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Veröffentlicht am 19.01.2025

Toller, fesselnder Auftakt

The Romeo & Juliet Society, Band 1 - Rosenfluch
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Alle 17 Jahre fordert ein Fluch, der über den Häusern Capulet und Montague liegt, ein Opfer. Ein Liebespaar, das beide Häuser vereint, findet dabei den Tod. Als Joy unvermittelt von zwei aufregenden jungen ...

Alle 17 Jahre fordert ein Fluch, der über den Häusern Capulet und Montague liegt, ein Opfer. Ein Liebespaar, das beide Häuser vereint, findet dabei den Tod. Als Joy unvermittelt von zwei aufregenden jungen Typen aufgesucht wird und mit ihnen nach Verona fliegt, ahnt sie davon jedoch nichts. Sie ist ein verschollenes Mitglied der Familie Capulet und damit verpflichtet, an dem Auswahlverfahren teilzunehmen, dass eine echte Liebe zwischen beiden Häusern unter den Schülern einer geheimen Akademie finden soll. Sie darf sich also auf keinen Fall in einen Montague verlieben. Gar nicht so leicht, denn die Fürsten beider Häuser lassen sie nicht kalt. Daher birgt jeder Ball, der von einem geheimnisvollen Komittee beobachtet wird, eine große Gefahr für Joy. Ihre wahren Gefühle müssen verborgen bleiben.

Die Reihe "The Romeo & Juliet Society" lag dummerweise viel zu lange auf meine Stapel ungelesener Bücher. Hätte ich vorher gewusst, wie sehr mich die Geschichte in ihren Bann zieht, hätte ich sie viel früher gelesen. Ist der Anfang auch noch etwas undurchsichtig, erfährt man schon bald mehr über die Geschichte und die Traditionen der Akademie und der Nachfahrinnen der beiden bekannten Häuser aus dem Shakespeare-Drama "Romeo und Julia". Capulets und Montagues sind normalerweise Schülerinnen an der Akademie, um ihre speziellen Fähigkeiten zu trainieren, doch alle 17 Jahre müssen die älteren unter ihnen ein gefährliches Auswahlverfahren durchlaufen, an dessen Ende ein Paar im Kampf gegeneinander antritt oder seine Liebe zueinander gesteht. Was für eine krasse Idee! Auf die Kämpfe bereiten sich die Teilnehmenden im Training vor, wobei beide Häuser bestimmte Fähigkeiten, wie z.B. Immunität gegen Feuer, haben.

Joy, die anfangs von all dem nichts ahnt, wird hineingeworfen in eine Welt, die sie nicht kennt und ist dementsprechend anfangs unbedarft, aber auch neugierig. Ihre Mutter soll eine Capulet gewesen sein, doch irgendein Geheimnis rankt sich um sie, welches auch in den Folgebänden noch eine Rolle spielt. Die Spiele, die hier veranstaltet werden sind unglaublich grausam und man hat das Gefühl, dass hier etwas größeres dahintersteckt und einige Schüler*innen manipuliert werden. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, weil ich so gespannt war, wie sich die Geschichte entwickelt. Und gerade, als man denkt, Joy sei auf der sicheren Seite, kommt auch schon der Cliffhanger und man will sofort zu Band 2 greifen. Der Autorin Sabine Schoder ist es wirklich gelungen hier ein dunkle, fesselnde Romantasy mit tollen Ideen zu schreiben, in der die Protagonistin zwischen zwei komplett unterschiedlichen, aber sehr anziehenden Fürsten steht. Und obwohl sie es versucht, kann sie ihrem Schicksal nicht entkommen. Für mich ein Highlight. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Gutes Setting, überzeichnete Charaktere, weniger Spannung

Mord im Himmelreich
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Der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus ist im Ruhestand und nutzt den Lebensabend, um es sich auf dem idyllischen Campingplatz Himmelreich gemütlich zu machen. Dass er gleich in eine Hunde-Rettungsaktion ...

