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Veröffentlicht am 25.02.2022

Unterhaltsamer Provinzkrimi-Auftakt

Prost, auf die Wirtin
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"Prost, auf die Wirtin" von Friedrich Kalpenstein, ist der Auftakt einer unterhaltsamen Provinzkrimi-Reihe, in der Kommissar Tischler ermittelt.

Ausgerechnet am Sonntag wird die Wirtin des idyllisch gelegenen ...

"Prost, auf die Wirtin" von Friedrich Kalpenstein, ist der Auftakt einer unterhaltsamen Provinzkrimi-Reihe, in der Kommissar Tischler ermittelt.

Ausgerechnet am Sonntag wird die Wirtin des idyllisch gelegenen Örtchens Brunngries, im nahe gelegenen Wald, tot aufgefunden. Hauptkommissar Tischler, der soeben aus München in die Chiemgauer Alpen versetzt wurde ermittelt. Er bekommt es mit Ur-Bayern zu tun und mit Polizeimeister Fink, der ihn mit seiner übereifrigen Art auf Trab hält. Doch umso tiefer Tischler in die vermeintliche Dorfidylle eintaucht umso klarer wird ihm, das sich hinter der freundlichen Fassade des Ortes so viel mehr verbirgt.

Friedrich Kalpenstein entführt seine Leser durch augenzwinkernde Dialoge und bildhaften Beschreibungen vom ersten Moment des lesens, in das idyllisch und urige Örtchen Brunngries. Schnell fühlt man sich von der Geschichte in den Bann gezogen, kann über den einfliessenden bayrischen Dialekt herzhaft schmunzeln, der die Leseunterhaltung hervorragend unterstreicht. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet die unheimlich gut zur Geschichte passen. Besonders Fink habe ich schnell ins Herz geschlossen, der durch seine herrlich "deppert" und doch so liebenswerten Art für amüsanten Lesespass sorgt. Aber auch Tischler ist ein interessant ausgearbeiteter Charakter den man schnell ganz gerne mag. Sein Instinkt, seine ebenfalls gute Auffassungsgabe und Spürsinn machen ihn zu einem ganz besonderen Ermittler, mit dem Herz am rechten Fleck. Der Schreibstil liest sich sehr fliessend, locker und angenehm. Die Handlung baut sich spannungsgeladen mit einigen amüsant Handlungssträngen auf, die Kapitel haben eine kurze Länge mit witzigen Überschriften die des öfteren zum beherzten schmunzeln anregen.

Für mich ein durchweg amüsanter Lesespass und gelungener Auftakt einer unterhaltsamen Provinzkrimi-Reihe.

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Veröffentlicht am 25.02.2022

Gigantisch gut

Die gigantischen Dinge des Lebens
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"Die gigantischen Dinge des Lebens" von Susin Nielsen, ist eine humorvoll und unheimlich gut geschriebene Coming-Age Geschichte, über Selbstwertgefühl, Gefühle und den besonderen Wert von Freundschaft.


Wilbur ...

"Die gigantischen Dinge des Lebens" von Susin Nielsen, ist eine humorvoll und unheimlich gut geschriebene Coming-Age Geschichte, über Selbstwertgefühl, Gefühle und den besonderen Wert von Freundschaft.


Wilbur ist schüchtern, sehr schüchtern sogar. Seine Lebensphilosophie lautet, bloß nicht auffallen und schauen das man den nächsten Schultag übersteht. Doch dann trifft Wilbur auf Charlie, die sich als Austauschschülerin entpuppt. Gigantische Gefühle brechen über Wilbur ein. Aber wie wird man von einem uncool und unsichtbaren Typ zu einem begehrten coolen Typ?

Susin Nielsen hat eine unheimlich tolle Geschichte über Heranwachsende und ihre Herausforderungen geschrieben die von Anfang an begeistert. Der Schreibstil liest sich sehr locker, lebendig und fliessend. Eben genauso wie die Geschichte ist. Auch die Charaktere sind richtig toll beschrieben die wunderbar zum Gesamtbild der Geschichte passen. Auch fühlt man sich ihnen durch die bildhaften Beschreibungen schnell sehr nahe. Gefallen hat mir ebenfalls der einfliessende Humor, der Dinge und Situationen angemessen beschreibt ohne sie ins Lächerliche zu ziehen.

Insgesamt vermittelt die Geschichte wertvolles, mit einzigartigen Charakteren, Gefühle, Selbstwert und Freundschaft. 


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Veröffentlicht am 25.02.2022

turbulent, witzig und unterhaltsam

O.M.G. Billie! Regel Nr. 1: Das Leben ist kein Kekskonzert
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"O.M.G. Billie! - Regel Nr. 1: Das Leben ist kein Kekskonzert" von Jen Carney, ist ein turbulent witziges Hörbuch mit vielen Klängen und Geräuschen über ein ereignisreiches Schuljahr, Freundschaft und ...

"O.M.G. Billie! - Regel Nr. 1: Das Leben ist kein Kekskonzert" von Jen Carney, ist ein turbulent witziges Hörbuch mit vielen Klängen und Geräuschen über ein ereignisreiches Schuljahr, Freundschaft und einer sympahtisch verrückten Hauptfigur.

Mit Kekse naschen, ihrer besten Freundin Layla abhängen, öde Schultage herum bekommen und Leuten erklären warum sie zwei Mütter hat und es für sie ganz normal ist, hat Billie alle Hände voll zu tun. Doch dann kommt Janine neu in die Klasse, will Layla ganz für sich alleine beanspruchen und plötzlich ist auch noch ein Geldbeutel verschwunden. Jetzt muss Billie sich unbedingt etwas einfallen lassen.

