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Veröffentlicht am 31.10.2019

Ein gut durchdachtes Jugend-Fantasy-Buch, das etwas Zeit braucht, um Fahrt aufzunehmen, und seinen Lesern ein gewisses Maß an Vorstellungskraft abverlangt.

TIAMAT – Liebe zwischen den Welten
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„Tiamat. Liebe zwischen den Welten“ erzählt vordergründig von einer schwierigen Vater-Tochter-Beziehung und einer kleinen, aber feinen Liebe zwischen zwei Teenagern. Und dazu spielt das Buch, wie es der ...

„Tiamat. Liebe zwischen den Welten“ erzählt vordergründig von einer schwierigen Vater-Tochter-Beziehung und einer kleinen, aber feinen Liebe zwischen zwei Teenagern. Und dazu spielt das Buch, wie es der Titel schon verrät, zwischen den Welten...

Anouks Mutter ist vor einiger Zeit verschwunden und ihr Vater setzt alles daran, sie wiederzufinden. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass seine Frau noch am Leben ist. Anouk fällt es dadurch sehr schwer, an ihren Vater heranzukommen, da dieser Tag und Nacht nur mit Nachforschungen beschäftigt ist und keine Zeit für seine Tochter hat.

Anouk verbringt ihren Alltag mit Sander, der vor einigen Jahren plötzlich in ihrem Haus aufgetaucht ist und seitdem als ihr Bruder ausgegeben wird. Die beiden sind wie Hund und Katz. Irgendwie können sie nicht ohneeinander, sie können auch nicht miteinander. Und gemeinsam versuchen sie, das Geheimnis von Tiamat zu ergründen.

Tiamat ist das Tor zu einer anderen Welt, in der merkwürdige Kreaturen hausen. Das Tor muss rund um die Uhr bewacht werden, um zu verhindern, dass diese Kreaturen ihre Welt verlassen und die Welt von „Himmelshoch“ betreten. Doch ab und zu, in einem kleinen, unbeobachteten Moment, gelingt es einigen dieser Kreaturen, durch ein Loch zu schlüpfen und gewaltige Veränderungen in der Welt von „Himmelshoch“ zu bewirken. Und jetzt kommt der Fantasy-Part des Buches ins Spiel: Die Kreaturen sind sehr außergewöhnlich und man braucht schon ein gewisses Maß an Fantasie, um sich die Wesen, denen man als Leser begegnet, vorzustellen. Ein Krake, der plötzlich vom Dachboden klettert, lässt sich noch ganz gut vorstellen. Aber es gibt auch noch andere Wesen, die weit mehr Vorstellungskraft erfordern.

Besonders gut gefallen hat mir die Idee der Autorin, dass jedes dieser Wesen mit seinem Erscheinen in der Welt von „Himmelshoch“ eine Veränderung in diesem Haus bewirkt. Das waren teilweise nur Kleinigkeiten, aber manchmal auch große Entwicklungen. Tanja Heitmann hat sich hier wirklich etwas Tolles einfallen lassen und sehr gute Ideen umgesetzt.

Für mich hat die Handlung leider knapp 150 bis 200 Seiten gebraucht, um Fahrt aufzunehmen. Bis dahin plätschert sie eigentlich nur so vor sich hin. Klar, man lernt hier die Charaktere kennen und auch die Handlungsumgebung wird eingeführt. Man erfährt ein wenig über den Maelstrom, über Tiamat, über das Haus „Himmelshoch“, ein paar merkwürdige Kreaturen tauchen auf, der Schulalltag von Anouk wird beschrieben. Aber es passiert nichts, was wirklich für Spannung sorgt.

Das ändert sich nach dem eher ruhigen Anfang aber zum Glück. Es folgen immer wieder kleine Wendungen, die für Spannung sorgen und die Handlung in völlig verschiedene Richtungen lenken. Tiamat bekommt immer größere Risse und die Wesen aus der anderen Welt drohen, „Himmelshoch“ zu überrennen. Das Tor soll für immer verschlossen werden. Aber nur einer ist dazu berufen, diese Aufgabe auszuführen...

Auch hier muss ich leider sagen, dass ich mir stellenweise doch mehr Erklärungen gewünscht hätte. Vor allem darüber, was es mit Tiamat und dem Maelstrom auf sich hat. Klar, es gibt hier genug Informationen, um das Buch zu verstehen. Aber für mich haben die Beschreibungen nicht ausgereicht, um mir wirklich ein Bild von dieser geheimnisvollen Welt im Keller des alten Herrenhauses zu machen.

