Profilbild von holdesschaf

holdesschaf

Lesejury Star
offline

holdesschaf ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit holdesschaf über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2022

Wer das erste Abenteuer von Lea mochte, wird dieses lieben

Lea Lavendel und der magische Honig (Lea Lavendel 2)
0

Lea soll endlich Flüstermagie-Unterricht erhalten und alles über die magischen Flüsterpflanzen und ihre Fähigkeiten lernen. Doch nicht schlimm genug, dass ihr Papa im Garten ein Problem mit Maulwürfen ...

Lea soll endlich Flüstermagie-Unterricht erhalten und alles über die magischen Flüsterpflanzen und ihre Fähigkeiten lernen. Doch nicht schlimm genug, dass ihr Papa im Garten ein Problem mit Maulwürfen hat, bei Hortensia taucht auch noch die seltsame Franziska Seidenbaum auf, um der Pflanzenflüsterin eine wertvolle Blume abzuluchsen, die besondere Kräfte hat. Lea, die sich dann auch noch mit ihrem Freund Jannis verkracht, ist auf der Hut. Trotzdem kann sie nicht verhindern, dass Jannis Hummeln gestohlen werden und ihre Schwester einen schweren Fehler begeht. Gerade jetzt könnte sie den Honig der Hummeln gut gebrauchen und so versucht sie den Dieb ausfindig zu machen.

Ich habe diesen zweiten Band wieder meiner Tochter vorgelesen, die sehr gespannt war, weil sie den ersten schon so toll fand. Und wir wurden nicht enttäuscht. Zwar war der Anfang mit dem Unterricht etwas lang, doch dann nahm die Geschichte schnell Fahrt auf, nachdem klar wird, dass Hortensia ein Geheimnis hat, das gehütet werden muss, um ihren Status als Pflanzenflüsterin aufrecht zu erhalten. Sowohl bei Leas Streit, als auch bei der Suche nach dem Dieb haben wir sehr mitgefiebert. Sehr lustig fanden wir diesmal Marga, Leas Schwester, vor der keine Süßigkeit sicher ist und die sich damit in eine brenzlige Situation bringt. Der Dieb des wertvollen Hummelhonigs war zwar etwas leicht zu finden, jedoch hat die blumelige Blumensprache von Leas Flüsterpflanze Bella und den anderen das locker wieder wett gemacht. Das Finale war auch megaspannend und musste an einem Stück vorgelesen werden. Bei der Freundschaftskrise konnte meine Tochter diesmal auch so richtig schön mitfühlen. Und nicht zu vergessen sind die wunderschönen und farbenprächtigen Illustrationen, die die Geschichte schmücken.

Von uns gibt es für diese magische Pflanzenflüsterer-Geschichte 5 Sterne und die Hoffnung auf einen dritten Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2022

Super Illustrationen, flache Story

Rob & Jonny (Bd. 1)
0

Rob 1 möchte auf keinen Fall in der Fabrik, in der er hergestellt wurde bleiben, denn dann steht ihm eine Zukunft bevor, in der er ständig Arbeit für andere verrichten müsste. Stattdessen möchte er die ...

Rob 1 möchte auf keinen Fall in der Fabrik, in der er hergestellt wurde bleiben, denn dann steht ihm eine Zukunft bevor, in der er ständig Arbeit für andere verrichten müsste. Stattdessen möchte er die Welt kennenlernen. Seine Reise führt ihn nach London, wo er nicht nur Sightseeing betreibt, sondern auch den Streuner Jonny kennenlernt, nachdem er ihn vor dem Hundefänger rettet. Gemeinsam erkunden sie weiter die Stadt und genießen das Leben.

Da wir Fans der Reihe Räuber Donnerpups sind, wollten wir auch dieses Buch von Walko unbedingt lesen. Die Idee hinter der Story klang vielversprechend. Tatsächlich wurden wir, was die Illustrationen angeht nicht enttäuscht. Gewohnt liebevoll und bunt erleben wir Rob, Jonny und Londons Sehenswürdigkeiten. Es gibt viel zu entdecken und man erkennt den einzigartigen Stil.

Dagegen plätschert die Geschichte so vor sich hin. Wie gesagt, die Idee, dass ein Roboter ausbricht, um das "Leben" zu genießen, hat uns gefallen. Doch wirkliche Abenteuer erlebt Rob nun nicht. Er schließt eine schöne Freundschaft, rettet ein Tierchen vor einem anderen Hund und fällt mal ins Wasser und obwohl dabei ersichtlich ist, dass Rob einige coole Roboterfunktionen hat, werden diese viel zu wenig genutzt. So wirkt er doch mehr wie ein Mensch mit ein paar Sonderfähigkeiten. Das hat uns etwas enttäuscht. Der Geschichte fehlen einfach der Witz und auch die Spannung, die wir beim Räuber Donnerpups so lieben.

