Cover-Bild Junge Frau mit Katze
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 14.08.2025
  • ISBN: 9783462007619
Daniela Dröscher

Junge Frau mit Katze

Roman

Alles ist schwierig, bevor es leicht wird: Daniela Dröscher erzählt so intensiv wie humorvoll von einer Frau, die endlich Verantwortung für das eigene Glück übernimmt. 

Zeit ihres Lebens stand Ela wortwörtlich im Schatten ihrer Mutter. Deren dicker Körper, so die Überzeugung des Vaters, war für das Unglück der gesamen Familie verantwortlich. Nun ist Ela erwachsen und es ist ihr eigener, ihr kranker, Körper, der sie verzweifeln lässt. Kurz vor dem Abschluss ihrer Promotion erlebt Ela einen Zusammenbruch. Während sie unbewusst mit der Frage ringt, ob sie ihren Platz in der akademischen Welt wirklich verdient hat, rebelliert ihr Körper: der Hals, das Herz, die Haut – Ela steht in Flammen und gerät in immer größere Panik. 

So wie die Geschichte ihrer Mutter, der Daniela Dröscher ihren großen Romanerfolg »Lügen über meine Mutter« gewidmet hat, ist auch Elas späte Selbstfindung und Selbstermächtigung meisterhaft autofiktional konstruiert, psychologisch mitreißend und hinreißend komisch.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

Vollkommen überzeugend!

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Auch ihre Familie ist immer wieder Thema, insbesondere das enge Verhältnis zu ihrer Mutter, von der sich Ela nur schwer lösen kann -  da diese bisher Ansprechpartnerin und Beraterin in allen Lebensdingen ...

Auch ihre Familie ist immer wieder Thema, insbesondere das enge Verhältnis zu ihrer Mutter, von der sich Ela nur schwer lösen kann -  da diese bisher Ansprechpartnerin und Beraterin in allen Lebensdingen gewesen war. Doch die Entfernung schafft zunehmend auch die notwendige emotionale Abnabelung.
Daniela Dröschers Schreibstil ist wieder einmal absolut klar und präzise, die Schilderungen dadurch sehr greifbar und authentisch.

Man kommt nicht umher, mit der Protagonistin mitzufühlen, ob zwischen nagenden Selbstzweifeln, dem Lernen auf seinen eigenen Körper und die eigenen Bedürfnisse zu hören und die Ketten der Erwartungshaltung sprengen, bis sie selbst ihren eigenen Wohlfühlplatz im Leben findet.

Es fühlt sich stets so an, als wäre man in jeder Situation mit an Bord, was die Sogwirkung mit der man in die Geschichte gezogen wird, nochmals verstärkt.
Das Buch hat mich wieder einmal von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, vor allem aber auch neugierig auf den zeitgleich erschienenen Neuauflage von „Der falsche Japaner“ gemacht, dem ich mich nun widmen werde.
Von mir definitiv eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Emphatisch

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Daniela Dröscher nimmt uns wieder mit in ihre Welt. Nachdem wir im letzten Buch noch hauptsächlich über ihre Mutter gelesen haben, wie ihr Gewicht ihr jahrelang das Leben schwer gemacht hat, lesen wir ...

Daniela Dröscher nimmt uns wieder mit in ihre Welt. Nachdem wir im letzten Buch noch hauptsächlich über ihre Mutter gelesen haben, wie ihr Gewicht ihr jahrelang das Leben schwer gemacht hat, lesen wir jetzt von Daniela selber. Stark autobiografisch ist der Roman. Was genau weiß nur die Autorin selbst, die Symptome sind allerdings die ihren. Sie ist stark angespannt, hat Stress. Kurz vor Abschluss ihres Studiums bekommt sie Halsschmerzen. Später kommen noch Herzprobleme dazu und auch ihre Haut reagiert. Der Körper rebelliert und keiner weiß warum. Keine Zeit zum nachdenken, dafür viele Besuche beim diversen Ärzten. Jeder hat gefühlt eine andere Meinung, so richtig helfen kann ihr keiner.

Ein berührender Roman über Angsterkrankung und wie der Körper reagiert, wenn irgendetwas im Ungleichgewicht ist. Von ihrer Mutter hat Ela gelernt sich hinter der Arbeit zu verstecken. Da kann man sich prima ablenken und davonlaufen. Wie aber stellt sie sich ihrer Angst? Wie findet sie heraus was sie eigentlich will? Bedrückend empfand ich all die Arztbesuche und immer neuen Symptome. Das ist schon sehr kräftezehrend für die Betroffenen, war es für mich auch als Leser. Ganz klar und emphatisch wird hier erzählt und wir begleiten Ela durch ihre Odyssee, hoffen und bangen mit. Die Abschnitte mit ihrem Kater fand ich sehr süß. Ela ist einsam, nur der Kater ist immer da. Ein insgesamt doch recht bedrückender Roman, authentisch und einfühlsam. Ich fand ihn richtig gut und empfehle ihn sehr gern weiter. Interessierte sollten aber wissen was sie erwartet.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Mein Körper und ich

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Mein Körper und ich

“Junge Frau mit Katze” ist das zweite Buch der Autorin Danila Fröscher. Schon der Vorgänger “Lügen über meine Mutter” hat sich mit dem Körperbild beschäftigt. Doch während es in diesem ...

Mein Körper und ich

“Junge Frau mit Katze” ist das zweite Buch der Autorin Danila Fröscher. Schon der Vorgänger “Lügen über meine Mutter” hat sich mit dem Körperbild beschäftigt. Doch während es in diesem eben um die eigene Mutter geht, geht es hier um sie selbst. Um ein Leiden des Körpers, dass sie nicht zuordnen kann und kein Arzt ihr richtig helfen kann.

Ela wächst im Schatten ihrer Mutter auf und trägt die Schuldzuweisungen des Vaters an deren Körper mit sich, bis schließlich ihr eigener kranker Körper sie an ihre Grenzen bringt. Kurz vor dem Ende ihrer Promotion erleidet sie einen Zusammenbruch, während sie mit Selbstzweifeln und körperlichen Symptomen ringt. Daniela Dröscher erzählt diese späte Selbstfindung autofiktional, psychologisch eindringlich und zugleich mit feinem Humor.

Frauen werden in der Medizin oft nicht ernst genommen. Es ist Stress, Einbildung oder “man soll sich mal nicht so haben”. Forschungen werden eher an den körperlichen Eigenschaften von Männern betrieben und selbst im Erste Hilfe Kurs lernen wir, wie ein Herzinfarkt zu erkennen ist - aber eben der typische bei einem Mann.

Wie kann man da noch vertrauen? Ich fand die Geschichte wahnsinnig emotional. Ela auf diesem Weg zu begleiten war teilweise schwierig. Sie hat Rückschläge erlebt, musste eventuelle Abschiede verarbeiten und sich von der eigenen Krankenversicherung klein machen lassen.

Dennoch fand ich es gut, wie die Autorin es geschafft hat, nicht den Mut zu verlieren und hier und da den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen. Es war eine gute Mischung aus Erfahrung, Kritik und dennoch einer lockeren Erzählweise.

ISBN: 978-3462007619
Autor: Daniela Dröscher
Verlag: Kiwi
Veröffentlicht. 14.08.25
Umfang: 320 Seiten

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Highlight

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MEINUNG:

Mit großer Spannung habe ich den neuen Roman von Daniela Dröscher erwartet, nach Die Lügen meiner Mutter, welches mich auch so sehr begeistert hat. Ich kann mich immer noch erinnern, wie ich ...

MEINUNG:

Mit großer Spannung habe ich den neuen Roman von Daniela Dröscher erwartet, nach Die Lügen meiner Mutter, welches mich auch so sehr begeistert hat. Ich kann mich immer noch erinnern, wie ich es auf einem Langstreckenflug fast komplett gelesen habe.

Junge Frau mit Katze schließt ein bisschen an Die Lügen meiner Mutter an, aber es kann auch unabhängig davon gelesen werden. Einige Dinge über Elas Mutter und die komplizierte Familiengeschichte erschließen sich meiner Meinung nach aber besser, wenn das andere Buch vorher gelesen hat. Doch dieses Mal geht es um Ela selbst und dem Teufelskreis an Krankheiten, in dem sie fest steckt.

