicht, in der Zeit der späten 2010er-Jahre.

"Allegro Pastell" hat ein beiges Cover, der Autorenname und der Titel sind in goldenen Lettern, in der Mitte prangt ein Hexagon in pastellfarbenem Farbverlauf. Das verrät nicht viel vom Buch und macht neugierig, ist insgesamt stimmig.

Leif Randt ist etwa so alt wie seine Protagonisten, deshalb stellt sich die Frage, wie viel seiner Erzählungen autobiografisch sind. Sind viele Leute seiner Generation so wie seine beiden Hauptpersonen? Teilweise übersättigt, teilweise reflektierend, eigentlich nur um sich selbst kreisend? Oder ist das nur in diesen "besseren" Kreisen so? Mich macht vor allem der sorglose Umgang mit den diversen Drogen sprachlos. Ist das tatsächlich die Realität? Fragen über Fragen, das Buch lässt mich etwas ratlos zurück, vor allem verstehe ich den Hype nicht.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Klufti for President

Funkenmord (Kluftinger-Krimis 11)
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Als ob Klufti nicht schon genug mit der Wiederaufnahme des alten Funkenmord-Falls zu tun hätte, muss er auch noch im Haushalt Aufgaben übernehmen und noch zusätzlich den Interrims-Präsident geben und eine ...

Als ob Klufti nicht schon genug mit der Wiederaufnahme des alten Funkenmord-Falls zu tun hätte, muss er auch noch im Haushalt Aufgaben übernehmen und noch zusätzlich den Interrims-Präsident geben und eine neue, ausgerechnet weibliche Mitarbeiterin ins Team einarbeiten... ob das gut geht?!

Das Cover von "Funkenmord" erweckt den Anschein einer alten Polizeiakte und zeigt ein Foto einer verschneiten Landschaft. Das passt zur Reihe, verrät nicht viel vom Buch und macht deshalb neugierig.

Das Schriftsteller-Duo Klüpfel/Kobr ist ein eingespieltes Team und versteht es, seine Leser zu unterhalten, das Buch macht Spaß. Wenn Klufti an sich und seiner Arbeit zweifelt, sich Ängste eingesteht und Vorsicht, Spoiler: mit den japanischen Schwiegereltern seines Sohnes auf Englisch radebrecht und sich in der Arbeit im Gendern versucht, muss man einfach nur schmunzeln. Ich mag diese humoristischen Krimis sehr und diesen Klufti-Krimi habe ich in einem Rutsch durchgelesen und mich sehr amüsiert. Danke dafür an die beiden Autoren, das war nicht mein letzter Kluftinger, den ich gelesen habe!

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