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Veröffentlicht am 09.08.2023

gefühlvoll, mit einigen Klischees

Easton High 1: Dear Love I Hate You
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Aveena ist frustriert von der Hausaufgabe, die ihre Lehrerin ihnen aufgedrückt hat. Um sich abzureagieren, schreibt sie sich ihre Gedanken und Gefühle von der Seele. Nur leider vergisst sie dann den Brief ...

Aveena ist frustriert von der Hausaufgabe, die ihre Lehrerin ihnen aufgedrückt hat. Um sich abzureagieren, schreibt sie sich ihre Gedanken und Gefühle von der Seele. Nur leider vergisst sie dann den Brief in der Bibliothek. Eine Katastrophe denn niemand sollte jemals davon erfahren, was sie dort niedergeschrieben hat. Als sie dann wieder in die Bibliothek kann, findet sie ihren Brief glücklicherweise wieder. Allerdings wurde er gelesen. Und kommentiert. Aus diesem zufälligen Ereignis ergibt sich ein stetiger Briefwechsel, der beide Seiten dazu bringt, Geheimnisse zu offenbaren, die man nicht jedem auf die Nase binden würde. Nur ihr Pakt, dass sie niemals herausfinden werden, wer hinter den Briefen steckt und der Inhalt unter Verschluss bleibt, schafft den nötigen Raum, sich zu öffnen. Doch dann findet Aveena zufällig heraus, mit wem sie schreibt und alles scheint aus dem Gleichgewicht zu geraten, denn das ist erst der Anfang der ungewollten Entwicklungen.

Die Geschichte wird aus den Ich-Perspektiven von Aveena und Xavier geschildert. Die meiste Zeit ist man aber bei Aveena, nur wenige der Kapitel begleiten den männlichen Protagonisten. Immer wieder gibt es dann auch die Briefe innerhalb des Buches, die optisch schön abgegrenzt sind. Durch die verschiedenen „Handschriften“ wirkt es sehr persönlich und man weiß auf den ersten Blick direkt, von wem der Brief ist.
Durch die Art, wie die beiden sich austauschen, auch mal provozieren, gegenseitig aufziehen und dann Geheimnisse offenbaren, werden einem die Protagonisten durch diesen Schriftwechsel gut nähergebracht und man erhält noch detailliertere Einblicke, auch in ihre Vergangenheit und in die Dinge, die sie beschäftigen und geprägt haben. Im Laufe der Zeit gehen die beiden dann zu Textnachrichten per Handy über. Auch diese sind optisch abgegrenzt und fügen sich gut in den Handlungsverlauf ein.

Der Schreibstil ist flüssig und mitnehmend, das Buch hat sich zügig lesen lassen. Teilweise werden schon ein paar typische Klischees bedient, das hätte hier und da gern weniger sein dürfen, ich habe es aber auch nicht die gesamte Zeit als störend empfunden. Eingebunden sind zusätzlich auch noch einige schwierigere, ernstere Themen.
Die Handlung ist geprägt von den zahlreichen Emotionen, die aus verschiedenen Gründen aufkommen und hochkommen. Durch die Päckchen, die die Protagonisten zu tragen haben, von ihren Erlebnissen, die sie beschäftigen und über die sie teilweise auch nur wenig bis gar nicht gesprochen haben. Aber auch durch die Entwicklungen zwischen den Charakteren selbst ergeben sich Gefühle, die so nicht eingeplant waren. Schön fand ich dabei auch den Wechsel aus der Gegenwart und der Vergangenheit, da Xavier und Aveena sich schon aus Kindertagen kennen, auch wenn sie zwischendurch nur wenig bis gar keinen Kontakt hatten.
Teenagerprobleme fließen in die Handlung mit ein, ebenso wie Zukunftsvisionen, die jeweilige Familiensituation, Partyerfahrungen und der Kontakt zu Alkohol und Drogen, Mobbing, Intrigen… Es steckt einiges drin in dem Buch und umso weiter die Handlung voranschreitet, umso mehr Dinge ergeben sich, die ineinandergreifen und die Protagonisten auch mal aus der Bahn werfen oder zu Reaktionen zwingen, die sie so nicht gewollt hatten.

Ich mochte die Dynamik in der Geschichte insgesamt gern, auch wenn viele Entwicklungen schon recht vorhersehbar und absehbar gewesen sind. Durch die Mitschüler und Familienangehörigen hat man noch weitere Figuren, die in die Handlung mit eingreifen und teilweise auch eine recht große Rolle für den Verlauf spielen. Nicht alle von ihnen legen ein nachvollziehbares Verhalten an den Tag, manches erscheint dabei dann fast ein wenig unlogisch, sehr engstirnig und ziemlich unmoralisch. Aber auch solche Menschen gibt es natürlich, wie realistisch das dann in jedem Punkt so ist, dass sie sich so verhalten, empfindet jeder sicher etwas anders.

