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Veröffentlicht am 20.06.2023

Fake News

Der treue Spion
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"Der treue Spion" ist nach "Der falsche Preuße" und "Das wahre Motiv" der dritte Teil der Gryszinski-Krimireihe von Uta Seeburg. Sämtliche Werke sind im HarperCollins-Verlag publiziert worden.

Im Jahre ...

"Der treue Spion" ist nach "Der falsche Preuße" und "Das wahre Motiv" der dritte Teil der Gryszinski-Krimireihe von Uta Seeburg. Sämtliche Werke sind im HarperCollins-Verlag publiziert worden.

Im Jahre 1986 verschwindet in München ein französischer Diplomat, der brisante Informationen zu einer neuen Erfindung besitzt. Wilhelm Freiherr von Gryszinski nimmt die Ermittlungen auf, die ihn u.a. nach Paris und St. Petersburg führen. Zwanzig Jahre später versucht Gryszinskis Sohn Fritz den ungeklärten Vermisstenfall doch noch zu klären.

"Der treue Spion" ist ein historischer Kriminalroman, der exzellent recherchiert worden ist und den Lesenden über 100 Jahre in der Zeit zurückkatapultiert. Die Sprache ist gehoben und passt gut zu der Epoche, in der die Handlung spielt.

Empfehlen kann ich den Krimi Fans von Volker Kutschers "Gereon Rath"-Reihe.

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Veröffentlicht am 13.06.2023

Schöne Ferien!

Südlich von Porto lauert der Tod
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Marianna da Silva, eine in Deutschland aufgewachsene Portugiesin, legt mit dem Portugal-Krimi "Südlich von Porto lauert der Tod" ihren ersten Krimi vor. Angesprochen hat mich direkt das mit blau-weißen ...

Marianna da Silva, eine in Deutschland aufgewachsene Portugiesin, legt mit dem Portugal-Krimi "Südlich von Porto lauert der Tod" ihren ersten Krimi vor. Angesprochen hat mich direkt das mit blau-weißen Ornamenten verzierte Cover.

Protagonistin ist die Stuttgarter Polizistin Ria Almada, die ihre Familie in Portugal besucht und in ihrem Urlaub ziemlich schnell von ihrer Arbeit eingeholt wird: Kurz nach ihrer Ankunft kommt es zu einem Todesfall, der erst wie ein tragischer Unfall daherkommt. Doch nach und nach häufen sich Ungereimtheiten und Ria bekommt Zweifel...

"Südlich von Porto lauert der Tod" ist ein Urlaubskrimi, der sich mehr über die Beschreibung von kulturellen und landschaftlichen Besonderheiten Portugals definiert als über einen spannenden Kriminalfall. Dazu passt, dass jedem Kapitel vorangestellt ein portugiesisches Wort erklärt wird.

Empfehlen kann ich den Krimi Fans von Martin Walkers "Bruno, chef de police"-Reihe.

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Veröffentlicht am 04.05.2023

Gegen die Angst

Waraka
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In Tobias Goldfarbs Fantasyroman "Waraka" geht es um die ungewöhnliche Freundschaft zweier Königskinder, die der in Waraka herrschenden Angst trotzen und die Menschen aus dieser befreien wollen.

Die knapp ...

In Tobias Goldfarbs Fantasyroman "Waraka" geht es um die ungewöhnliche Freundschaft zweier Königskinder, die der in Waraka herrschenden Angst trotzen und die Menschen aus dieser befreien wollen.

Die knapp 300 Seiten teilen sich auf 48 kurze Kapitel auf. Der Schreibstil ist passend für die Zielgruppe einfach und verständlich gehalten. Für Lesende, die schon in die eine oder andere Fantasywelt eingetaucht sind, ist das wenig vorhandene "World building" möglicherweise eine Enttäuschung. Auch die Handlung bleibt wenig komplex, ist aber angereichert durch philosophische Fragestellungen, die gerade jüngere Lesende überfordern könnten.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Prinz Arkyn, wodurch diese Figur den Lesenden sehr nahe gebracht wird. Die zweite Hauptfigur Saga ist weniger gut ausgearbeitet, was nicht ganz so schwer ins Gewicht fällt, da der Fokus klar auf Arkyn und seinen Wertevorstellungen liegt.

Fazit: Gelungenes Fantasyabenteuer, das sich aber nicht für eine bestimmte Zielgruppe entscheiden kann und somit einiges an Potential verschenkt

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Veröffentlicht am 03.05.2023

New Yorker Märchenstunde

Es war einmal in Brooklyn
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Mit "Es war einmal in Brooklyn" (Originaltitel: "The Darlings") legt Autorin Syd Atlas ihren Debütroman vor. Kern der Geschichte ist die Freundschaft zwischen zwei Teenagern, die mit unterschiedlichen ...

Mit "Es war einmal in Brooklyn" (Originaltitel: "The Darlings") legt Autorin Syd Atlas ihren Debütroman vor. Kern der Geschichte ist die Freundschaft zwischen zwei Teenagern, die mit unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen durchs Leben ziehen, im Brooklyn des Jahres 1977.

Gegliedert ist der Roman in drei Teile, in denen jeweils die Geschichte vor, während und nach eines Stromausfalls beschrieben wird. Die knapp 300 Seiten sind auf 44 Kapitel aufgeteilt, was die Lesenden in Kombination mit dem flüssig lesbaren Schreibstil nur so durch das Wek fliegen lässt. Eingeschoben sind immer wieder Passagen, die auf zukünftige Ereignisse hinweisen. Da sich diese nicht klar vom Rest der Geschichte abheben, sorgen diese Vorgriffe oft für Verwirrung.

Das Cover, mit den zwei farblich konträr gehaltenen Wohngebäuden sowie des sich abhebenden Schriftzug des Titels, sieht edel aus.

Das Buch kann ich allen empfehlen, die fernab des Mainstreams lesen wollen.




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Veröffentlicht am 27.03.2023

Das Leben ist kurz, wenn man erst einmal tot ist

Kollektorgang
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David Blums Roman "Kollektorgang" handelt von tiefer Freundschaft, Außenseitertum, dem trostlosen Dasein in einer sich dem Schicksal ergebenden Großstadt sowie von ihren Eltern vernachlässigten Kindern. ...

David Blums Roman "Kollektorgang" handelt von tiefer Freundschaft, Außenseitertum, dem trostlosen Dasein in einer sich dem Schicksal ergebenden Großstadt sowie von ihren Eltern vernachlässigten Kindern. Erzählt wird die Geschichte von dem toten Mario, der mit 13 Jahren das Zeitliche segnet, als es zwischen rivalisierenden Gangs zu einer Auseinandersetzung kommt.

Der Schreibstil ist gut lesbar, getränkt in schwarzem Humor und der gelesene Inhalt hallt lange in melancholischer Art und Weise nach. Das Werk ist nur 125 Seiten lang und die kurzen Kapitel verleiten einen zum Weiterlesen.

Das Buch ist für alle Lesenden interessant, die eine kurze Geschichte lesen möchten, die einen zum Nachdenken über das Leben an sich anregt. Möglicherweise wird "Kollektorgang" in den nächsten Jahren in den Kanon der zu lesenden Schullektüre aufgenommen.

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