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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2026

Nichts ist so, wie es scheint!

Der Gott des Waldes
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Die Tochter der wohlhabenden Van Laars verschwindet über Nacht aus dem Ferienlager, das sich nur wenige Meter von Anwesen ihrer Eltern entfernt liegt. In der umliegenden Wildnis beginnt daraufhin eine ...

Die Tochter der wohlhabenden Van Laars verschwindet über Nacht aus dem Ferienlager, das sich nur wenige Meter von Anwesen ihrer Eltern entfernt liegt. In der umliegenden Wildnis beginnt daraufhin eine groß angelegte Suchaktion – ähnlich wie Jahre zuvor, als Barbaras Bruder spurlos verschwand. Doch hat die Polizei diesmal wirklich den richtigen Verdächtigen im Visier? Die junge Ermittlerin Judyta stößt vor allem im Zusammenhang mit dem früheren Fall auf eine hartnäckige Mauer des Schweigens.

In diesem Roman steckt so viel Spannung, dass ich bereits nach wenigen Seiten von den Geschehnissen vollkommen in den Bann gezogen wurde.
Trotz des komplexen Aufbaus mit wechselnden Zeitebenen und mehreren Erzählperspektiven, fiel es mir unerwartet leicht, der Story zu folgen.
Jede Figur hütet ihre eigenen Geheimnisse, die sich nach und nach offenbaren. Dabei erfährt man von schrecklichen Ereignissen, Familientragödien und wird auch mit den Auswirkungen von zerstörerischem, lähmenden Patriarchalismus konfrontiert und dem mutigen Versuch der Frauen, sich daraus zu befreien.
Was zunächst nach vielen zusammenhanglosen Handlungssträngen ausgesehen hat, führt am Ende zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. So sehr ich von Anfang an an die Story gefesselt war, mitgerätselt und gefiebert habe, der Schluss hat dem Ganzen am Ende noch die Krone aufgesetzt. Unvorhersehbar und überraschend, aber gänzlich ausgereift!

Mein persönliches Lesehighlight, dass ich wirklich jedem uneingeschränkt empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Spannender Reihenauftakt

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Dieser Reihenauftakt offenbart eine düstere Fantasywelt, die mich entfernt an „Games of Thrones“ erinnert. Zwischen politischen Machtspielen, Gewalt und Intrigen erscheinen plötzlich ungeahnte Wesen auf ...

Dieser Reihenauftakt offenbart eine düstere Fantasywelt, die mich entfernt an „Games of Thrones“ erinnert. Zwischen politischen Machtspielen, Gewalt und Intrigen erscheinen plötzlich ungeahnte Wesen auf der Bildfläche, die eigentlich nur in Legenden existieren.

Schauplatz ist zunächst das Königreich Penterra in dem Tamsyn gemeinsam mit den Prinzessinnen aufwächst, jedoch als königliches Prügelmädchen auch für deren Verfehlungen bestraft wird. Oftmals so hart, dass es an ein Wunder grenzt, wie schnell ihre Wunden danach verheilen.
Eines Tages wird Tamsyn Teil einer heiratspolitischen Intrige, als ein gefürchteter Grenzlord die Hand einer Prinzessin vom König fordert.
Dieser bedient sich einer List und besiegelt damit nicht nur Tamsyns Schicksal.
Der Grenzlord ist außer sich, als er die Täuschung bemerkt.

Ein ungewöhnlicher Einstieg in ein Fantasy-Abenteuer, das viele überraschende Entwicklungen und Wendungen bereithält!

Auch die Protagonisten könnten auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein und doch haben sie eine ähnliche Geschichte. Und obwohl sie sich mit Misstrauen und Distanziertheit begegnen, ist eine wachsende Anziehung zu beobachten.

Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht und vergebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung für Fantasyfans!

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Verwirrende Fortsetzung

The Things Gods Break – Schattenverführt
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‼️Enthält Spoiler zu „The Games Gods Play“ ‼️

Nachdem der erste Band für mich ein Jahreshighlight war, konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten und war nach dem atemberaubenden Cliffhanger am Ende des ...

