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Veröffentlicht am 22.10.2025

Immer wieder schön auf Lillasund

Die Ponys von Lillasund 3. Winterzauber im Stall
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Der Winter kehrt ein auf Lillasund. Ida und Elsa reiten durch den Schnee. Es gibt einen tollen Weihnachtsmarkt und die Reitschüler des benachbarten Gutes proben für eine Weihnachtsaufführung samt Ponys. ...

Der Winter kehrt ein auf Lillasund. Ida und Elsa reiten durch den Schnee. Es gibt einen tollen Weihnachtsmarkt und die Reitschüler des benachbarten Gutes proben für eine Weihnachtsaufführung samt Ponys. Als zwei Teilnehmer ausfallen, ist es an den beiden Freundinnen, diese zu ersetzen. Ida ist beim Gedanken daran erstmal gar nicht wohl. Zudem scheint ihre Mama ein Geheimnis zu haben, über das sie nicht mit Ida spricht. Als wäre das noch nicht genug, passieren seltsame Dinge im Ort. Ob dafür wirklich Wichtel verantwortlich sind?

Hach ja, wäre doch nur überall Lillasund, dann wäre die Stimmung gut und wenn doch mal etwas nicht passt, findet man friedliche Lösungen. Wir kehren immer wieder gern auf die Insel zu Ida, Elsa und den anderen Bewohnern zurück. Gerade in diesem Band wird die winterlich-weihnachtliche Atmosphäre von Kathrin Lena Orso so schön eingefangen und beschrieben, dass man sich mit am Weihnachtsmarkt und auf den verschneiten Pfaden wähnt. Neben den Vorbereitungen für die große Weihnachtsaufführung gibt es jedoch nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, doch wie Ida und ihre Freunde damit umgehen ist vorbildlich. Es ist toll, dass sie bei allem zusammenhalten und füreinander da sind. Ein gutes Beispiel, das Kindern beim Lesen wichtige Werte an die Hand gibt.

Besonders gut haben uns die vielen kleinen und großen Bräuche und Feste gefallen, die man in Schweden in der Weihnachtszeit pflegt. Sei es das Wichteln, das Sankta Lucia Fest mit stimmungsvollem Licht oder das typisch schwedische Weihnachtsgebäck. Gemeinsam mit Ida lernt man Land und Leute immer besser kennen und lieben. Man wünscht sich einfach, dort zu sein und mitzufeiern. Grandios ist auch die Idee der Aufführung der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens auf den Ponys. Da kommen kleine Pferdefans voll auf ihre Kosten.

Das Buch ist für geübte Leser*innen ab etwa 7 Jahren bestens geeignet. Die Kapitel sind überschaubar und enden oft so, dass man schon neugierig auf das nächste ist. Zudem helfen die wunderschönen sw-Illustrationen ein wenig beim Textverständnis, lockern den Text auf und sorgen dafür, dass sich die Kinder alles noch besser vorstellen können Wir sind große Fans der Reihe und freuen uns riesig auf den nächsten Band. Denn wir sind schon gespannt, wie manche Neuigkeiten aus diesem Band sich weiterentwickeln. Auch wenn Band 3 zur Weihnachtszeit spielt, kann man ihn wunderbar auch unabhängig von der Jahreszeit lesen. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Tolle Geschichte(e) voller Freundschaft, spannender Teemagie und einem gefährlichen Gegner

Thea Magica, Band 1 - Das Geheimnis von Port Mint
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Robin hat es gerade echt nicht leicht. Mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester ist sie gerade nach Port Mint zu ihrer Oma gezogen. Und als wäre es nicht schlimm genug, dass sie niemanden kennt, muss ...

