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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2017

Protektorat, Matspiel und die Isolation im Jahr 2037

Isoliert
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"Isoliert" von Åsa Avdic, ist ein unberechenbarer, paranoider Thriller, der in der Zukunft spielt, in dem sechs Personen auf einer menschenleeren Insel, in einem Schutzgebiet um einen Platz im Zirkel der ...

"Isoliert" von Åsa Avdic, ist ein unberechenbarer, paranoider Thriller, der in der Zukunft spielt, in dem sechs Personen auf einer menschenleeren Insel, in einem Schutzgebiet um einen Platz im Zirkel der Partei kämpfen.

Es ist das Jahr 2037, in dem Schweden unter dem Protektorat der kommunistischen Freundschaftsunion steht. Anna Francis, die längere Zeit ein Hilfsprojekt in Krysylkum geleitet hatte, wird erneut von den Vorsitzenden des Protektorat für ein geheimes RAN-Projekt angeworben.
In einem einsamen Haus, auf einer menschenleeren und verlassenen Insel vor der schwedischen Künste, ist es Anna Francis Aufgabe, als Spion sechs ausgesuchte Kandidaten im geheimen zu überwachen. Denn jeder der Kandidaten, kämpft um einen Platz im inneren Zirkel der Partei, werden zuvor jedoch auf eine harte Belastungsprobe gestellt.
Anna Francis Aufgabe besteht darin, ihren Tod zu inszenieren und danach die Kandidaten zu beschatten und  daraufhin einen Bericht anzufertigen. Als dann jedoch kurze Zeit später die einzige Eingeweihte stirbt und der erste Kandidat verschwindet steht Anna Francis vor einer grossen Entscheidung. Soll sie weiter aus ihrem sicheren Versteck ermitteln oder die Gefahr gemeinsam mit den anderen bekämpfen?

Mir ist der Einstieg in die Geschichte anfangs sehr schwer gefallen, da die Charaktere und die Handlung sehr oberflächlich und distanziert beschrieben werden. Denn man erhält im Gesamten, sowohl vom Projekt als auch von der Umgebung, den einzelnen Charakteren und dem Geschehen einfach zu wenig und nur die wichtigsten Fakten und Basisinformationen um Oberflächlich der Handlung einigermassen gut folgen zu können, ohne das es in die Tiefe geht. Auch der geschilderte Familiäre Teil war für mich nicht ausführlich oder verständlich beschrieben den ich Anfangs sogar überlesen habe und somit nochmals einige Seiten zurück blättern musste. Erst mit der Kandidatenbefragung, ab Dreiviertel des Buches, wurde für mich manches schlüssig, bei dem sich auch eine leichte Spannung aufbaute, die mich kurzzeitig an das Buch gefesselt hat. Doch leider gab es einfach zu wenig Spannungsmomente, die sich während dem Verlauf aufgebaut haben, das vermutlich auch an der zu oberflächlich beschriebenen Handlung gelegen haben könnte. Obwohl die Autorin am Schluss mit einer unvorhersehbaren Wendung verblüffte, die sowohl für die Leser als auch für die Kandidaten nicht vorhersehbar waren, konnte mich die Geschichte nicht voll und ganz überzeugen.
Zwar hat die Handlung und die Idee der Geschichte durchaus potenzial, die allerdings für meinen Geschmack einfach an zu vielen Stellen geschwächelt hat und für einen Thriller zu oberflächlich beschrieben wurde.

Sehr angenehm, fliessend fand ich hingegen den Schreibstil  von Asa Avdic, durch den man sehr flüssig durch die einzelnen Kapitel gelangte. Diese sind mit den Namen der jeweiligen Protagonisten versehen, das ich einerseits gut fand, jedoch durch die direkte Sichtweise, allerdings auch nicht mehr Tiefe in die Charaktere gebracht hatte.

Isoliert, ist ein unberechenbarer, leicht paranoider Thriller dem es neben distanziert und oberflächlich beschriebenen Charakteren leider auch an Spannung fehlt. Obwohl die Idee, das Machtspiel und die Isolation mich faszinierten, hat der Thriller durchaus noch Potenzial nach oben.