Wir vergeben 3 Sterne für eine toll illustrierte, aber wenig überraschende Freundschaftsgeschichte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2022

Swing high statt Sieg heil

Swing High
0

Henri ist Musikfan, Swing und Jazz haben es ihm angetan und verkörpern für ihn die Freiheit. Doch aus Angst der Eltern vor einem Kriegsbeginn, muss er vorzeitig seine Ferienreise zu einer befreundeten ...

Henri ist Musikfan, Swing und Jazz haben es ihm angetan und verkörpern für ihn die Freiheit. Doch aus Angst der Eltern vor einem Kriegsbeginn, muss er vorzeitig seine Ferienreise zu einer befreundeten Familie in England abbrechen. Bei Kriegsbeginn werden die Freunde zu Feinden, jüdische Mitglieder seiner Swing-Clique müssen fliehen und die "Swingheinis" werden wegen der Musik des Feindes verfolgt und schikaniert. Trotzdem kann Henri die nun geheimen Partys und die Musik nicht loslassen und findet darin seine Art, Widerstand gegen das Regime zu leisten, jedoch nicht ohne Folgen.

Allein vom Cover her, hätte ich vielleicht gerade noch auf ein musikalisches Thema geschlossen, jedoch nicht damit, dass es hier um eine so ernste Zeit geht, wie den Zweiten Weltkrieg und den Widerstand durch Musik. Da hätte ich mir eine etwas passendere Gestaltung gewünscht. Die Geschichte selbst erzählt die Autorin Cornelia Franz sehr authentisch. Man merkt, dass einige Recherchearbeit in dem Buch steckt. Denn das Hotten zur Swingmusik als Dorn im Auge der Nationalsozialisten hat es tatsächlich gegeben.

Henri ist eigentlich ein ganz normaler Jugendlicher. Er möchte wie jeder Jugendlich frei sein, das Leben und die erste Liebe genießen, feiern. Mit dem Krieg und allem, was dahinter steht und dem, was er mit sich bringt kann er nichts anfangen. Sehr deutlich wird, dass durchaus viele, aber eben nicht alle die Begeisterung für den Krieg teilten. Vor allem das Schicksal der Personen aus Henris Umfeld und die Machtlosigkeit, mit der man zusehen musste, wollte man nicht selbst in die Schusslinie geraten, berühren.

Gleichzeitig ist es immer wieder ein Lichtblick, wenn Henri und die Swingheinis ihre Platten auflegen und gegen den Sturm tanzen, auch wenn die Folgen teilweise grausam sind und für die heutige Jugend gar nicht wirklich vorstellbar. Gerade deswegen finde ich, ist es lohnenswert, dieses Buch zu lesen. Sehr gut kann ich es mir auch als Schullektüre im fächerübergreifenden Unterricht vorstellen. Am Ende des Buches erfahren wir einige Folgen des Krieges in Henris Freundeskreis, leider werden diese etwas schnell abgehakt, so dass wenig Raum für Betroffenheit bleibt. Ein paar Seiten mehr, wären mir hier lieber gewesen, aber das ist Geschmackssache. Ich empfehle das Buch gern.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2022

Schöner Lesestoff

Die magische Welt von Leonie Looping - Doppelband - Erstlesebuch für Kinder ab 7 Jahren
0

In diesem Doppelband erlebt Leonie die Ferien mit ihren kleinen Elfenfreundinnen und besteht zwei Abenteuer:

Band 1: Leonie ist sauer auf ihre Eltern, weil sie statt ans Meer zu fahren zu ihrer Oma muss. ...

In diesem Doppelband erlebt Leonie die Ferien mit ihren kleinen Elfenfreundinnen und besteht zwei Abenteuer:

Band 1: Leonie ist sauer auf ihre Eltern, weil sie statt ans Meer zu fahren zu ihrer Oma muss. Eigentlich mag Leonie die Oma recht gern, doch unzufrieden ist sie trotzdem. Das führt dazu, dass sie auf den verbotenen Balkon geht und ihre Wut an den kleinen Häuschen im Blumentopf auslässt. Sie kann doch nicht ahnen, dass dort jemand wohnt. Und dann ist da auch noch der Nachbarjunge, den sie anfangs doof findet ...

Band 2: Leonie macht mit ihren neuen Freundinnen einen Ausflug zum Waldsee. Doch was ist das? Überall liegt Müll herum. Zunächst haben die drei Omas Nachbarjungen Florian im Verdacht, doch dann kommen sie den wahren Tätern auf die Spur. Doch wie können sie sie davon abhalten, den Wald weiter zu verschmutzen?