Jen Carney hat mit Billie eine überaus sympathisch, vielleicht teilweise ein bisschen verrückt und überdrehte Persönlichkeit erschaffen, die man aber trotz allem schnell ins Herz schliesst. Die Charaktere sind authentisch altersensprechend beschrieben in die man sich gut hineinversetzten kann. Die Handlung baut sich konstant sehr unterhaltsam mit Witz und Charme auf. Gefallen und passend gewählt ist die Erzählstimme von Valentina Großmann, die durch ihre jugendliche Stimme die Charaktere wunderbar verkörpert. Aber auch die einfliessenden Klänge und Geräusche passen super und unter unterstreichen die Geschichte.

Erzählt wird die Geschichte aus Billies Sicht, wodurch man sich gut in Billies Gefühlswelt hineinversetzten kann. Allerdings und das empfanden wir beim hören teilweise fast schon etwas störend, neigt sie zu überreagieren und ist in manchen Situationen einfach zu vorschnell.

Insgesamt aber ein unterhaltsam, amüsant mit Geräuschen unterlegtes Hörbuch das uns gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 22.02.2022

Hat mich leider nicht abholen können

Ende in Sicht
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"Ende in Sicht" von Ronja von Rönne, ist ein lakonisch erzählte Geschichte über zwei Frauen die den Tod als letzten Ausweg sehen.

Die 69 Jährige Hella will sterben. Hierfür hat sie sich ein Krankenhaus ...

"Ende in Sicht" von Ronja von Rönne, ist ein lakonisch erzählte Geschichte über zwei Frauen die den Tod als letzten Ausweg sehen.

Die 69 Jährige Hella will sterben. Hierfür hat sie sich ein Krankenhaus in der Schweiz ausgesucht. Doch auf dem weg dorthin, fällt ihr die 15 Jährige Juli auf die Motorhaube. Auch sie wollte ihr Leben durch einen Sprung von der Autobahnbrücke beenden. Doch es ist der Anfang einer Reise die die beiden bestreiten.

Ronja von Röhne schreibt in ihrer Geschichte lakonisch über zwei unterschiedliche Frauen die ihr Leben beenden möchten. Damit greift sie eine Thematik auf die man nicht unbedingt als leichte Kost bezeichnen könnte. Denn Depression ist eine Krankheit die nicht einfach irgendwann aufhört, sondern wie in der beschriebenen Geschichte, generationenübergreifend alle betrifft. Die Charaktere waren für meinen Geschmack recht oberflächlich beschrieben, die zu wenige über ihre Gefühlswelt durchblicken haben lassen. 

Und obwohl ich versucht habe mich auf die Personen, ihr Empfinden und ihre Geschichte einzulassen war sie mir insgesamt einfach zu flach und zu wenig berührend ausgearbeitet. Auch empfand ich den einfliessenden Humor als aufgesetzt und für den Ernst der Thematik nicht passend.

Leider konnte mich die Geschichte und auch der Erzählstil der Autorin nicht fesseln und für sich gewinnen.

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Veröffentlicht am 21.02.2022

Zum Schmunzeln, lustig und unterhaltsamer Dorfkrimi

Nur Bärbel backte besser
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"Nur Bärbel backte besser" von Dany R. Wood, ist Band 5 der lustig, amüsant und total unterhaltsamer Dorfkrimi-Reihe, indem Oberkommissar Jupp Backes ermittelt.

Ivana ist die neue Putzfrau im Hause Backes, ...

"Nur Bärbel backte besser" von Dany R. Wood, ist Band 5 der lustig, amüsant und total unterhaltsamer Dorfkrimi-Reihe, indem Oberkommissar Jupp Backes ermittelt.

Ivana ist die neue Putzfrau im Hause Backes, doch kaum eingestellt stürzt diese vom Balkon ihrer Wohnung. Schwiegermutter Inge ist empört und grübelt darüber ob es in ihrem Haushalt etwa so dreckig zugeht, dass man lieber freiwillig stirbt, als den Wischer zu schwingen. Ausserdem rückt mit dem Tod von Ivana ihr Traum eines Tortenimperiums, in ungreifbare ferne. Auch Oberkommissar Jupp Backes nimmt die Angelegenheit persönlich und knöpft sich die Bewohner des Mietshauses vor. Dabei erfährt er von den sittenwidrigen Methoden der Putzfrau, die von einer Karriere als Zuckerbäckerin träumte.

Wie habe ich mich über ein Wiedersehen mit der Kult-Familie Backes gefreut. Und auch im fünften Band der Reihe, wird es beim lesen nicht langweilig. Denn auch diesmal schafft es Dany R. Wood auf humorvolle Art und Weise seine Leser in die kleine Welt der Dorfgemeinschaft Hirschweiler eintauchen zu lassen. Schnell fühlt man sich von Inges Elan angesteckt, kann herzhaft über den einfliessenden Dialekt, aufkommende Situationskomik und Wortwitz schmunzeln und lachen. Die Handlung ist konstant unterhaltsam, mit Spannungsmomenten, Witz und Charme bestückt. Die Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet die mir bereits seit dem ersten Band regelrecht ans Herz gewachsen sind. Und auch der Schreibstil liest sich gewohnt sehr fliessend, leicht und angenehm.

Insgesamt erneut ein lustig, unterhaltsamer Dorfkrimi mit Kult Familie Backes der mir grossen Spass bereitet hat zu lesen.

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