‼️Enthält Spoiler zu „The Games Gods Play“ ‼️

Nachdem der erste Band für mich ein Jahreshighlight war, konnte ich die Fortsetzung kaum erwarten und war nach dem atemberaubenden Cliffhanger am Ende des ersten Buches unfassbar gespannt, wie sich die Story rund um Lyra und Hades in diesem Teil nun weiterentwickelt.

Kaum hat Lyra das tödliche Crucible überlebt und Hades ist zum König der Götter aufgestiegen, wurde die Büchse der Pandora geöffnet und die Karten damit neu gemischt. Für Lyra geht nun der Kampf im Tataros weiter. Hier warten die Titanen und weitere Prüfungen. Sie muss Schlösser knacken, um sich selbst und die anderen Eingeschlossenen zu befreien. Doch ist es wirklich das erste Mal, dass sie sich diesen Aufgaben stellen muss?

Gerade die ersten Kapitel fühlen sich stellenweise wie ein zähes Déjà-vu an.
Doch hinter dem sich vermeintlich wiederholenden Handlungsablauf, verbirgt sich in Wahrheit ein komplexes Wechselspiel aus Realität und Illusion, das durch undurchsichtige Zeitreisen ergänzt wird.
So bin ich anfangs genauso ahnungs- und orientierungslos durch die Szenerie gestolpert, wie die Hauptprotagonistin und hätte an dieser Stelle am liebsten das Buch abgebrochen.
Was auch immer sich die Autorin bei der Umsetzung ihrer Idee gedacht hat, ich fand es eher verwirrend als fesselnd. Selbst die wechselnden Erzählperspektiven von Lyra und Hades konnten nicht so recht für Klarheit sorgen. Das änderte sich erst, als ich auf das Hörbuch umgestiegen bin. Ab da hatte ich endlich den nötigen Durchblick, um der Story bis zum Ende zu folgen.

Obwohl Band 2 meinen hohen Erwartungen nicht gerecht werden konnte, werde ich mir die Fortsetzung nicht entgehen lassen. Denn trotz der Kritikpunkte bleibt es spannend, wie sich die Geschichte um die Hauptfiguren weiterentwickelt und wer hier ein falsches Spiel treibt.

Von mir gibt es diesmal nur eine Hörbuchempfehlung - Franziska Trunte und Tim Gössler haben hier echt gute Arbeit geleistet!

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Eine Slow-Burn-Romance mit ganz großem Niedlichkeitsfaktor

The Penguin Paradox
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Zunächst freut sich Veterinärmedizinerin Emerie noch über die Nachricht ihrer Professorin, dass sie für ihre Forschungen zu ihrer Dissartation über die Partnertreue von Adeliepinguinen in die Antarktis ...

Zunächst freut sich Veterinärmedizinerin Emerie noch über die Nachricht ihrer Professorin, dass sie für ihre Forschungen zu ihrer Dissartation über die Partnertreue von Adeliepinguinen in die Antarktis reisen darf. Doch die Sache hat einen deftigen Haken. Denn Leiter des Forschungsteams, mit dem sie die kommenden Monate eng zusammenarbeiten muss, ist ausgerechnet Beckett Callaghan. Ihm liegt nicht nur die Universität zu Füßen, sondern offensichtlich auch die Frauenwelt.
Emerie sieht angesichts seines Verhaltens ihr gegenüber, die Gerüchten und ihre vorgefertigte Meinung über ihn bestätigt, und lässt - mit einer Flasche Chardonnay intus - ihren Gedanken freien Lauf. Bedauerlicherweise passiert das, während sie einen Fragebogen beantwortet, den ihr Beckett höchstpersönlich auf s Auge gedrückt hat und dessen Ergebnis anschließend ungefiltert in seinem Postfach landet.
Doch dies ist nicht die einzige Katastrophe, die sich hier anbahnt.
Denn auch ihre Hypothesen über die Pinguine scheinen sich genauso schwer zu beweisen, wie es ihr möglich ist, Beckett aus dem Weg zu gehen.

