Profilbild von gagamaus

gagamaus

Lesejury Star
offline

gagamaus ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit gagamaus über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2020

guter Krimi

Die Herren der Zeit
0

Der Kraken ermittelt zum dritten und voraussichtlich letzten Mal. Schade eigentlich, denn ich mag Krimis, die in fernen Ländern spielen, weil sie neben den Mordermittlungen auch etwas über das Land und ...

Der Kraken ermittelt zum dritten und voraussichtlich letzten Mal. Schade eigentlich, denn ich mag Krimis, die in fernen Ländern spielen, weil sie neben den Mordermittlungen auch etwas über das Land und die Leute erzählen. Und gerade bei den Krimis von Saenz kam da einiges rüber. Diesmal sogar noch etwas mehr, denn der Krimis spielt in weiten Teilen ein paar hundert Jahre in der Vergangenheit, wo über das Buch "Die Herren der Zeit" berichtet wird und über die Morde, die als Blaupause für die Morde in der Gegenwart genommen werden. Diesmal ist auch noch eine größere Portion Privatleben mit dabei, das mochte ich auch.

Wie andere schon beschrieben haben, habe auch ich mit den Namen der Akteure so meine liebe Not. Ich hätte nie gedacht, dass die so komplizierte Namen haben. Aber ansonsten ein guter Kriminalroman mit einem beängstigend grausamen Mörder, einem hartnäckigen Kommissar und eines an Spannung und Action.

Veröffentlicht am 05.05.2020

Lieblingsfantasy

Das Reich der Grasländer 1
0

Jedes Mal wieder ist es eine große Freude für mich, wenn ich nach Osten Ard zurückkehren darf. Und inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt, dass Simon und Miriamel nicht nur erwachsen sondern sogar ...

Jedes Mal wieder ist es eine große Freude für mich, wenn ich nach Osten Ard zurückkehren darf. Und inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt, dass Simon und Miriamel nicht nur erwachsen sondern sogar schon Großeltern sind. Auch wenn sie manchmal noch die gleichen ungestümen Kindsköpfe sind, wie früher. Aber viel haben sie auch ihrem Enkel Morgan vererbt. Jetzt ist er es, der durch die Wälder irrt und einen Freund an seiner Seite braucht. Der unvernünftig und blauäugig in ein Abenteuer getappt ist, welches ihn das Leben kosten könnte.

Und wieder einmal wollen die Nornen die Menschenvölker vernichten. Hier möchte ich erwähnen, dass mir in der neuen Reihe diese Sichtweise besonders gefällt, denn die Nornen haben so viel an Facetten gewonnen, wie nie zuvor und sie sind inzwischen nicht mehr "nur" das feindliche Volk sondern es gibt einige unter ihnen, die gerade still und heimlich mein Herz erobert haben. Auch mit ihrer seltsam kühlen Art.

Ansonsten bleibt Tad Williams sich treu und enttäuscht seine Leser nicht. Wieder gibt es viele Darsteller und wieder springt er hin und her zwischen den Erzählsträngen. Da darf man nicht ungeduldig werden und nicht oberflächlich lesen. Aber dafür bekommt man ja auch wirklich Fantasy vom Feinsten geboten.

Schade, dass das Buch mal wieder geteilt wurde und ich so warten muss, bis ich erfahre, wie das mit dem Reich der Grasländer weitergeht. Andererseits auch schön, denn so bleibt die Spannung hoch und das Leseerlebnis wird verlängert. Ich könnte ja mal die Vorgänger anhören. So zur Überbrückung.

Veröffentlicht am 05.05.2020

tolle Fortsetzung

Vengeful - Die Rache ist mein
0

"Vegeful - Die Rache ist mein" setzt dort ein, wo der erste Band der Reihe aufgehört hat. Soll heißen, bitte auch diesen ersten Teil "Vicious" lesen. Die Autorin hat nämlich keine Zeit, hier fehlendes ...

"Vegeful - Die Rache ist mein" setzt dort ein, wo der erste Band der Reihe aufgehört hat. Soll heißen, bitte auch diesen ersten Teil "Vicious" lesen. Die Autorin hat nämlich keine Zeit, hier fehlendes Vorwissen auszugleichen sondern stürzt sich einfach in die Geschichte - und der geneigte Leser folgt erfreut und gebannt.

Leben und Tod, Sterben und Widerauferstehung werden hier zum Dreh- und Angelpunkt einer tiefschwarzen, oft bösen Story, in der es um Rache und Mord, um Machtstreben und Hass geht. Das Gute gibt es nicht wirklich. Es hat wie alles andere graue Schatten und ist weder lieblich noch gefühlvoll.

