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Veröffentlicht am 21.03.2026

Ein emotional packendes Leseerlebnis

Die Rätsel meines Großvaters
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Die Liebe von Kaede zu ihrem Großvater hat mich bereits im Band eins (Die Bibliothek meines Großvaters) zutiefst berührt. Das war mit ein Grund, warum ich dieses Buch so gerne lesen wollte - und auch wieder ...

Die Liebe von Kaede zu ihrem Großvater hat mich bereits im Band eins (Die Bibliothek meines Großvaters) zutiefst berührt. Das war mit ein Grund, warum ich dieses Buch so gerne lesen wollte - und auch wieder so gerne gelesen habe.

Kaedes scharfsinniger Großvater, einst Grundschuldirektor, leidet an Lewy-Body-Demenz, die Symptome wie visuelle Halluzinationen und Gedächtnisstörungen verursacht.

Die junge Lehrerin Kaede löst mit ihrem demenzkranken Großvater verschiedene Rätsel. Dabei helfen ihnen Geschichten aus der klassischen Kriminalliteratur. Obwohl sich die geistigen Fähigkeiten von Kaedes Großvater verschlechtert haben, schlummert unter der Demenz seine Kombinationsgabe und sein großes Literaturwissen. Gemeinsam lassen die beiden ihrer Fantasie freien Lauf und lösen so meisterhaft kleine und große Rätsel. Mal geht es um das Verschwinden eines Weihnachtsmanns, mal um eine mysteriöse Suizidserie.

Als sich jedoch ein schwerwiegender Vorfall ereignet, der Kaedes Leben betrifft, werden nicht nur Kaede und ihr Großvater, sondern auch Kaedes Freund Shiki auf eine harte Probe gestellt.

Das Thema Demenzerkrankung nimmt einen großen Teil des Romans ein. Es ist eine lebensbejahende, gefühlvolle Erzählung mit dem Großvater als sanftem, und trotz seiner Krankheit brilliantem Meisterdetektiv.

Das Cover passt durch die einheitliche Gestaltung zu dem Vorgängerbuch. Der Großvater und die Enkelin sind auf dem Cover, das fast nur durch eine unterschiedliche Farbgebung vom Band eins zu unterscheiden ist. Der wunderschöne Buchschnitt verleiht dem Buch den japanischen Zauber. Ich liebe es.

"Die Rätsel meines Großvaters" ist ein außergewöhnliches Buch das zum Nachdenken anregt und für das ich fünf Sterne vergebe.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Ein Blick in eine mögliche Zukunft

Der Tower
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Dieser Psychothriller hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen.

Der Pramtower ist ein luxuriöses Hochhaus, das von einer KI gesteuert wird. Je mehr Daten die künstliche Intelligenz ...

Dieser Psychothriller hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen.

Der Pramtower ist ein luxuriöses Hochhaus, das von einer KI gesteuert wird. Je mehr Daten die künstliche Intelligenz über den Bewohner sammelt, umso mehr gewinnt sie an Macht über ihn. Langsam aber sicher verliert unsere Protagonistin Nova ihre Entscheidungsfreiheit. Die KI übernimmt unter dem Vorwand der Sicherheit die absolute Kontrolle.
Der psychologische Druck wird äußerst lebendig geschildert, so daß ich das Gefühl hatte, selbst in diesem Tower zu stehen und die Enge zu fühlen.

Die Bewohner des Towers werden sehr bildhaft beschrieben. Keiner ist nur gut oder böse und ihre Entscheidungen wirken nachvollziehbar, auch wenn sie manchmal moralisch fragwürdig sind. Die Dynamik zwischen den Charakteren entwickelt sich stetig weiter und treibt die Handlung glaubwürdig voran.

Der Tower ist nicht nur ein Gebäude, er ist ein Experiment. Ein Zukunftsszenario, das erschreckend nah wirkt. Der Tower hat mich nicht einfach nur gut unterhalten – dieses Buch hat mich beschäftigt, weil es zeigt, wie schnell unsere gewohnte Ordnung kippen kann.

Ich kann diesen Thriller als Denkanstoß und Blick in eine mögliche Zukunft nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Gefährliche Geheimnisse und eine große Liebe

This Story Might Save Your Life
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Der Einstieg in die Geschichte fiel mir schwer, es gab viele Geheimnisse und Perspektivwechsel. Erst nach einigen Kapiteln hat die Geschichte mich neugierig gemacht.

Obwohl "This Story might save your ...

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir schwer, es gab viele Geheimnisse und Perspektivwechsel. Erst nach einigen Kapiteln hat die Geschichte mich neugierig gemacht.

Obwohl "This Story might save your Life" kein klassischer Thriller ist, wurde durch den flüssigen Schreibstil und der Schilderung der Gedanken von Joy und Benny mein Interesse geweckt. Ich fand Joy nicht besonders sympathisch oder interessant, - abgesehen von meinem nun erworbenen Wissen über Narkolepsie. Benny dagegen ist für mich der Sympathieträger schlechthin.

