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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2023

Bewegend und tragisch

Stay away from Gretchen
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Greta rutscht immer mehr in die Demenz ab. Ihr Sohn Tom versucht zu helfen und erfährt nach und nach einiges aus Gretas früherem Leben. Dabei entdeckt er ein wohlgehütetes Geheimnis, das auch sein Leben ...

Greta rutscht immer mehr in die Demenz ab. Ihr Sohn Tom versucht zu helfen und erfährt nach und nach einiges aus Gretas früherem Leben. Dabei entdeckt er ein wohlgehütetes Geheimnis, das auch sein Leben verändert.
"Stay away from Gretchen" ist eine bewegende Geschichte, die sich so oder zumindest so ähnlich tatsächlich in der damaligen Zeit abgespielt haben könnte. Das Cover gefällt mir nicht so gut, es spiegelt mir zu wenig von der Geschichte wieder.
Durch den klaren Schreibstil von Susanne Abel war ich sofort in der Geschichte drin und konnte mir alles gut vorstellen.

Man weiß nach wie vor viel zu wenig von der damaligen Zeit, weil sich viele Menschen geschämt haben, ihre Geschichte zu erzählen. Oder weil sie verdrängen mussten, um selbst damit klarzukommen. Einige Schilderungen haben mich sehr emotional werden lassen, weil ich selbst so in der Geschichte gefangen war, z.B. der Moment, als Guste-Oma stirbt. Da wir öfter mal in Heidelberg sind, kenne ich auch einige der beschriebenen Plätze, das macht das Buch noch "realer" für mich.

Für alle, die auch aus den Fehlern der Vergangenheit lernen wollen, kann ich das Buch nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 17.11.2023

Ich hätte auch gerne dieses Schloss...

Das kleine Schloss in Schottland
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In diesem Buch ist Izzy die Hauptfigur, sie kommt vom Kochkurs in Irland und übernimmt das geerbte Schloss in den schottischen Highlands. Natürlich läuft nichts so, wie Izzy es sich vorgestellt hat, denn ...

In diesem Buch ist Izzy die Hauptfigur, sie kommt vom Kochkurs in Irland und übernimmt das geerbte Schloss in den schottischen Highlands. Natürlich läuft nichts so, wie Izzy es sich vorgestellt hat, denn ihre Mutter Xanthe und die Gäste, die im Laufe der Zeit eintrudeln, haben ihren eigenen Kopf.
"Das kleine Schloss in Schottland" hat ein zum Buch passendes Cover und man erkennt bereits von weitem, dass es sich um die "Romantic Escape"-Reihe handelt. Der englische Titel gefällt mir besser, der deutsche passt aber auch gut. Wenn man den Schreibstil von Julie Caplin mag, greift man automatisch zum nächsten Buch der Reihe.
Auch dieses Buch ist toll recherchiert und macht große Lust auf Weihnachten und auf Schottland. Ein paar Wendungen, wie die Hubschrauberlandung und der letzte Teil mit dem Claymore-Schwert, sind sehr konstruiert, aber das stört das Lesevergnügen nicht. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und bereits jetzt, Mitte November, in Weihnachtsstimmung versetzt. Danke, Julie Caplin!

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Eine etwas andere Geschichte

Was man von hier aus sehen kann
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Eine Geschichte, bei der jemand stirbt, wenn Selma von einem Okapi träumt, was mit den Menschen in dieser Zeit passiert, wenn sie wissen, dass es einen von ihnen treffen wird, von Verstockungen und Verwirrungen. ...

Eine Geschichte, bei der jemand stirbt, wenn Selma von einem Okapi träumt, was mit den Menschen in dieser Zeit passiert, wenn sie wissen, dass es einen von ihnen treffen wird, von Verstockungen und Verwirrungen. Und ganz wichtig: Man muss im eigenen Leben unbedingt anwesend sein!
"Was man von hier aus sehen kann" von Mariane Leky ist ein ganz anderes Buch, als ich es mir vorgestellt habe. Das Cover passt aber zum Buch, es stellt das Okapi dar und viele Buchstaben, die einen verwirren können. Mariana Leky hat einen gut beschreibenden Schreibstil, man kann sich Selma und die anderen sehr gut vorstellen. Es ging um besondere Menschen, besondere Charaktere, wie ich sie bisher noch in keinem Buch "getroffen" habe wie Frederik, den buddhistischen Mönch. Das Buch hat einige sehr humorvolle Stellen wie die angefangenen Liebesbriefe des Optikers und die Beschreibungen von Alaska. Aber es ist auch sehr verwirrend und ich bin mir auch nach Beendigung des Buches nicht ganz sicher, was uns die Autorin mit diesem Buch sagen will....

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Veröffentlicht am 08.11.2023

Sommer in Hamburg

Das Glück riecht nach Sommer
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Ina versucht, ihren alten Traum vom Leben in Hamburg zu "recyceln". Sie bekommt Unterschlupf in einer Gartenlaube, trifft alte Bekannte wieder und möchte als Ärztin in der Klinik, in der sie damals ihr ...

Ina versucht, ihren alten Traum vom Leben in Hamburg zu "recyceln". Sie bekommt Unterschlupf in einer Gartenlaube, trifft alte Bekannte wieder und möchte als Ärztin in der Klinik, in der sie damals ihr Praktikum gemacht hat, festangestellt werden. Aber kann man einfach so an alte Träume anknüpfen?
"Das Glück riecht nach Sommer" ist ein toller, poetischer Titel, der wunderbar zum Buch passt. Auch das pastellfarbene Cover mit der goldglitzernden Schrift ist sehr gelungen.
Die Geschichte von Ina, die an ihre alten Träume glaubt und dabei auch zu sich selbst findet, ist sehr gut geschrieben und hat mich ans Buch gefesselt Es gibt einige interessante Charaktere wie Inas Freundinnen und natürlich die "Gartenlauben-Senioren"! Das Buch hat Spaß gemacht und der Schluss war nicht ganz so vorhersehbar wie es in vielen anderen Romanen dieses Genres der Fall ist. Deshalb von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.11.2023

Annie findet zu sich selbst

Eine Frau, ihr Bus und der unverschämt kluge Plan
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Nachdem Annie den Brustkrebs überwunden hat, ist trotzdem nichts mehr wie vorher. Ihr Mann ist mehr Krankenpfleger als Ehemann, ihr Sohn hat einige Probleme und ihr Job als Altenpflegerin ist viel zu anstrengend ...

Nachdem Annie den Brustkrebs überwunden hat, ist trotzdem nichts mehr wie vorher. Ihr Mann ist mehr Krankenpfleger als Ehemann, ihr Sohn hat einige Probleme und ihr Job als Altenpflegerin ist viel zu anstrengend für Annie. Als sie den roten Oldtimerbus entdeckt, kommt ihr die Idee, diesen als BH-Bus umzufunktionieren und über Land zu fahren, um ihre BHs und Slips direkt an die Frau zu bringen. Dieser Roadtrip bringt weitere Veränderungen in Annies Leben, da sie auch von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
Der deutschte Titel "Eine Frau, ihr Bus und der unverschämt kluge Plan" klingt leider sehr sperrig, aber das Cover ist ansprechend, man sieht den Oberkörper einer in rot gekleideten Frau und im Hintergrund schwedische Landschaft. Mir persönlich hätte aber ein roter Bus vor der schwedischen Landschaft noch besser gefallen.
Karin Jansons Schreibstil ist klar, ich war schnell in der Geschichte drin und konnte erkennen, um was und wen es geht. Manchmal fand ich die Formulierungen in Deutsch etwas ungünstig, die Frage ist, ob das an der Übersetzung liegt? Aber insgesamt hat mich Annie und ihre Geschichte nicht so ganz abgeholt und berührt. Außerdem fand ich die Story mit ihrem Sohn etwas zu kurz abgehandelt. Alles in allem ein nettes Buch für zwischendurch, aber ich hatte mir noch etwas mehr von der Geschichte erwartet.

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