Besonders Aveena wird immer wieder aus ihrem Schneckenhaus rausgeholt. Sie mag es eigentlich lieber ruhiger, ihre Tage sind oft recht durchgeplant, auch aufgrund familiärer Verpflichtungen. Durch ihre beste Freundin geht sie dann aber doch mal auf die Feiern des Abschlussjahrgangs und nimmt an Schulaktionen teil. So bekommt sie mehr Kontakt zu ihren Mitschülern, fällt den anderen auch mehr auf und ist nicht nur die graue, schlaue Maus, die sich von allen fernhält. Sie zeigt im Verlauf weitere Facetten, öffnet sich, erhält dadurch aber auch Rückschläge, weil sie sich angreifbarer macht. Xavier ist insgesamt nicht ganz so präsent, aber auch er hat mehr Facetten, als man auf den ersten Blick sehen kann und über das Buch hinweg, erfährt man auch von ihm dann mehr und bekommt Einblicke in seine Gedanken, die er nun auch nicht jedem so intensiv offenbart.
Es gibt nachdenkliche, ruhigere Passagen, aber auch Momente, die von der aufkeimenden und wachsenden Liebe geprägt sind, Ängste, Zweifel, Tränen, aber auch Freude, Hoffnung, Augenblicke, die durch die Freundschaften dominiert werden. Ein ziemliches Auf und Ab der Emotionen, passend zum Alter der Figuren, ihren Vorgeschichten, auch wenn sie vermutlich mehr Päckchen zu tragen haben als der Durchschnitt. und den Ereignissen im Buch.
Fazit

Mir hat „Dear Love I Hate You“ gut gefallen, auch wenn vieles vorhersehbar gewesen ist und schon das eine oder andere Klischee bedient wurde. Schön fand ich, dass der Titel noch Bezug zum Inhalt der Geschichte hat, der sich erst mit der Zeit dann herauskristallisiert. Es ist eine vielseitige Mischung an Themen und Gefühlen verarbeitet, die Protagonisten waren mir sympathisch (einige Nebenfiguren nicht so) und ich mochte die Dynamik und ihre Entwicklungen.
Der Klappentext des zweiten Bandes verrät schon, um wen es dort gehen wird, ein paar Ereignisse dieser Geschichte kennt man dann wohl auch schon, weil manches parallel zu diesem Buch hier spielen wird.

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Veröffentlicht am 06.08.2023

besondere Atmosphäre, poetischer Stil

October, October
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Für October gibt es schon seit vielen Jahren nur noch ihren Vater und den Wald, in dem sie leben. Ziemlich abgeschieden, mit viel Ruhe, Natur und zahlreichen Aufgaben, die so anfallen, um ihren Alltag ...

Für October gibt es schon seit vielen Jahren nur noch ihren Vater und den Wald, in dem sie leben. Ziemlich abgeschieden, mit viel Ruhe, Natur und zahlreichen Aufgaben, die so anfallen, um ihren Alltag am laufen zu halten und sich um ihre Umgebung zu kümmern. Die Elfjährige fühlt sich im Wald frei, wild und einfach zu Hause. Ihre Gedanken fliegen und sie erfindet Geschichten zu allem, was ihr begegnet. Als sie nach einem Unfall ihres Vaters für einige Zeit zu ihrer Mutter in die Großstadt ziehen muss, kommen die Geschichten in ihr zum Erliegen. Alles ist anders, alles ist fremd, nichts fühlt sich mehr frei und wild an. Eine schwere Umstellung für das Mädchen, das erst lernen muss, dass Veränderungen nicht immer nur negativ sind, sondern auch viele Chancen bieten, Neues zu entdecken und den Erfahrungsschatz zu erweitern.

Ich habe dieses Buch als besonders empfunden, schon allein aufgrund der malerischen, poetischen Erzählweise. Der Stil ist sehr bildgewaltig, voller kreativer, fantasievoller Gedankengeschichten von October, die einem aber gleichzeitig auch ihre Umgebung näher bringen, voller kindlicher Ansichten und gleichzeitig stecken auch immer wieder berührende, teilweise nachdenklich stimmende Botschaften drin. Manches erschließt sich sofort, anderes entfaltete sich erst so nach und nach beim Lesen.