Der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus ist im Ruhestand und nutzt den Lebensabend, um es sich auf dem idyllischen Campingplatz Himmelreich gemütlich zu machen. Dass er gleich in eine Hunde-Rettungsaktion verwickelt werden würde und dabei im See unter einem SUP-Board angebunden eine Leiche finden würde, damit hatte er nicht gerechnet. Die unerfahrenen Polizisten gehen tatsächlich von einem Unfall aufgrund unglücklicher Umstände aus, doch Kupernikus glaubt nicht daran. Da es immer sein größter Wunsch war, Tatortkommissar zu werden und ihn seine neue Bekannte, eine Künstlerin aus der Gegend dazu ermuntert, stellt er selbst Ermittlungen an. Auf einem Campingplatz gibt es so einige schräge Vögel, die sich als Verdächtige eignen.

Andreas Winkelmann war bisher eher als Autor perfider und blutiger Thriller bekannt und entdeckt nun mit "Mord im Himmelreich" und seinem Hobby-Ermittler Kupernikus das Genre der Cosy Crime für sich. Selbst gern mit dem Wohnmobil unterwegs hatte ich sofort Lust, mich in dieses Abenteuer zu stürzen. Das Cover spiegelt genau wieder, was man sich unter einem idyllischen Campingurlaub feststellt und passt zum Inhalt des Buches. Der See spielt eine große Rolle, nicht nur als Leichenfundort. Das Setting, das der Autor hier zeichnet, ist wirklich liebenswert und auch einige beteiligte Personen sind richtige Marken mit starken Eigenheiten, was für Dauercamper realistisch beobachtet sein dürfte. Kupernikus selber bleibt für mich aber zu lange zu blass und zurückhaltend. Das könnte auch daran liegen, dass die Künstlerin, die er kennenlernt sich hier für meine Begriffe zu sehr in den Vordergrund und Kupernikus zu vielen Aktionen drängt. Die Polizei erinnert hingegen an die aus Agatha Christies Romanen und bringt nicht viel auf die Reihe.

Schön an dem Plot ist, dass der Campingplatz und die Umgebung genug Verdächtige bieten und manche von den Eigenheiten der Bewohner mich zum Schmunzeln bringen konnten. Der Fall an sich geht nachdem lange nicht viel passiert zunehmend in eine Richtung, so dass das Motiv schnell klar ist. Beim Täter kann Winkelmann unerfahrene Krimileser vielleicht noch eine Zeit lang auf eine falsche Fährte locken, doch mir ist diese Lösung sofort zu einfach gewesen. Hundefreunde wird es freuen, dass Kupernikus den geretteten Hund bei sich aufnimmt und er die ganze Zeit mitmischt. Ist ein ganz feiner. Das Ende und überhaupt der ganze Plot hätten durchaus noch etwas mehr Spannung vertragen können und auch Lacher gibt es zu wenige.

Der Hörbuchsprecher liest das Buch für mich in weiten Teilen wirklich gut und die Atmosphäre ist spürbar. Vor allem zu Kopernikus passt seine Stimme sehr gut. Auch mit den verschiedenen Dialekten gestaltet er die Personen gut aus, gerade den Berliner beherrscht er. Allerdings hat mir die Interpretation von Kupernikus Begleiterin manchmal den letzten Nerv geraubt, was aber auch daran lag, dass die Vorlage einen Ausruf immer wieder bringt. Bei jedem "Mein liiiiiieber Kupernikus" wird das so überspitzt betont, dass es mir ein bisschen das Hörerlebnis verleidet hat. Zudem führte es dazu, dass ich eine eigentlich gebildete Figur irgendwie gar nicht mehr ernst nehmen konnte. Das fand ich sehr schade. Nichts gegen schräge Vögel, aber bitte nicht so. Abgesehen davon hat mich das Hörbuch gut unterhalten, ein Highlight war es aber nicht. Trotzdem oder gerade deswegen würde ich mir aber einen zweiten Teil noch anhören. 3 Sterne

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Lustig-gruselige Geschichte zum Vorlesen

Das Vampirtier und die Sache mit dem Grusel
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Emma, Lenny und Paul wohnen mittlerweile in der großen Villa zusammen mit Fludel Brutus und Graf Dracula. Vor allem das kleine Vampirtier hat Emma sehr ins Herz geschlossen. Daher ist sie entsetzt, als ...

Emma, Lenny und Paul wohnen mittlerweile in der großen Villa zusammen mit Fludel Brutus und Graf Dracula. Vor allem das kleine Vampirtier hat Emma sehr ins Herz geschlossen. Daher ist sie entsetzt, als Dracula eine Art Abmahnung bekommt, weil er keine Gruselabzeichen hat. Es ist die Zeit zwischen den Jahren, die sogenannten Rauhnächte nutzt die Wilde Jagd, um neue Leute zu rekrutieren. Auch Dracula und Brutus müssen sich anschließen, wenn sie nicht bis Silvester mindestens drei Gruselabzeichen bekommen und die Gruselprüfung bestehen. Doch wie soll er das nur schaffen. Bisher weiß niemand, dass er seinen Grusel verloren hat. Zum Glück taucht ein williger Helfer ein, der Dracula unter die Arme greifen will.

Wir waren schon gespannt, wie es mit Emma, Lenny und Paul, deren Eltern und dem Dracula-Team aus Graf und Fludel weitergehen wird. Der letzte Band endete mit dem Einzug in die neue, große Villa. Im zweiten Band geht es um die Rauhnächte zwischen Weihnachten und Neujahr. Zwischen den Jahren soll man z.B. nicht Wäsche waschen. Diese Regeln lernt man in dem Buch richtig gut kennen und auch, ob was dran ist. Mit Emma konnten wir sehr gut mitfühlen. Sie ist sehr traurig, da sie ihren neuen Fludel nicht hergeben möchte. Doch wie soll Dracula es nur schaffen gleich drei Abzeichen zu sammeln, wenn er doch seinen Grusel verloren hat. Alle sammeln fleißig Ideen. Frischen Wind ins Geschehen bringt ein Flaschengeist, der helfen möchte. Aber kann man ihm trauen?

Die Kinder und Dracula geben ihr Bestes, um die beiden Gruselgefährten vor dem Eintritt bei der Wilden Jagd zu schützen. Da hatte die Autorin ein paar ganz witzige Ideen, manchmal fehlte es uns dennoch an etwas Spritzigkeit, da wäre mehr drin gewesen. So plätschert die Geschichte manchmal etwas vor sich hin. Natürlich wollten wir wissen, ob Dracu es schafft, seine Abzeichen zu sammeln und haben mit Emma und den Jungs mitgefiebert, denn viel Zeit bleibt ihnen nicht, um die Voraussetzungen fürs Dableiben zu schaffen.

Aufgepeppt wird "Das Vampirtier und die Sache mit dem Grusel" durch lustige Gruselversuche und vor allem tolle, farbige Illustrationen, die denen aus Band eins in nichts nachstehen und dafür sorgen, dass man sich alles besser vorstellen kann. Wir haben die Geschichte vorgelesen, für Größere funktioniert sie auch mit Selberlesen. Das Ende hat eine echt coole Wendung genommen. Bin gespannt, ob Das Vampirtier noch einen Band drei bekommt. 4 Sterne

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Diesmal leicht mystisch, aber leider arg konstruiert

Villa Obscura
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Eine Villa im Harz mit einer legendären Vorgeschichte irgendwo in der Nähe des Brockens. Eine angesehene Fotografin lädt zur Halloweenparty und viele folgen ihrer Einladung. Darunter auch zwei, die sich ...

Eine Villa im Harz mit einer legendären Vorgeschichte irgendwo in der Nähe des Brockens. Eine angesehene Fotografin lädt zur Halloweenparty und viele folgen ihrer Einladung. Darunter auch zwei, die sich auf ein Date verabredet haben, ein DJ und ein Mitarbeiter der Fotografin. Doch als plötzlich das Ende der Party eingeläutet wird, bleiben nur fünf von ihnen zurück, eine sechste Person schafft den Absprung nicht. Sie alle werden nun von zwei Maskierten auf dem Dachboden der Villa festgehalten. Immer wieder muss eine der Geiseln gefährliche Aufträge in der Nähe erledigen. Doch dann machen sich die Gefangenen daran, der Sache auf den Grund zu gehen und unvermittelt läuft die Sache völlig aus dem Ruder.

Die beiden Vorgänger des jungen Autorinnen-Duos Melissa C. Hill und Anja Stapor fand ich sehr spannend. Die beiden verstehen es, die Leser*innen auf die Folter zu spannen. Dafür suchen sie sich immer wieder ganz besondere Orte in Deutschland aus, die bekannt sind und/oder eine Vorgeschichte haben. Diesmal also den berühmten Brocken im Harz und seine sagenumwobene Vergangenheit, die ich sehr spannend und mysteriös fand. Genau der richtige Rahmen für eine spannende Geschichte. Der Einstieg allerdings fiel mir nicht so leicht. Irgendwie konnte ich so überhaupt keine Verbindung zu den Partygästen aufnehmen, die ich sehr speziell fand und bei denen mir die Anknüpfungspunkte fehlen. Zwar ist in der Beschreibung von Jugendlichen die Rede, allerdings kamen mir die sechs späteren Geiseln überhaupt nicht mehr so jung vor. Auch die Gründe, warum ausgerechnet diese sechs Personen miteinander auf gerade dieser Party landen sollten, fand ich etwas dürftig.

Leider muss ich auch sagen, dass mir die Handlung dieses Mal doch zwar spannend aber zu konstruiert war und als es dann zum ersten Mal richtig bedrohlich wird, war mir gleich klar, dass nichts so ist, wie es scheint. Ich wusste auch genau, was nicht passt. Zum Glück nahm die Handlung da nochmal etwas Fahrt auf und das Ende bot wirklich Nervenkitzel, aber auch wieder einen unglaubwürdigen Zufall. Insgesamt war ich hin- und hergerissen, ob ich das Buch jetzt gut finden soll oder ob es mich genervt hat. Vermutlich mal so, mal so. Am Schreibstil lag es jedenfalls nicht, der war gewohnt gut mit der richtigen Portion an Ausschmückung des speziellen Settings. Es reicht insgesamt für gute 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Schönes Sachbilderbuch zu den gängigsten Geräten im und ums Haus

Wieso? Weshalb? Warum? junior. Bohrer, Lampe, Spülmaschine
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"Bohrer, Lampe, Spülmaschine" ist der 76. Band der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? junior aus dem Ravensburger Verlag. Die Reihe erfreut sich bei meinen Kindern immer noch großer Beliebtheit und dieser Titel ...

"Bohrer, Lampe, Spülmaschine" ist der 76. Band der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? junior aus dem Ravensburger Verlag. Die Reihe erfreut sich bei meinen Kindern immer noch großer Beliebtheit und dieser Titel ist besonders geeignet für Kinder, die sofort neugierig angelaufen kommen, wenn ein Gerät im Haus oder im Garten herausgeholt oder eingeschalten wird. Zusammen mit Luis und Lola erkunden die Kinder die verschiedensten elektrischen Helfer rund ums Haus und gleichzeitig werden auch Regeln und Sicherheitshinweise bei deren Verwendung erwähnt. Ob Nachtlicht oder Spülmaschine, Bohrer, Toilette oder Kühlschrank, sogar der Rasenmäher kommt zum Einsatz. Erzählt wird pro Doppelseite in mehreren, in diesem Band mal längeren Textstücken, die alltägliche Szenen beschreiben. Vor allem für gerade Zweijährige sind das schon viele Informationen auf einmal. Autorin und Illustrator haben darauf geachtet Rollenklischees zu vermeiden (Papa bügelt wie selbstverständlich und Mama werkelt in der Werkstatt) und auch der Vielfalt von Familien Rechnung zu tragen. Alle helfen fleißig mit und so durchläuft man beim Lesen einmal alle Haushaltsbereiche, die sehr lebensnah dargestellt sind.

Die Illustrationen sind für mich in diesem Band in Ordnung, an manchen Stellen schienen sie mir etwas unscharf oder verwaschen, was aber auch am Stil des Illustrators liegen kann. Sie untermalen aber sehr schön den Text beim Vorlesen. Das Highlight sind wie so oft bei Wieso? Weshalb? Warum? die Klappen, die die Bilder verändern oder einen Blick hinter oder in etwas erlauben. Gerade bei Haushaltsgeräten ist es schon ziemlich spannend, mal in die Technik hineinzusehen, da das normalerweise nicht so einfach möglich ist. Das ist hier leider nur bei vier Geräten möglich. Meine Tochter war besonders fasziniert von der Toilette. Für die junior-Leser*innen ist das schon passend, Größere werden mehr Fragen haben, als das Buch beantworten kann. Die letzte Doppelseite lässt die Kinder wie so oft selbst aktiv werden. Hier können in einem Suchspiel 7 Geräte im Haus gesucht werden und man soll auch benennen, wo sie zum Einsatz kommen. Das ist jetzt nicht spektakulär, aber mindestens bei ersten Mal ganz lustig. Die Aufzählung als Titel finde ich etwas einfallslos. Insgesamt vergeben wir 4 Sterne.

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