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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2025

Witzig und kurzweilig

Super-Dad und die explodierende Kacke
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Die Bildungsministerin Thekla Tikka sitzt gerade lesend auf dem Klo, als sie plötzlich samt Klo ins Weltall geschossen wird. Ein verrückter Erfinder droht mit weiteren Explosionen. Der Polizist Super-Dad ...

Die Bildungsministerin Thekla Tikka sitzt gerade lesend auf dem Klo, als sie plötzlich samt Klo ins Weltall geschossen wird. Ein verrückter Erfinder droht mit weiteren Explosionen. Der Polizist Super-Dad ist der Meinung diesen Fall lösen zu können, denn er ist sehr überzeugt von sich. Seine Tochter Oona ist nicht von seinen Fähigkeiten überzeugt. Sie und ihr bester Freund Eeli versuchen selbst den Fall zu lösen und müssen dabei aufpassen, dass Super-Dad nicht allzu viel Chaos anrichtet. Das Buch ist superlustig geschrieben. Am witzigsten fanden wir die Kommentare der Oma. Allerdings hatten wir uns unter einem Comic doch etwas anderes vorgestellt. Da gibt es ja bekanntlich viele Bilder und wenig Text. Dies ist hier nicht so. Die Seiten sind gut mit Text gefüllt und erst für Kinder ab der 4. Klasse geeignet zum selber lesen. Unterbrochen wird der Text jedoch durch viele witzige Illustrationen und den schon erwähnten lustigen Kommentaren der Oma. Als pädagogisch wertvoll oder gediegene Kinderliteratur würde ich es nicht bezeichnen. Aber meine Tochter hatte Spaß daran, und dabei kommt es beim Lesen ja an.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Terror und Intrigen

Echokammer
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Wenige Woche vor der Parlamentswahl, wird Norwegen von Terroristen bedroht. Was zuerst wie eine Geiselnahme aussieht, entpuppt sich als Bedrohung für die norwegische Bevölkerung. Die beiden Ermittler Liselott ...

Wenige Woche vor der Parlamentswahl, wird Norwegen von Terroristen bedroht. Was zuerst wie eine Geiselnahme aussieht, entpuppt sich als Bedrohung für die norwegische Bevölkerung. Die beiden Ermittler Liselott Benjamin und Martin Tong begegnen sich bei diesem Fall zum ersten Mal. Doch schon nach kurzer Zeit sind sie ein eingespieltes Team. Die Perspektiven wechseln zwischen der spannenden Ermittlungsarbeit und den politischen Querelen hin und her. Denn der Wahlkampf ist gespickt von Intrigen und Machtspielchen. So manche Dialoge der Parteimitglieder fand ich erst langweilig, bis sich jedoch nach und nach ein Bild aufbaute, dass dann wieder trickreich und spannend inszeniert war. Überhaupt wechselten sich ruhige Passagen hier mit temporeichen ab, so dass keine allzu großen Längen entstanden, jedoch auch kein berauschender Pageturner. Die norwegische Stimmung hat mir so richtig gut gefallen und das Ermittlerteam hat Potential für weitere spannende Teile. Hier bleibe ich sehr gerne dran und freue mich auf diese Reihenneuentdeckung.

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Gestern und heute

Vor hundert Sommern
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Hundert Jahre liegen zwischen der Lebensgeschichte von Clara und Anja. Zwei Frauen, die durch die Umstände, in denen sie leben, viel Mut und Kraft beweisen müssen. Claras Geschichte beginnt 1924. In Armut ...

Hundert Jahre liegen zwischen der Lebensgeschichte von Clara und Anja. Zwei Frauen, die durch die Umstände, in denen sie leben, viel Mut und Kraft beweisen müssen. Claras Geschichte beginnt 1924. In Armut lebt sie mit ihrer Familie in Berlin-Neukölln. Tapfer arbeitet sie sich hoch, von der Flaschenspülerin in der Kindl-Brauerei bis zur Besitzerin eines eigenen Hundesalons in Charlottenburg. Doch auch dieses Glück wird schwer vom Nationalsozialismus erschüttert. Anjas Mutter Elisabeth ist die Nichte von Clara. Sie ist hochbetagt, aber möchte ihrer Tochter und Enkelin Lena, Claras Geschichte erzählen. In der Gegenwartsebene werden wir mit dem aktuellen Zeitgeschehen konfrontiert. Und leider zeigen sich entsetzliche Parallelen. Während vor fast hundert Jahren Bücher brannten, muss Anja sich nun mit Hassbotschaften in Büchern jüdischer Schriftsteller ihrer Bibliothek auseinandersetzen. Und Lena ist entsetzt über die Stimmungsmache ihrer Kommilitonen gegen Andersdenkende. Mit diesem Generationenroman ist Katharina Fuchs ein tolles Zeitenbild gelungen. Zuerst war ich etwas skeptisch, ob die Fülle der Themen den Roman nicht etwas überfrachten könnten. Aber zum Ende hin fand ich alle Handlungsstränge gut gelöst und das Kernthema hervorragend abgebildet. Clara war für mich die interessanteste und schillerndste Figur des Buches. Anja und Lena standen hier etwas hintenan. Ein wirklich schönes Buch, dass ich empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Langweilig

Das Institut
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Irgendwo an einem geheimen Ort in Main/USA steht das Institut. Hier werden Kinder gefangen gehalten. Kinder mit paranormalen Fähigkeiten. Das Institut ist schon ziemlich in die Jahre gekommen, aber das ...