Veröffentlicht am 23.12.2017

Ein Buch über Trauer, Schmerz und Wege wieder herauszufinden

Das Schmetterlingsprinzip
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"Das Schmetterlingsprinzig", ist ein sehr einfühlsames und berührendes Buch das sich mit dem Tod, den Schmerzen und das was danach kommt beschäftigt und auf sehr einfühlsame Weise, kindlich dargestellt ...

"Das Schmetterlingsprinzig", ist ein sehr einfühlsames und berührendes Buch das sich mit dem Tod, den Schmerzen und das was danach kommt beschäftigt und auf sehr einfühlsame Weise, kindlich dargestellt wird, geschrieben von Andre Hötzer.

Die kleine Marie hat in den Sommerferien, das Schlimmste erleben müssen, wovor sogar Erwachsene Angst haben. Denn das Mädchen hat ihre Eltern bei einem tragischen Unfall verloren. Quälende Fragen, was wäre passiert wenn sie mit ihm Auto gesessen wäre, lassen sie einfach nicht zur Ruhe kommen, sodass ihre Tränen unaufhörlich weiterfliessen. Auch die Sommerferien waren fast zu Ende, und Marie graut es schon jetzt, ihre Mitschüler wieder zu sehen.
Obwohl sich Onkel Nico rührend um das Mädchen kümmert, ist auch er bald am Ende seiner Kräfte und kämpft selbst mit dem tief sitzenden Schmerz, sodass er Marie vorschlägt eine Therapeutin aufzusuchen. Doch eines Abends passiert etwas Merkwürdiges und Marie macht Bekanntschaft mit dem Sonderbaren, das in ihr einen Hoffnungsschimmer weckt.

Fragen wir uns nicht oft selbst, wenn wir mit dem Verlust eines verstorbenen lieben Menschen kämpfen müssen, was nach dem Tod noch kommt? Wie gross muss die Trauer, Angst und der Schmerz für Kinder sein, wenn sie in jungen Jahren schon mit dem Verlust ihrer Eltern konfrontiert werden. So ist es leider der jungen Marie in der Geschichte ergangen, die um ihre lieben Eltern trauert und einen überwältigenden Schmerz empfindet. Obwohl sie von ihrem Onkel fürsorglich und liebevoll aufgenommen wurde, begleitet sie doch der tiefe Schmerz und der Verlust ihrer Eltern.

Beim lesen der Geschichte war ich tief berührt und oftmals den Tränen nahe, denn Andre Hötzer schafft es mit seinem angenehmen und einfühlsamen Schreibstil, den Schmerz geradezu nachempfinden zu können. Das Thema ist keine leichte Kost, doch war es sehr interessant und spannend für mich, wie Andre Hötzer solch schreckliche Thematik in eine kleine Geschichte packt, die durch die Kindliche Darstellung nicht nur für Erwachsene sondern auch für Kinder gleichermassen, verständlich dargestellt und beschrieben wurde. Sehr schön der Vergleich mit den Schmetterlingen, das beschriebene Mohnfeld, das auch immer ein Stückweit im Auge des Betrachters liegt.
Auch die wahren Worte, am Ende der Geschichte haben mich sehr berührt und zum nachdenken angeregt.
Denn wie der Autor richtig schreibt, ist die Vergangenheit gestern, das Morgen ein Geheimnis und das hier und jetzt, das heute ein Geschenk das man greifen und bis ins letzte jeden Tag aufs neue Auskosten soll. Also warum nicht jeden Tag, mit lieben Worten schmücken und den Menschen danken die man liebt, so als wären es die letzten.

Ein wunderschönes Buch, das berührt, bewegt und mit vielen zauberhaften farblichen Bildillustrationen versehen ist.  Es ist immer Wertvoll wenn man jemandem zum Reden hat oder diesen Ratgeber nimmt um wieder positive Kraft zu schöpfen.

Veröffentlicht am 23.12.2017

Tortenzauber, Glücksmomente und die Liebe

Zoe und die Liebe
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"Zoe und die Liebe" ist ein zauberhaft schöner Roman über die Suche nach dem grossen Glück, mit warmherzigen Charakteren und einer schönen Story, geschrieben von Janna Solinger.

Zoe London, ist die bekannte ...

"Zoe und die Liebe" ist ein zauberhaft schöner Roman über die Suche nach dem grossen Glück, mit warmherzigen Charakteren und einer schönen Story, geschrieben von Janna Solinger.

