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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2023

ein tolles Buch!

Homefarming: Das Kochbuch
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Mein Sohn hatte mir vor einer Weile den Vorgänger "Homefarming" von Judith Rakers geschenkt. Das war schon ein sehr tolles und informatives Buch mit vielen Anbautipps und Tricks rund ums Jahr. Dieses Kochbuch ...

Mein Sohn hatte mir vor einer Weile den Vorgänger "Homefarming" von Judith Rakers geschenkt. Das war schon ein sehr tolles und informatives Buch mit vielen Anbautipps und Tricks rund ums Jahr. Dieses Kochbuch ist nun eine super Ergänzung. Es ist sehr schön und lebendig mit vielen Bildern gestaltet und Judith Rakers erzählt mal wieder sehr sympathisch vom ernten, lagern, sähen und anbauen rund ums Jahr. Der Inhalt ist sehr klar und übersichtlich nach Jahreszeiten und Monaten gegliedert. Die Rezepte sind toll und einfach erklärt. Wir probieren uns gerade noch ein bisschen durch, aber die Blumenkohl-Bolognese und der Kohleintopf sind schon mal der Hammer und ich finde es toll, dass die Rezepte nicht so wahnsinnig viele Schritte brauchen und massig Zutaten benötigen. Allein dafür hat sich dieses Buch für uns schon gelohnt.

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Veröffentlicht am 14.04.2023

eine ganz besondere Geschichte

Leonard und Paul
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Schon äußerlich wirkt dieses Buch im Vergleich zu allen anderen Büchern anders. Es ist sehr zurückhaltend, schlicht und reduziert gestaltet und gerade das macht es sehr auffällig. "Leonard und Paul" ist ...

Schon äußerlich wirkt dieses Buch im Vergleich zu allen anderen Büchern anders. Es ist sehr zurückhaltend, schlicht und reduziert gestaltet und gerade das macht es sehr auffällig. "Leonard und Paul" ist ein eher ruhiger, warmherziger und wohlfühliger Roman über eine ganz besondere Freundschaft und das Leben. Die beiden etwas veschrobenen Freunde hätten sich gewiss niemals gedacht mal zu Hauptcharakteren eines Buches zu werden. Es sind zwei Menschen, die man sehr gerne ins Herz schließt und die man gerne durch die Höhen und Tiefen ihres Lebens begleitet. Ein bisschen musste ich beim Lesen an Benjamin Myers Roman "Offene See" denken, aber auch das hat mir wegen dieser ruhigen und unaufgeregten Erzählart sehr gut gefallen. Es ist kein Buch, das man mal eben so weglesen kann, aber mit ein bisschen Ruhe und Gelassenheit ein sehr, sehr toller Roman mit sehr liebeswürdigen Figuren.

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Veröffentlicht am 28.03.2023

das war nichts für mich

Lichte Tage
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Der Roman "Lichte Tage" von Sarah Winman hat mich dann doch nicht mehr so begeistern können, wie ich anfänglich bei der Leseprobe dachte. Es ist ein shr hübsches Buch. Der Klappentext und das erste Kapitel ...

Der Roman "Lichte Tage" von Sarah Winman hat mich dann doch nicht mehr so begeistern können, wie ich anfänglich bei der Leseprobe dachte. Es ist ein shr hübsches Buch. Der Klappentext und das erste Kapitel um Len und ihre endlich für sich einstehende Art hatte mir sehr gefallen und ich hatte sehr gehofft über sie noch mehr erfahren zu können. Doch leider taucht sie im weiteren Verlauf kaum noch auf. Die Kapitel um Ellis und Michael fand ich deutlich schwieriger, nicht mehr so emotional und leider auch langweiliger. Die Dialoge verwirrten mich oft, da ich nie wusste, wer wer ist und es ging kaum voran. Die Kunst und Poesie trat sehr in den Hintergrund und ich konnte mich mit der Zeit kaum noch an dem Buch erfreuen, sodass es mir sehr schwer fiel bis zum Ende dranzubleiben. Obwohl ich hin und wieder gerne mal etwas ruhigeres lese, war dies einfach kein Buch für mich.

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Veröffentlicht am 23.01.2023

Ein Leben mit der Schuld

Als die Welt zerbrach
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"Als die Welt zerbrach" war nicht mein erstes Buch von John Boyne. Schon "der Junge mit gestreiften Pyjama" oder "Der Junge auf dem Berg" haben mir damals sehr gefallen. In jedem Buch legt Boyne den Fokus ...

"Als die Welt zerbrach" war nicht mein erstes Buch von John Boyne. Schon "der Junge mit gestreiften Pyjama" oder "Der Junge auf dem Berg" haben mir damals sehr gefallen. In jedem Buch legt Boyne den Fokus auf eine andere Perspektive und ein anderes Leben während des zweiten Weltkriegs. Hier geht es nun um die Frage der Schuld und die Zeit danach. Auch wenn Gretel mit ihre Mutter die Zelte in Deutschland 1946 abbrach und sie über Polen, nach Paris, Australien und später nach London floh um endlich der Vergangenheit zu entkommen, so bleibt das Trauma wie ein Schatten an ihr haften. Gretel hofft mit jedem Neuanfang, das Erlebte und die Schuld abschütteln zu können, doch früher oder später wird sie immer wieder damit konfrontiert. Warum ist sie damals nicht aufgestanden und hat sich für das Gute eingesetzt? Doch was hätte sie als zwölfjähriges Mädchen und Tochter eines KZ-Kommandanten schon bewegen können, ohne sich selbst zu belasten? Jetzt,2022 in London, als eine junge Familie in die Wohnung unter ihr einzieht, macht sie erstaunliche Entdeckungen und wird erneut mit dieser Ungerechtigkeit und der Vergangenheit konfrontiert. Wird sie sich dieses Mal für andere einsetzen oder sich für ihre Sicherheit entscheiden?

Diese Geschichte empfand ich sehr beklemmend und sehr aufwühlend. Ich habe mit Gretel von der ersten bis zur letzten Seite mitgefiebert, mich sehr gut in ihre Lage hineinversetzen können und las diesen Roman wie im Rausch binnen kürzester Zeit. Die Aufteilung in drei große Abschnitte, die einmal von der Flucht mit der Mutter nach Paris, ihre Zeit in Australien und von London erzählen, fand ich sehr hilfreich um die unterschiedlichen Erlebnisse und ihr Handeln zu verstehen. Auch wenn der Krieg schon lange vorbei ist, so sind seine Auswirkungen nach wie vor spürbar. Ein sehr intensives Buch, das ich sehr gerne empfehlen möchte!

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Veröffentlicht am 09.01.2023

Auf der Suche nach dem eigenen Ich

Der Junge im Fluss
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"Der Junge im Fluss" von Nestor T. Kolee ist eine interessantes Buch, durch das ich viel über das Ansammeln von Dingen nachdachte. Ben lebt in einem kleinen Haus auf einer kleinen Insel. Dort möchte er ...

"Der Junge im Fluss" von Nestor T. Kolee ist eine interessantes Buch, durch das ich viel über das Ansammeln von Dingen nachdachte. Ben lebt in einem kleinen Haus auf einer kleinen Insel. Dort möchte er alles bewahren. Er hält an der Vergangenheit fest und sammelt Andenken und Erinnerungen und will alles so lassen wie es ist. Doch die Insel beginnt zu zerbrechen. Eines Tages kehrt sein Bruder, der vor Jahren in die Welt zog um das Abenteuer zu suchen, zurück. Doch immer wenn sein Bruder heimkehrt, ist auch jemand gestorben. Dieses Mal möchte er aber Ben mitnehmen an den Ort, den schon sein Großvater suchte. Damai, dem Ort an dem die Zeit still steht und damit beginnt seine Suche nach dem eigenen Ich. Anfänglich fand ich diese Geschichte noch sehr toll und diese Geschichte von der Insel und Ben beschäftigte mich lange. Viele bekannte Sprüche sind mir begegnet und das Buch hat mich sehr an Strelecky und das "Das Cafe am Rande der Welt" erinnert. Das mochte ich sehr! Doch dann bricht er auf und trifft auf verschiedene Menschen und Rätsel. Zum Ende hin wurde es mir zu fantasievoll und ich weiß gar nicht, ob ich alles wirklich verstanden habe. Es ist eine nette Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt, sehr schön gestaltet, aber ich glaube, ich kann dieses Buch nur bedingt empfehlen.

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