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Veröffentlicht am 29.04.2026

Tatort Trelleborg

Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt
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MEINUNG:

Mattias Edvardsson ist bekannt für seinen Spannungsroman Die Lüge, wozu es auch die gleichnamige Netflix Serie gibt. Für mich ein skandinavischer Autor, mit dem man nichts falsch machen kann.

Ich ...

MEINUNG:

Mattias Edvardsson ist bekannt für seinen Spannungsroman Die Lüge, wozu es auch die gleichnamige Netflix Serie gibt. Für mich ein skandinavischer Autor, mit dem man nichts falsch machen kann.

Ich musste mich erst ein wenig rein finden in die ganzen Namen der Protagonisten, weil es relativ viele männliche Personen sind, vor allem Väter mit Söhnen.

Normalerweise schätze ich die kurzen Kapitel in Krimis und Thrillern, aber ich muss sagen, hier waren mir drei Seiten in einem Kapitel irgendwie wirklich einfach zu kurz, zu mal die Erzählperspektive wechselt und so für meinen Geschmack für alle Personen zu wenig Platz war, um sie wirklich gut kennenzulernen. Natürlich erfahren wir einiges über die ermittelnde Hauptperson - Gunni, aber wenig über die anderen Charaktere. Gunni hat selbst eine interessante Vergangenheit, die nebenbei mit einfließt. Besonders bei Lola, die ihren Sohn verliert, hätte ich mir gerne noch mehr emotionale Tiefe gewünscht nach dem Verlust ihres Sohnes.

Eigentlich mag ich genau das an skandinavischer Spannungsliteratur - nämlich genau die richtige Mischung zwischen der Persönlichkeit der Ermittelnden und dem Fall. Hier ist es mir alles ein bisschen zu kurz gekommen. Es liest sich eher wie ein Drehbuch. Ich könnte es mir gut als Serie vorstellen.

Durch diesen Stil leidet für mich auch ein bisschen der Spannungsbogen. Dieser ist natürlich vorhanden unterschwellig, denn es gibt schon ein paar verdächtige Personen. Der Fall wird gelöst, aber die Wahl des Täters kann nicht ganz nachvollziehen. Ansonsten gibt es bzgl. Gunni noch einen Cliffhanger.

Was ich seltsamerweise kein bisschen gefühlt habe, sind irgendwelche großen Anzeichen dafür, dass der Krimi in 1980er spielt. Würde es nicht auf dem Klappentext stehen, hätte ich es kaum bemerkt. Allerdings finde ich das auch wenig relevant.

FAZIT:

Tatort Trelleborg war ein solider Auftakt, aber in meinen Augen wurde hier eindeutig Potential verschenkt. Es sind zu viele handelnde Personen und Sichten, die sich auf den Spannungsbogen und die Tiefe der Geschichte auswirken. Auch wenn es am Ende einen Cliffhanger gibt, weiß ich nicht, ob ich hier weiter lesen werde.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Spannung in der Luft

Deadline
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MEINUNG:

Bei guten Thrillern kann ich nicht nein sagen. Bisher habe ich von Alex Lake noch nichts gelesen und daher war ich auf Deadline sehr gespannt.

In der Geschichte muss man sich erstmal ein bisschen ...

MEINUNG:

Bei guten Thrillern kann ich nicht nein sagen. Bisher habe ich von Alex Lake noch nichts gelesen und daher war ich auf Deadline sehr gespannt.

In der Geschichte muss man sich erstmal ein bisschen zurecht finden, denn es gibt sehr viele Charaktere sowohl in der Gegenwart als auch in Vergangenheit. Hier liegt auch die große Stärke bzw. der Fokus - auf den Charakteren - ihren Geschichten, ihren Abrgünden und ihren Beweggründen. Man muss hier ein bisschen dran bleiben am Anfang, damit sich alle Personen gut merken kann. Ich habe gemerkt, dass ich nach einer Lesepause erstmal wieder rein kommen musste. Eventuell hätten es auch paar weniger Leute getan.

Der Lesefluss ist sehr gut, was durch die kurzen Kapitel und den Spannungsbogen gefördert wird. Die gut über 400 Seiten ließen sich sehr schnell weg lesen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt hat geahnt, warum jemand des Mordes beschuldigt ist und wer das Flugzeug fliegt. Die Handlung ist daher begrenzt. Es spielt sich alles innerhalb kürzester Zeit in diesem Flugzeug ab. Es kommen allerdings noch am Ende noch ein paar überraschende Wendungen, obwohl man denkt, dass geht sich schon alles richtig aus und dann kommt es doch anders. 

FAZIT:

Deadline ist spannender Thriller, den man gut zwischendurch mal weg suchten kann. Man sollte sich hier definitiv drauf einstellen, dass der Fokus hier mehr auf den handelnden Personen und ihrem Innenleben liegt. 