Zoe London, ist die bekannte Stimme des Radiosenders "London Calling", die während ihrer Radiosendung durch ihre positive und glückliche Art, ihre Zuhörer regelrecht begeistert und mit Glücksgefühlen überschüttet und um sich sprüht. Sie ist ein rundum glücklicher Mensch, liebt Polkadotkleider und verziert neben ihrem Job im Radiosender, zauberhafte Torten für jegliche Events.
Doch als sich die Quoten des Radiosenders verschlechtern, beschliesst die Chefetage ihrer Radiosendung durch einen Anrufer während der Sendung, wieder mehr Schwung zu verleihen.
Als ausgerechnet ihre erste Zuhörerin ihr Vorwirft eine Maske des Glücks zu tragen, wird Zoes Selbstverständnis erschüttert und gerät ins wanken. Die Probleme nehmen seinen Lauf und Zoe denkt immer häufiger über die vielleicht wahren Worte der Zuhörerin. Erschwerend kommt hinzu, das sie unmittelbar bevorsteht sich zu verlieben obwohl sie an alles glaubt, nicht aber an die grosse Liebe.

Mit London Calling ist Zoe bei ihren Zuhörern bekannt geworden und hat sich im Radio einen Namen gemacht. Doch als sich die Einschaltzeit und die Quoten verändern, verändert sich auch etwas in Zoe. Denn obwohl ihre Radiosendungen immer mit soviel Glücksgefühlen und Momenten versehen waren, muss sich Zoe von nun als eine Art Therapeut des Glücks mit Ratschlägen und Tipps zur verfügung stellen. Doch das entspricht so gar nicht Zoes Geschmack, das sich auch zunehmend in ihren Sendungen widerspiegelt.
Als dann auch noch die Liebe an die Tür klopft und Zoe merkt, das sie sich immer mehr verliebt, droht ihr Gerüst des Glücks einzubrechen.

Janna Solinger schafft es, mit Zoe einen tollen Charakter zu erschaffen, der man nicht nur gerne selbst zuhören möchte, wenn sie Live auf Sendung geht, sondern in die man sich auch richtig gut hineinversetzten kann. Ich mochte Zoes liebevolle und tolle Art von Anfang an, wobei mir am Schluss, diese Art etwas zuviel geworden ist. Denn anstatt selbst einmal glücklich zu sein über das was sie hat, möchte sie andere Glücklich sehen, das mich zunehmend etwas ratlos und auch leicht genervt hat.
Klasse waren die Sprünge in ihre Vergangenheit die sich wie ein Puzzle nach und nach Zusammen gesetzt haben und man sehr gut nachempfinden konnte, wie sie ihre Kindheit erlebt haben musste. Als Zoe dann ein weiteres mal mit Anna, ihrer ersten Anruferin telefoniert, kam für mich die Wendung der Handlung und das Auflösen, unvorhersehbar und hat mich gleichzeitig auch etwas überrascht. Wiedermal möchte Zoe ihr Glück in die Hand nehmen, nur diesmal hätte ich gerne mehr über die Unbekannte erfahren wollen, doch Zoe entscheidet sich anders. Obwohl das Ende sehr offen gehalten wird, fand ich es abgerundet das viel Platz für seine ganz eigenen Interpretationen gelassen hat.

Sehr angenehm, mitreisend und einfühlsam empfand ich den Schreibstil von Janna Solinger, durch den die Seiten nur so verflogen sind. Denn man gelangt so zügig und fliessend durch die Kapitel, sodass es richtig Spass gemacht hat der Handlung zu folgen.
Ich habe mich während Zoes Suche nach dem Glück, gut unterhalten gefühlt, habe ihre Geschichte gerne gelesen und wurde durch unvorhersehbare Wendungen und Ereignisse überrascht. Zwar war mir Zoes Art am Schluss etwas zuviel, doch wurde sie während der Geschichte authentisch beschrieben und hat mir bis zum Schluss ein schönes Lesevergnügen bereitet.

Veröffentlicht am 22.12.2017

Rundum gelungenes Gartenabenteuer, spannned, lehrreich und witzig mit wundervollen Illustrationen

Zipfelmaus sucht den Apfelräuber
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"Zipfelmaus sucht den Apfelräuber" von Uwe Becker, ist ein tierisch turbulentes Garten-Abenteuer aus der Leserwelt Entdecker-Reihe mit wundervollen Illustrationen für Erstleser, in dem Zipfelmaus, gemeinsam ...