Meine Tochter hat schon nach den ersten Seiten Gefallen an Leonie gefunden. Sie konnte sich echt gut in ihre Launen hineinversetzen, gerade, weil Leo ein ziemlich normales Mädchen ist. Dass sie im Blumentopf auf neue Freunde trifft war natürlich der Hit. Elfen kommen eben doch bei vielen Mädchen gut an. Man kann sich herrlich wegträumen und seiner Vorstellung freien Lauf lassen. Zudem gab es zum Beispiel mit der Katze auch actionreiche Szenen, was die ganze Geschichte recht abwechslungsreich macht. Dafür sorgt auch die Vielfalt an Themen wie Ferien, Naturerlebnisse, Freundschaft und auch mal große Jungs, die nicht wissen, wie man sich benimmt usw.

Die Schrift kann man super lesen und durch die tollen Illustrationen sind die Seiten sehr aufgelockert, so dass die Motivation zum Lesen hoch bleibt. Die Charaktere hätte ich mir noch etwas tiefgründiger gewünscht. Man lernt sie erst nach und nach etwas besser kennen, schließlich gibt es von der Reihe noch weitere Einzelbände. Insgesamt ist "Die magische Welt von Leona Looping" vor allem für Mädchen ein schöner Lesestoff zum Vorlesen oder Selberlesen, gerade, wenn man erhöhten Bedarf an Nachschub hat. 4 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2022

Authentische vegane und vegetarische Gerichte aus allen Teilen Indiens

Karma Food Currys
0

Schon allein das Cover drückt aus, welch farbenprächtige Gewürz- und Geschmacksvielfalt sich in diesem wunderschönen und auffallenden Buch entdecken lässt. Nicht nur das Cover, sondern die ganze Ausstattung ...

Schon allein das Cover drückt aus, welch farbenprächtige Gewürz- und Geschmacksvielfalt sich in diesem wunderschönen und auffallenden Buch entdecken lässt. Nicht nur das Cover, sondern die ganze Ausstattung sind extrem wertig. Es gibt viele farbige Seiten, dazu zwei passende Lesebändchen und jede Menge authentische Farbfotografien. Wären da nicht noch die leckeren Rezepte, könnte man das Buch glatt mit einem Bildband verwechseln.

Zunächst erfährt man im Buch einiges über die typische Landesküche, wo Liebe und Dankbarkeit durch den Magen geht und Essen nicht nur ein Grundbedürfnis deckt. Das Autorenpaar weiß wovon es schreibt. Adi Raihmann stammt aus Indien, seine Frau aus Wien, wo sie zusammen dieses zweite Karma Food Buch und die leckeren Gerichte dafür kreiierten. Sie und auch Adis Mutter sowie deren Philosophie beim Kochen werden kurz vorgestellt. Zudem findet sich im Buch ein kurzer Ayurveda-Guide.

Dann startet die kulinarische Reise durch Indien von Delhi im Norden aus über Kolkata im Osten und Mumbai im Westen bis nach Kochi im Süden. Für jede Region startet das Kochen mit einer Base, die man auf Vorrat herstellen und eine Woche lagern kann. Sie findet dann in mehreren Gerichten der Gegend Anwendung. Das Geheimnis einer jeden, sind die typischen Gewürze, die vielleicht in Deutschland nicht immer in jedem Laden verfügbar sind, sobald man sich aber einen Grundstock angelegt hat, ist man bestens auf die Rezepte vorbereitet.

Die Kombinationen aus Gemüse, verschiedenen Gewürzen, Hülsenfrüchten, Kartoffeln usw. ergeben die unterschiedlichsten Currys, die wahre Geschmacksexplosionen hervorrufen. Doch neben Currys gibt es natürlich noch weitere Köstlichkeiten. Uns zum Beispiel hat das Bombay Sandwich total gut geschmeckt, das sich auch leicht als Snack mitnehmen lässt. Man schwelgt so richtig in der Würze Indiens, selbst, wenn man das Buch nur durchblättert. Ein bisschen schwierig wird es für Menschen, die auf farbigem Untergrund nicht so gut sehen können, da ausnahmslos farbige Schrift auf farbige Seiten gedruckt wurde. Bei Rot auf Pink habe selbst ich mir schwer getan.

Die einzelnen Kapitel sind hingegen übersichtlich. Schon am oberen Seitenrand findet man die Unterteilung in Base, Starter, Hauptspeise und Sweets. Jede Rezeptseite hat ein Farbfoto auf dem die Gerichte wunderbar landestypisch angerichtet sind, genauso, wie man sie auch als Koch nach Rezept hinbekommen kann. Neben Infos zu den Gerichten, gibt es Angaben zu Zutaten, Personenzahl und gut verständliche Zubereitungsanweisungen.

Am Ende gibt es noch das Grundrezept für den indischen Frischkäse Paneer, der in vielen Rezepten verwendet wird, einen Curry-Baukasten für eigene Kreationen und ein Glossar.

Fazit: Selten habe ich das Gefühl gehabt, so authentisch mit einem Kochbuch zu kochen. Bis auf meine kleineren Probleme mit den Farben wirklich ein empfehlenswertes und ganz ergiebiges Buch. 4,5 Sterne aufgerundet auf 5.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere