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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2023

Ein Beutel Stoff

Der Donnerstagsmordclub oder Ein Teufel stirbt immer zuletzt (Die Mordclub-Serie 4)
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Bei den Rentnern aus Coopers Chase kehrt irgendwie nie Ruhe ein. Ein Freund von Stephen wird erschossen auf einem einsamen Waldweg aufgefunden. Die Clique begibt sich auf Spurensuche, findet schnell heraus, ...

Bei den Rentnern aus Coopers Chase kehrt irgendwie nie Ruhe ein. Ein Freund von Stephen wird erschossen auf einem einsamen Waldweg aufgefunden. Die Clique begibt sich auf Spurensuche, findet schnell heraus, dass irgendwie Heroin eine Rolle spielt und muss sich nun in der Dealerszene umhören. Das tun die Freunde in gewohnt halbprofessioneller Manier und als Leser fragt man sich, ob ihre Handlungsweise raffiniert oder einfach nur hoffnungslos naiv ist. Jedenfalls sind sie immer irgendwie erfolgreich und bringen parallel dazu noch einen Liebesbetrüger zur Strecke.
Die Hauptpersonen sind alte Leute, aber weit entfernt von tüddelig. Sie haben sich mit ihrem Alter arrangiert, akzeptieren die körperlichen Einschränkungen, und dennoch lassen sie sich den Spaß am Leben nicht nehmen. Es gibt traurige Momente, in denen sie enger zusammenrücken, aber generell respektieren sie sich in all ihren Eigenheiten, mit denen sie sich wunderbar ergänzen und ein Detektiv-Dreamteam bilden.
Der Schreibstil ist witzig und ironisch, stellenweise aber auch philosophisch, wenn über das Leben nachgedacht wird. Situationskomik kommt nicht zu kurz, artet aber nie in Lächerlichkeit aus. Das Buch ist zwar spannend durch den Mord, aber man liest es in erster Linie wegen der liebenswürdigen Personen, die sich von Folge zu Folge weiterentwickeln. Hoffentlich hat der Autor noch lange Freude an Coopers Chase und schreibt noch einige Fortsetzungen!

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Veröffentlicht am 15.12.2023

Konservierte Vergangenheit

Dreizehnfurcht
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Moritz Bang lebt in Berlin. Er ist einer jener Menschen, die abseits der Gesellschaft stehen. Seine Zwangshandlungen, vor allem seine Panik vor der Zahl Dreizehn, machen es ihm unmöglich, einem normalen ...

Moritz Bang lebt in Berlin. Er ist einer jener Menschen, die abseits der Gesellschaft stehen. Seine Zwangshandlungen, vor allem seine Panik vor der Zahl Dreizehn, machen es ihm unmöglich, einem normalen Beruf nachzugehen. Absolut mittellos bietet sich ihm als letzte Gelegenheit ein Job als Housesitter in einer ziemlich abgelegenen Gegend. Das Haus ist ein alter, verstaubter Kasten mit unzähligen Zimmern, in denen außerdem Merkwürdiges vor sich geht. Eines Nachts folgt Moritz einer geheimnisvollen weißen Dame durch eine Tür und purzelt in eine antiquierte Welt, die von der Zahl Dreizehn beherrscht wird. Ein straffes Regime sorgt dafür, dass Zustände wie im Kaiserreich wie unter einer Glasglocke konserviert werden. Erst als ein kleines Mädchen wegen fehlender Antibiotika zu sterben droht, gerät dort alles aus den Fugen.
Mit viel Fantasie beschreibt der Autor hier einen Gegenentwurf zu unserer modernen Welt. Die Charaktere sind interessant und einzigartig. Die Sprache ist leider recht sperrig, um sich der Vergangenheit anzupassen. Ich fand das Buch schwierig zu lesen, bedauerlicherweise auch über weite Passagen zu weitschweifig, doch ich kann mir gut vorstellen, dass es andere Leser begeistern kann.

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Veröffentlicht am 14.12.2023

Verlockendes Licht

Totenlichter
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Bei einer Fahrt zu einem Chorauftritt verunglückt der Reisebus im Elbtunnel. Einige Chormitglieder sterben, manche überleben schwer verletzt; zum Teil sind sie gezeichnet fürs Leben. Einige hatten beglückende ...