Robin hat es gerade echt nicht leicht. Mit ihrer Mutter und ihrer kleinen Schwester ist sie gerade nach Port Mint zu ihrer Oma gezogen. Und als wäre es nicht schlimm genug, dass sie niemanden kennt, muss sie auch noch ohne ihre beste Freundin zum First Flush, bei dem ihr ihre Magie offenbart wird. Diese steckt in jedem, wird vererbt und durch einen besonderen Tee hervorgerufen. Die beiden zur Wahl stehenden Fähigkeiten sind auch noch alles andere als besonders. Doch dann geschieht Unglaubliches. Robin ist eine Gedankenleserin. Diese Magie ist verboten und niemand darf davon erfahren. Schnell wird klar, dass es jemand auf sie abgesehen hat. Zum Glück lernt Robin aber schnell neue Freunde kennen, die ihr beistehen.

Die Idee des Buches fand ich toll. Mal was ganz Neues. Dazu ist das Buch noch eine echte Schönheit, außen wie innen, und macht neugierig auf den Inhalt. Das Cover setzt den Tee, der eine große Rolle spielt, perfekt in Szene und auf den Seiten finden sich verspielte Rahmen mit Pflanzenmotiven und am Kapitelanfang jeweils ein Bild. Auch zwischendrin werden die Abschnitte hin und wieder von einer Teetasse aufgelockert. Die Optik ist wunderbar und man möchte sich einfach mit einem Tee in den Sessel kuscheln und lesen. Der Einstieg gelingt ganz leicht, denn man kann sofort mit der Protagonistin Robin mitfühlen, die gerade erst neu in der Stadt sofort und ohne Freundin zum First Flush muss, wo jeder sie beobachten kann, wenn sie herausfindet, ob sie die Magie ihrer Mutter oder ihres Vaters geerbt hat. Letzterer hat die Familie vor Jahren verlassen und Robin weiß nichts über ihn. Der Abend läuft dann auch ganz anders und sehr überraschend ab. Mit der unerwarteten Fähigkeit kehrt bei Ro die Angst ein, denn niemand darf ihre wahre Fähigkeit erfahren. Doch wie soll sie die in der Teestunde, dem Magieunterricht, geheimhalten? Das sorgt für Spannung.

Schneller als gedacht lernt Robin neue Freunde kennen, wobei nicht alle gleich so begeistert sind von ihr wie die stürmische und immer gut gelaunte Mailin. Ihr Freund Cornelius zum Beispiel ist sehr reserviert und wir hatten lange den Verdacht, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmt. Tatsächlich hat so mancher Bewohner von Port Mint Geheimnisse. Einige von ihnen werden im Laufe der Geschichte aufgedeckt. Auch die Geschichte des Ortes und des magischen Tees ist interessant, denn darin spielen Piraten ebenso eine Rolle, wie ein mysteriöser Schatz. Zu guter Letzt ist da noch ein unerkannter Gegner, der Anführer einer rebellischen Gruppe, der Robin gefährlich werden könnte. Seine Identität ist zunächst ungeklärt und man kann wunderbar spekulieren. Findige Leser*innen werden eventuell schnell einen Verdacht haben, das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den man anbringen kann.

Die Schreibart von Vivien Verley ist sehr verständlich, aber nicht zu einfach. Die Altersangabe ab 10 Jahren passt perfekt, denn die Kapitel sind überschaubar und übersichtlich. Die Magiearten werden gut erklärt und auch sonst ist die Sprache sehr bildlich. Dazu spielt die Autorin auf kreative Weise mit dem Wort Tee. Es gibt z.B. das Magisteerium oder ein Zertifikat, das T. E. A. abgekürzt wird, einen Lehrer mit dem Nachnamen Cup usw. Das ist wirklich gut gemacht und es macht sehr viel Spaß die Geschichte zu verfolgen. Vor allem an den Stellen, an denen es für die Kinder brenzlig wird, baut Vivien Verley immer wieder tolle Spannungsbögen ein. So ist der erste Band von Thea Magica bestes Lesefutter, das wir nur empfehlen können. Da freut man sich doch auf den nächsten Band, der im Februar 2026 erscheinen wird. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Konkurrenzkampf in der Schule

Krawall im Klassenzimmer - Hitzefrei für alle!
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Als Nils aus der 5a Fritzi einen Ball ins Gesicht wirft und so beim Turnier gewinnt, erklärt sie der Lieblingsklasse der Rektorin den Krieg. Diese Entwicklung greift die Schülerzeitung "Das blaue Auge" ...