An diesem Buch sieht man einmal, wie schwer es ist, wenn chronisch oder länger krank. Vor allem, wie das nicht so richtig in unsere Gesellschaft passt, in der man eigentlich funktionieren muss, allen voran um seine Existenz zu sichern und um auch Teil ein sozialen Lebens zu sein. Bei Ela kommt erschwerend hinzu, dass man für sie keine genaue Diagnose hat und sie von einem zum anderen Arzt tingelt und niemand ihr so richtig hilft, getreu nach dem Motto - 3 Ärzte und 5 Meinungen. Eigentlich ist Elas Leidensweg in keinster Weise komisch, aber ich musste dann doch manchmal schmunzeln über die ganzen absurden Situationen, in die sie geschlittert ist und die sie auch selbst irgendwie meistern konnte. Es hat sich manchmal so abgehört, also sie selbst innerlich darüber lachen würde, da es zum Weinen nicht mehr reichte. Elas Leiden zwingt sie in ihrer Wohnung zu bleiben, die sich mit der titelgebenden Katze teilt. Ich war froh, dass sie auch noch Freunde und ein gewisses Umfeld hat, die sie zum Teil unterstützen. Ihre Freundin Leo konnte ich allerdings auch sehr gut verstehen, dass der irgendwann der Kragen geplatzt ist, da sie auch noch einen psychisch kranken Mann hat. Mir gefiel die Aussage im Buch, dass "gesunde" Menschen oft gerne unterstützen, aber das es leider auch immer Grenzen gibt, vor allem was die Belastbarkeit angeht und die Kompatibilität mit deinen eigenen Verpflichtungen.

FAZIT:

Jung Frau mit Katze hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe innerhalb von zwei Tagen ausgelesen. Es ist im Gegensatz zu Die Lügen meiner Mutter fokussierter auf eine Person, Ela, und eine Problemstellung, ihre Erkrankungen. Es wurde sehr gut gezeigt, wie es in dieser Gesellschaft krank zu sein, keine eindeutigen Diagnosen zu bekommen und damit irgendwie versuchen am "normalen" Leben teilzunehmen. Ich mochte außerdem das kleine Augenzwinkern dabei und natürlich liebte ich die Katze in dem Buch.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Wieder abgeliefert

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Ela, aus "Lügen über meine Mutter" ist zurück. Für die inzwischen Frau, die frisch ihre Doktorarbeit abgeben hat, startet eine Odysse. Es beginnt mit Halsschmerzen und Ela verliert nun gänzlich das angeknackste ...

Ela, aus "Lügen über meine Mutter" ist zurück. Für die inzwischen Frau, die frisch ihre Doktorarbeit abgeben hat, startet eine Odysse. Es beginnt mit Halsschmerzen und Ela verliert nun gänzlich das angeknackste Vertrauen in ihren Körper. Außerdem kann sie es sich gar nicht erlauben, krank zu sein. Sie muss bald ihre Doktorarbeit verteidigen, durch Umstände Japanisch lernen, arbeiten. Über allem schwebt ihre Mutter, wie ein schwarzer Schatten.
Natürlich musste ich "Junge Frau mit Katze" von Daniela Dröscher lesen, nachdem mir der Vorgänger so gut gefallen hat und schon mal vor weg: man kann diesen Roman auch unabhängig lesen oder zu erst. Wie damals bin ich wieder begeistert.
Sprachlich, stilisitisch ist es wieder grandios. Ich liebe Danila Dröschers Art zu schreiben, nahbar, ehrlich, authentisch, komplex, aber gleichzeitig leicht und mit Witz. Das ist auch wieder so, allerdings begrenzt auf Ela, ihren Körper und vor allem auf ihre rätselhaften Krankheiten. Mitunter wurde das herausfordernd.
Ausgesprochen gut gefallen hat mir die Kapitalismus- und Gesellschaftskritik, in die ein kranker Körper einfach nicht reinpasst. Es verdeutlicht, wie wichtig unserer Gesundheit ist und das Vertrauen in diese. Denn Ela hadert sehr, als das Misstrauen in die Medizin, die ihr nicht helfen kann, Überhand nimmt.
Die Mutter spielt augenscheinlich eine untergeordnete Rolle zu spielen, lauert aber immer im Hintergrund, mit ihrem eigenen Verhalten, das auf die Tochter abgefärbt hat und nicht einfach abzulegen ist. Ein wenig schimmert die Studie über Mutter-Tochterbeziehungen durch, allerdings ganz subtil.
Auch die schriftstellerischen Exkurse haben mir super gefallen.
Es ist also anders als "Die Lügen über meine Mutter", Hypohonder sollten es vielleicht mit vorsicht genießen, aber Daniela Dröscher Fans werden auf ihre Kosten kommen.
Nun ist natürlich klar, welches Buch von ihr als nächstes dran ist, nämlich das neu aufgelegte "Der falsche Japaner".