Dieser Thriller ohne echten Nervenkitzel hat mich trotzdem gut unterhalten, auch wenn meine Erwartungen bezüglich Spannung und überraschenden Wendungen nicht erfüllt wurden. Von mir deshalb gut gemeinte drei Sterne.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Die Macht der Worte

The Poet Empress
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The Poet Empress ist ein Fantasy-Debüt von Shen Tao, einer chinesisch-kanadischen Autorin, die von chinesischer Kultur, Geschichte und klassischer Dichtung inspiriert wurde.

Das Buch ist wunderschön gestaltet. ...

The Poet Empress ist ein Fantasy-Debüt von Shen Tao, einer chinesisch-kanadischen Autorin, die von chinesischer Kultur, Geschichte und klassischer Dichtung inspiriert wurde.

Das Buch ist wunderschön gestaltet. Die Seitenkanten des Buchblocks haben ein prachtvolles Blumenmuster das perfekt zum aufwendig gestalteten Umschlag passt. Sogar unter dem Buchumschlag ist die wunderschöne Illustration zu finden.

Yin-Wei aus Lu'an ist die sechzehnjährige Tochter eines armen Reisbauers. Wei hält mit der Naivität eines Dorfmädchens an der Hoffnung fest, als Konkubine des grausamen Prinz Terren ihr Dorf während einer Hungersnot mit Reis zu versorgen und ihrem Bruder eine Zukunft bieten zu können.

Der Kaiser der Azaleen-Dynastie liegt im Sterben, und die Machthaber horten die magischen Gedichte, die dem Volk helfen könnten. Wei, inzwischen Prinz Terrens zukünftige Kaiserin, glaubt an die Macht dieser Verse, die durch Worte entstehen.

Am Hof wird Wei zu einer Kaiserin, der es gelingt, mit der Magie von Gedichten alte Konflikte zu überbrücken. Sie lernt mit ihrer Stärke, ihrem Willen, ihrer Güte - doch letztlich auch mit ihrer Skrupellosigkeit - die lebensgefährliche Palastpolitik zu überleben.

Der Roman überzeugt durch seine ruhige, bildhafte Sprache. Er ist einfühlsam geschrieben, voll emotionaler Wucht, wunderschön - und doch herzzerreißend. Diese fabelhaft geschriebene, düstere Fantasy-Geschichte ist definitiv nichts für Zartbesaitete. In diesem Roman werden viele Facetten von Loyalität und Liebe dargestellt, viele davon sind toxisch, doch es gibt auch immer wieder Hoffnungsschimmer, die einem durch diese emotional aufwühlende Lektüre helfen.

Absolut lesenswert, von mir alle 5 Sterne für diesen wahrhaft großartigen Roman.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Dunkle Geheimnisse und uralte Mythen

Rostiges Grab
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"Rostiges Grab" ist der dritte Band der skandinavischen Krimireihe um Kommissarin Leo Asker und ihrem Team aus der „Abteilung für verlorene Seelen". Das Buch kann ohne Vorkenntnis gelesen werden, aber ...

"Rostiges Grab" ist der dritte Band der skandinavischen Krimireihe um Kommissarin Leo Asker und ihrem Team aus der „Abteilung für verlorene Seelen". Das Buch kann ohne Vorkenntnis gelesen werden, aber die Einhaltung der Reihenfolge hätte mir ein besseres Verständnis der Charaktere und ihrer Entwicklung ermöglicht.

Der Rostskogen ist ein sagenumwobenes sumpfiges Waldgebiet, das Tod und Unheil bringen soll. Vor zehn Jahren wurde in der verlassenen Torffabrik im Rostskogen eine tote Frau entdeckt. Ihr wurde ein Finger abgetrennt, der seither verschwunden war. Die tote Frau wurde mit einer 2000 Jahre alten Moorleiche in Verbindung gebracht, die im Museum ausgestellt ist. Auch ihr, dem Graumädchen, hat ein Finger gefehlt.
Kommissarin Leo Asker und ihre Kollegen, allesamt Außenseiter aus der Abteilung für hoffnungslose Fälle, übernehmen die Ermittlungen. Als der abgetrennte Finger der Toten auf mysteriöse Weise wieder auftaucht, kommt der Fall so richtig ins Rollen. Die Ermittlungen führen tief in die dunklen Geheimnisse des Rostskogen und seiner Bewohner hinein.
Schnell zeigt sich, daß der Fall weit in die Vergangenheit reicht. Leo Asker bittet ihren Freund, den Lost-Place-Experten Martin Hill, um Hilfe. Zusammen setzen sie alles daran, das Rätsel um die tote Frau zu lösen und die düsteren Geheimnisse des Waldes und der dort ansässigen Bewohner zu lüften.

"Rostiges Grab" ist ein packender Krimi, der den Mythos des 2000 Jahre alten Graumädchens mit dem zehn Jahre alten Mordfall verknüpft, wobei die dunkle Atmosphäre des Waldes und seine gruseligen Bewohner eine große Rolle spielen.
Der Erzählstil ist flüssig, fesselnd und so spannend, daß ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die beklemmende, mystische Stimmung der Lost Places und die Geheimnisse, die dort lauern, hat mir gut gefallen.
Es gibt allerdings auch einen Minuspunkt. Schrecklich waren die Seiten 202 bis 204 (Triggerwarnung für Tierfreunde).
Sonst ein sehr gelungener nordischer Krimi, dem ich jedoch wegen der völlig unnötigen Tiermisshandlungen einen Stern abziehe.

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