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Veröffentlicht am 16.04.2021

Wenn die Logik irrt.

Siehst du, wie sie sterben? (Thriller)
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Die Psychologin Frieda Rubens soll der Polizei helfen, einen Frauenmörder zu fassen. Es gibt bereits drei Opfer, alle Prostituierte, durchnummeriert und mit Zeichen versehen. Dass ihr Exfreund, Kriminalkommissar ...

Die Psychologin Frieda Rubens soll der Polizei helfen, einen Frauenmörder zu fassen. Es gibt bereits drei Opfer, alle Prostituierte, durchnummeriert und mit Zeichen versehen. Dass ihr Exfreund, Kriminalkommissar Marc Wittmann, diese Mordserie bearbeitet, macht dieses Unterfangen nicht einfacher. Doch Frieda kniet sich in den Fall und glaubt den Hintergrund zu erkennen. Doch das Morden geht weiter und die Ermittlungen drehen sich im Kreis. Doch plötzlich erkennt Frieda den wahren Hintergrund für die Morde, doch da ist es fast schon zu spät. Faszinierender Thriller, psychologischer Hintergrund, grausame Tötungsrituale, Spannung bis zum Schluss. Hervorragend geschrieben, trotz der Schilderungen der tödlichen Verletzungen nie ausufernd. Für einen Laien etwas zu viel Psychologieverhalten erklärt, was zeitweise zu Langeweile führt, aber nur kurz. Interessant auch, auf den Grund und die Durchführung der Morde muss man erst kommen. Ein Bravo dem Autor.

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Veröffentlicht am 13.04.2021

Leben mit der Besatzung.

Die Toten vom Gare d’Austerlitz
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Juni 1940. Die Deutschen in Paris. 4, durch Giftgas ermordete Polen in einem Waggon. Ein Selbstmörder, welcher seinen Jungen mit in den Tod genommen hat. Kein schöner Beginn für Inspektor Eduard Giral. ...

Juni 1940. Die Deutschen in Paris. 4, durch Giftgas ermordete Polen in einem Waggon. Ein Selbstmörder, welcher seinen Jungen mit in den Tod genommen hat. Kein schöner Beginn für Inspektor Eduard Giral. Major Hochstetter, ein deutscher Offizier von der Abwehr, wird ihm zur Seite gestellt. Mal als Gegenspieler, mal als Helfer. Giral leidet noch immer unter einem Kriegstrauma. Er ist von seiner Frau und seinem Sohn getrennt und lebt in einer kleinen Wohnung. Er will unbedingt den Giftmord aufklären. Plötzlich ist Jean-Juc, sein Sohn, wieder da. Dieser will weiterkämpfen und sich zur französischen Truppe durchschlagen. Er verachtet ihn auch wegen seiner Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hochstetter. Wegen seiner beharrlichen Verfolgung der Giftmorde macht er sich nicht nur in seiner nächsten Umgebung Feinde. Auch die SS und die Abwehr heften sich auf seine Fersen. Aber Giral verfolgt beharrlich seine Ziele, ohne dabei seinen Sohn aus den Augen zu verlieren. Spannendes Buch, hervorragend und fesselnd geschrieben, gibt es einen Einblick in die Welt der Pariser Besatzung mit den Deutschen. Ein bis zum Ende lesenswertes Werk mit historischem Einschlag. Gutes Cover.

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Veröffentlicht am 05.04.2021

Leben und Sterben lassen

Der Abstinent
1

James O`Connor wird von Dublin nach Manchester versetzt. Dort wurden gerade 3 Männer, angebliche Anhänger der "Fenians", gehängt. Er soll die Drahtzieher dieser Bewegung ausfindig machen. O`Connor, seit ...

