Profilbild von fitboe

fitboe

Lesejury Star
offline

fitboe ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit fitboe über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.08.2025

Hubert, Ewa & Linda

Der Bademeister ohne Himmel
0

Die Schülerin Linda hat keine Lust mehr aufs Leben und verdient sich ein bisschen Geld, indem sie auf den dementen Hubert aufpasst, wenn seine Pflegerin frei hat. Sie entwickelt eine besondere Beziehung ...

Die Schülerin Linda hat keine Lust mehr aufs Leben und verdient sich ein bisschen Geld, indem sie auf den dementen Hubert aufpasst, wenn seine Pflegerin frei hat. Sie entwickelt eine besondere Beziehung zu ihm und versteht ihn womöglich besser als seine eigene Tochter. Außerdem gibt die gemeinsam verbrachte Zeit ihrem Leben Struktur und Sinn. Diese Zeit und ihr Kumpel Kevin halten sie davon ab, sich das Leben zu nehmen. Aber wie lange?

"Der Bademeister ohne Himmel" ist ein sehr poetischer, toller Titel, der auch ziemlich gut zum Buch passt. Das Cover mit dem Mann, von dem nur der Unterkörper unter Wasser zu sehen ist, lässt einen sofort an ein Schwimmbad denken. Noch viel passender wäre ein Mann von hinten gewesen, den man anhand seiner Kleidung sofort als Bademeister erkennt, und der in den Himmel sieht, der auf dem Cover nicht zu sehen ist...

Der Anfang des Buches ist ziemlich zäh, sehr melancholisch. Aus der Perspektive von Linda erzählt, aber ihr Name wird so wenig genannt, dass ich tatsächlich überlegen musste, wer Linda ist. Deshalb hat Linda für mich kein Gesicht, sie bleibt im Dunklen, obwohl sie von sich und ihren Selbstmordgedanken erzählt. Hubert, Ewa und auch Kevin kann man sich gut vorstellen, im Gegensatz zu Linda als Hauptfigur. Im Laufe der Geschichte wurde es weniger zäh und es sind einige tiefreichende Gedanken dabei, die ankommen und berühren. Aber insgesamt wurde ich mit der Geschichte nicht so ganz warm.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2025

Daphne & Jake oder Daphne & Hugo?

Als ich dich traf
0

Daphne hat mehrere Geheimnisse. Ob es ihre Gesundheit betrifft oder ihre Besonderheit mit den Zetteln, die sie erhält, von woher auch immer, kaum jemand weiß alles über sie. Schafft es ein Mann, dass sie ...

Daphne hat mehrere Geheimnisse. Ob es ihre Gesundheit betrifft oder ihre Besonderheit mit den Zetteln, die sie erhält, von woher auch immer, kaum jemand weiß alles über sie. Schafft es ein Mann, dass sie ihm so vertraut, dass er alle ihre Geheimnisse von ihr erzählt bekommt und sie nicht durch Zufall erfährt? Gelingt es einem Mann, ihr vollständiges Vertrauen zu bekommen?

Das Cover und der Titel von "Als ich dich traf" treffen den Geschmack von Romantikerinnen. Das Cover in Rottönen, dem Sonnenuntergang nachempfunden, das Hollywood-Zeichen, die Palmen und natürlich der etwas kitschige Titel. Der englische Titel "Expiration Dates" trifft den Inhalt des Buches meiner Meinung nach viel besser.

Rebecca Serles beschreibender Schreibstil gefällt mir gut, ich war sofort mittendrin in L.A. und kam mal wieder zum Schluss, dass ich dort auch mal hin möchte. Daphne als Protagonistin, als Frau mit Problemen, die aber trotzdem beruflich alles gibt, gefällt mir sehr gut. Das Buch wird meiner Meinung nach immer besser, je weiter die Geschichte fortschreitet, es entfaltet sich Stück für Stück. Das Zitat "Wer es zulässt, verletzt zu werden, der lernt auch, vollkommen zu sein." zeigt von mehr Tiefe, als ich in der Geschichte erwartet hätte. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und hätte es mir vermutlich nicht selbst gekauft, aber es hat mich positiv überrascht. Eigentlich hatte ich nur eine locker-leichte Lektüre erwartet und bin angenehmt enttäuscht worden, weil viel mehr Botschaft als nur reine Unterhaltung darin steckt. Ich fand das Buch gut zu lesen, es hat mich unterhalten und auch die eine oder andere Botschaft übermittelt. Ich werde auch nach anderen Romanen der Autorin Ausschau halten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2025

Der Kampf um die Polio-Impfung

Die Formel der Hoffnung
0

Das Dr. D.M. Horstmann eine Frau ist, hat der Chefarzt des Vanderbilt-Hospitals übersehen. Zum Glück für Dorothy Horstmann. In den 1940er Jahren ist es in den USA schwierig, eine Ärztin zu sein. Auch wenn ...