Der Erzähl- und Schreibstil von Tanja Heitmann ist schon sehr speziell und ich habe gut 100 Seiten gebraucht, um mich an ihn zu gewöhnen. Klar, sie schreibt locker und leicht und das Buch lässt sich dadurch sehr schnell und einfach lesen. Aber mir war der Humor teilweise zu gezwungen. Tanja Heitmann schreibt vordergründig für jugendliche Leser und auch die Hauptfiguren dieses Buches sind Jugendliche. Dementsprechend versucht Tanja Heitmann, ihren Charakteren ein authentisches jugendliches Auftreten zu verpassen, das derart ausgestaltet ist, dass diese nur so mit Sprüchen um sich hauen. Es gibt in diesem Buch sehr viele Dialoge und teilweise weiß man gar nicht, worauf diese hinauslaufen sollen, da hier oft einfach nur ein Schlagabtausch stattfindet, bei dem sich die Charaktere einfach nur im Kreis drehen und auch die Handlung überhaupt nicht vorangetrieben wird.

Das Buch ist durchweg gut konstruiert. Vor allem das Ende ist sehr stimmig und für mich wirkt es nicht so, als hätten wir es hier mit dem Auftakt einer Reihe zu tun. „Tiamat. Liebe zwischen den Welten“ ist in sich abgeschlossen und kann als einzelnes Buch stehen bleiben.

Mein Fazit:

Ein gut durchdachtes Jugend-Fantasy-Buch, das etwas Zeit braucht, um Fahrt aufzunehmen, und seinen Lesern ein gewisses Maß an Vorstellungskraft abverlangt.

Veröffentlicht am 31.10.2019

Ein teils dramatischer, teils bewegender Roman, der einen tiefen Eindruck hinterlässt.

Das Lächeln meiner Mutter
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Im Prinzip lässt sich dieses Buch in zwei Handlungsstränge aufteilen: den Strang, der sich rückblickend mit dem Leben von Lucile, der Mutter der Autorin Delphine de Vigan, befasst - und den Strang, der ...

Im Prinzip lässt sich dieses Buch in zwei Handlungsstränge aufteilen: den Strang, der sich rückblickend mit dem Leben von Lucile, der Mutter der Autorin Delphine de Vigan, befasst - und den Strang, der beschreibt, wie die Autorin an dieses Buch herangegangen ist, wie sie sich mit dem Leben ihrer Mutter beschäftigt hat, was das Schreiben dieses Buches in ihr ausgelöst hat.

Und gerade dieser zweite Handlungsstrang war es, der mich am meisten bewegt hat. Denn ironischerweise bin ich gerade in einer ähnlichen Situation, in der sich die Autorin während des Schreibens dieses Buches befand. Denn ein Mitglied aus meiner Familie hat ebenfalls den Weg des Freitodes gewählt. Und unweigerlich kamen auch bei mir die Fragen nach dem „Warum“ auf und der Wunsch, diesen letzten Schritt zu verstehen. Hätte man diese schwierige und schwerwiegende Entscheidung verhindern können? Hätte man sie überhaupt verhindern SOLLEN? Es fällt nicht leicht, damit zu leben und diesen letzten Schritt zu akzeptieren. Die Gedanken drehen sich immer wieder im Kreis. Man versucht, damit klarzukommen. Aber das braucht einfach Zeit.

Und dieses Buch hat mir dabei geholfen, einiges mit anderen Augen zu sehen. Gerade die letzten Seiten des (autbiographischen Romans haben mir Hoffnung und Kraft gegeben. Ich habe dieses Buch genau zur richtigen Zeit gelesen.

Man merkt der Autorin an, dass es ihr nicht leicht gefallen ist, dieses Buch zu schreiben. Sie hat sich über viele Jahre hinweg mit diesem Thema beschäftigt, hat mit Familienmitgliedern geredet, Briefe und Tagebücher ausgewertet. Und dabei die ein oder andere dramatische Szene aufgedeckt, die ein oder andere Wahrheit enthüllt, die so mancher nicht hören wollte. Und dabei hat sie ihre Mutter besser kennengelernt, als sie es zu deren Lebzeiten konnte.

Das war nun eine sehr persönliche Rezension von mir, aber so ist ja auch dieses Buch: sehr persönlich.

Mein Fazit:

Ein teils dramatischer, teils bewegender Roman, der einen tiefen Eindruck hinterlässt.

Veröffentlicht am 31.10.2019

Nicht so gut wie Band 1

Türkisgrüner Winter
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Ich muss ehrlich sagen, dass ich "Türkisgrüner Winter" nicht mehr ganz so gut fand wie Teil 1. Der Vorteil an diesem Buch ist, dass man die Eigenheiten der Charaktere bereits kennt und vor allem mir blieb ...

Ich muss ehrlich sagen, dass ich "Türkisgrüner Winter" nicht mehr ganz so gut fand wie Teil 1. Der Vorteil an diesem Buch ist, dass man die Eigenheiten der Charaktere bereits kennt und vor allem mir blieb somit der schwere Einstieg wie bei "Kirschroter Sommer" erspart.

Mir war dieses Buch irgendwie zu ernst. Mir haben der Witz und Humor und die blöden Sprüche aus dem Vorgänger gefehlt. Kaum zu glauben, dass ich das gerade tatsächlich schreibe, denn in meiner Rezi zu Band 1 habe ich mich über die blöden Sprüche noch aufgeregt. Aber man gewöhnt sich eben daran, es gehört einfach zu den Figuren. Und hier ist mir dieses Detail ein wenig zu kurz gekommen. Klar, es gibt auch hier lustige Szenen, bei denen ich lachen musste. Aber dafür gibt es hier auch viele ernste Gespräche und auch Streit.

Es gab in diesem Buch auch wieder einige Szenen, die mein Leserherz haben höher schlagen lassen und in denen ich das Kribbeln aus Emelys Bauch in meinem Bauch gespürt habe. Aber so im Nachhinein betrachtet, denke ich, dass es weniger Szenen waren als in Band 1. Dort war einfach dieses Katz-und-Maus-Spiel viel intensiver.

Und das Ende war mir eindeutig zu lang. Hier habe ich stellenweise nur quer gelesen, weil es mir echt zu detailreich und umfassend wurde.

Veröffentlicht am 31.10.2019

Süße Sommergeschichte

Eine für vier
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Ich habe das Buch in einem Rutsch im Original gelesen und fand es einfach nur toll. Das ist wirklich ein richtig schönes, leichtes Sommer-Teenie-Buch. Ab und zu ist so etwas genau das Richtige für mich.

Die ...

Ich habe das Buch in einem Rutsch im Original gelesen und fand es einfach nur toll. Das ist wirklich ein richtig schönes, leichtes Sommer-Teenie-Buch. Ab und zu ist so etwas genau das Richtige für mich.

Die Idee mit den magischen Jeans find ich toll und total kreativ und auch die Freundschaft zwischen den vier Mädchen wird einfach nur schön dargestellt. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie die Mädchen sich fühlen müssen, als ihnen zum ersten Mal ein Sommer bevorsteht, den sie allein ohne die anderen verbringen müssen.

Jedes der vier Mädchen erlebt den Sommer anders und es mangelt nicht an Tragödien. Gut fand ich, dass es auch ernste Themen in diesem Buch gibt, weil die Handlung dann nicht nur so vor sich hin plätschert. Ich glaube, ohne diese ernsteren Szenen hätte mir das Buch nicht so gut gefallen. Denn nur Teenie-Gequatsche und Liebelei wäre dann wohl etwas zu anstrengend gewesen. :

Das Buch hat mich an so manchen Sommer zurückdenken lassen, den ich als Teenager durchlebt habe. Die anderen Bücher werde ich auf jeden Fall auch lesen und mir auch die Filme anschauen.

Veröffentlicht am 31.10.2019

Hat mir besser gefallen als erwartet

Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen
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Ich bin echt überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat. Ana war ein Charakter, der mir sofort sympathisch war. Ihre Tollpatschigkeit fand ich so liebevoll und teilweise habe ich mich in ihren Gedanken ...

Ich bin echt überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat. Ana war ein Charakter, der mir sofort sympathisch war. Ihre Tollpatschigkeit fand ich so liebevoll und teilweise habe ich mich in ihren Gedanken und Worten wiedererkannt. Sie hat eine freche Art und ich fand es besonders authentisch dargestellt, wie sie Christian Grey mit Neugierde, aber auch mit Angst und Vorsicht begegnet. Christian ist ein ebenso interessanter Charakter. Er ist ein bisschen unheimlich, aber total interessant. Mich hat nur überrascht, wie jung er ist. Ich hatte ihn schon ein paar Jahre älter erwartet.

Ich war froh, dass das Buch auch eine "normale" Handlung hat, denn die exquisiten Stellen habe ich nur am Anfang Wort für Wort gelesen, später dann aber eher überflogen. Dieses Buch war mein erstes aus dem Erotik-Genre und ich habe gemerkt, dass ich damit nicht so viel anfangen kann. Die Szenen haben mich nicht besonders gereizt und auch nicht wirklich interessiert.

Sehr spannend dagegen fand ich die Entwicklung der Charaktere und auch, wie sich die Beziehung zwischen Ana und Christian entwickelt. Ich bin sehr gespannt, was mich hier in den folgenden beiden Teilen noch erwartet, die ich nun auf jeden Fall auch noch lesen möchte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr seicht und anspruchslos. Aber dadurch lässt sich das Buch schön locker und entspannt lesen. Ich mag den Humor des Buches, das gewisse Augenzwinkern. In verschiedenen Rezis liest man ja immer wieder von Wiederholungen bestimmter Wörter oder Redewendungen. Das ist mir so meistens gar nicht aufgefallen und wenn doch, fand ich es dennoch immer sehr passend.