"Zipfelmaus sucht den Apfelräuber" von Uwe Becker, ist ein tierisch turbulentes Garten-Abenteuer aus der Leserwelt Entdecker-Reihe mit wundervollen Illustrationen für Erstleser, in dem Zipfelmaus, gemeinsam mit ihren Freunden einem Apfelräuber auf die schliche kommen.

Zipfelmaus sitzt senkrecht in ihrem Bett, als ein lautes penetrantes Pochen an ihr Gartenhäuschen, sie aus ihrem wohlverdienten Schlaf reisst. Das kann wiedermal nur Shakira die flatterhafte Fledermaus sein, die Zipfelmaus auffordert sofort zum Apfelbaum in Frau Bienenstichs Schrebergarten zu kommen.
Auf den ersten Blick sieht alles aus wie immer, doch dann entdecken die Freunde, das einige Äpfel angeknabbert und nur noch das Kerngehäuse in der Baumkrone hängen. Wer macht den sowas?
Woraus soll Spitzmaus denn jetzt ihren leckeren Apfelsaft machen, den alle so gerne in der Spelunke trinken?
Als dann auch noch der Brombeerstrauch leergepflückt ist, legen sich die Freunde, Shakira Fledermaus mit Hummel Fiffi, die Siebenschläfer Flip und Flop, Dickespinne der Maulwurf und Zipfelmaus auf die Lauer, um den Apfelräuber zu überführen. Doch dabei machen sie eine äusserst überraschende Entdeckung bei der sogar Schwarzekatze am Schluss tatkräftig zur Hilfe steht.

Schon das Abenteuer mit der Glitzerkatze war ein pures Vergnügen das uns richtig gut gefallen und unterhalten hat. Da war es für uns selbstverständlich, das wir auch die Suche nach dem Apfelräuber kennen lernen und lesen wollten. Uwe Becker ist in der "Suche nach den Apfelräuber" ein tierisch lustiges Abenteuer gelungen, das leicht zu lesen und zu verstehen ist, und durch die grosse Schrift die kurzen Kapitel, ein tolles Kinderbuch für geübte Erstleser ist das zu einem schnellen Leseerfolg führt, aber auch zum Vorlesen prima geeignet ist.
Klasse finde ich den angenehmen, kindgerechten und tollen Schreibstil des Autors, der sich fliessend und flüssig durch die kurzen Kapitel zieht und durch seinen Wortwitz für viele witzige Lesemomente und Lachanfälle während dem Lesen und Vorlesen geführt haben. Denn er versprüht so einen kindgerechten charmanten und humorvollen Charme dem wir während dem Lesen regelrecht verfallen sind. Doch neben den altbekannten Charakteren, und einer tollen Story erfährt man auch interessante und wissenswerte Details über die neuen Figuren und Charaktere die gekonnt in die Geschichte mit einfliessen.

Herausragend sind auch die wundervollen schwarz/ weiss Illustrationen die auf jede Doppelseite zu bestaunen sind und somit das lesen erleichtern, die Buchseiten übersichtlich halten und die Geschichte auflockert.
Wir haben uns während dem turbulenten Gartenabenteuer prima unterhalten gefühlt, konnten lachen und schmunzeln, mit Zipfelmaus und ihren Freunden mitfiebern und am Schluss die Apfelräuber überführen und dabei sogar noch etwas über die Tiere erfahren und lernen. Denn die Geschichten von Uwe Becker sind nicht nur spannend und abenteuerreich und gehen ans Herz sondern sind auch lehrreich die in Erinnerung bleiben.

Ein rundum gelungenes tierisches Garten-Abenteuer für geübte Erstleser wundervoll Illustriert. Eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 21.12.2017

Spannungs und Actiongeladener dritter Fall mit leichten schwächen

Jeremias Voss und die Spur ins Nichts - Der dritte Fall
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"Jeremias Voss und die Spur ins Nichts" ist der dritte Fall der Best-Seller Serie, in dem es den smarten Hamburger Privatermittler, diesmal in die Karibik verschlägt, wo er die verschwundene Tochter des ...

"Jeremias Voss und die Spur ins Nichts" ist der dritte Fall der Best-Seller Serie, in dem es den smarten Hamburger Privatermittler, diesmal in die Karibik verschlägt, wo er die verschwundene Tochter des russischen Oligarchen Malakows finden soll, geschrieben von Ole Hansen.

Der ehemalige Kommissar Jeremias Voss, der durch einen Unfall gezwungen wurde aus dem Polizeidienst auszusteigen, hat sich mit Fleiss, Gespür und seinem tadellosen Geschick zum teuersten und best bezahltesten Privatdetektiven Hamburgs emporgearbeitet. Auch sein Ruf eilt ihm mittlerweile längst über die Grenzen der Hansestadt voraus, denn er erhält Ermittlungsanfragen aus der ganzen Welt.
Wie gewöhnlich, ging Voss auch diesen Morgen vor der Arbeit Joggen, als er von zwei schwarz gekleideten und Schrankartig aussehenden Gestalten aufgefordert wird, in die parkende Limousine zu steigen.

Obwohl Voss Hamburg wie seine Westentasche kennt, verschlägt es den Privatermittler bei seinem neuen Fall, einmal um die halbe Welt, der ihm diesmal alles abverlangt. Denn er soll die verschwundene Tochter des russischen Oligarchen Malakow finden, und sie wohlbehalten zurück bringen. Diese, wie sich bald herausstellt, wollte angeblich mit ihrem Mann einem Segeltörn von Miami in die Karibik machen, ist dort jedoch nie angekommen. Doch zwischen Miami und Jamaica verliert sich ihre Spur und nur ihr Mann kann in den weiten des Meeres gerettet werden. Doch dann wird eine zertrümmerte Leiche gefunden. Auch der russische Oligarch lässt sich plötzlich nur noch von seinem Butler vertreten und zieht Voss sogar von seinem Fall ab. Ein schier unlösbarer Fall.

Der Autor Ole Hansen weiss wie man seine Leser fesselt, denn bereits auf der ersten Seite, geht es spannend und actionreich zu, in dem Voss gekidnappt wird und sich in einer abgelegenen ruhigen Einöde wiederfindet. Hierhin hat es den kranken russischen Oligarchen verschlagen der Ruhe und weder Stress, Aufregung noch Hektik gebrauchen kann. Es wird Voss dritter Fall, der den Privatermittler ohne Umwege sofort nach Miami führt. Er geniest puren Luxus, einen privaten Chauffeure und einen Koffer voll Geld, der jedoch kurze Zeit später in die Luft geht. Auch einem weiteren Anschlag kann Voss nur mit viel Glück und einem geschicktem Schutzengel überstehen.
Ich mag Voss, der durch seine smarte, taffe aber auch leicht von oben herablassende Art ermittelt und mit viel Geschick und den richtigen Spürsinn beim Ermitteln Stück für Stück dem Täter auf die Schliche kommt. Diesmal ist es aber auch seinem Assistenten Joe zu Verdanken, der durch seine unermüdliche und tatkräftige Unterstützung Voss eine grosse Hilfe ist.

Herausragend ist der Schreibstil des Autors, der durch seine angenehme, spannende aber auch wortgewandte und flüssige Art zu Schreiben, mich auch im dritten Fall, wieder voll und ganz begeistert hat. Man gelangt sehr fliessen und flüssig durch die 18. Kapitel die spannend, romantisch und pures Krimifeeling in mir geweckt haben. Denn Ole Hansen lässt viel Spiel zum eigenen Ermitteln, überrascht mit unvorhersehbaren Wendungen und löst am Schluss den Fall, geschickt und authentisch, wenn auch ein wenig übereilt, der mich jedoch trotzdem bis zum Schluss gut unterhalten konnte. Doch im Vergleich zu den vorherigen Fällen, konnte dieser von der Raffinesse nicht ganz mithalten was vielleicht auch ein klein wenig an der fernen und ihm nicht so bekannten Gegend lag. Denn Hamburg ist Voss Gebiet, die er wie seine Westentasche kennt. Doch obwohl der Fall an manchen Stellen leicht geschwächelt hat, konnten mich die immer wieder entstandenen Spannungbögen fesseln und mitreisen.

Es hat mir grossen Spass bereitet, Jeremias Voss in seinem dritten Fall in die Karibik zu begleiten, der mich gut unterhalten hat, mit vielen spannungsgeladenen Momenten versehen ist und Krimifeeling verspricht. Wobei der dritte Fall nicht ganz so mitreisend wie die vorherigen Fälle war.