Als Nils aus der 5a Fritzi einen Ball ins Gesicht wirft und so beim Turnier gewinnt, erklärt sie der Lieblingsklasse der Rektorin den Krieg. Diese Entwicklung greift die Schülerzeitung "Das blaue Auge" sofort auf und ruft einen Streichewettbewerb an der Schule aus. Die krasseste Aktion gewinnt. Fritzi legt gut vor, doch auch Nils hat so einige Ideen auf Lager. Doch dann kommt es ganz anders, als die unbeliebte Rektorin zum 50. Schulgeburtstag nicht alle Schülerinnen und Lehrkräfte einlädt.

Ich muss zugeben, den Beginn der Geschichte fand ich ein bisschen übertrieben, was die Begründung und die Streiche anbelangt. Fritzi reagiert schon ziemlich heftig beleidigt. Aber gut, das ist nur der Aufhänger für eine Reihe an witzigen Aktionen, die junge Schüler
innen sicher lustig finden. Auch der Konkurrenzkampf ist verständlich, werden doch die Schülerinnen der 5a immer von der Rektorin bevorzugt. Warum, war nur eine Frage, die wir uns da gestellt haben. Toll ist die nahezu allwissende Schülerzeitung, die zwischen den Kapiteln immer wieder ihre Kommentare abgibt und die konkurrierenden Klassen zu mehr Einfallsreichtum anspornt. Man hat ständig das Gefühl, dass das "blaue Auge" mehr weiß, als alle anderen und wir haben uns immer gefragt, wer dahinter steckt.

Vielfältig sind die Charaktere, die Anja Janotta im ersten Band ihrer neuen Reihe "Krawall im Klassenzimmer" zeichnet. Von den beiden Hausmeisterinnen über den Kioskbesitzer und die seltsame Rektorin, sind alle sehr besonders, vielleicht sogar etwas überspitzt dargestellt, was uns gut gefallen hat. Auch die Entwicklung, die die Schüler
innen im Laufe der Handlung durchmachen hat uns überzeugt und es war richtig schön, diese bis zu einem witzigen und unerwartet friedvollen Ende zu verfolgen.

Krawall im Klassenzimmer gehört zum READY Programm des Verlags, welches Bücher für alle bietet, die EINFACH lesen wollen. Das gelingt mit dem Buch sehr gut, denn die Schrift ist perfekt für den Übergang von Erstlesebüchern zu dickeren Kinderbüchern. Die Schrift ist noch relativ groß, der Text übersichtlich gestaltet. Zudem sind die Kapitel nicht zu lang und werden aufgelockert von schönen sw-Illustrationen. Vor allem Kinder, die sich beim Lesen noch schwer tun, halten mit "Hitzefrei für alle" ein Buch in den Händen, das kurzweilig ist und ihnen Erfolgserlebnisse garantiert. Wir sind gespannt, wie es weitergeht. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Großartiges Highlight

Himmelerdenblau
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Vor zwanzig Jahren verschwand die Jugendliche Julie aus ihrem Elternhaus. Trotz intensiver Bemühungen fand die Polizei damals keine Spur. Einziger Verdächtiger blieb ihr damaliger Ex-Freund. Noch heute ...

Vor zwanzig Jahren verschwand die Jugendliche Julie aus ihrem Elternhaus. Trotz intensiver Bemühungen fand die Polizei damals keine Spur. Einziger Verdächtiger blieb ihr damaliger Ex-Freund. Noch heute glaubt ihr Vater Theo, mittlerweile an Demenz erkrankt, fest daran dass seine Tochter noch lebt. So lässt er sich auf Interviews mit einer jungen Podcasterin ein, die in Julies Fall endlich die Wahrheit ans Licht bringen will, solange noch nicht das komplette Vergessen über ihren Vater hereingebrochen ist. Schnell wird klar, dass seinerzeit einige Hinweise und Zeugen nicht berücksichtigt wurden. Könnte es wirklich noch Hoffnung geben?

Diesmal hab ich es endlich geschafft, den aktuellen Thriller von Romy Hausmann zu lesen. Ihre Bücher wurden mir schon öfter nachdrücklich empfohlen. Dass mich das Buch allerdings so mitreißen würde, dass ich es innerhalb eines Tages durchsuchten würde, hatte ich nicht erwartet. Eigentlich sollte man meinen, dass es in einem so alten Fall gar keine Hinweise mehr geben kann. Dennoch ist die Podcasterin Liv mit Feuereifer dabei, was mitunter auch an ihrer Vergangenheit und ihrem Partner liegt, der mich immer wieder aufgrund seiner Art wütend gemacht hat. Liv ist toll, in dem, was sie tut, hat einen Blick für Details und auch die menschliche Seite der Geschichte ist ihr wichtig. Doch sie steht unter Druck, kümmert sich um nahezu alles allein. Sie ist eine der Hauptpersonen und ich habe mit ihr gelitten und gehofft. Ihre Ermittlungen werden immer wieder wie eine Folge des Podcasts präsentiert.

Auf der anderen Seite ist da Julies Vater Theo, der sich nach seiner Tochter sehnt, sie wiederhaben möchte und daran glaubt, dass noch alles gut werden könnte. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn seine Erinnerungen verblassen immer mehr, so dass er kaum noch ohne Julies Schwester und deren Mann zurecht kommt. So ist es ein großes Wagnis, sich auf die neugierigen Fragen von Liv einzulassen, denn oft ist Theo einfach verwirrt, bringt Dinge durcheinander, zieht los um dann zu vergessen, wohin er wollte. Und hier ist der Punkt, wo man Romy Hausmann nur zu ihrer grandiosen Erzählweise gratulieren kann. Wie sie diese immer weiter heranziehende Dunkelheit in Theos Kopf beschreibt und in den Plot einbaut ist wahnsinnig raffiniert. Spricht Theo anfangs relativ normal, spitzt sich seine Demenz immer weiter zu, was sich durch mehr und mehr Lücken in der Erinnerung und Begriffsverwechslungen im Vokabular beinahe greifen lässt. Es ist ein bisschen, als würde man mit ihm den Verstand verlieren. Dadurch stieg auch meine Empathie und Sympathie für diesen Mann und das Verständnis für diese Krankheit. Sein Ausgeliefertsein bricht einem das Herz. Dabei meinen es alle irgendwie gut. Livs Umgang mit Theo hat mich berührt, weil sie ihn für voll nimmt, obwohl er langsam verblasst.

Natürlich sind es auch die kleinen Schnipsel an Hinweisen, die neuen Zeugen und Erkenntnisse, die die Handlung vorantreiben. Es kommt so viel ans Licht, von dem die Familie von Julie und die Polizei keine Ahnung hatte. Ich wusste die ganze Zeit über nicht, was passiert war, war aber wegen der tollen Erzählweise fest davon überzeugt, das Ende der Geschichte zu erahnen, vielleicht sogar zu kennen. Am Ende war ich wie vor den Kopf gestoßen. Wie großartig war bitte dieser Plot? Als würde man vor eine Wand laufen. Auch wenn ich das Buch jetzt nicht als klassischen Thriller bezeichnen würde, war es für mich absolut spannend und fesselnd, hat mich gleichzeitig aber auch nachdenklich gemacht über den Umgang mit Menschen, über diejenigen, die ins Vergessen driften oder die, deren Biografien dunkle, schmerzhafte Stellen aufweisen, die wir von außen nicht sehen. Allein, die wirklich gute Verquickung der vielen verschiedenen Themen (Demenz, Podcasts, Schuld, Hoffnung etc.) machen diesen Spannungsroman absolut lesenswert. Für mich war er ein Highlight 2025

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Viele offene Fragen schaffen Sogwirkung

Heart of Night and Fire
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Zarya lebt seit sie klein war in einer versteckten Hütte. Row hält sie dort gefangen, unterrichtet sie und seine Lehrling Aarav jedoch auch in den Kampfkünsten. Zaryas Magie hingegen ist nicht der Rede ...