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Funke ist nicht übergesprungen

Träume aus Salz
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MEINUNG:

Ich bin sehr großer Fan von den Büchern von Anika Landsteiner und habe fast alles gelesen, was bisher von ihr erschienen ist. Am meisten habe ich Nachts erzähle ich dir alles geliebt, aber ich ...

MEINUNG:

Ich bin sehr großer Fan von den Büchern von Anika Landsteiner und habe fast alles gelesen, was bisher von ihr erschienen ist. Am meisten habe ich Nachts erzähle ich dir alles geliebt, aber ich auch So wie du mich kennst sehr empfehlen. Ich war also voller Vorfreude auf diesen neuen Roman.

Wir sind in diesem Roman in Griechenland, wo Flo und Matty ihren Urlaub verbringen. Die Atmosphäre und die griechische Kultur ist sehr gut eingefangen. Obwohl ich weder Fan von südlichen Ländern bin, noch großer Fan von Griechenland, habe ich schon Lust auf Urlaub bekommen. Auch die kulinarischen Beschreibungen sind nicht zu verachten. 

In meinen Augen läuft die Geschichte eigentlich relativ unspektakuläre und planlos (so wie es im Urlaub halt ist) los. Flos und Matty Beziehung scheint stabil und liebevoll. Wirklich viel mehr lässt sich nicht sagen, denn mehr erfährt man auch nicht. Flo und Matty bleiben auch insgesamt für mich nicht greifbar, vor allem Flo als Mensch in der Gegenwart. Bei Matty finde ich es wirklich schade, denn er erschien mir wirklich als eine absolute Green Flag. 

Ich mag Anika Landsteiner Schreibstil sehr. Besonders gefällt mir der Mix aus poetischer und moderner Sprache. Am Anfang war es mir ein bisschen viel Poetik, so dass ich erstmal reinkommen musste. Später ließ sich die Geschichte gut lesen.

Sofia wohnt auf der griechischen Insel und ist in nächster Generation Hellseherin. Sie liegt u.a. Tarot Karten. Leider habe ich für so etwas nicht ganz so viel übrig, aber ich sehe als Mittel für Flo, bei der sich endlich mal etwas in Gang setzt. Es gibt auch Kapitel aus Sofias Sicht und wir erfahren auch ein bisschen mehr über ihre Persönlichkeit. Ich muss allerdings sagen, dass mir Sofias Rolle in der Geschichte bis zum Ende nicht ganz klar war bis auf die familiären Parallelen mit Flo. Es gibt auch keine so großen Reibungen, die zur Geschichte beigetragen hätten. Ich hätte sie eigentlich nicht gebraucht.

Es gibt einige Rückblicke aus Flos Vergangenheit, die mich sehr mitgenommen haben und die auch erklären, was Flo bzgl. ihrer Familie so alles vor Matty verschweigt. Ich fand es allerdings etwas aufgebauscht dies als so großes Geheimnis zu deklarieren und verstehe nicht, warum Flo hier Matty anlügt und z.B. sagt sie sei Einzelkind. Leider erzeugt dieses vermeintliche Geheimnis auch nicht die gewünschte Spannung oder den Sog, den ich mir gewünscht hätte.



FAZIT:

Träume aus Salz bleibt leider relativ weit hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hatte wirklich Mühe durch das Buch zu kommen, weil es mich so gar nicht gepackt hat. Die Charaktere bleiben irgendwie lose mit einer nicht wirklich vorhandenen Handlung verbunden. Natürlich gibt es Emotionen, aber diese vor allem im Vergangenheitsteil, aber diese haben wir für nicht gewünschte Tiefe erzeugt, die ich sonst aus den Romanen aus Anika Landsteiner Romanen gewöhnt bin.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Typische koreanische Geschichten

Broccoli Punch
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MEINUNG:

Broccoli Punch hat mich gleich angesprochen, weil ich gerne Literatur aus dem asiatischen Raum lese und schon länger nichts mehr gelesen hatte. Ich mag den skurrilen, oft fantastischen Schreibstil ...

MEINUNG:

Broccoli Punch hat mich gleich angesprochen, weil ich gerne Literatur aus dem asiatischen Raum lese und schon länger nichts mehr gelesen hatte. Ich mag den skurrilen, oft fantastischen Schreibstil sehr. 