Man ist die gesamte Zeit bei October und taucht sehr intensiv in ihre Gedanken- und Gefühlswelt ein. Auf Anführungszeichen wird komplett verzichtet, die Dinge, die andere zu ihr sagen, werden kursiv gedruckt und damit optisch abgegrenzt. Daran habe ich mich beim Lesen schnell gewöhnt. Immer wieder gibt es Passagen, die besonders formatiert sind und die auch stilistisch angepasst wurden. In diesen Abschnitten wird unter anderem auf Satzzeichen verzichtet. Im Nachwort findet man auch eine Anmerkung dazu, dass es die teilweise übersprudelnden Gedanken von October symbolisieren soll, die einfach aus ihrem Kopf purzeln, ungeordnet, ungefiltert, schneller, als sie sie sortieren könnte. An sich finde ich das zwar eine schöne Idee und es kann verdeutlichen, wie ausgedehnt das Gedankenkarussell des Mädchens ist, ich fand diese Passagen manchmal aber trotzdem eher schwer zu lesen. Vermutlich auch, weil es ungewohnt ist. Ich habe beim Lesen auch immer wieder überlegt, wann genau diese Abschnitte eingebunden sind, ob es dafür einen direkten Aufhänger gibt, für mein Empfinden wechselt das jedoch, wodurch es ausgelöst wird, was es nicht einfacher zu greifen machte. Wie es jüngeren Lesenden damit geht, wird sicher davon abhängen, wie viel Leseerfahrung sie haben. Wenn dann die gewohnten Strukturen wegbrechen, kann das vielleicht auch etwas den Lesefluss stocken lassen.
Zwischendurch wird auch noch mit weiteren Formatierungen gespielt, um Dinge in den Fokus zu rücken, die Wichtigkeit zu unterstreichen oder einfach den Verlauf der Ereignisse zu unterstützen. Kleine Illustrationen, die sich über das Buch ziehen, zeigen die Entwicklung von Eule Stig, die in der Geschichte auch eine Rolle spielt.

October und ihr Vater leben in einer Hütte im Wald, aber nicht völlig ohne Strom. Trotzdem merkt man ihrem Leben an, dass sie eher im Einklang mit der Natur sind, sie versorgen sich größtenteils selbst, tauschen ihre Lebensmittel beim Bauern gegen Eier und Milch und holen in der Stadt nur die Dinge, die unbedingt nötig sind und sie sie nicht selbst herstellen. Octobers Blick auf die Natur und die Tiere ist ein ganz anderer als bei anderen Kindern in ihrem Alter – und wohl auch als bei den meisten Erwachsenen. Sie weiß um die Wichtigkeit Pflanzen zu schützen, aber auch, dass nicht alles ewig lebt. Es war schön zu verfolgen, wie sie die Dinge sieht und wahrnimmt, wie sie Sachen schätzt und schützt. Oft wirkt sie jünger als elf, was aber sicher auch an der Art liegt, wie sie aufwächst. Sie hat nicht so viele fremde Außeneinflüsse, nicht den Erwartungsdruck der Gesellschaft und auch einfach ganz andere Erfahrungen als Kinder, die in der Stadt aufwachsen. Oft lebt sie auch ein bisschen in ihrer eigenen Welt, ihrer Gedankenwelt, sie denkt sich zu allem Geschichten aus, verknüpft ihre Umgebung und ihre Erlebnisse zu kleinen Abenteuern und lässt ihrer Fantasie dabei freien Lauf.
Als Octobers Vater einen Unfall hat und sie in die Stadt zu der Frau, die ihre Mutter ist, muss, muss sie sich sehr umstellen und viel lernen. Alles ist laut und voll, alles ist voller Gebäude und Menschen, nirgends scheint es frei und wild zu sein. Es gibt andere Regeln und Vorschriften, Erwartungen – einfach eine ganz andere Welt für das Mädchen. Für andere sind ihre Reaktionen nicht immer nachvollziehbar, ebenso wie sie nicht immer versteht, wieso die anderen Menschen so sind, wie sie es sind. Man spürt deutlich, wie es in ihr arbeitet, wie sie Dinge annimmt, sich ihre eigene Freiheit und Wildheit zurückerobert, Orte findet, an denen sie sich nicht so eingesperrt fühlt und Stück für Stück auch ihre Mauern gegenüber dem neuen Ort fallen. Nur weil sie die Stadt zu mögen lernt, heißt es ja nicht, dass sie ihren Wald dadurch weniger mag.
Schön fand ich, dass ganz unterschiedliche Emotionen und Empfindungen eingearbeitet sind. Octobers Abwehrhaltung ist spürbar und auch irgendwie verständlich, immer wieder blitzt aber auch Neugier durch, es wird nachdenklich, aber auch hoffnungsvoll, manches ist geprägt von Schuldgefühlen und tiefer Verletzung, aber auch von Freundschaft und tollen Botschaften, die Octobers Entwicklung beeinflussen und fördern.
Fazit

Ein besonders Kinder- und Jugendbuch, das durch den sehr poetischen Stil, die bildgewaltige Sprache, die fantasievollen Gedankengeschichten und die Fülle an Emotionen und Botschaften bestimmt eine Weile in Erinnerung bleibt.
Die verschiedenen stilistischen Mittel sind eine schöne Idee, auch wenn es mich persönlich manchmal im Lesefluss etwas gestört hat. Das empfindet aber sicher jeder unterschiedlich.
Eine Geschichte über Mut für Neuanfänge und neue Erfahrungen, sich die Wildheit und Freiheit zu erhalten oder sie neu zu entdecken, auch wenn man nicht in seiner gewohnten Umgebung ist.