Das Dr. D.M. Horstmann eine Frau ist, hat der Chefarzt des Vanderbilt-Hospitals übersehen. Zum Glück für Dorothy Horstmann. In den 1940er Jahren ist es in den USA schwierig, eine Ärztin zu sein. Auch wenn man sehr groß ist. Aber Dorothy geht ihren Weg, denn sie hat das Ziel, das Polio-Virus zu besiegen und keine Kinder mehr deshalb sterben zu sehen.

Das Cover zeigt hauptsächlich den Oberkörper einer Frau sowie den unteren Teil eines Frauengesichtes, das Bild ist durch Puzzleteile etwas interessanter gestaltet und von der schwarzen Schrift des Titels "Die Formel der Hoffnung" bedeckt. Eine große, blonde Frau im Arztkittel, die kleinere Männer überragt, hätte ich zum Buch passend gefunden.

Lynn Cullen hat eine Romanbiografie über Dorothy Horstmann geschrieben, der Frau, die in der Entwicklung und Verbreitung des Polio-Impfstoffes involviert war. An sich bereits ein spannendes Thema, ich habe so viel Neues über Polio gelernt! Lynn Cullen schreibt spannend und unterhaltsam, das Buch hat mich von Anfang bis Ende durchweg unterhalten und, im positiven Sinne, belehrt. Ich mag Bücher, die Wissen unterhaltsam vermitteln und sich gleichzeitig kritisch mit der entsprechenden Zeit beschäftigen, wie hier mit Problemen, die Frauen in dieser Zeit ausgesetzt waren und die von den meisten als ganz normal empfunden wurden. Eine klare Leseempfehlung von mir für alle, die auf unterhaltsame Weise etwas lernen wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2025

Die Geschichte von "La Maison Cartier" geht weiter

Cartier. Der Glanz von Gold
0

Das Haus Cartier hat den Ersten Weltkrieg überstanden und sieht positiv in die Zukunft. Nur Jeanne hofft bisher vergebens auf eine gemeinsame private Zukunft mit Louis Cartier.

Das Cover zeigt eine Frau ...

Das Haus Cartier hat den Ersten Weltkrieg überstanden und sieht positiv in die Zukunft. Nur Jeanne hofft bisher vergebens auf eine gemeinsame private Zukunft mit Louis Cartier.

Das Cover zeigt eine Frau von hinten, die ein Cartier-Schaufenster betrachtet. Der Titel "Cartier. Der Glanz von Gold" dominiert goldfarben, auch der Fensterrahmen sowie diverse Goldtupfen sind in Gold gehalten. Ein Titel, der den Bezug zum ersten Teil herstellt und die Mini-Reihe passend fortführt, aber noch nichts verrrät.

Auch in diesem Teil war Sophie Villards Schreibstil so, dass ich direkt in die Geschichte hineingefunden habe und mir die Personen und Orte sehr gut vorstellen konnte. Es werden wieder die Entstehungsgeschichten diverser Schmuckstücke und -linien erzählt, was mir sehr gut gefällt. Wie interessant, wer den Impuls für den Trinity-Ring gegeben hat! Sowohl Prolog als auch Epilog sind sehr traurig, ich hätte mir für Jeanne, meinen Hauptcharakter des Herzens, weniger Standesdünkel gewünscht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2025

Nice to read

Bad Summer People
0

Wie jedes Jahr verbringen Lauren und Jen aus New York ihren Sommer auf Salcombe. Wie jedes Jahr? Nicht ganz...

Das Cover ist scheinbar fröhlich-bunt und sorglos, wie die Menschen auf Salcombe, mit Sonnenschirm ...

Wie jedes Jahr verbringen Lauren und Jen aus New York ihren Sommer auf Salcombe. Wie jedes Jahr? Nicht ganz...

Das Cover ist scheinbar fröhlich-bunt und sorglos, wie die Menschen auf Salcombe, mit Sonnenschirm und Wassertropfen. Der Titel "Bad Summer People" in weiß steht groß im Mittelpunkt. Das Cover verät scheinbar nichts über das Buch und macht es dadurch spannend, was wiederum sehr gut zum Roman passt.

Emma Rosenblum ist ein gutes Debüt gelungen. Sie wirft einen Blick hinter die Kulissen einer scheinheiligen Welt, in der doch nichts in Ordnung ist. Überall Geheimnisse, nichts ist, wie es scheint. Das ist gut geschrieben und bietet spannende Unterhaltung. Nur die vielen Sprünge zu unterschiedlichen Personen in den verschiedenen Kapiteln ist manchmal etwas zu viel und eröffnet Nebenschauplätze, die nicht nötig wären und eher verwirren. Insgesamt spannend und nicht so vorhersehbar wie manch anderer Roman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere