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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2026

eine ungewöhnliche Entdeckungsreise

Das Jahr der Schmetterlinge
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Das wunderschöne Cover von „Das Jahr der Schmetterlinge“ hat mich sofort in den Bann gezogen. Lea Korsgaard erzählt in diesem Buch von ihren Reisen zu den Schmetterlingen Dänemarks. Sie möchte innerhalb ...

Das wunderschöne Cover von „Das Jahr der Schmetterlinge“ hat mich sofort in den Bann gezogen. Lea Korsgaard erzählt in diesem Buch von ihren Reisen zu den Schmetterlingen Dänemarks. Sie möchte innerhalb einer einzigen Saison alle dänischen Schmetterlingsarten sehen. Sie dachte lange darüber nach und setzt dies nun endlich in die Tat um.
Angestachelt von ihren ersten Beobachtungen wird es immer mehr ein Wettlauf mit der Zeit. Aus der anfänglichen Freude an den Momenten wird schnell ein bloßes Abharken und Weitermachen. Das ist ihr bewusst, doch der Alltag und die täglichen Herausforderungen lassen gar nichts anderes zu. Dieses Buch ist ein tolles Beispiel für die heutige Zeit und die Herausforderung sich auf die Schönheit der Natur einzulassen und sie zu bewahren. Schmetterlinge sind für viele Menschen und Kulturen in Zeiten der Dunkelheit ein Hoffnungsschimmer. Genau das konnte ich nun gebrauchen! Lea Korsgaard begeisterte mich mit diesem Buch sehr für die Natur und schönen Momente. Die ganzen zusätzlichen Informationen und Gedanken machten es zu einer sehr interessanten Reise. Die einzelnen Abbildungen der Schmetterlingsarten, die wie ein Tagebuch festgehalten werden, waren dabei so ein i-Tüpfelchen. Ein tolles Buch!

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Spannendes Thema

Ich möchte zurückgehen in der Zeit
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In "Ich möchte zurückkehren in der Zeit" folgt Judith Hermann den Spuren ihres Großvaters. Sie reist ins polnische Radom, wo dieser im Zweiten Weltkrieg als Mitglied der Waffen-SS stationiert war. Im zweiten ...

In "Ich möchte zurückkehren in der Zeit" folgt Judith Hermann den Spuren ihres Großvaters. Sie reist ins polnische Radom, wo dieser im Zweiten Weltkrieg als Mitglied der Waffen-SS stationiert war. Im zweiten Abschnitt reist sie weiter nach Neapel zu ihrer Schwester, die dort als Archäologin arbeitet. Im dritten Abschnitt erzählt sie vom Verschwinden von Cees Eltern in den frühen 2000er Jahren.
So richtig warm wurde ich mit diesem Buch leider nicht. Man kann es auch schlecht mit ihren anderen Romanen vergleichen, aber der unterschiedliche Umgang mit dem Schweigen und Verschwinden in diesem Buch fand ich sehr spannend. Judith Hermann versucht ihrem Großvater und der Verschwiegenheit näher zu kommen. Doch weder der Ort, noch die Mutter halfen ihr. Der Großvater bleibt für sie ein Unbekannter. Ihre Schwester beschäftigt sich mit der Vergangenheit und ist neugierig, möchte dennoch alles Unschöne ausblenden und von ihrer Familie fern halten. Judith Hermann zeigt sehr beeindruckend, wie unterschiedlich Menschen mit den Lücken in der Familiengeschichte umgehen. Also dafür habe Ich es gern gelesen, aber sonst hat dieses Buch sehr wenig mit mir gemacht.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Das Leben so nehmen wie es kommt.

Schwebende Lasten
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„schwere Lasten“ von Annette Gröschner hat mich sehr beeindruckt. Sie erzählt in diesem Buch die Lebensgeschichte von Hanna Krause, einer Frau, die sich nie unterkriegen ließ und trotz aller Umstände ihren ...

„schwere Lasten“ von Annette Gröschner hat mich sehr beeindruckt. Sie erzählt in diesem Buch die Lebensgeschichte von Hanna Krause, einer Frau, die sich nie unterkriegen ließ und trotz aller Umstände ihren Weg bis zum Schluss selbstbestimmt gegangen ist. Von der Blumenbinderin zur Kranfahrerin. Es ist eine emotional sehr ergreifende Geschichte und das obwohl Annette Gröschner so unaufgeregt, bedacht und sachlich diese Lebensgeschichte erzählt, die mit so vielen Abgründen, Verlusten, Weltkriegen und Regierungswandel im 20. Jahrhundert zu kämpfen hatte. So wie viele starke Frauen in dieser Zeit.
Jedes Kapitel wird von einer Blumenbeschreibung eingeleitet. Es ist so als würde sich mit jedem Kapitel ein Blumenstrauß aus Hannas Lieblingsblumen zusammensetzen. Ein sehr beeindruckendes Denkmal für eine Frau und Heldin.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

anders als erwartet

Junge Frau mit Katze
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Dieser Roman von Daniela Dröscher hat mich sehr überrascht. Wie in dem vorherigen Roman "Lügen über meine Mutter" geht es um Ela. Sie ist nun erwachsen und versucht sich von ihrer Mutter zu lösen. Kurz ...

Dieser Roman von Daniela Dröscher hat mich sehr überrascht. Wie in dem vorherigen Roman "Lügen über meine Mutter" geht es um Ela. Sie ist nun erwachsen und versucht sich von ihrer Mutter zu lösen. Kurz vor ihrer Promotion erlebt sie einen Zusammenbruch. Aus Halsschmerzen werden rasch ernstere Probleme für die Ela sich auf die Suche nach einer Diagnose begibt. Sie sucht verschiedene Ärzte und Heilpraktiker auf und redet sich Krankheiten ein. Ela ist sehr verzweifelt. Doch diese Verzweiflung wirkte sehr oft nicht echt und überzogen. Ich ging davon aus, dass dieser Roman von einer Hypochonderin handelt, aber selbst dann empfand ich die Begegnungen zu extrem ins Lächerliche ziehend und klischeehaft. Dieser Witz und die Geschichte haben mich oft sehr wütend gemacht und die Auflösung war einfach viel zu simpel. Es ist kein Roman für Menschen, die selbst länger auf der Suche nach einer Diagnose waren, die ihre Beschwerden erklären. Dröscher spricht einige Missstände an, denen ich zustimmen würde, aber im Großen und Ganzen war es für mich ein eher enttäuschendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Toller Abschluss!

Wir sehen uns wieder am Meer
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Nach Teklas und Konrads Geschichte geht es nun in "Wir sehen uns wieder am Meer" um Teklas beste Freundinnen Birgit und Anneliese. Durch den Krieg trennen sich ihre Wege. Während Tekla sich in einen Deutschen ...

Nach Teklas und Konrads Geschichte geht es nun in "Wir sehen uns wieder am Meer" um Teklas beste Freundinnen Birgit und Anneliese. Durch den Krieg trennen sich ihre Wege. Während Tekla sich in einen Deutschen verliebte und nun mit ihm nach Deutschland zurückkehrt, geht Anneliese als Krankenschwester an die Front. Birgit hilft als Krankenschwester in Bodo aus, wo sie auf die ukrainische Zwangsarbeiterin Nadja trifft. Nadja, wie viele andere Zwangsarbeiterinnen, arbeitet in der Fischfabrik ganz in der Nähe. Birgit versucht sich um sie zu kümmern, tritt der Widerstandsgruppe bei, hilft dabei Kriegsgefangene zu verstecken und geheime Nachrichten zu überbringen. Dabei verliebt sie sich nicht nur, sie gerät auch ins Visier der Deutschen.

So toll, wie Trude Teige es schafft Geschichte so berührend und mitreißend zu erzählen. In jedem der drei Teile dieser Rehe stellt sie andere Seiten und Lebensgeschichten in den Vordergrund und gibt ein sehr umfangreiches Bild über die Auswirkungen und all das Leid der Kriegszeit. Hier geht es nun hauptsächlich um die Lage der russischen und ukrainischen Zwangsarbeiterinnen und den Widerstand in Norwegen. Ich habe sehr viel neues erfahren, all ihre Figuren sehr gern gehabt und bin nun etwas traurig, dass es hier nun endet. Eine sehr große Leseempfehlung!

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