James O`Connor wird von Dublin nach Manchester versetzt. Dort wurden gerade 3 Männer, angebliche Anhänger der "Fenians", gehängt. Er soll die Drahtzieher dieser Bewegung ausfindig machen. O`Connor, seit dem Tod seiner Frau dem Alkohol verfallen, jetzt aber strikter Abstinenzler, nimmt die Fährte von Stephen Doyle, einem Kriegsveteranen, auf, welcher ihn ebenfalls Töten will. Es entspinnt sich zwischen den Beiden ein Kampf auf Leben und Tod. O`Connor muss schwere Rückschläge einstecken, auch in den eigenen Reihen hat er fast keine Freunde. Dramatische werden die Ereignisse im 19. Jahrhundert zwischen Engländern und Iren erzählt. Menschenleben spielen in diesen schicksalsschweren Tagen keine große Rolle. Keiner traut Keinem. Freunde gibt es nicht viele. Düster sind auch die Lebensverhältnisses und gute Arbeitsplätze selten. Der Roman gibt ein naturgetreues Bild von dieser schrecklichen Zeit. Man liest gespannt und gefesselt bis zum doch etwas überraschenden Ende. Hervorragendes Bild einer wirren Epoche.

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Veröffentlicht am 02.04.2021

Aller Neuanfang ist schwer.

Der gekaufte Tod
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August Snow, ehemaliger afroamerikanischer Polizist, kehrt als reicher Mann in seine Heimatstadt Mexicantown, Detroit, zurück. Er hat seine korrupten Polizeikollegen angezeigt, wurde gefeuert und hat den ...

August Snow, ehemaliger afroamerikanischer Polizist, kehrt als reicher Mann in seine Heimatstadt Mexicantown, Detroit, zurück. Er hat seine korrupten Polizeikollegen angezeigt, wurde gefeuert und hat den Schadenersatzprozess gewonnen. Als eine der mächtigsten Unternehmerinnen der Stadt tot aufgefunden wird, nimmt er sich vor, ihren Tod zu klären. Sie hat ihn kurz vorher um Hilfe gebeten und er hat abgelehnt. Dass er dabei vielen Leuten und vor allem einer mächtigen Organisation gewaltig auf die Füße tritt, merkt er bald. Sein Leben ist von nun an immer in Gefahr und er macht überraschende Bekanntschaften. Aber nicht alle wollen nur sein Bestes. Hervorragend geschrieben, spannend bis zum letzten Satz. Humor kommt auch nicht zu kurz. Außerdem erfährt der Leser auch einiges über die Essgewohnheiten in dieser Gegend. Auch das Problem schwarz gegen weiß wird abgehandelt. Abschließend: Ein Buch, welches Einem gefangen nimmt und man unbedingt zu Ende lesen muss. Ein Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Verwirrend und tödlich.

Geiger
7

Als Agneta am Telefon das Wort „Geiger“ hört, legt sie auf, holt den Revolver aus seinem Versteck, geht ins Wohnzimmer und erschießt ihren Mann Stellan. Dieser war einst der gefeierte Fernsehstar und Gastgeber ...

Als Agneta am Telefon das Wort „Geiger“ hört, legt sie auf, holt den Revolver aus seinem Versteck, geht ins Wohnzimmer und erschießt ihren Mann Stellan. Dieser war einst der gefeierte Fernsehstar und Gastgeber berühmter Partys in ihm gemeinsamen Heim. Und Stellan verschwindet. So beginnt dieser Agenten-Thriller, welcher einen verwirrenden Verlauf nehmen soll. Sara, eine Polizistin und ehemalige Jugendfreundin von Agnetas Töchtern, will unbedingt Stellans Mörder und Agneta finden. Dass sie dabei bei ihren Vorgesetzten nicht auf helle Freude stößt, ist ihr klar. Und bald bemerkt sie auch, dass sie bei ihren Nachforschungen dunkle Geheimnisse ans Licht bringt, welche besser verborgen geblieben wären. Auch körperliche Angriffe bleiben nicht aus und gefährden ihr Leben. Doch sie setzt unbeirrt ihren Weg fort, gräbt weiter in der dunklen Geschichte und steuert unerbittlich auf ein fürchterliches Finale zu. Im Wesentlichen hat diese Agentengeschichte auch viele Längen und private Elemente, welche sicher nicht zum flüssigen Verlauf der Abhandlung beitragen. Laut Verlagsankündigung handelt es sich hier um „Geiger-Reihe, Band 1“, was im Nachhinein wie eine Drohung klingt. Schade um den interessanten Hintergrund, der schlecht aufgearbeitet wurde.

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