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Veröffentlicht am 02.08.2023

gute Mischung, besondere Atmosphäre im finnischen Winter

Schatten – Der Pakt (Schatten 1)
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Als Pete im Kaufhaus in der Schlange für den Weihnachtsmann ansteht, kommt er sich mit seinen 13 Jahren ein wenig fehl am Platz vor. Was soll der Kaufhausweihnachtsmann schon für ihn tun? Immerhin möchte ...

Als Pete im Kaufhaus in der Schlange für den Weihnachtsmann ansteht, kommt er sich mit seinen 13 Jahren ein wenig fehl am Platz vor. Was soll der Kaufhausweihnachtsmann schon für ihn tun? Immerhin möchte er nicht ein neues Spielzeug oder Handy haben, sein Wunsch ist viel größer, viel wichtiger. Er möchte seiner besten Freundin Sara helfen, die unheilbar krank ist. Kurz bevor er doch noch flüchten kann, ist er dann an der Reihe und da er nichts zu verlieren hat, flüstert er dem Mann seinen Herzenswunsch ins Ohr. Niemals hätte er wartet, was dann passiert. Nach einem nächtlichen Besuch von einer düsteren Kreatur ist klar: Sara wird wirklich gesund. Der Preis, den Pete dafür zahlt, scheint klein und nicht der Rede wert zu sein. Doch bald stellt der Dreizehnjährige fest, dass man ohne seinen Schatten eben doch nicht mehr so ganz man selbst ist. Gemeinsam mit Sara schmiedet Pete einen Plan, um die Schatten zurück zu holen, denn er ist längst nicht der einzig, dem sein Schatten fehlt...

Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut. Schon das Cover vermittelt einen geheimnisvollen, düsteren Eindruck, der auch innerhalb der Geschichte immer wieder zum Tragen kommt. Die Illustrationen sind richtig toll, mir gefällt der Stil sehr und ich mag auch, dass sie eher farbreduziert sind. Viel in Grautönen bzw. eher dunkel gehalten mit kleineren Farbakzenten. Das passt gut zur Geschichte und macht die Bilder besonders atmosphärisch. Die Handlung wird damit gut unterstützt, vieles wird noch lebendiger und besser vorstellbar und auch der kleine Gruselfaktor, der immer wieder mitschwingt, wird noch unterstützt. Da das Buch im finnischen Winter spielt, wird bei den Illustrationen auch gut mit dem Wetter und den unterschiedlichen Lichtverhältnissen gespielt, was ich ebenfalls sehr mochte.
Die Kapitel sind kurz, so dass man gut auch Pausen beim Lesen einlegen kann und gleichzeitig das Gefühl hat, flott voranzukommen. Gedankengänge, die Pete sich notiert, sind anders formatiert, so dass diese einem auch direkt ins Auge springen.
Von der Sprache ist es einfach gehalten, so dass es auch für Lesende ab 10 Jahren verständlich sein sollte. Man erlebt die Geschichte durch einen personalen Erzähler. Die meiste Zeit ist man mit Pete unterwegs, es gibt aber auch Kapitel, in denen man andere Charaktere begleitet, wie Uudit, die Schattenflickerein. Damit wird die Handlung noch etwas komplexer und man erhält mehr Überblick über die Dinge, die in einem Zusammenhang zueinander stehen, auch wenn Pete das noch nicht überblicken kann.

Als Pete das Angebot bekommt, seinen Schatten herzugeben, denkt er sich erst mal nicht so viel dabei. Sein Wunsch, Sara gesund zu machen, überwiegt. Als er dann aber seinen Schatten verloren hat, wird ihm nach und nach klar, was es wirklich bedeutet und wie sehr ihn das verändert. Mit seinem Schatten ist auch ein Teil seines Selbst verschwunden und was zurückgeblieben ist, kann er selbst nicht unbedingt leiden – auch wenn er etwas braucht, um was zu merken. Mit der Zeit entdeckt Pete auch immer mehr Menschen, die keinen Schatten mehr haben und achtet genau darauf, wie sie sich verhalten und auch, wie sie sich vielleicht verändert haben, sollte er sie vorher schon gekannt haben. Das ist für ihn sehr erschreckend, auch wenn die Auswirkungen nicht bei jedem gleich sind. Unmöglich kann es so weitergehen, dass immer mehr ihren Schatten verlieren, deswegen wollen Sara und er etwas tun, um die Entwicklung aufzuhalten. Ob das gelingt und welche Abenteuer sie dafür bestehen müssen, erfährt man dann wohl erst in der Fortsetzung.
Im Auftakt benötigt es etwas Zeit, bis sich dann mehr erschließt, was eigentlich los ist, dass mehr dahintersteckt und wie weitgreifend die Entwicklung inzwischen schon zu sein scheint. Manche Dinge bleiben auch noch offen, aber da es eine Fortsetzung gibt, ist das auch nicht verwunderlich.
In die Handlung eingeflochten werden auch soziale Aspekte, Bereiche der Politik und des Weltgeschehens. Im Hauptfokus stand für mich aber die Freundschaft zwischen Pete und Sara, die nicht immer gleich ist und auch von den Veränderungen durch den Schattenverlust geprägt wird. Und eben das, was es mit Pete selbst macht. Eingearbeitet sind auch Aspekte der finnischen bzw. nordischen Mythologie, was die Atmosphäre im Buch ebenfalls prägt.

