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Veröffentlicht am 21.08.2019

Hotel oder Buchladen

Das Glück hat viele Seiten
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INHALT:
Ein Laden voller verstaubter Bücher in einem Dorf in der Eifel. Was hat Tante Marlies sich nur dabei gedacht, ausgerechnet Hannah ihr Geschäft zu vererben? Seit zehn Jahren hat sie kein Buch mehr ...

INHALT:
Ein Laden voller verstaubter Bücher in einem Dorf in der Eifel. Was hat Tante Marlies sich nur dabei gedacht, ausgerechnet Hannah ihr Geschäft zu vererben? Seit zehn Jahren hat sie kein Buch mehr angerührt, und das aus gutem Grund. Zum Glück ist mit dem attraktiven Geschäftsmann Ben schnell ein Käufer gefunden. Alles könnte so einfach sein - würde der örtliche Buchclub sich nicht mit allen Mitteln gegen den Verkauf wehren. Auch Hannah erliegt bald wieder der Magie der Bücher. Rasch entbrennt ein Kampf um die Zukunft des Buchladens, bei dem zwischen Hannah und Ben heftig die Funken fliegen.

MEINUNG:
Ella Zeiss schreibt auch ebenfalls unter Ellen McCoy und Elvira Zeißler. Ich habe die Autorin auf Love Letter Convention dieses Jahr kennen gelernt und wollte unbedingt etwas von ihr lesen, um ihren Schreibstil kennenzulernen. Das Glück hat viele Seiten kam für mich gerade zur rechten Zeit.

Hannahs Tante Marlies ist gestorben und hat ihr ihren Buchladen in ihrem und auch Hannahs Heimatort vererbt, dem Ort, dem Hannah vor langer Zeit nach dem Tod ihrer Mutter den Rücken gekehrt hat. Hannah arbeitet in einer PR-Agentur in Köln und möchte den Buchladen so schnell wie möglich los werden. Ben, ein junger Hotelbesitzer kommt gerade zur rechten Zeit und ist nicht nur als potenzielle Käufer für sie interessant. Der Kauf ist schnell abgewickelt. Doch Hannah bemerkt, dass sie damit einen Fehler gemacht hat und ein Kampf um den Erhalt des Buchladens entbrennt.

Hannah hat an dem Tod der Mutter vor vielen Jahren sehr zu knabbern, auch wenn sie das nicht zugeben mag. Sie hat ihre Heimat zusammen mit ihrem Vater verlassen und ist nie zurückgekehrt. Damit endetet auch die Liebe zum Lesen und Büchern abrupt. Sie wirkte für mich daher wie jemand, der seinen Platz im Leben noch nicht richtig gefunden hat und sich mit aller Macht gegen das wehrt, was man eigentlich liebt, weil es eben so schmerzvoll ist. Hannah hat auch ihre Tante Marlies nie wiedergesehen und natürlich schmerzt es sie sehr, dass sie nun gestorben ist ohne, dass sie sich verabschieden konnte. Dennoch weißt Hannah was sie möchte und kämpft auch dafür.

Auch Ben ist nicht nur der knallharte Geschäftsmann, der einen Buchladen zerstören will, der jahrelang Teil der Gemeinschaft ist und wahr. Genauso wie Hannah steht Ben zwischen den Stühlen, auch weil beide sich sehr sympathisch sind. Ich war von Anfang gespannt, wie die Autorin da noch die Kurve bekommen wollte, dass die beiden doch zusammenkommen. Es war mal ein anderes Konstrukt als das übliche er lernt sie kennen, es vergeht ein wenig Zeit und sie kommen zusammen. Ben und Hannah hatten eine äußert schlechte Ausgangsbasis und es war fast unmöglich dabei noch zueinander zu finden.

FAZIT:
Das Glück hat viele Seiten ist eine leichte Lektüre für zwischendurch, die mich gut unterhalten hat, aber die mir ein bisschen zu vorhersehbar und unrealistisch war. Ich mochte allerdings die darin verkörperte Liebe zu Büchern und zum Lesen an sich.

Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 20.08.2019

Für immer Rabbit

Für immer Rabbit Hayes
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INHALT:
Ein lebensbejahendes Familiendrama von der Autorin des Bestsellers «Die letzten Tage von Rabbit Hayes»: Die 41jährige Mia Hayes, genannt «Rabbit», stirbt an Krebs. Sie hinterlässt eine große Lücke ...

INHALT:
Ein lebensbejahendes Familiendrama von der Autorin des Bestsellers «Die letzten Tage von Rabbit Hayes»: Die 41jährige Mia Hayes, genannt «Rabbit», stirbt an Krebs. Sie hinterlässt eine große Lücke im Leben ihrer Eltern, ihrer Geschwister, ihrer besten Freundin - und vor allem der 12jährigen Tochter Juliet. Rabbits Mutter verliert ihren unerschütterlichen Glauben und fast auch die Liebe zu ihrem Mann. David, Rabbits Bruder, muss mit der auferlegten Vaterrolle zurechtkommen, denn Juliet lebt jetzt bei ihm. Grace, Rabbits Schwester, findet heraus, dass auch in ihr die Gefahr schlummert, zu erkranken - das lässt sie zu drastischen Maßnahmen greifen. Und Juliet könnte ihre Mutter mehr gebrauchen denn je: Sie hat sich zum ersten Mal in ihrem Leben verliebt.

MEINUNG:
Die letzten Tage von Rabbit Hayes hat mein Leserherz gebrochen. Ich glaube, selten hat mich ein Buch emotional über Tage so beschäftigt wie dieses. Ich bin froh, dass ich nun den zweiten Band zeitnah lesen konnte, weil der Ausgang vom ersten Teil natürlich von Anfang an klar war. Für immer Rabbit Hayes hört dort auf, wo Band 1 geendet ist: Mit dem Tod von Rabbit.
Der Tod von Rabbit hinterlässt bei allen Familienmitgliedern neben dem Verlust und der Trauer unterschiedliche Gefühle und jeder geht damit auch auf seine Weise um. David verlässt zusammen mit Rabbits Tochter Juliet Irland und kehrt in seine Wahlheimat USA zurück. Seine ältere Schwester Grace erfährt, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls an Brustkrebs erkranken kann und Molly und Jack, die Eltern gehen sehr unterschiedlich mit Rabbits Tod um und entfremden sich dadurch.

Man spürt, dass Rabbit immer noch allgegenwärtig ist und alle Familienmitglieder versuchen irgendwie mit der entstandenen Lücke zurechtzukommen und das zunächst jeder für sich, denn niemand möchte den anderen gerne mit seinem Kummer und Problemen belasten. Trotzdem ist Familie Hayes durch und durch ehrlich zueinander und besonders Molly nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Mir gefällt es, dass sie sich weniger als andere Familien gegenseitig etwas vormachen und dass sie trotz allem, was passiert oder was gesagt wird, einander lieben und für einander einstehen. Das mochte ich schon am ersten Teil sehr.

Band 1 und 2 kann man nicht wirklich vergleichen. Das Sterben von Rabbit im ersten Teil hat eine ungeheure Wucht, die man natürlich in Band 2 nicht noch einmal so antrifft, dennoch ist dieser zweite Teil einfach notwendig gewesen, um auch das gebrochene Leserherz zu heilen. Es dauert ein bisschen bis Familie Hayes wieder zueinander findet in dem ganzen Wirrwarr aus Trauer, Schuldgefühlen und eigenen Sorgen. Besonders Molly macht es einem schwer, da sie fast schon verbohrt und engstirnig ist. Den Grund dafür erfährt man dann erst zum Schluss.

FAZIT:
Nach Rabbits Tod hat ich Für immer Rabbit Hayes einfach gebraucht! Ich bin froh, dass es diesen zweiten Band gibt und man weiß, wie Familie Hayes mit dem Verlust umgeht. Es ist schön zu lesen, dass Familie Hayes auch nach Rabbits Tod noch zueinander hält, auch wenn diese Zeit keine einfache für sie war.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.08.2019

#shitstorm

Ein wirklich erstaunliches Ding
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INHALT:
Stell dir vor, Außerirdische kommen auf die Erde – und du postest das allererste Video davon.
Genauso verläuft »Tag X« für die 23-jährige April. Ihr Clip von »Carl«, einer mysteriösen, aber beeindruckenden ...

INHALT:
Stell dir vor, Außerirdische kommen auf die Erde – und du postest das allererste Video davon.
Genauso verläuft »Tag X« für die 23-jährige April. Ihr Clip von »Carl«, einer mysteriösen, aber beeindruckenden Roboter-Skulptur, geht über Nacht viral und katapultiert sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Überall auf der Welt sind Carls aufgetaucht – und niemand weiß, woher oder warum.
Die Ungewissheit lässt eine mediale Hysterie ausbrechen – Schock, Neugier und Angst treffen auf Sensationslust und apokalyptische Fantasien.
Immer mehr Verschwörungstheoretiker, die sogenannten Defender, sehen in der außerirdischen Intelligenz eine Bedrohung, gegen die es zu kämpfen gilt – und dazu gehört auch deren Entdeckerin April ...

MEINUNG:
Ich hatte nicht den Eindruck, dass man um dieses Buch in diesem Frühjahr vorbeigekommen ist, denn es war auch das erste Buch im Imprint Bold vom dtv Verlag. Ehrlich gesagt habe ich trotz der Kenntnis vom Klappentext keine so richtige Vorstellung gehabt, was mich hier inhaltlich erwartet.

April und ihr guter Freund Andy finden eines Nachts den sogenannten „Carl“, eine Roboter-Skulptur, die auch in anderen Städten auftauchen, doch April und Andy sind die ersten, die ihr Video dazu ins Netz stellen. Was und wer die Carls sind ist unklar, rückt aber schnell in den Fokus von Wissenschaftlern und natürlich der halben Welt. April und Andy stehen plötzlich von jetzt auf gleich im Zentrum der Medien und natürlich gibt es auch Gegner als April beschließt sich als Marke mit ihrer Entdeckung des Carls zu verkaufen.

Ganz groß im Fokus der Geschichte stehen soziale Medien, wie Facebook, Twitter, Instagram und YouTube. April und ihre Freunde nutzen alle Kanäle zum Austausch über die Entdeckung der Carls und ihnen schlägt auch ein wahnsinniges Interesse entgegen, was sie von jetzt auf gleich zu Personen des öffentlichen Lebens macht. Die Wucht des ganzen Medienrummels, denn besonders April natürlich auch entfacht, in dem sie sich öffentlich äußert, wird am Anfang etwas naiv eingeschätzt, besonders von April. Das störte mich auch etwas an ihrem Charakter. Ich empfand sie als viel zu gutgläubig und naiv, auch wenn ihre Absichten durch und durch gut und ehrenhaft waren.

Die plötzliche Berühmtheit hat auch Konsequenzen auf ihr Privatleben, denn natürlich interessieren sich Medien nun plötzlich für alles an ihr. Der Autor stellt hier sehr gut den plötzlichen Aufstieg und auch Fall einer Person wie April auf, die durch ein Ereignis zur Berühmtheit wird, nur weil sie es als erste Person zu fällig entdeckt hat. Neben den Auswirkungen von Social Media, ist aber auch die Geschichte der Carls wirklich super konstruiert. Ich hatte nicht erwartet, dass sie in dieser Tiefe Teil des Romans sein wird. Denn es wird hier wirklich richtig analysiert, was es mit den Carls auf sich hat, wobei auch Träume eine große Rolle spielen. Durch die Geschichte der Carls wird die ganze Story auch zu einem modernen Sci-Fi-Roman.

FAZIT:
Ein wirklich erstaunliches Ding las sich für mich eher, wie ein Sci-Fi-Roman für junge Leute und dennoch gepaart mit vielen Aspekten aus unserer modernen Social-Media-Welt. Dem Autor gelingt es hier die guten und schlechten Seiten in einem ansprechenden Romankontext zu verpacken. Bin gespannt, was wir noch von Hank Green lesen werden. ?
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 31.07.2019

Ein Vater lernt zu akzeptieren

Die Schwiegertöchter des Monsieur Le Guennec
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INHALT:
Ohne Familie könnte das Leben so einfach sein – aber zusammen ist man weniger allein …
Der Bestseller der Erfolgsautorin Aurélie Valognes: unglaublich charmant, hinreißend französisch!
Wer Monsieur ...

INHALT:
Ohne Familie könnte das Leben so einfach sein – aber zusammen ist man weniger allein …
Der Bestseller der Erfolgsautorin Aurélie Valognes: unglaublich charmant, hinreißend französisch!
Wer Monsieur Claude mochte, wird Jacques Le Guennec lieben!
Zu Weihnachten haben Jacques und Martine Le Guennec ihre drei Söhne zu sich in die Bretagne eingeladen – und ihre Schwiegertöchter. Damit fängt der Stress an. Denn Jacques ist ein exzentrischer Despot und bringt seine Familie regelmäßig auf die Palme. Aber wieso nörgeln die Frauen seiner Söhne auch ständig an ihm herum und nehmen keine Rücksicht? Grund genug für schlechte Laune.
Bis Martine Jacques ein Ultimatum stellt: Entweder er akzeptiert seine Schwiegertöchter endlich – oder sie zieht aus. Die Sommerferien mit der Familie scheinen Jacques letzte Chance, Frieden zu schließen.

MEINUNG:
Die Schwiegertöchter des Monsieur Le Guennec wurde im Vorfeld mit dem Film Monsieur Claude und seine Töchter, welchen ich sehr mochte, verglichen und daher war ich sehr interessiert an der Geschichte. Hier geht es allerdings um Söhne und dementsprechend Schwiegertöchter.

Jacques und Martine Le Guennec haben drei Söhne, die jeweils eine Frau bzw. Freundin haben. Jacques hält seine Meinung nicht hinter dem Berg und spielt sich gerne mal als unbequemer Exzentriker und Patriarch auf. Nun kann ich nicht beurteilen, ob Franzosen immer so sind, aber es erschien mir doch etwas sehr überspitzt. Man muss Jacques wohl etwas mit Humor betrachten, denn ich wäre an der Stelle der Frauen nicht so ruhig geblieben bei seinen Äußerungen.

Martine fand ich zwar sympathisch, aber auch recht schwach (sie hat eine schwache Gesundheit) gegenüber ihrem Mann. Ihre Rebellion als alles aus dem Ruder lief, habe ich auch nicht so ganz ernst nehmen können. Man muss ihr zu Gute halten, dass sie es, aber immerhin schafft Jacques endlich mal zum Umdenken und damit auch zu anderem Verhalten zu animieren, was für den älteren Mann gar nicht so leicht ist. Immerhin ist er damit immer ohne Konsequenzen durchgekommen. Ich muss sagen, dass seine Söhne ihm zum Teil recht ähnlich waren und bei mir nicht so wirklich Sympathiepunkte gesammelt haben. Man kann von Glück sagen, dass sie so selbstbewusste Frauen haben, die sich eben nicht alles gefallen lassen.

Am besten fand ich Jacques Mutter, Martines Schwiegermutter, die sich eben ganz anders gegen über ihrer Schwiegertochter verhält als Jacques es tut. Sie steht immer so ein wenig an der Seitenlinie als neutrale, aber scharfe Beobachterin und mischt sich weniger ein. Natürlich kennt sie ihren Sohn sehr gut und ist wohl auch froh nicht mehr mit ihm unter einem Dach leben zu müssen. Mir gefiel dennoch, dass das Buch zeigt, dass die Familie trotz allem zusammenhält und auch in der Lage ist Konflikte zu überwinden, was auch nicht selbstverständlich ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Die Fronten sind noch nicht komplett verhärtet.

FAZIT:
Wer den Film Monsieur Claude und seine Töchter mochte, wird auch Die Schwiegertöchter des Monsieur Le Guennec lieben. Eine schöne, kurzweilige frankophone Geschichte über eine Familie, die lernt sich gegenseitig so zu akzeptieren, wie man ist. Man sollte sie auf jeden Fall mit Humor und nicht so ernst nehmen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Henry ist noch cooler

Prince of Passion – Henry
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INHALT:
Mein Name ist Henry. Henry John Edgar Thomas Pembrook, Prinz von Wessco. Man sollte meinen, als Prinz könnte ich tun und lassen, was mir gefällt. Aber weit gefehlt. Neuerdings macht meine Großmutter, ...

INHALT:
Mein Name ist Henry. Henry John Edgar Thomas Pembrook, Prinz von Wessco. Man sollte meinen, als Prinz könnte ich tun und lassen, was mir gefällt. Aber weit gefehlt. Neuerdings macht meine Großmutter, die Queen, mir die Hölle heiß. Ich soll verantwortungsvoller werden. Pflichtbewusster. Klüger. Mit anderen Worten: königlicher. Nach dem neuesten Skandal verbannt Großmutter mich auf einen abgelegenen Landsitz. Aber ich habe schon einen Plan, wie ich auch hier für Unterhaltung sorgen kann. Einen verführerischen Plan. Und einen, der wegen einer bücherliebenden jungen Frau, die ich einfach nicht aus dem Kopf bekomme, gehörig daneben geht …

MEINUNG:
Prince of Passion ist eine mehrbändige Reihe, um u.a. die beiden Prinzen Nicholas und Henry Pembrook aus dem fiktiven Staat Wessco. Der erste Band umfasst die (Liebes-)Geschichte von Nicholas, der seine Olivia gefunden hat. Mir gefiel die Geschichte ausgesprochen gut, vor allem deswegen, weil ich mit royalen Liebesgeschichten bisher wenig gute Erfahrungen hatte. Man alle Bände der Reihe unabhängig voneinander lesen, was ich allerdings nicht empfehlen würde, da man sich zum Teil auf den „Vorgänger“ spoilert. Band 3, Prince of Passion – Logan, ist bereits erschienen.

Henry ist nach dem Abdanken von Nicholas nun Kronprinz von Wessco. Henry ist im Gegensatz zu Nicholas nicht ein Leben lang auf das Amts des Königs von Wessco vorbereitet worden und hat nun Schwierigkeiten sich in seine neue Rolle rein zu finden, sehr zum Missfallen von seiner Großmutter, der Königin. Zu dem hat Henry auch ein sehr rebellisches Wesen und macht gerne was er möchte. Er ist auch als Party Prinz bekannt, der Frauen schnell und gerne verfällt. Henry bekommt eine Gnadenfrist von seiner Großmutter bis er sich endlich seinen Pflichten zu beugen und sein altes Leben hinter sich zu lassen hat.
Der royale Touch fehlt in diesem Teil ein wenig. Auch wenn Henry in einem königlichen Landsitz in Schottland weilt, könnte dies auch jeder andere beliebige Ort sein. Trotzdem mochte ich Henry sofort und auch wenig mehr als den vernünftigen Nicholas. Henry schlägt dabei natürlich viel zu oft über Strenge und wirkt auch häufig sehr vulgär und lüstern, dennoch hat er trotzdem das Herz am rechten Fleck. Henry veranstalte also, im Unwissen der Queen, eine Art Casting vergleichbar mit Der Bachelor auf dem Landsitz, um die perfekte Frau für sich zu finden. Das Ganze wird vom Fernsehen begleitet. Dabei trifft es auf Sarah, die eigentlich nur die „Anstandsdame“ für ihre Schwester Penelope ist.

Henry und Sarah können eigentlich unterschiedlich nicht sein. Dem aufgedrehten, extrovertierten Prinzen steht eine junge schüchterne Frau mit allerlei Hemmungen, aber einer großen Liebe zu Büchern gegenüber. Henry gelingt es zu ihr vorzudringen und schafft es hinter ihren sorgsam errichteten Panzer zu dringen bis es kein zurück mehr gibt. Sarah mochte ich ebenfalls sehr. Trotz vieler Hürden, die sie sich zum Teil selbst auferlegt hat, bleibt sie sich doch immer treu. Das Schönste ist, dass sie sich durch Henry zu der Frau entwickelt, die sie sein sollte. Auch wenn sie in vielen unerfahren war, waren die beiden doch trotzdem immer auf Augenhöhe.

FAZIT:
Henrys Geschichte mochte ich noch ein wenig lieber als die von Nicholas, auch wenn hier das royale Flair etwas zu kurz kam. Es ist eine wirklich schöne, wenn auch vorhersehbare Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die doch auf den ersten Blick so unterschiedlich wirkten, die mich berührt hat.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.