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Veröffentlicht am 23.02.2020

Magie und Thriller vereint: düster, spannend, vielseitig (nach etwas zähem Start)

Das neunte Haus
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Wer Macht hat, hat auch das Sagen! So in etwa läuft es auch in Yale, denn dort gibt es mächtige Studentenverbindungen, die sich dunkler Magie bedienen, um ihren Einfluss und ihre Position in und außerhalb ...

Wer Macht hat, hat auch das Sagen! So in etwa läuft es auch in Yale, denn dort gibt es mächtige Studentenverbindungen, die sich dunkler Magie bedienen, um ihren Einfluss und ihre Position in und außerhalb der Stadt zu stärken. Um die Machenschaften der acht starken Verbindungen zu überwachen, gibt es das neunte Haus. Ganz neu dabei ist Alex Stern, die unter ungewöhnlichen Umständen rekrutiert worden ist. Die Zeit, um sich an alles zu gewöhnen und sich einzuarbeiten, ist knapp, denn schon kurz nach ihrer Ankunft in Yale werden ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten benötigt, um ein Verbrechen an einer jungen Frau zu untersuchen.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht ganz leicht gefallen. Es war etwas wirr und zäh, wodurch man keine Ahnung hatte, wovon man da eigentlich liest, wie alles zusammenhängt und was man den Worten, die man dort liest, entnehmen sollte. Die Kapitel springen zwischen dem Herbst und Winter hin und her und ich konnte mir zunächst nur wenig einen Reim darauf machen, was da vor sich geht. Man bekommt zwar erste Einblicke in die Komplexität der acht Häuser, die Magie nutzen, man begegnet einigen Charakteren und ist bemüht, alles irgendwie zu ordnen, anfangs fiel mir das jedoch eher schwer. Nach und nach werden die Informationen, mit denen man etwas anfangen kann, dann jedoch zahlreicher, die Stränge der unterschiedlichen Zeiten weisen Verknüpfungen auf, es erschließen sich damit die Zusammenhänge, man taucht tiefer in die Handlung ein und dann wurde es auch richtig spannend. Umso weiter man im Buch voranschreitet, umso größer wird der Einfluss von Magie, umso mehr spielen die Geister eine Rolle und die düsteren Rituale, die die unterschiedlichen Verbindungen durchführen. Die Wechsel zwischen den Strängen sind dann auch nicht mehr so riesig, man springt nicht mehr so viel, ist länger an einem „Ort“ und kann sich dadurch auch besser auf die Entwicklungen im Buch einlassen. Teilweise ergänzen die Rückblenden dann auch die Geschehnisse des späteren Handlungsstranges, was das Geschehen voranbringt und für den Leser verständlicher macht. Ich wurde immer wieder überrascht und war erstaunt, wie viel mehr möglich ist als die Dinge, die man vielleicht zwischendurch schon geahnt hat. Die Suche nach der Wahrheit führt Alex und die anderen immer tiefer in die Vergangenheit und bringt noch mehr düstere Aspekte ans Licht, als sie erwartet hatte.

Mitten drin im Chaos ist die gesamte Zeit Alex, die man sehr intensiv begleitet. Da auch sie zunächst kaum weiß, was eigentlich vor sich geht, wem sie trauen kann und auf wen sie besser nicht hören sollte, ist es für sie nicht gerade leicht, in der „neuen Welt“ zurecht zu kommen. Die Protagonistin hat eine teilweise recht dunkle, nicht gerade ruhmreiche Vergangenheit, auf die sie nicht sehr stolz ist. Sie ist sich bewusst, dass sie nun eine Chance bekommt ein anderes Leben zu führen, doch die Umstände sind nicht unbedingt leicht. Sie muss viele Herausforderungen meistern und neben den Unikursen, in denen sie teilweise kaum mitkommt, auch noch die Geheimnisse und Verstrickungen rund um die Studenten-Verbindungen entschlüsseln. Alex‘ Methoden sind nicht immer ganz fair und sorgen für Unmut bei ihrem Gegenüber, sie ist jedoch erfolgreicher, als es wohl so manch anderer wäre und da die meisten nicht wissen, woher sie kommt und wozu sie fähig ist, trifft es alle ziemlich unvorbereitet. Auch wenn ich nicht jede ihrer Aktionen gutheißen konnte, hat es mir Spaß gemacht Alex zu begleiten, zu sehen, wie sie sich entwickelt und durchschlägt, wie sie für Gerechtigkeit kämpft und dafür auch Gefahren eingeht. Sie ist sicher nicht die einfachste Person, aber sehr ehrgeizig und für die Menschen da, die ihr wirklich wichtig sind. Neben ihr gab es noch einige andere Figuren, die mich fasziniert haben. Dazu gehörte North, der schon seit einigen Jahren nicht mehr unter den Lebenden weilte und Dawes, die besonders in der zweiten Hälfte des Buches sehr eng mit Alex zusammenarbeitet und immer wieder ihr Rettungsanker ist. Nicht alle Charaktere lernt man intensiv kennen, da Alex auch mit sehr vielen Kontakt hat durch ihre unterschiedlichen Aufgaben, aber von den wichtigsten Personen erfährt man zumindest so viel, dass man sie halbwegs einschätzen kann – Überraschungen nicht ausgeschlossen.