Zwischendurch ist es auch nachdenklich und von der Stimmung eher düster. Einige der Wesen, die da so auftauchen sind etwas grusliger, denen möchte man nachts wohl nicht so gern allein begegnen. Damit ist es sicher auch nicht für jedes Kind etwa. Eine gewisse Spannung ebenfalls wird aufgebaut, begleitet von vielen offenen Fragen. Zum Ende hin wird das Tempo dann auch etwas mehr angezogen, als es vorher der Fall war.
Es gibt sehr viele Dialoge, neben den Gedankengängen. Manche der Gespräche wirkten für mich jedoch ein wenig gestelzt oder irgendwie unfertig. Vielleicht liegt das an der Übersetzung oder daran, dass man vielleicht Redewendungen als solche nicht so kennt oder nicht so versteht, wie sie im Original gemeint gewesen wären?! Hin und wieder dachte ich zumindest „äh, das war jetzt aber platt“ oder „was soll mir das jetzt sagen?“. Das hat mich aus dem Lesefluss immer ein wenig rausgerissen, auf andere mag das aber nicht so wirken oder man liest darüber hinweg. Ich fand, die gesamte Dynamik und Stimmung im Buch war auch einfach eine andere, als man es sonst gewohnt ist. Das ist ja nicht schlecht, nur eben etwas ungewohnter vom Erzählstil und der aufgebauten Atmosphäre.
Insgesamt baut die Geschichte schon eine gewisse Tiefe auf, auch durch das viele Nachdenken und in sich reinhören, auch wenn die Figuren jetzt nicht alle total detailliert ausgearbeitet werden. Immer wieder gibt es auch hoffnungsvolle Augenblicke und die Charaktere ziehen viel Kraft aus ihrer Freundschaft.

Fazit
Die Geschichte war interessant zu verfolgen und baut zum Ende hin dann auch mehr Spannung und Tempo auf. Es gibt nachdenklichere Passagen, offene Fragen, stärkere Auswirkungen des Schattenverlustes, als Pete es erwartet hätte, kleine Herausforderungen, Abenteuer, die dann in der Fortsetzung zu bestreiten sind, kleine düstere, mystische Momente und viele Dialoge, die mir manchmal von der Dynamik allerdings nicht ganz so lagen. Das Buch hat eine besondere Atmosphäre, was sicher an der Mischung der Themen und der Entwicklungen, vielleicht aber auch am Ursprungsland Finnland liegt. Mir persönlich lag der Stil nicht komplett, aber es hat trotzdem Spaß gemacht die Geschichte zu verfolgen und ich bin auch neugierig auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 18.07.2023

gelungener Auftakt, gute Mischung

Jezebel Files - Wenn der Golem zweimal klingelt
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Ashira Cohen hat es nicht immer leicht gehabt, sich mit ihrem Berufswunsch durchzusetzen. Doch inzwischen läuft es für sie als Privatdetektivin gar nicht schlecht, auch wenn die Auftragslage besser sein ...

Ashira Cohen hat es nicht immer leicht gehabt, sich mit ihrem Berufswunsch durchzusetzen. Doch inzwischen läuft es für sie als Privatdetektivin gar nicht schlecht, auch wenn die Auftragslage besser sein könnte. Als sie während eines Auftrags einen Schlag auf den Hinterkopf bekommt, wird etwas in ihr freigesetzt, womit sie als Weltige nie gerechnet hätte: Magie. Bisher dachte Ash immer, sie würde keine besitzen, nun ergeben sich zahlreiche Fragen, auf die sie zunächst keine Antworten hat. Noch dazu muss sie schleunigst versuchen, mit ihrer Magie klar zu kommen und sie zu kontrollieren, bevor diese zu schwerwiegenden Problemen führen wird. Als wäre das noch nicht genug an Herausforderung, verschwinden immr mehr Jugendliche und es gehen rätselhafte Dinge vor sich, denen sie nachgehen will und muss. Dafür muss sie sich unweigerlich mit Levi Montefiore zusammenschließen, auch wenn sie ihm eigentlich lieber aus dem Weg geht. Umso weiter die beiden ermitteln, umso mehr düstere Details kommen ans Licht…