Irgendwo an einem geheimen Ort in Main/USA steht das Institut. Hier werden Kinder gefangen gehalten. Kinder mit paranormalen Fähigkeiten. Das Institut ist schon ziemlich in die Jahre gekommen, aber das Konzept scheint zu funktionieren. Wozu sie hier eingesperrt sind, erschließt sich den Kindern erst nach und nach. Zudem werden Tests an ihnen durchgeführt, sie bekommen Spritzen und werden in einem Wassertank bis zur Bewusstlosigkeit untergetaucht. Die Pfleger und Ärzte in diesem Institut sind grausam und unbarmherzig. Und doch ist da dieser Junge, der sich nicht fügen will.
Puh, an diesem Buch habe ich jetzt bestimmt zwei bis drei Jahre gelesen. Immer wieder habe ich es monatelang weggelegt, um es dann doch irgendwann wieder hervorzuholen. Ich habe schon viel von Stephen King gelesen und mochte es fast immer. Aber das hier war einfach episch. Die Geschichte war überladen mit ewig langen Dialogen und Beschreibungen, die nichts mit der Handlung zu tun hatten. Von den gut 750 Seiten dümpelten 600 gemächlich vor sich hin. Der Showdown brachte dann endlich Spannung und Action, zog sich aber auch noch einmal 150 Seiten weiter hin. Wahrscheinlich hätte ich es einfach abbrechen sollen, aber dass liegt irgendwie nicht in meiner Natur und nun kann ich wenigstens sagen: Es hat mir nicht gefallen.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Lebensnah und umsetzbar

Wie Arbeit glücklich macht
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Der Grundsatz lautet: Love it, change it or leave it! Etwas, dass man bestimmt auf viele Lebensbereiche ausdehnen könnte, zu unserer Arbeitsstelle passt es aber perfekt, ist eingängig und verständlich. ...

Der Grundsatz lautet: Love it, change it or leave it! Etwas, dass man bestimmt auf viele Lebensbereiche ausdehnen könnte, zu unserer Arbeitsstelle passt es aber perfekt, ist eingängig und verständlich. Im ersten Abschnitt erfahren wir, welche Gegebenheiten vorliegen müssen, um mit unserer Arbeit zufrieden sein zu können. Wie wichtig unter anderem die Autonomie und ein gesundes und konfliktarmes Arbeitsumfeld sind. Ich habe viel gelernt darüber, welche Faktoren meine Zufriedenheit beeinflussen können ohne, dass es mir von vornerein bewusst war. Vor allem fand ich gut, zu begreifen, wo stehe ich selbst eigentlich. Den zweiten Abschnitt (change it) fand ich persönlich am interessantesten. Denn hier wird auch mal über den Tellerrand geschaut. Mir wurde bewusst, dass man auch ganz viel selbst in der Hand hat und sein Glück auch in Dingen finden kann, die nicht sofort offensichtlich sind. Sehr gut fand ich auch, dass jemand mal verdeutlichte, dass manche Gegebenheiten einfach zur heutigen Arbeit dazugehören. Das es normal ist, neue Dinge lernen zu müssen, da sich auch das Berufsfeld ständig verändert und erneuert. Ebenso auch mal an den eigenen Schwächen zu arbeiten, anstatt sich gegen ungeliebte Aufgaben zu wehren. Natürlich unter der Voraussetzung, dass das eigene Outcome stimmt. Der letzte Abschnitt ist wohl der, der am schwersten fällt und am radikalsten ist. Aber auch hier gute Gedanken, Tipps und eine Art Checkliste an der Hand zu haben, hat mir sehr gut gefallen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, denn der Schreibstil ist sehr locker und eingängig. Die Fakten sind mit vielen Praxisbeispielen umrahmt, in denen ich mich teilweise wiederfinden konnte. Es ist keiner dieser Ratgeber, der verspricht, führe diese Punkte durch und du wirst glücklich sein, sondern ein Buch, dass sehr nahe an der Realität ist. Mit viel Verständnis für die menschliche Vielfalt und der Lebenssituationen und mit Hilfe zur Selbsthilfe. Mir hat dieses Buch viel Denkanstöße geliefert und ich bin sehr froh es gelesen zu haben.

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