Bei einer Fahrt zu einem Chorauftritt verunglückt der Reisebus im Elbtunnel. Einige Chormitglieder sterben, manche überleben schwer verletzt; zum Teil sind sie gezeichnet fürs Leben. Einige hatten beglückende Nahtoderfahrungen und sind nur widerwillig in die kalte, reale Welt zurückgekehrt. Doch als jetzt vermehrt Selbstmorde innerhalb dieser kleinen Gemeinschaft auftreten, werden die Ermittler beim LKA Hamburg hellhörig. Sie suchen nach einer Person, die Schicksal spielt.
Als Ermittler sind Kommissar Jan Nygård und die Polizeipsychologin Anna Wasmuth tätig. Ihre persönlichen Probleme nehmen einen großen Raum ein, führen letztendlich auch mehrfach zu Fehlentscheidungen. Obwohl die Hauptpersonen sehr eingehend charakterisiert werden, baut sich keine Beziehung zum Leser auf. Auch die Spannung flaut nach einem wirklich packenden Start deutlich ab. Dennoch ist die Handlung intelligent konstruiert und der Täter kristallisiert sich erst gegen Ende heraus. Ein durchaus lesenswerter Thriller, dem ich vier Lesesterne gebe.

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Veröffentlicht am 13.12.2023

Sterneküche

Sarahs kleine Küche
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Sarah Wiener hat erneut ein wunderschönes Kochbuch herausgegeben. Nicht allzu komplizierte Rezepte werden mit perfekten, appetitanregenden Fotos vorgestellt und in der Zubereitung erklärt. Raffinierte ...

Sarah Wiener hat erneut ein wunderschönes Kochbuch herausgegeben. Nicht allzu komplizierte Rezepte werden mit perfekten, appetitanregenden Fotos vorgestellt und in der Zubereitung erklärt. Raffinierte Tipps runden die Erklärung ab.
Ohne Frage: man wird nicht enttäuscht sein.
Allerdings sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, dass das, was Profiköche als schlicht und einfach deklarieren, mit den Kühlschrankinhalten von Normalhaushalten konform geht. Auch bei diesen Rezepten ist Planung und Einkauf vonnöten, denn vieles ist in so einer Küche dann eben nicht vorrätig. Immerhin ist die Zubereitung nicht schwierig, und das Ergebnis wird schon klasse haben. Sterneküche bleibt eben Sterneküche.

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Veröffentlicht am 12.12.2023

KinderFantasyDetektivKrimi

Der Spurenfinder
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Das Cover zeigt das Detektivtrio schon bei der Spurenfindung in ihrem ersten Fall. Der berühmte Spurenfinder Elos von Bergen hat sich eigentlich im unendlich langweiligen Friedhofen zur Ruhe gesetzt. Er ...

Das Cover zeigt das Detektivtrio schon bei der Spurenfindung in ihrem ersten Fall. Der berühmte Spurenfinder Elos von Bergen hat sich eigentlich im unendlich langweiligen Friedhofen zur Ruhe gesetzt. Er will seine Zwillinge nicht länger den Gefahren seines Berufes aussetzen, sondern in Ruhe seine Memoiren schreiben. Doch nach einem Jahrmarktsbesuch wird der Dorfvorsteher brutal ermordet aufgefunden. Da muss Elos noch mal seine berühmten Fähigkeiten unter Beweis stellen, um den Mörder zu finden. Doch seine Kinder wollen endlich auch als Spurenfinder tätig werden.
Der Roman ist ein gar nicht mal so simpel gestrickter Krimi, der mit gleichviel Humor und Fantasie gewürzt ist. Es gibt spannende Fabelwesen und magische Gegenstände, und zum Schluss muss gar eine Kaiserin gerettet werden. Manche Wiederholungen, die witzig wirken sollen, haben mich allerdings schnell genervt, ebenso zugegebenermaßen die Dreistigkeit der Zwillinge, die sich generell über alle Bitten und Gebote hinweggesetzt haben. In meinen Augen kein gutes Vorbild für kindliche Leser.
Das Hörbuch wird vom Autor selbst eingelesen, der eine wunderbare Gabe für verschiedene Stimmen hat. Freut euch schon auf die Dialoge nach dem Genuss von Stimmonade!

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