Mir hat der Auftakt der Reihe gut gefallen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung, die ich ganz bestimmt lesen werde. Zu Beginn wird man direkt ins Geschehen geworfen, ohne große Vorinformationen. Damit geht es zwar gleich spannend los, manche Dinge erschließen sich dadurch aber auch noch nicht gleich, da man nicht weiß, was für eine Art von Magie es gibt, wie diese angewandt werden kann, wie die Regeln und die Strukturen der Gesellschaft so aufgebaut sind. So war es zum Anfang zwar nicht uninteressant, es dauerte jedoch ein wenig, bis sich dann etwas mehr erschloss und man die Zusammenhänge aufbauen konnte. Erschwerend kommt natürlich hinzu, dass Ash selbst nicht versteht, wie es sein kann, dass sie plötzlich Magie besitzt.
Nach und nach erfährt man dann insgesamt auch mehr von den verschiedenen Magieformen, wo die Magie überhaupt herkommen und dass die Nefesh je nach Region verschiedenen „Häusern“ zugeordnet werden, die jeweils eine Art Oberhaupt haben, das die Region organisiert und kontrolliert. In Ashs Fall ist es damit Levi Monetfiore, mit dem sie sich nun wieder auseinandersetzen muss. Nicht nur, weil sie plötzlich selbst eine Nefesh ist, auch aufgrund der Sachen, die aktuell in Vancouver passieren.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin geschildert, so dass man detaillierte Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt bekommt. Ich mochte die Art von ihr sehr gern, sie ist nicht unbedingt eine Menschenfreundin, bleibt gern für sich, hat nur wenige Freunde, Sarkasmus und Ironie beherrscht sie fließend, sie kann auch Beleidigungen manchmal sehr geschickt und für den Lesenden witzig verpackt rüberbringen, teilweise ist sie aber auch sehr direkt in dem, was sie so von sich gibt. Für sie ist viele neu, manches überfordert sie bzw. wirft sie aus der Bahn, die überwältigende Macht in ihr könnte zudem zu einer großen Gefahr für andere werden. Nicht so leicht, das alles zu verdauen und damit umzugehen. Ash wirft aber nicht hin, sie stürzt sich eher mitten rein, manchmal vielleicht auch etwas zu leichtsinnig, aber immer mit guten Absichten.
Ich mochte auch die Dynamik zwischen ihr und Levi, die immer mal wieder aneinander geraten, sich gegenseitig herausfordern und provozieren, sich aufziehen und necken, die aber auch als Team richtig gut zusammenarbeiten können. Eine gewisse Anziehungskraft ist auch vorhanden, auch wenn beide dem nicht wirklich nachgeben wollen. Auch die Nebenfiguren, die noch etwas mehr im Fokus standen, mochte ich gern. Es ist eine ganz coole Mischung, jeder hat so seine Macken, die er mit einbringt. Es entstehen Situationen zum Schmunzeln oder Lachen, die Geschichte wird gut vorangetrieben und man erhält neben den persönlichen Informationen auch immer noch weiteres Hintergrundwissen zu den Nefesh und den Strukturen an sich.
Oben drauf kommen dann noch ein paar andere Charaktere, die nicht alle so sehr im Mittelpunkt des Geschehens stehen, insgesamt jedoch für ein sehr gemischtes Figurenfeld sorgen.

Umso weiter die Handlung voranschreitet, umso mehr verknüpfen sich die Elemente miteinander, es wird komplexer, manche Dinge werden aufgedeckt, weitere Fragen kommen dazu, die Lage spitzt sich zu, es wird teilweise auch gefährlicher und damit actionlastiger. Die Charaktere müssen zwischendurch auch ein wenig an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gehen. Insgesamt hat mir der Verlauf der Geschichte gut gefallen, es war interessant zu verfolgen. Es hat sich aufgrund des flüssigen Schreibstils auch zügig lesen lassen. Die Charaktere und Schauplätze wurden gut vorstellbar beschrieben. Besonders mochte ich auch die Szenen, in denen Magie genutzt wurde.
Hin und wieder hatte ich allerdings das Gefühl, die eine oder andere Verbindung nicht direkt zu verstehen oder in Dialogen irgendwas verpasst zu haben, weil die Figuren da manchmal irgendwas rauslesen oder reininterpretieren, was sich mir nicht direkt erschloss. Es hat mich nicht aus dem Lesefluss geworfen, aber Fragezeichen hinterlassen. Beim Weiterlesen haben sich dann meistens irgendwann die Zusammenhänge ergeben, zwar habe ich manchmal dennoch das Gefühl gehabt, irgendwas verpasst zu haben oder eben einfach noch nicht zu verstehen, aber dem Verlauf der Handlung konnte ich trotzdem folgen.
Zum Ende des Buches hat man sicher noch nicht jedes Detail der Nefesh so komplett erfasst oder erfahren, manches wird sich sicher erst im Verlauf der Reihe ergeben, auch weil Ash sich mehr damit auseinandersetzen wird müssen, was sich für sie nun gegebenenfalls verändern wird. Ich bin neugierig, was man da noch so erfahren wird.
Fazit

Ein guter Auftakt der Urban Fantasy Reihe, der sich flüssig hat lesen lassen und mir von den enthaltenen Elementen gefallen hat. Die Protagonistin hat ihre Macken, die sie mir sympathisch machten. Sie ist nicht unbedingt ein Freund von Menschen und kommuniziert das auch immer wieder ziemlich direkt, schon allein das hat mir total gefallen. Die Mischung aus Sarkasmus, Ironie, Neckereien, Provokationen, besonders gegenüber Levi, den actionreicheren Szenen und den Einblicken zu der Magie und den Nefesh hat für mich gut gepasst und macht mit den Entwicklungen und dem Ausgang des ersten Bandes auch neugierig auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 04.07.2023

Auftakt mit Schwächen

Ravenhall Academy 1: Verborgene Magie
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Lillys Zukunftspläne standen eigentlich schon fest: sie wollte mit ihrer besten Freundin Anny Literaturwissenschaften in London studieren. Voller Vorfreude haben die beiden die kommende Zeit geplant, sich ...

Lillys Zukunftspläne standen eigentlich schon fest: sie wollte mit ihrer besten Freundin Anny Literaturwissenschaften in London studieren. Voller Vorfreude haben die beiden die kommende Zeit geplant, sich auf den gemeinsamen Umzug und alles, was sie erwarten wird, gefreut. Doch dann kommt es ganz anders. Bei einem Besuch bei ihrer Grandma erfährt Lilly davon, dass sie in einer Hexenfamilie geboren ist und sie diejenige von den Zwillingsschwestern ist, die ebenfalls Magie in sich trägt. Um den Umgang mit ihren Kräften zu erlernen und mehr über die magische Welt, andere Wesen, Heilkräuter und Zaubersprüche zu erfahren, soll Lilly fortan auf die Ravenhall Academy gehen. Verlieben stand eigentlich auch nicht auf dem Stundenplan, aber Jason übt eine starke Anziehungskraft auf die Siebzehnjährige aus, unproblematisch sind ihre Gefühle allerdings nicht.
Außerdem scheint manches an der Academy nicht mit rechten Dingen zuzugehen, es gibt unerwartet viel Zulauf für die Krankenstation und auch einige der Gespräche, die Lilly belauscht, klingen alles andere als vertrauenerweckend.

Der Auftakt der Dilogie lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einige Punkte der Geschichte haben mir wirklich gut gefallen, die Verstrickungen, die sich zum Ende hin verdichten, machen neugierig auf den zweiten Band, es gab aber auch Handlungselemente, die mir nicht ganz so zugesagt haben und Aspekte, die sich mir (bisher) nicht ganz erschlossen haben.

Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Zwischendurch gab es kleine spannendere Momente, weite Teile der Handlung wirken aber doch recht ruhig, weil man erst mal die Welt der Hexen, die Gepflogenheiten an der Schule und die ganzen neuen Leute kennenlernt. Es zieht sich nicht unbedingt, aber es ist jetzt auch nicht so, dass für mich ein Sog entstand, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Die Ereignisse, die Sorge bereiten und für etwas mehr Aufregung sorgen, werden nicht so richtig intensiv verfolgt bzw. eben nicht von der Protagonistin und daher wird es eher ausgeblendet, was schade war, weil ich das sehr interessant gefunden hätte. Die Einblicke in den Ablauf an der Schule fand ich an sich zwar interessant, mir waren aber einige der Lehrmethoden doch etwas suspekt (z.B. ein Mal angeschaut und dann könnt ihr es bitte…) und vorallem war das alles immer super schnell abgehandelt. Länger als 10 Minuten scheinen manche Unterrichtsstunden nicht zu gehen. Klar kann man nun auch nicht 45 Minuten in aller Ausführlichkeit beschreiben, aber irgendwie war es doch alles sehr fix, dafür, dass die da was von mitnehmen und lernen sollten. Einblicke in die Dinge bekommt man aber trotzdem und eine grobe Vorstellung davon, wie das eine oder andere funktionieren könnte. Anderes hat sich mir nicht ganz erschlossen. Auch habe ich mich gefragt, wie gut es wohl funktioniert, wenn man die alle mit sehr unterschiedlichem Wissensstand da in den Klassen mischt. Lilly wusste ja nun gar nichts, aber die meisten anderen sind ja offen mit Magie und so weiter aufgewachsen und kennen daher schon deutlich mehr. Selbst wenn sich die Magie eben nicht mit der Geburt sofort entfaltet, fand ich das System stellenweise etwas seltsam.
Die Beschreibungen vom Handlungsort haben mir gut gefallen, man konnte sich die Academy mit der Umgebung gut vorstellen, was immer wieder für eine tolle Atmosphäre gesorgt hat. Zu Beginn des Buches gibt es eine Karte für die Orientierung und auch eine Auflistung von einigen Zaubersprüchen. Eine tolle Idee, im Print sicher auch super, im eBook war es allerdings so klein, dass ich es kaum lesen konnte.
Toll fand ich die Auszüge aus dem Grimoire, die immer wieder Einblicke in die Hexenwelt geben und auch manche Zusammenhänge erklären und besser greifbar machen. Diese befanden sich jeweils zu Beginn der Kapitel. Zwischendurch gab es auch mal kleine Auszüge aus Büchern, zur Geschichte der Hexen und solchen Dingen. Davon hätte es gern noch mehr geben können, damit hätte sich bestimmt dann auch noch mehr erschlossen.

Durch die Ich-Perspektive lernt man hauptsächlich Lilly kennen, allerdings fand ich, bleibt es manchmal eben doch auch noch ziemlich an der Oberfläche. In manchen Gesprächen taucht man dann etwas tiefer in ihre Vorgeschichte und Empfindungen ein, insgesamt blieb sie mir aber fast noch etwa zu blass, obwohl man ja die gesamte Zeit mit ihr unterwegs ist. Auch die Charaktere in ihrem Umfeld erlangen nicht unbedingt eine große Tiefe. Am meisten erfährt man noch über Jason und Elanor, die sie auf der Academy kennenlernt. Abgesehen von ihrer Grandma spielen die Personen aus ihrem Leben vor der Academy keine wirkliche Rolle mehr, was ich teilweise nicht ganz so glaubwürdig fand. Die paar kleinen Gedanken, die sie daran zwischendurch mal verschwendet, waren mir irgendwie zu wenig. Allgemein hat sie unglaublich schnell akzeptiert, dass sich ihr Leben nun eben komplett ändert. Besonders wenn man bedenkt, dass sie bei ihrer Ankunft bei ihrer Oma sehr naiv war, alle Hinweise und Andeutungen in diese Richtungen strickt von sich gewiesen hat oder einfach nicht wahrnehmen wollte, da es Magie ja nun wohl eben nicht gibt. Hinterfragt hat sie das alles erst mal nicht, obwohl man tausend Fragen hätte haben sollen. Und eigentlich wollte sie ja auch nur ein paar Wochen bleiben und nicht zwei Jahre. Wirklich erschlossen hat sich mir auch nicht, wieso ihr niemand vorher mal was gesagt hat.

Dass Lilly sich (sehr zügig) in jemanden verliebt, den sie dann nicht haben kann/darf, ist sicher ein beliebtes Motiv in Romantasy-Geschichten und hat viele Fans. Ich hätte es auch schön gefunden, wenn es einfach mal anders gewesen wäre. Abgesehen davon, dass ich auch hier noch Fragezeichen zu im Kopf habe, die ich aus Spoilergründen jetzt nicht näher definiere. Es wurden insgesamt im Buch auch so einige Klischees bedient, die für mich jetzt nicht alle hätten sein müssen.
Es gibt einige Parallelen zu Harry Potter, manche werden ganz offen angesprochen, andere sind vermutlich dann eher im Text versteckt. Da ich die Bücher nicht kenne, kann ich darauf aber keinen Bezug nehmen. Mich hat es jetzt nicht gestört, wie viel da aber nun gleich oder ähnlich war, weiß ich eben auch nicht.
Gut gefallen haben mir die verschiedenen tierischen Begleiter der Hexen und Hexer, zu denen sie eine besondere Bindung haben und diese im Verlauf auch noch stärken.

Am Ende des Buches bin ich schon neugierig, wie es weitergeht und für was es noch alles Lösungen geben wird. Zwischendurch gab es ein paar Momente, die Spannung erzeugt und Fragen aufgeworfen haben, weitere Strecken waren eher ruhig oder auf die Emotionen fokussiert, die nicht ganz unproblematisch sind. Manche der Gespräche haben mir sehr gut gefallen, weil man da mal etwas mehr Tiefe erzeugt und mehr zu den Figuren erfährt. Viele Dinge wurden mir etwas schnell abgehandelt, manches rund um die Magie und das gesamte System erschließt sich mir irgendwie noch nicht so richtig. Da dürfte es im zweiten Band gern mehr zu geben, ich fürchte aber, dafür wird vielleicht gar nicht so viel Raum sein, weil es sich mehr um die anderen Aspekte drehen wird, die da jetzt zum Schluss noch aufgeworfen wurden bzw. noch nicht zufriedenstellend bearbeitet sind.
Fazit

Ein Auftakt, der interessante Elemente enthält, mir insgesamt aber zu sehr an der Oberfläche blieb. Manche Dinge empfand ich als nicht so richtig logisch oder konnte sie einfach noch nicht greifen oder nachvollziehen, weil man dafür teilweise noch zu wenig weiß. Das Setting und die Hexenkräfte haben mir gefallen. Im Moment denke ich, ich werde auch den zweiten Band der Dilogie lesen, auch wenn ich einige Kritikpunkte hatte.

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