Der Aufbau und die Verknüpfungen der Stundenverbindungen, die unterschiedlichen, teils grausamen Rituale und die Welt der Geister sorgen für ein interessantes, vielseitiges Setting. Es gab die gesamte Zeit neue Dinge zu entdecken, neue Zusammenhänge herzustellen, Verbindungen aufzudecken und Geheimnisse zu lüften. Nachdem ich in der Handlung drin war, empfand ich es als sehr spannend und fesselnd. An der einen oder anderen Stelle wäre ich sogar gern noch tiefer in die Handlung und die Personen eingetaucht, auch wenn es vielleicht ein wenig vom Tempo genommen hätte. Hier und da ist es mir etwas zu blass und oberflächlich geblieben, auch wenn die Ereignisse dafür gesorgt haben, dass ich gespannt darauf war zu erfahren, wie es weitergeht und wie alles aufgedeckt wird.
Fazit

Auch wenn der Einstieg in die Geschichte nicht ganz leicht und etwas wirr war, hat sich das Buch dann richtig toll entwickelt. Es wurde sehr spannend und rasant, es gab düstere und blutige Momente, Geheimnisse und Überraschungen, unerwartete Verknüpfungen und tolle Entwicklungen bei den Charakteren. Die Geschichte der Stundenverbindungen ist komplex, verzweigt und viel verzwickter, als man zunächst erwarten würde. Die Kombination aus Fantasy und Thriller hat mir gut gefallen und immer wieder für Abwechslung im Buch gesorgt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2020

abwechslungsreich und informativ

Ausgestorben - Das Buch der verschwundenen Tiere
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Der Buchtitel ist inhaltlich sehr gut umgesetzt. Auf jeder Seite geht es um Tiere, die es früher einmal gab oder gegeben haben könnte, die durch verschiedene Ursachen ausgestorben sind oder ganz aktuell ...

Der Buchtitel ist inhaltlich sehr gut umgesetzt. Auf jeder Seite geht es um Tiere, die es früher einmal gab oder gegeben haben könnte, die durch verschiedene Ursachen ausgestorben sind oder ganz aktuell vom Aussterben bedroht sind. Es ist sehr informativ und abwechslungsreich und es gibt reichlich zu entdecken.
Einige der Fachbegriffe sind für die jungen Leser vielleicht nicht ganz so leicht zu verstehen bzw. auszusprechen und zu lesen. Allerdings kann man die Dinge, die in der Erdgeschichte von einige Jahrtausende oder Jahrmillionen zurück liegen, auch nicht viel einfacher oder kindgerechter ausdrücken. Die Namen der Tiere und Zeiten sind festgeschrieben und gehören daher mit zum Text und Geschehen dazu. Eine kleine Übersicht hätte es hier aber vielleicht einfacher gemacht, einen Zusammenhang zwischen den sich verändernden Namen herzustellen, damit man auch noch einen besseren Eindruck davon bekommt, welche Zeit welcher folgte.
Wer sich wirklich für das Thema interessiert, der wird sich auch durch die Fachbegriffe arbeiten und sich davon nicht abschrecken lassen. Interessant ist das Buch allemal, aber sicher nicht so leicht die Inhalte zu behalten, wie bei anderen Themen.
Die anderen Erklärungen sind weitestgehend einfach gehalten, so dass es zumindest nicht noch künstlich kompliziert gemacht wurde. Die zahlreichen Illustrationen, die es dazu noch gibt, sind sehr ansprechend und gut gelungen. Man wandert mit dem Buch durch die Erdgeschichte und kann zu den unterschiedlichen Themen verschiedene Theorien und Möglichkeiten lesen. Mir hat das ganz gut gefallen, da man sich nicht auf eine Aussage versteift, sondern unterschiedliche Varianten aufzeigt, die möglich sind, zum Beispiel was das Aussterben der Dinosaurier angeht.
Das Buch an sich ist leider sehr groß, was es für Kids schon eher unhandlich macht, es in der Hand zu haben oder auf den Schoß zu legen, um darin zu blättern. Die Seiten bieten dadurch zwar viel Raum für Informationen und Bilder etwas kleiner wäre aber vermutlich doch praktischer gewesen.

Ein sehr informatives Buch, in dem nicht nur Kinder noch etwas lernen und mitnehmen können. Besonders schön fand ich auch den Bezug zur Gegenwart, der zeigt, dass eben auch heute noch Tiere vom Aussterben bedroht sind und vielleicht bald verschwinden werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 22.02.2020

schönes Kinderbuch zum Entdecken und Lernen

Einsatzfahrzeuge
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Wieso, weshalb, warum? In diesem Buch rund um Einsatzfahrzeuge gibt es viel zu entdecken und zu lernen. Die Doppelseiten sind sehr schön gestaltet und illustriert. Die Bilder sind kindgerecht und auch ...

Wieso, weshalb, warum? In diesem Buch rund um Einsatzfahrzeuge gibt es viel zu entdecken und zu lernen. Die Doppelseiten sind sehr schön gestaltet und illustriert. Die Bilder sind kindgerecht und auch wenn viel los ist, kann man die Inhalte gut überblicken und nach und nach durchgehen.
Hinter den verschiedenen Klappen können die kleinen Entdecker sehen, wie sich die Szene entwickelt, was die Einsatzleute machen und wie sie den Betroffenen helfen. Hinter der großen Klappe ertönt auf jeder Seite ein unterschiedliches Geräusch, so wird das Buch nicht nur optisch, sondern auch akustisch zu einem Highlight. Der Text ist kurz und knapp gehalten und schafft es trotzdem die Wichtigkeit von Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen zu erklären, ohne zu überladen.
Ein Buch, das man auch gut mehrfach ansehen kann, ohne dass es langweilig wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 22.02.2020

erotische Kurzgeschichten

Mehr heiße Gute-Nacht-Geschichten | Erotische Geschichten
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Dieses Buch enthält 22 erotische Kurzgeschichten, die den Leser an ganz unterschiedliche Orte und in ganz verschiedene Situationen führt. Eines bleibt jedoch immer gleich: es wird heiß und die Charaktere ...

Dieses Buch enthält 22 erotische Kurzgeschichten, die den Leser an ganz unterschiedliche Orte und in ganz verschiedene Situationen führt. Eines bleibt jedoch immer gleich: es wird heiß und die Charaktere haben ihren Spaß!
In dem Buch „Heiße Gute-Nacht-Geschichten“ vom September 2017 präsentiert die Autorin 35 Kurzgeschichten, die mir damals auch gut gefallen haben. Die Bücher können völlig unabhängig voneinander gelesen werden, da jede Geschichte für sich steht und sich die Handlung nicht aufeinander aufbaut.

Die Kurzgeschichten sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Sowohl die Personenanzahl, als auch Schauplätze und Spielarten wechseln im Verlauf des Buches immer wieder. Ein kleines Vergnügen in der Öffentlichkeit, gemütlich im Urlaub oder zu Hause, heiße Stunden bei guten Freunden oder mit einem Fremden, der einen einfach gerade anspricht – in diesem Buch ist von jedem etwas zu finden. Durch die unterschiedliche Gestaltung sollte am Ende auch für jeden etwas dabei sein, was er besonders mag und bei den Geschichten, die vielleicht nicht ganz für einen selbst passend sind, blättert man dann eben weiter.

Die meisten Stories befassen sich mit einer klassischen Mann-Frau Konstellation, es gibt aber auch einige Geschichten, in denen es drei oder vier Personen gibt, die auf ihre Kosten kommen. Mal mit Spielzeugen, mal ohne, mal mit Zeitdruck, mal ganz in Ruhe und ausgelassen. Abwechslung wird da auf jeden Fall geboten, denn jede Geschichte ist anders, sowohl von der Gestaltung, als auch von der Länge und der Erzählperspektive. Einige Kurzgeschichten werden aus der Ich-Perspektive geschildert, bei anderen gibt es einen übergeordneten Erzähler. So wird man mal intensiver in der Handlung, mal ist man eher ein Beobachter. Viele der Stories sind recht kurz, man hält sich nicht länger mit den Charakteren auf und weiß häufig auch nicht viel von ihnen. Das ist aus meiner Sicht bei den erotischen Kurzgeschichten jedoch auch nicht nötig. Man weiß, wie die Figuren zueinander stehen oder woher sie sich kennen und aus welchem Grund sie aufeinander treffen.
Der Schreibstil von Joan Hill ist angenehm, den Situationen angemessen und zügig zu lesen. Die Beschreibungen der erotischen Abenteuer waren ansprechend formuliert und innerhalb der einzelnen Stories auch recht abwechslungsreich. Wenn man nicht zu viele Geschichten hintereinander liest, fallen einem die Dopplungen in der Auswahl der Begriffe auch nicht unbedingt auf. Es wird meistens schon ganz gut variiert, an der einen oder anderen Stelle hätte es noch ein klein wenig abwechslungsreicher sein können, insgesamt hat es aber nicht sehr gestört beim Lesen. Ich habe die Kurzgeschichten auch eher einzeln gelesen, da kann man sich dann auf jede neu konzentrieren und vergleicht nicht miteinander.

Da die Kurzgeschichten alle unabhängig voneinander gelesen werden können, kann man die Reihenfolge, in der man sie lesen möchte, selbst bestimmen. Die Figuren wiederholen sich nicht, auch die Schauplätze sind unterschiedlich gewählt und unabhängig voneinander. Nicht jede Geschichte hat mich in der Handlung und Ausschmückung komplett überzeugt und angesprochen, es wird aber insgesamt eine sehr gute, schöne, prickelnde Mischung angeboten, bei der die meisten Leser wohl Geschichten finden werden, die ihnen gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.02.2020

abwechslungsreiche, ansprechend gestaltete, leckere Rezepte

WW - 100 Top Rezepte
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Ein sehr schönes und abwechslungsreiches Kochbuch auch für alle, die nicht im WeightWatchers Programm mitmachen.
Zu Beginn gibt es noch mal eine kleine Übersicht zu den unterschiedlichen Punktesystemen, ...

Ein sehr schönes und abwechslungsreiches Kochbuch auch für alle, die nicht im WeightWatchers Programm mitmachen.
Zu Beginn gibt es noch mal eine kleine Übersicht zu den unterschiedlichen Punktesystemen, die im Buch Anwendung finden. So können die, die die Punkte zur Berechnung benötigen, sich daran orientieren, für alle anderen erschließt sich zumindest, auf welcher groben Grundlage sich das System aufbaut. Da ich selbst nicht nach dem WW-Programm koche/esse, kann ich nicht beurteilen, wie gut es dafür geeignet ist. Das Kochbuch macht insgesamt auf mich jedoch einen guten und vielseitigen Eindruck.
Es gibt auch eine kleine Erklärung dazu, woher es kommt, dass die ausgewählten Rezepte zu den Favoriten gehören bzw. von wem sie die Favoriten sind. Zum einen gibt es beliebte Rezepte von den WW-Teilnehmern, aus der Redaktion, anhand der Reaktionen in den Social Media und aus dem WW-Magazin.

Die Rezepte sind in Kategorien eingeteilt, was es sehr übersichtlich macht und einen schnell finden lässt, was man sucht. In den Bereichen One Pot, Salate und Sandwiches, Hauptgerichte mit Fleisch, Geflügel und Fisch, Pasta Basta, Veggi, Snacks & Fingerfood und in der Süßen Vielfalt findet man zahlreiche interessante, lecker klingende Gerichte, von denen ich in nächster Zeit noch einige ausprobieren möchte.
Nicht in jedem Rezept wird einem jede Zutat zusagen, das ist so, wie in jedem Kochbuch. Insgesamt sind viele der genutzten Zutaten jedoch nicht besonders außergewöhnlich oder speziell, so dass man Reste gut weiter verwenden kann, die Zutaten gut beschaffen werden können und es auch häufig den allgemeinen Geschmack treffen wird.
Zwei Gerichte habe ich schon ausgetestet und diese haben mir gut gefallen. Bei dem einen oder anderen könnte ich mir auch vorstellen ein paar kleine Dinge abzuwandeln, um die Zutaten auf mich abzustimmen, Inspirationen findet man auf jeden Fall reichlich.
Die schönen, großen Bilder unterstützen die Rezepte gut und geben eine Vorstellung davon, wie das Gericht am Ende aussehen könnte. Die Anleitung ist übersichtlich angeordnet und verständlich aufgebaut. Hin und wieder sind auch kleine Hinweise oder Tipps unter den Rezepten zu finden, zum Beispiel zum Austausch von Alkohol, um die Gerichte auch für Kinder genießbar zu machen.
Eine tolle Rezeptesammlung, die Lust auf Nachkochen und genießen macht.

  • Cover
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