Zarya lebt seit sie klein war in einer versteckten Hütte. Row hält sie dort gefangen, unterrichtet sie und seine Lehrling Aarav jedoch auch in den Kampfkünsten. Zaryas Magie hingegen ist nicht der Rede wert. Als ihr Aufpasser nicht mehr auftaucht und auch sein Bann nicht mehr wirkt, flieht die junge Frau, trifft aber bald auf in Not geratene Wachen und landet so in der Stadt, der letzten Bastion zwischen der heilen Welt und einer Seuche, die sich über dem Land ausbreitet. Immer mehr gefährliche Dämonen und Wesen greifen die Stadt an. Zarya schließt sich dem Widerstand an und findet im Kommandanten Vikram jemanden, der ihr Herz höher schlagen lässt. Doch da taucht ein Buch auf, auf dessen Seiten Zarya ihr eigenes Gesicht erblickt. Könnte das ihre Mutter sein?

Mein erstes Buch von Nisha J. Tuli hat mich positiv überrascht. Ich mochte sofort den ausgefeilten, aber nicht zu komplizierten oder weitschweifigen Schreibstil, der vor meinem inneren Auge eine wundersame Welt entstehen ließ, die von indischem Einfluss und indischer Mythologie geprägt ist. Es wimmelt von Begriffen, die eindeutig aus dieser realen Gegend stammen, gemischt wird das Reale mit vielen bösartigen und wundersamen Wesen, mal brutal und blutrünstig, mal rätselhaft und schön. Anders als manche Fantasyautorinnen benötigt Tuli dazu nicht übermäßig viele Worte. Trotzdem ist das Worldbuilding exzellent. Für schwierige Begriffe gibt es am Ende ein Glossar. Leider aber nicht für die ganzen Personen namen.

Die Charaktere sind interessant gezeichnet und vor allem Zaryas Herkunft und Wesen geben Rätsel auf. Warum wurde sie von Row, der wie ein Einsiedler anmutet festgehalten und durfte das Gebiet um die Hütte nicht verlassen? Warum sollte sie keine Magie wirken? Wo kommt sie überhaupt her? Fragen wie diese ziehen sich durch das ganze Buch und entwickelten einen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Auch die Nebenfiguren, wie der Kommandant, Aarav oder die Prinzessin und die Magier in der Stadt, tragen dazu bei, dass man begierig weiterliest, damit die Zusammenhänge klarer werden. Hinzu kommen seltsame Träume oder Visionen, die einen geheimnisvollen Fremden zeigen, mit dem Zarya in Verbindung zu stehen scheint. Alles wirkt mysteriös. Was mir auch mega gut gefallen hat, war der Wechsel zwischen diesen ruhigeren Szenen und den blutigen, actionreichen Kampfszenen mit den Monstern der Welt. Es gibt einige gefährliche Situationen zu meistern, die die Leser
innen nicht kalt lassen dürften. Am Ende blieben zwar Fragen offen, aber mir war auch schon vorher klar, dass ich die Fortsetzung unbedingt werde lesen müssen. Hielt ich Zarya anfangs für etwas zu vertrauensselig, wandelte sie sich schon in diesem Band zu einer starken Kämpferin, die an sich ungeahnte Fähigkeiten entdeckt. Nun will ich natürlich auch wissen, wie sie diese nutzen wird. 4,5 Sterne

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