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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2025

Ausnahmebuch

Da, wo ich dich sehen kann
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Jasmin Schreiber hat sich diesmal mit ihrem Buch "Da, wo ich dich sehen kann" selbst übertroffen. Die Story ist einfach erzählt. Aber nichts ist daran wirklich einfach.

Eine Frau wird von ihrem Ehemann ...

Jasmin Schreiber hat sich diesmal mit ihrem Buch "Da, wo ich dich sehen kann" selbst übertroffen. Die Story ist einfach erzählt. Aber nichts ist daran wirklich einfach.

Eine Frau wird von ihrem Ehemann getötet. Ein Femizid, wie er täglich in Deutschland vorkommt. Die Tochter muss die Tat mitansehen und muss dann mit den Folgen leben. Zuerst bei den Eltern der Mutter, später bei denen des Vaters, ringt sie um ihr inneres Gleichgewicht und leidet lange an den Bildern dieser grauenhaften Tat.

Frau Schreiber erzählt aus verschiedenen Perspektiven. Das erinnert mich stark an Jodi Picoult, deren sozialkritische Bücher ich sehr schätze. Dazu gibt es diverse Berichte, Briefe, Artikel und anderes, was ein realistisches Bild der Geschehnisse geben soll.

Die Geschichte berührt und erschüttert. Die Vorstellung, was Angehörige überall auf der Welt erdulden müssen, weil Männer Frauen töten, die sie eigentlich lieben und respektieren sollten. Das ist ein Zustand, den man kaum ertragen kann.

Veröffentlicht am 14.12.2025

Medea die Rächerin

Medea
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Medea - ein neues Buch, das die griechische Mythologie aufgreift und sie in einer Art Historischer Roman erzählt. Im Mittelpunkt stehen die Frauen, allen voran Medea, die bereits als Kind und Jugendliche ...

Medea - ein neues Buch, das die griechische Mythologie aufgreift und sie in einer Art Historischer Roman erzählt. Im Mittelpunkt stehen die Frauen, allen voran Medea, die bereits als Kind und Jugendliche Gewalt und Unterdrückung von ihren männlichen Verwandten erfährt. Die Gesellschaft wird dargestellt als eine männlicher Dominaz, in der die Frauen nur eine devote Rolle spielen sollen. Die stringente Art, in der Männer hier die Bösen, die Unterdrücker, die Gewalt Ausübenden dargestellt werden, ist hart und kompromisslos und es wundert nicht, dass Medea irgendwann zur Furie wird und sich wehrt und rächen will.

Ich habe mich schwer getan, dass das Buch sehr einseitig von Frauen als weiß und Männern als schwarz erzählt. Das Buch ist düster und auch wenn sicherlich Teile der Handlung durchaus der Realität entsprachen und die Intention, von weiblicher Unterdrückung und weiblicher Stärke zu berichten, eine ist, die wichtig ist, so ist es doch kein Plot der mir gefallen hat. Die griechische Mythologie spielt am Ende auch ein eher untergeordnete Rolle.

Veröffentlicht am 14.12.2025

interessanter erster Teil

The Second Death of Locke
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"The second death of locke" ist der Auftakt einer neuen Reihe.

Grey Flynn ist ein seit Kindesbeinen an die beste Freundin von Kier. Als Kier zum Magier wird, ist sie seine magische Quelle aus der er seine ...

"The second death of locke" ist der Auftakt einer neuen Reihe.

Grey Flynn ist ein seit Kindesbeinen an die beste Freundin von Kier. Als Kier zum Magier wird, ist sie seine magische Quelle aus der er seine Kräfte ziehen kann. Gemeinsam sind sie ein starkes Duo, welches im Krieg, der seit langem das Land peinigt, schon unzählige Kämpfe geschlagen haben.

Grey empfindet mehr für Kier. Aber ihm scheint ihre Freundschaft und ihre Arbeit als Quelle zu genügen.

Man wird sofort hineingeworfen in diese komplizierte Beziehung und die Kriegs- und Kampfhandlungen. Das magische System wird sehr auführlich erklärt und überhaupt schreitet die Handlung erst mal relativ langsam voran, auch wenn es ständig zu Gefechte kommt und immer wieder Verletzungen und bedrohliche Situationen sich aneinander reihen.

Ich fand das erste Drittel eher langatmig und da die Sprache sehr verschachtelt ist, dauerte es, bis ich mit der Story richtig warm wurde. Dieser erste Teil hat durchaus das Potential gezeigt, dass die Autorin hat. Ich hoffe, dass die Fortsetzung noch eine Schippe drauflegt.

Veröffentlicht am 05.12.2025

genial

Sieben Jahre
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Tanja Kinkel läuft zu Hochform auf in diesem gewaltigen dicken und gewaltig facettenreichen Histo-Roman. Der siebenjährige Krieg bildet das Zentrum dieser Geschichte. Aber die Lebensgeschichte von Friedrich ...

Tanja Kinkel läuft zu Hochform auf in diesem gewaltigen dicken und gewaltig facettenreichen Histo-Roman. Der siebenjährige Krieg bildet das Zentrum dieser Geschichte. Aber die Lebensgeschichte von Friedrich II. König von Preußen beginnt mit Episoden aus seiner Kindheit und Jugend, in der er das ungeliebte Kind, der lieblos erzogene Thronfolger war.

Das Buch ist sehr intensiv und man muss konzentriert lesen, damit die vielen Darsteller und die vielen HIntergrundinfos einen nicht erschlagen. Dennoch möchte ich das Buch empfehlen, da die herausragende Sprache und Tiefe der Charaktere mich einfach umgehauen haben.

Veröffentlicht am 05.12.2025

Toller Histo-Krimi

Die Anatomie einer neuen Zeit
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Mein zweites Buch von Leon Morell (nach dem sixtinischen Himmel) und sicherlich nicht mein letztes.

Der Schreibstil liest sich flüssig und man merkt, dass der Autor gut recherchiert hat.
1540. Die Hauptdarstellerin ...

Mein zweites Buch von Leon Morell (nach dem sixtinischen Himmel) und sicherlich nicht mein letztes.

Der Schreibstil liest sich flüssig und man merkt, dass der Autor gut recherchiert hat.
1540. Die Hauptdarstellerin Verena wird wie viele Frauen, die mit Kräutern umzugehen verstanden, als Hexe verbrannt und kann nach Padua flüchten. Dort landet sie zufällig bei einer Obduktion des Arztes Andreas Vesal. Als ein Mod geschieht beginnen die beiden nach den Tätern zu suchen. Sie stellen fest, dass der Mann vergiftet wurde.

Mir gefällt diese Krimi-Histo-Mischung richtig gut. Und das will was heißen, denn das Genre ist hart umkämpft und nicht viel findet mein Wohlwollen. Also zuschlagen und selber lesen.