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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2022

Öffnet einem die Augen

Americanah
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Ifemelu und Obinze, eine Liebesgeschichte in Nigeria. Das ist die zentrale Geschichte, die in "Americanah" erzählt wird. Aber es geht auch hauptsächlich um Rassismus, um "nichtamerikanische Schwarze" ...

Ifemelu und Obinze, eine Liebesgeschichte in Nigeria. Das ist die zentrale Geschichte, die in "Americanah" erzählt wird. Aber es geht auch hauptsächlich um Rassismus, um "nichtamerikanische Schwarze" und was der Unterschied zu amerikanischen Schwarzen ist. Es fällt einem auf einmal wie Schuppen von den Augen, warum es "den Afrikaner" oder "die Afrikanerin" weniger geben kann als "den Deutschen" oder "die Deutsche". Genauso wie die Bedeutung eines Afros.
Das Buch hat ein paar Längen, aber insgesamt öffnet einem Chimamanda Adichie die Augen und gibt Einblicke in das Leben in Nigeria. Ich habe jetzt viel Stoff zum Nachdenken, das ist gut so.

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Veröffentlicht am 12.04.2022

Bonbonsüß, aber nicht seicht

Liebe schmeckt wie Karamell
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Lila Wolkenschön Schmidt verliert ihren Job in der Bonbonfabrik. Das stellt sich jedoch als Glück heraus, denn dadurch bekommt sie eine Stelle als Verkäuferin in einem Bonbonladen in Berlin. Und dadurch ...

Lila Wolkenschön Schmidt verliert ihren Job in der Bonbonfabrik. Das stellt sich jedoch als Glück heraus, denn dadurch bekommt sie eine Stelle als Verkäuferin in einem Bonbonladen in Berlin. Und dadurch lernt sie spannende Leute kennen und findet sich unversehens in einem Krimi wieder...
"Liebe schmeckt wie Karamell" kingt nach leichtem, überzuckerten Liebesroman, aber das Buch ist mehr als das. Es ist ein Krimi, ein Liebesroman und eine Liebeserklärung an das Süße im Leben. Und wer braucht in diesen unruhigen Zeiten nicht etwas mehr Süße?!
Lene Hansen schreibt locker-leicht, ich war direkt im Buch drin und hatte alles bildlich vor Augen. Zuerst habe ich ihren Nachfolger "Liebe knistert wie Brausepulver" gelesen und musste jetzt noch das "Vorgängerbuch" lesen. Beide Bücher haben mich sehr gut unterhalten und hinterlassen ein gutes Gefühl.

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Macht Lust auf Schokokuchen

Liebe knistert wie Brausepulver
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Valerie lebt und arbeitet in München bei einer angesagten Innendesignerin. Sie kämpft um eine Beförderung und bekommt sie auch. Da sie noch frisch verliebt ist, könnte alles Friede, Freude, Eierkuchen ...

Valerie lebt und arbeitet in München bei einer angesagten Innendesignerin. Sie kämpft um eine Beförderung und bekommt sie auch. Da sie noch frisch verliebt ist, könnte alles Friede, Freude, Eierkuchen sein - wenn Claas, ihr Schwarm, nicht bereits vergeben wäre und Valeries Lieblingstante Berenike aus Berlin im Koma läge! Valerie lässt alles stehen und liegen und fährt nach Berlin. Dort erhält sie von Tantchens Anwalt den Schlüssel für Berenikes Wohnung und Café, wo sie auf den charmanten Niklas trifft, mit dem sie sich sofort wohlfühlt. Aber irgendwas stimmt mit Niklas nicht und von Berenike hört sie auch die unterschiedlichsten Nachrichten...

Lena Hansen hat einen fröhlichen Schreibstil, ich kam sofort ins Buch rein und musste über einige Szenen und Ideen schmunzeln. Insgesamt war ich vom Buch positiv überrascht, es war auch noch eine spannende "Detektivgeschichte" mit drin und nicht "nur" eine Liebesgeschichte. Ein paar Wendungen erscheinen mir etwas sehr konstruiert, aber insgesamt macht das Buch Spaß und hinterlässt ein gutes Gefühl. Und zusätzlich macht das Buch Lust auf Valeries Schokokuchen, den ich unbedingt bald ausprobieren muss!

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Veröffentlicht am 05.04.2022

Ruhrpottfeeling

Der Markisenmann
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Jan Weiler beschreibt in „Der Markisenmann“ Kims Sommer, in dem sie 16 wird. Weil sie „etwas Schlimmes“ gemacht hat, wird sie über die Sommerferien zu ihrem Vater ins Ruhrgebiet verfrachtet. Sie kennt ...

Jan Weiler beschreibt in „Der Markisenmann“ Kims Sommer, in dem sie 16 wird. Weil sie „etwas Schlimmes“ gemacht hat, wird sie über die Sommerferien zu ihrem Vater ins Ruhrgebiet verfrachtet. Sie kennt ihren Vater nicht, bisher lebte Kim immer bei ihrer Mutter, deren Mann und dem gemeinsamen Sohn. Als Ventil für die fehlende Zuneigung war sie egoistisch und faul, was ihr aber erst bei ihrem Vater auffällt. Kim erlebt Langeweile, Ruhrpottfeeling und erlangt ganz neue Erkenntnisse.

Das Buch ist unterhaltsam und unaufgeregt, regt aber trotzdem zum Nachdenken an. Jan Weiler gelingt es, mit seinem Schreibstil "Bilder" vor meinen Augen entstehen zu lassen. Die Charaktere sind liebevoll angelegt, man muss schmunzeln. Solche Typen gibt es wirklich, irgendwo da draußen hat man so jemanden bereits gesehen oder kennt so jemanden. Außerdem weiß man zwischen den Kapiteln, da muss noch etwas kommen, es sind noch Fragen da, es ist noch etwas offen.

Von mir aus hätte es noch mehr von Alik geben können, dieser Charakter wäre für mich noch ausbaufähiger gewesen.

Ich könnte mir dieses Buch auch sehr gut als Verfilmung vorstellen, den Film würde ich mir sofort ansehen.

Insgesamt ein Buch, das einem mit einem guten Gefühl zurücklässt. Man ist etwas traurig, weil man das Buch ausgelesen hat, aber insgesamt ist alles stimmig und man wurde gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 02.04.2022

Naja

Der Fänger im Roggen
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"Der Fänger im Roggen" erzählt von Holden Caulfield, der mal wieder von einer Schule fliegt und in einer Nacht beschließt, bereis heute und nicht erst in ein paar Tagen zu den Ferien die Schule zu verlassen. ...

"Der Fänger im Roggen" erzählt von Holden Caulfield, der mal wieder von einer Schule fliegt und in einer Nacht beschließt, bereis heute und nicht erst in ein paar Tagen zu den Ferien die Schule zu verlassen. Somit streunt er ein paar Tage durch New York, bevor er den Beschluss fasst, nicht mehr nach Hause zu gehen, was er jedoch am Ende nicht durchzieht.
J.D. Salingers Klassiker hat mich leider nicht berührt. Für die Erscheinungszeit mag die Sprache und die Geschichte an sich eine Art Revolution gewesen sein, heutzutage kann das niemanden mehr "schocken". Diese Denkweise und mangelde Zielstrebigkeit des Protagonisten hätte mir "damals" in meiner Pubertät genauso wenig zugesagt wie heute. Ich habe es gelesen, um eine "Bildungslücke" zu schließen, aber es war mir eher eine Qual als ein Vergnügen.

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