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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2019

Super Debüt

The Wife
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INHALT:
Als Angela den attraktiven Jason Powell trifft, denkt sie nicht, dass der renommierte Wirtschaftsprofessor sich für sie interessieren könnte, doch zu ihrer Überraschung verliebt sich Jason in sie. ...

INHALT:
Als Angela den attraktiven Jason Powell trifft, denkt sie nicht, dass der renommierte Wirtschaftsprofessor sich für sie interessieren könnte, doch zu ihrer Überraschung verliebt sich Jason in sie. Er heiratet sie und nimmt ihren Sohn auf, als wäre es sein eigener. Endlich glaubt Angela, ihre dunkle Vergangenheit hinter sich lassen zu können. Sechs Jahre später ist Jason dank eines Buches zu einem Star geworden – und eine junge Studentin wirft ihm vor, sie sexuell belästigt zu haben. Jason behauptet, unschuldig zu sein, aber dann verschwindet die Studentin spurlos, und Angela wird in einen Strudel aus Schuld und Verdächtigungen gezogen.
Ein Thriller, der Maßstäbe setzt.

MEINUNG:
The Wife ist der erste Thriller der Tochter des berühmten Schriftstellers James Lee Burke, von dem ich allerdings bisher noch nie etwas gelesen haben und daher auch völlig unvoreingenommen an den Thriller von Alafair Burke heran gegangen bin.
Alles beginnt damit, dass Jason Powell, dem Ehemann von Protagonistin Angela, der sexuellen Belästigungen einer jungen studentische Aushilfe in seiner Firma besichtigt wird. Dann erhebt eine weitere Frau Vorwürfe, dass er sie vergewaltigt haben soll und diese verschwindet dann spurlos (im Klappentext nicht ganz richtig beschrieben). Jason Powell ist sehr bekannt und die Geschichte zieht einen riesigen Medienrummeln auf sich, in den auch Angela und ihr Sohn mit reingezogen werden.

Angela ist eine sehr ambivalente Person, die man zunächst einmal ganz falsch einschätzt. Angela ist in der Vergangenheit etwas sehr Schreckliches passiert, auf das hier nicht näher eingehen möchte. In Jason hat Angela einen liebenden Ehemann gefunden, der auch ihren Sohn, dessen Vater er nicht ist, als seinen eigenen akzeptiert. Jason ist hoch anerkannt in seinem Beruf und die drei führen in New York ein sehr gut situiertes Leben, quasi eine Bilderbuchfamilie. Bei den Vorwürfen, die gegen Jason erhoben werden, könnte man annehmen, dass Angela sich abwendet, aber dem ist nicht so. Natürlich kommen während des ganzen Prozesses auch einige weitere Geheimnisse von Jason ans Tageslicht, die die Ehe der beiden belasten.
Die Autorin weiß scheinbar ganz genau, wie Prozess solcher Art in der USA ablaufen. Wer die Serie Good Wife mochte, so wie ich, kommt hier voll auf seine Kosten. Es wird alles juristisch sehr gut beschrieben, vielleicht dem ein oder anderen zu detailliert, sodass man hier sehr gut aufpassen muss. Selten haben ich diese gerichtlichen Abläufe und Verteidigungsstrategien zu detailliert gelesen, wie hier.
Mit der Zeit spürt man, dass Angela ihren eigenen Plan verfolgt, dennoch kann ihr nicht wirklich was nachweisen. Ich fand sie die ganze Zeit über sympathisch und auch wirklich stark, wenn auch häufig etwas zu naiv, aber vielleicht ist genau das ihr Plan. Ich habe ihr irgendwann nicht mehr so ganz über den Weg getraut, aber genau das hat die Autorin genial gemacht. Mich hat auch das offene Ende zum ersten Mal begeistert.

FAZIT:
The Wife war ein Thriller, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Hier ist nicht so, wie es scheint und wenn man dacht, es wäre vorbei, kam nochmals eine Wendung. Freue mich auf die nächsten Bücher von Alafair Burke!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.09.2019

Zauberhaft

Es wird Zeit
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INHALT:
«Was soll jetzt noch kommen?» Judith ist fast fünfzig, und auf diese Frage fällt ihr leider keine zufriedenstellende Antwort ein. Die Kinder sind groß, ihr Mann ist in die Jahre gekommen und das ...

INHALT:
«Was soll jetzt noch kommen?» Judith ist fast fünfzig, und auf diese Frage fällt ihr leider keine zufriedenstellende Antwort ein. Die Kinder sind groß, ihr Mann ist in die Jahre gekommen und das Leben auch. Von der Liebe und dem Bindegewebe mal ganz zu schweigen. Dann stirbt ihre Mutter, und Judith kehrt nach zwanzig Jahren in die alte Heimat zurück, wo sie ein gut gehütetes Geheimnis, ein leeres Grab und einen Haufen Hoffnungen, Träume und Albträume zurückgelassen hat. Und plötzlich gerät alles aus den Fugen. Eine lebenslange Lüge stellt sich als Wahrheit heraus. Eine wiedergefundene Freundin hofft, den nächsten Sommer noch zu erleben, und will endlich wissen, was damals wirklich passiert ist. Eine Jugendliebe funkelt vielversprechend, eine Urne macht Umwege, und Judith stellt fest, dass es besser ist, sich zu früh zu freuen, als überhaupt nicht.

MEINUNG:
Ildikó von Kürthy ist eine Autorin, die mich eigentlich schon sehr lange durch meine „Karriere“ als Leser begleitet. In meiner Schul- und Studiumszeit war sie eine der wenigen Autorinnen, die mich als passionierte Krimi- und Thrillerleserin mit ihren „Frauenromanen“ immer begeistern konnte. Seit ein paar Jahren geht die Autorin nun auch andere Wege. Ihre Sachbücher haben mich bisher nicht so angesprochen, aber als ich hört, dass es einen neuen Roman gibt mit Es wird Zeit war ich sofort wieder Feuer und Flamme.

Nun ist Judith mit ihren fast 50 Jahren, was sie niemals müde wird zu betonen, nicht unbedingt meine altermäßige Zielgruppe bzw. ich befinde mich mit Anfang 30 in einer völlig anderen Lebensphase, aber das machte überhaupt nichts. Bücher und Literatur sind schließlich auch dazu da, in andere Welten, Leben oder in dem Fall eben auch Lebensphasen abzutauchen. Vielleicht kommt der Tag, wo ich nochmal zu diesem Buch greifen werde, aber zurück zu Judith.

Judith steht an einem typischen Scheidepunkt: Die Kinder sind groß, in Leben wurden die meisten Meilensteine (Hochzeit, Hausbau etc). erreicht und Judith kann nun wieder ihr eigenes Leben leben. Mit dem Tod von Judiths Mutter bricht eine für sehr wichtige Bezugsperson weg, auch das eine Tatsache, die in dieser Lebensphase oft Normalität ist. Judith kehrt nach 20 Jahren in ihre alte Heimat ins Rheinland zurück, welches sie auf Grund einer jahrelangen Lebenslüge verlassen hat und nie wieder zurückkehrte.
Man spürt aber ganz deutlich, wie sehr die Heimat Judith gefehlt hat, wie behütet und sorglos sie aufgewachsen ist und wie viele unvergessliche und liebevolle Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend nun wieder präsent sind. Mit ihrer Wahlheimat Wedel (einer Stadt bei Hamburg) scheint sie nie so ganz warm geworden zu sein als waschechte Rheinländerin. Die Beschreibung der Norddeutschen als ebenfalls Zugezogene, fand ich höchst amüsant und zum Teil so zutreffend und konnte vieles als gebürtige Berlinerin sehr gut nachvollziehen.

Judith ließ nicht nur ihr Elternhaus zurück, sondern auch ihre Freunde, mit denen sie während des Studiums zusammengewohnt hat, u.a. auch Anne, ihrer damals besten Freundin, auf die sie nun wieder trifft. Über allem schwebt diese lebenslange Lüge, die Judith innerlich zerfrisst und viel schlimmer, sie dazu gebracht hat ein Leben zu führen, welches unter Umständen ganz anders gewesen wäre. Auch Anne möchte natürlich wissen, was passiert ist, denn auch zu ihr hat Judith jahrelang keinen Kontakt mehr. Als man erfährt, was es ist, ist es so schade, dass hier nicht vorher eine Kommunikation stattgefunden hat nur auf Grund jahrelanger Schuldgefühle. Es ist dennoch so schön zu sehen, wir Judith und Anne sich wieder annähern und zeigt auch, dass Freundschaft auch nach jahrzehntelanger Funkstille trotzdem von heute auf morgen wieder funktionieren kann. Ich mochte sehr, dass Anne Judith zu keinem Zeitpunkt Vorwürfe gemacht hat. Vielleicht liegt es daran, dass sie sehr krank ist. Es wurde mir gleichzeitig warm und ganz schwer ums Herz, wenn man liest, wie Judith sie auf diesem Weg begleitet und sich immer wieder fragt, wie es für sie im Leben weiter gehen soll.

FAZIT:
Es wird Zeit war meine Monatshighlight, wenn nicht sogar ein Jahreshighlight. Ich habe die Geschichte so sehr genossen, dass ich hoffe sie würde nie enden. Ein Roman zum Lachen und Weinen, der zeigt, dass man auch mit fast 50 nochmal neue Wege in bekannten Orten beschreiten kann und der tief in meinem Leserherzen verankert sein wird.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 30.08.2019

Leider nicht sonderlich spannend

Der Kinderflüsterer
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INHALT:
Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neuer Start, ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche ...

INHALT:
Nach dem plötzlichen Tod seiner geliebten Frau will Tom Kennedy mit seinem kleinen Sohn Jake neu anfangen. Ein neuer Start, ein neues Haus, eine neue Stadt – Featherbank. Doch der beschauliche Ort hat eine düstere Vergangenheit. Vor zwanzig Jahren wurden in Featherbank fünf Kinder entführt und getötet. Der Mörder wurde unter dem Namen »Kinderflüsterer« bekannt und schließlich gefasst.
Die alten Geschichten interessieren Tom und Jake nicht. Als jedoch ein kleiner Junge verschwindet, machen Gerüchte die Runde, dass der Täter von damals einen Komplizen gehabt habe. Und Jake beginnt, sich merkwürdig zu benehmen. Er sagt, er höre ein Flüstern an seinem Fenster …

MEINUNG:
Der Kinderflüsterer besticht gleich vorweg mit seinem sowohl optisch als auch haptisch sehr auffälligen Cover. Der gelbe Falter mit der Nadel darin auf dem dunklen Grund lässt schon ein wenig auf den Inhalt schließen und ist ein absoluter Eye Catcher.

Der Roman hat recht viele Erzählperspektive. Für meinen Geschmack hätte die Ermittlungsarbeit auch deutlich mehr Raum in dem Roman einnehmen können, aber statt dessen wird der Platz verschwendet an den Täter und an Tom, dessen ganze private Sorgen und Probleme (Tod der Ehefrau, schwierige Beziehung zu Jake, eigene schwierige Kindheit) viel mehr Platz einnehmen als für den Spannungsbogen des Romans zuträglich ist. Mich wundert auch, dass der Verlag die Geschichte als Roman deklariert hat. Ich würde es schon als Thriller bezeichnen.

Der ganze Fall verläuft dermaßen gradlinig was die Täterfrage angeht, dass ich dem weder entgegen gefiebert habe noch das es mich sonderlich interessiert hat. Mir fehlten hier einfach die spannenden Wendungen und das Miträtseln. Anfangs hat man noch den Eindruck, der Autor legt viele falschen Fährten aus, aber das löst sich dann recht schnell in Wohlgefallen auf als dann der richtige Täter gefunden ist.

Der Autor fängt so viel gute Ideen an, u.a. die Geschichte um die gelben Falter und auch der Kinderflüsterer an sich, aber er führt es nicht richtig bis zu Ende, dass es rund und vor allem auch für mich spannend ist. Vielleicht liegt es daran, dass es ein Debüt Roman ist und der Autor seinen Geschichtenaufbau noch besser ausreifen muss. Schreiben kann er definitiv. Auch die Mystery Elemente waren gekonnt eingesetzt und verursachten beim Lesen bei mir auch das beabsichtige schaurige Gefühl.

FAZIT:
Warum Der Kinderflüsterer als aufregendster Spannungsroman des Jahres gehandelt wird, hat sich mir leider nicht gezeigt. Die Handlung ist insgesamt sehr geradlinig ohne große Wendungen, auch wenn Potential vorhanden war, gewesen und ich habe mich beim Lesen eher gelangweilt. Auch die vielen Perspektiven haben nicht zur Spannungskurve beigetragen, leider.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.08.2019

Bittersüße Liebesgeschichte

Die einzige Geschichte
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INHALT:
Die erste Liebe hat lebenslange Konsequenzen, aber davon hat Paul im Alter von neunzehn keine Ahnung. Mit neunzehn ist er stolz, dass seine Liebe zur verheirateten, fast 30 Jahre älteren Susan ...

INHALT:
Die erste Liebe hat lebenslange Konsequenzen, aber davon hat Paul im Alter von neunzehn keine Ahnung. Mit neunzehn ist er stolz, dass seine Liebe zur verheirateten, fast 30 Jahre älteren Susan den gesellschaftlichen Konventionen ins Gesicht spuckt. Er ist ganz sicher, in Susan die Frau fürs Leben gefunden zu haben, alles andere ist nebensächlich. Erst mit zunehmendem Alter wird Paul klar, dass die Anforderungen, die diese Liebe an ihn stellt, größer sind, als er es jemals für möglich gehalten hätte.

MEINUNG:
»Würden Sie lieber mehr lieben und dafür mehr leiden, oder weniger lieben und weniger leiden? Das ist, glaube ich, am Ende die einzig wahre Frage.« Das ist die zentrale Frage, mit der man sich nach und zwischen der Lektüre als Leser beschäftigt und unter dieser Frage sollte man den Roman auch betrachten.

Die Liebe zwischen Paul und Susan ist im England der 1960er natürlich ein Skandal bzw. ist es ein einigen ländlichen Gebieten bestimmt heute noch. Der 19-jährige Paul verliebt sich in die fast 30 Jahre ältere Susan, die noch verheiratet ist. Damit brechen beiden natürlich jegliche Konvention. Lustigerweise ist zu beobachten, dass das lange gar nicht auffällt, weil man solch eine Verbindung schlicht und einfach nicht in Betracht zieht. Beide lernen sich recht unspektakulär beim Tennis kennen und Paul fährt Susan dann häufiger nach Hause. Die Liebe der beiden ist auch ziemlich unaufgeregt, denn es geht nicht darum, dass Paul unbedingt eine ältere Frau wollte und Susan nicht einen jugendlichen Liebhaber, weil sie sich in ihrer Ehe sexuell unbefriedigt gefühlt hat. Natürlich ist ihre Ehe nicht mehr ganz so intakt, wie sie sein sollte und öffnet sie für die Avancen von Paul. Anfangs merkt man auch, dass sie die Verbindung zu Paul gar nicht so richtig ernst nimmt.

Nachdem Susan und Paul endlich ihre Beziehung offen leben können, macht Susan eine Wandlung durch, die weder vom Vorteil für sie noch für ihre Beziehung zu Paul ist. Warum Susan, dann so „abstürzt“ kann man als Leser nur vermuten an Hand der diversen Vorkommnisse in ihrer Vergangenheit. Trotzdem verstand ich nicht, warum das genau dann passierte eigentlich alles in Ordnung war und sie mit Paul einen Mann an ihrer Seite hatte, der sie über alles liebt und für den sie alles war, aber der Weg von psychischen Erkrankungen ist manchmal unergründlich. Man sollte das hier nicht weiter hinterfragen, sondern einfach zu hinnehmen.

Paul kämpft in meinen Augen auch immer damit die Verantwortung für Susan loszulassen an einem Punkt, wo es eigentlich schon lange nicht mehr geht und sie auch nicht mehr die Frau ist, die er einst liebte und für die Paul auch nicht mehr an erster Stelle steht. Natürlich soll man als Liebende (beide sind nicht verheiratet) füreinander da sein, auch in schlechten Zeiten, aber es darf einen nicht selbst schaden und genau das macht Paul. Lieben heißt auch Los lassen, was natürlich immer leichter gesagt ist als getan. Ich mochte Paul sehr und habe mit ihm zusammen gelitten als ihn die Liebe seines Lebens verlassen hat.

FAZIT:
Die einzige Geschichte ist eine bittersüße Liebesgeschichte von einem jungen Mann zu einer älteren Frau, die ihn für sein ganzes Leben geprägt hat. Ich mochte, wie selbstverständlich und unvoreingenommen Paul Susan bis zum Schluss geliebt hat und es brach mir das Herz als er diese loslassen musste. Jeder Leser muss für sich selbst entscheiden, ob man lieber mehr liebt und dafür mehr leidet oder lieber weniger liebt und dafür weniger leidet.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 27.08.2019

Tolles Büchlein für Krimiliebhaber

Nervenkitzel
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MEINUNG:
Als passionierte Krimi- und Thrillerliebhaberin und Leserin des Blogs KrimiMimi der Autorin, stand für mich fest, dass ich dieses Büchlein unbedingt haben wollte.

Miriam Semrau präsentiert uns ...

MEINUNG:
Als passionierte Krimi- und Thrillerliebhaberin und Leserin des Blogs KrimiMimi der Autorin, stand für mich fest, dass ich dieses Büchlein unbedingt haben wollte.

Miriam Semrau präsentiert uns 99 Krimis, die man ihrer Meinung nach, gelesen haben muss. Zu jedem Buch gibt es eigenen Text von ihr, was ihr an dem Buch gefallen hat und warum sie es empfiehlt. Bei einigen gibt es auch Zitat- und Textstellen. Nicht zu jedem Buch wird das Cover abgebildet, aber bei denen, wo eines vorhanden ist, kann sich auf eine schöne Illustration von der Illustratorin Franziska Misselwitz freuen. Das schmale Buch wirkt dadurch weniger wie ein Katalog, finde ich.

Dazu gibt es auch noch von Miriam erstelltes Bewertungssystem, in Form von Wolken, Blitzen und Sonnen. Wolken geben an, wie düster ein Krimi ist. Blitze lassen auf die Brutalität des Lesestoffs schließen und Sonne geben an wie humorvoll der Krimi ist. Wenn man das Buch also noch nicht kennt und auch den Text noch nicht gelesen hat, kann sich so schnell einen ersten Überblick verschaffen.

Zwischen den Lesetipps gibt auch Zusatzstellen, genannt „Mimis Bonustrack“, in denen sie sich nochmals ein paar generellen Themen rund um Krimis widmet. Ich finde diese Bonustracks ganz wunderbar und z.T. auch sehr informativ.

Bei der Auswahl der Krimis merkt man, dass Miriam Semrau eine Schwäche für skandinavische Krimis hat. Beim Durchblättern habe ich natürlich abgehakt, welche Bücher ich selbst schon gelesen habe und kam immerhin auf acht Bücher.

FAZIT:
Nervenkitzel: 99 Bücher, die jeder Krimiliebhaber gelesen haben muss ist eine schöne Zusammenstellung von Krimis, wo für jeden Krimiliebhaber (oder für die, die es werden wollen) etwas dabei ist. Zum Verschenken oder für einen selbst ein Büchlein, was sich lohnt.