Die Autorin hat ihre Sprache der Geschichte angepasst. Sie ist kraftvoll und wunderbar düster. Mir hat der zweite Band noch um einiges besser gefallen, als der erste. Ich kenne die meisten der Akteure, bin gespannt, wie sie sich behaupten und wann sie wieder aufeinander treffen. Das Tempo ist von Anfang an hoch. Kurze knackige Kapitel, starke Dialoge, jede Menge Action. Ich hoffe sehr, es gibt noch eine Fortsetzung.

Veröffentlicht am 05.05.2020

enttäuschend

Die Krieger der Altaii
0

Ich habe das Buch "Die Krieger der Altaii" als e-book gelesen und war jetzt lange nicht mehr in einer Buchhandlung. Aber ich schätze, optisch ist das Hardcoverbuch sicher ein Hingucker. Es hat allerdings ...

Ich habe das Buch "Die Krieger der Altaii" als e-book gelesen und war jetzt lange nicht mehr in einer Buchhandlung. Aber ich schätze, optisch ist das Hardcoverbuch sicher ein Hingucker. Es hat allerdings keine 400 Seiten und kostet dafür 28,- Euro. Das ist wirklich heftig. Es wird in der Werbung zwar davon gesprochen, dass es Robert Jordans Erstling wäre, mir war aber nicht bewusst, dass es wirklich schon 40 Jahre alt ist. Im Vorwort wird beschrieben, dass es vorher bereits zweimal an einen Verlag verkauft und aus unterschiedlichen Gründen rechtlich wieder zurück an den Autor ging. Das ist eine interessante Anekdote - inzwischen denke ich aber auch, dass es etwas mit der Qualität des Buches zu tun hat.

Die Geschichte hat durchaus Potential. Es werden auch erste deutliche Ansätzte für seine spätere Reihe "Das Rad der Zeit" angelegt. Dies könnte für Fans interessant sein. Aber ich war sehr enttäuscht von dem wirklich sehr einfach strukturierten Stil. Die Sätze sind stakkatohaft und meist sehr kurz. Es liest sich wie das Buch eines Teenagers ohne Ecken und Kanten, ohne schnörkel und Verzierungen. Man spürt, dass der Autor etwas zu sagen hat und das Setting hat durchaus etwas. Aber leider bleibt es bei Ansätzen. Die Charaktere sind starr und durch die wenigen Beschreibungen oft undurchschaubar oder blass. Mir fehlten Emotionen und magische Momente, wobei ich nicht unbedingt Zaubermagie sondern einfach ein magisches Lesegefühl meine, welches sich einfach nicht einstellte. Ich habe mich durchgequält und am Ende quer gelesen.

Dieser Erstling konnte mich nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2020

4,5 Sterne

Rachegeist
0

Ich mag chinesische Krimis. Die Exotik der fernen Kultur, das Geheimnisvolle einer Gesellschaft mit seltsamen Regeln und Riten und dazwischen das ganz Profane eines Mordes und einer Mordermittlung. Und ...

Ich mag chinesische Krimis. Die Exotik der fernen Kultur, das Geheimnisvolle einer Gesellschaft mit seltsamen Regeln und Riten und dazwischen das ganz Profane eines Mordes und einer Mordermittlung. Und dazu noch die Verheißung, der chinesische Stephen King. Also da sind die Erwartungen schon ziemlich hoch.

Shen Ming ist ein junger ehrgeiziger Lehrer. Er hat eine Verlobte, die er bald heiraten möchte, ist zufrieden mit seinem Job und seinem Leben. Dann springt eine schülerin in der Schule vom Dach und sie hat es scheinbar nicht freiwillig getan. Und Shen Ming wird des Mordes verdächtigt. Er beginnt selbst nachzuforschen und beschließt den Mann zu töten, der ihn verleumundet. Dies gelingt ihm auch. Aber dann wird er selbst erstochen. Und er muss feststellen, dass der Tod noch nicht das Ende seiner Existenz ist.

9 Jahre später erinnert sich seine ehemalige Verlobte immer noch an ihn und die seltsamen Umstände seines Todes. Und dann sterben plötzlich wieder Menschen und alles deutet darauf hin, dass Shen Ming sich aus dem Totenreich rächt.

Mir hat vo rallem der Schreibstil und die Charakterbeschreibung der Hauptdarsteller sehr gefallen. Shen Ming beispielsweise ist einem schnell sympathsich, man ist aber überrascht, wie energisch er sich plötzlich zur Wehr setzt. Das hätte man ihm gar nicht zugetraut. So haben alle Figuren einen doppelten Boden, die Geschichte ist voller Mysterien und Volten und im wahrsten Sinne des Wortes ein gelungener Genremix.

Es mit Stephen King zu vergleichen ist zwar etwas hoch gegriffen, denn der Geschichte fehlt das große Grauen, welches sich durch Kings Bücher immer wieder zieht. Aber auch der chinesische Autor lässt sich Zeit mit seinem Plot, gestaltet ihn aufmerksam und liebevorll. Mir hat das Buch großen Spaß gemacht. Ich empfehle es gerne. 4,5 Sterne von mir.