Rasantes Tempo, aber wenig Sinn
Das Lied der TiefeImogen Nel ist das Mündel eines grausamen Königs der nur nach Macht strebt und alle Sirenen töten lässt. Dabei ist Imogen selbst eine Sirene, dadurch besitzt sie eine Macht, die sowohl verführerisch als ...
Imogen Nel ist das Mündel eines grausamen Königs der nur nach Macht strebt und alle Sirenen töten lässt. Dabei ist Imogen selbst eine Sirene, dadurch besitzt sie eine Macht, die sowohl verführerisch als auch tödlich ist. Als sie sich dieser nicht mehr entziehen kann, muss sie fliehen. Dabei begegnet sie dem geheimnisvollen Theodor, der ihr bei der Flucht hilft und ihrer Anziehung nicht wiederstehen kann.
Die Geschichte beinhaltet viel, was ein tolles Fantasy Abenteuer haben sollte, viele Geheimnisse, Verrat, interessante Wendungen und eine Enemies-to-Lovers-Romance. Die Story besitzt ein rasantes Tempo, aber vieles ergibt oft wenig Sinn. Mir fehlte in den Handlungen komplett die Tiefe und mit den zahlreichen Stimmungswechseln fühlte ich mich eher verwirrt als gefesselt. Auch das Worldbuilding ist leider nicht gut ausgearbeitet, so hatte ich keine Vorstellung vom Setting und konnte deshalb auch zu keiner Zeit wirklich in die Geschichte abtauchen.
Die Beziehung zwischen Theodor und Imogen war ein einziges hin- und her. Der Romanze fehlte es an Emotionen und ließ mich vollkommen kalt. Die Idee mit dem selbstgewählten Blutsband, welches die beiden sich nie weiter als ein paar Meter voneinander entfernen lässt, finde ich interessant, nur leider wirkt es konstruiert und viele Wiederholungen nervten.
Es ließ sich auf jeden Fall flüssig lesen, die Autorin hat hier eine düstere Atmosphäre geschaffen und spannende Ideen eingebracht, aber den Schreibstil empfand ich oft wie abgehackt. Zum Ende hin versank das Ganze dann im Chaos und viele Fragen blieben offen.
Diese Sirenengeschichte hätte ein Highlight werden können, schade hier wurde so viel Potenzial verschenkt.