Es ist eine Kurgeschichtensammlung. Es gibt eine titelgebende Geschichte, die Broccoli Punch heißt. Meine liebste Geschichte ist wohl die erste, wo sich die Asche des toten Vaters in eine Pflanze verwandelt und dann Kontakt mit der Asche einer anderen verstorbenen Frau aufnimmt. Man muss hier immer ein bisschen zwischen den Zeilen lesen. Viele Geschichten haben einen Ausgangspunkt, wo die Protagonisten an einem Punkt in ihrem Leben sind, wo sie nicht weiter wissen, dann gibt ein kreatives dazwischen (plötzlich wächst zB ein Brokkoli aus dem Arm) und dann löst sich ein Knoten. Berührt hat mich auch die Geschichte mit dem Mädchen, was unsichtbar wurde und so einen ganz anderen Blick auf ihre eigentlich verhasste Stiefmutter bekommt. Es ist eine versöhnliche Geschichte. Ich mochte auch den Blick auf die koreanische Gesellschaft und deren Strukturen. Es immer schwierig, wenn Personen dort nicht die Erwartungen erfüllen und ein bisschen zu Außenseitern werden. Es manchmal skurril und traurig zu gleich. Alle Geschichten habe genau die richtige Länge und werden mir mal mehr mal weniger im Gedächtnis bleiben.

FAZIT:

Broccoli Punch ist eine Kurgeschichtensammlung, die den typisch skurrile-asiatischen Stil enthält, den an Literatur aus diesem Kulturraum so schätze. Es ist kurzweilig, aber wenn man sich drauf einlässt, hat man hier ein schönes Lesevergnügen für zwischendurch. Ich empfehle das Buch auch, wenn mit asiatischer Literatur starten möchte.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Idee top, Umsetzung leider schwächer

Rauhnächte
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MEINUNG:

Schon lange lese ich die Romane/ Krimis von Ellen Sandberg aka Inge Löhnig und freue mich immer auf neuen Lesestoff. Besonders mochte ich Die Vergessenen und Das Erbe. Bei Rauhnächte handelt ...

MEINUNG:

Schon lange lese ich die Romane/ Krimis von Ellen Sandberg aka Inge Löhnig und freue mich immer auf neuen Lesestoff. Besonders mochte ich Die Vergessenen und Das Erbe. Bei Rauhnächte handelt es sich um einen bereits 2014 erschienen Roman Die Flammen flüstern dein Lied von Inge Löhnig, die sie nochmal überarbeitet hat. Das wird auch im Nachwort erwähnt. 

 Pia findet heraus, dass sie adoptiert ist und ihre Adoptiveltern verhalten sich komplett komisch. Da ist keinerlei Emotion oder ein Versichern, dass sie trotzdem geliebt wird. Eigentlich ist gibt es nur ihre beste Freundin Tami, die für sie da ist. Natürlich wird auch gemauert als sie anfängt Fragen zu stellen. Pia ist eigentlich 22 Jahre alt, aber kommt mir doch ein wenig jünger vor, eher 17, 18 Jahre alt. Ich vermute, dass das Buch vorher eher ein Jugendbuch war. Pia macht sich auf die Suche nach Antworten, in dem Heimatdorf ihrer leiblichen Mutter. Außerdem möchte sie herausfinden, wer ihr leiblicher Vater ist. Ihre Oma bezeichnet sie immer als anders. Dazu passen ihre wilden roten Haare, womit ihr so ein leichter Touch von einer Hexe verliehen werden sollte. Allerdings passt das vielleicht besser zu ihrer leiblichen Mutter. Sie wird daher auch als "Fuchserl" bezeichnet. 

Für mich las sich Geschichte irgendwie ziemlich sperrig. Das empfinde ich oft so, wenn die Charaktere ziemlich blaß bleiben und alles irgendwie bisschen gestellt wirkt. Es wirkte auch vieles sehr klischeehaft von die Dialogen her. Ich finde, dass sich neuere Bücher von der Autorin besser lesen lassen. Ich habe mich ein bisschen durchkämpfen müssen, obwohl ich natürlich wissen wollte, wie alles zusammenhängt. Es kein richtiger Thriller/ Krimi und hat eigentlich keinen nennenswerten Spannungsbogen. Ellen Sandberg hat das Thema der Rauhnächte mit eingewoben. Das sind die sieben Nächte zwischen meisten zwischen dem 25.12. und 6.1. Die Atmosphäre hat sie gut darin geschrieben, aber es ist für mich irgendwie ein Mode-Thema, was in den letzten Jahren aufgekommen, womit ich nicht ganz so viel anfangen kann. Ein bisschen ermüdend auch die ständigen Wiederholungen vom Chai Tee, den Pia trinkt, vom Fuchserl und von den Mythen in der Gegend (Wegschneiderin Barbara).

FAZIT:

Rauhnächte ist für mich leider das bisher schwächste Buch von Ellen Sandberg. Da waren eine Menge gute Ideen drin, die für mich am Schreib- und Erzählstil gescheitert sind. Das war ich bisher anderes von der Autorin gewohnt.

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