Klar kann man sich denken, worauf so eine Emenies-to-Lovers-Romance hinausläuft, doch das spannende an der Geschichte, ist schließlich immer der Weg dorthin.
Und diese hier konnte mich in vielerlei Hinsicht begeistern. Nicht nur, dass sich die Erzählperspektiven zwischen den beiden abgewechselt haben und man so viel mehr über die Charaktere erfahren hat.
Vor allem das außergewöhnliche und absolut stimmige Setting war so bildhaft herübergebracht, dass man sich beim Lesen gedanklich wirklich in die Antarktis verfrachtet gefühlt hat.
Und mal ehrlich, wer kann sich schon Charme von so putzig watschelnden und heimlich Steine klauenden Pinguinen freiwillig entziehen. Dabei allein wird einem schon warm ums Herz.
Dann kommt noch eine witzige Hauptprotagonistin um die Ecke, die einen ständig zum Lachen bringt und zufällig ist auch noch ein ganz heißer Kandidat auf den Titel „Mister Bookboyfriend“ anwesend. Und selbst beim Spice hat die Autorin genau die richtige Dosis gewählt.

Wer Pinguine und eine schöne Romance mit winterlichem Setting mag, wird diese Geschichte lieben. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Pageturner

Safe Space
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Die forensische Psychologin Anna Salomon wähnt sich ihrem Ziel näher, als sie Stelle in der JVA Weyer antritt, einem Hochsicherheitsgefängnis, bei dem sie sich nicht grundlos um einen Job bemüht hat.
Denn ...

Die forensische Psychologin Anna Salomon wähnt sich ihrem Ziel näher, als sie Stelle in der JVA Weyer antritt, einem Hochsicherheitsgefängnis, bei dem sie sich nicht grundlos um einen Job bemüht hat.
Denn über ihre Arbeit mit den Intensivsstraftätern erhofft sie sich Hinweise auf den vermeintlichen Mörder ihrer kleinen Schwester Sina zu bekommen, die vor einigen Jahren spurlos verschwunden ist.
Doch so leicht wie sie sich das vorgestellt hat, wird es nicht. Statt neue Anhaltspunkte und Antworten zu erhalten, kommt es zu merkwürdigen Ereignissen und Anna erkennt zu spät, dass sie selbst längst zu einer heimlichen Schachbrettfigur geworden ist.

Sarah Bestgen nimmt uns in ihrem neuen Thriller gleich mal mit hinter die düsteren Gefängnismauern, die mir bisher nicht nur fremd, sondern tatsächlich auch etwas unheimlich sind. Man startet also direkt mit einem beklemmenden Gefühl und einer leichten Anspannung in das Buch, in dem parallel zu Annas Erzählperspektive eine weitere hinzukommt. Ein anderer Charakter lässt uns an seiner Gedankenwelt teilhaben. Es handelt sich um Leon, der eine gewaltdominierte, traumatische Kindheit erfahren musste. Auch Sinas alte Tagebucheinträge begleiten den Verlauf der Story und geben Aufschluss über eine toxische Beziehung, in der sie sich befunden hat.

Die wechselnden Handlungsstränge und kurzgehaltenen Kapitel waren ganz nach meinem Geschmack, da sie mich geradezu verleitet haben, immer wieder weiter zu lesen. Die eingestreuten Plot Twists fand ich auch gut platziert und so hat es richtig Spaß gemacht, mitzurätseln - denn irgendwie müssen die einzelnen Puzzleteile am Ende ein vollständiges Bild ergeben. Und das tut es letztlich auch!
Bis auf den Mittelteil, der sich leider etwas gezogen hat und die Tatsache, dass ich mit Protagonistin Anna einfach nicht warm geworden bin, war dies insgesamt ein ziemlich solider Thriller, der mich recht gut unterhalten hat.
Und obwohl es für echte Gänsehautmomente diesmal nicht ganz gereicht hat, sollte man sich diese Autorin definitiv merken!

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