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Veröffentlicht am 19.08.2022

Plot Twist über Plot Twist!

Das siebte Mädchen
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In dem Thriller „Das siebte Mädchen“ von Stacy Willingham geht es um einen Serienmörder, der eigentlich schon hinter Gittern sitzt, dessen Mordserie aber nach zwanzig Jahren wiederaufgenommen wird.

Hübsche, ...

In dem Thriller „Das siebte Mädchen“ von Stacy Willingham geht es um einen Serienmörder, der eigentlich schon hinter Gittern sitzt, dessen Mordserie aber nach zwanzig Jahren wiederaufgenommen wird.

Hübsche, junge Mädchen verschwinden, nur um wenige Tage später tot aufgefunden zu werden. Sie sind alle Teenager, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben und doch so plötzlich aus dem Leben gerissen werden.

Schon damals, als Chloe selbst noch ein Kind war, machte ihr die Tatsache natürlich sehr zu schaffen, dass ihr Vater ein Serienmörder ist. Er brachte damals sechs Mädchen aus ihrer Heimatstadt um. Ihre Leichen wurden nie gefunden, allerdings gestand Chloes Vater Dick Davis alle Morder und wanderte anschließend ins Gefängnis. Auch heute noch quälen Chloe die Erinnerungen an diese Zeit und den einzigen Halt, den sie in ihrem Leben seitdem hatte, ist ihr Bruder Cooper. Langsam scheint sich Chloes Leben jedoch in geordneter Bahnen zu begeben, denn sie hat ihr Studium abgeschlossen, Berufserfahrungen gesammelt und letztendlich auch ihre eigene Praxis als Psychologin eröffnet. Mit ihrem Verlobten Daniel läuft auch alles super und die zwei stehen kurz davor zu heiraten. Dass sie selbst psychische Probleme seit jenem schicksalhaften Sommer hat, unterdrückt sie mit Medikamenten. Das scheint auch alles „gut“ zu laufen, bis sich die grausamen Morde vor zwanzig Jahren in ihrer neuen Heimatstadt wiederholen. Chloe zieht schnell eine Verbindung zu den Morden von damals und versucht auf eigene Faust zu ermitteln. Während ihrer Recherchen stößt sie auf viele Geheimnisse, die ihr das Blut in den Adern gefrieren lassen. Wir sie den Mörder rechtzeitig finden um weitere Morde zu verhindern? Wer ist diese Mensch, der so stark versucht die Morde von vor zwanzig Jahren zu imitieren? Ist er ihr doch näher, als sie es gewagt sich einzugestehen?

Zuerst einmal, die Geschichte hat mich von Anfang an fasziniert und ich wollte das Buch so unbedingt lesen. Der Klappentext und auch die Leseprobe klangen super und ich hatte mir einen spannenden und vor allem auch nervenaufreibenden Thriller vorgestellt. Ganz so war es dann für mich am Ende nicht, allerdings war dieses Buch trotzdem sehr lesenswert und erschien mir direkt wie ein perfekter Film. Mit dem Schreibstil kam ich gut klar, den mochte ich sehr. Auch wenn mir die Charaktere im Buch leider nicht ganz so nahekamen. Auch die Protagonistin Chloe blieb bei mir eher auf Abstand. Und auch zu den anderen Charakteren habe ich nicht wirklich eine Verbindung gefunden. Cooper und Daniel stelle ich mir beide als sehr attraktive Männer vor, die mir aber auch ein wenig zu glatt waren. Aaron Jansen, der schon ziemlich am Anfang des Buches als Journalist der New York Times auftritt, war da keine Ausnahme. Schade, ich hätte mich gerne etwas mehr mit den Charakteren verbunden gefühlt und deren Gefühle mehr gespürt. Das Buch ist auch in verschiedenen Zeiten geschrieben. An für sich eine gute Idee und ich komme auch eigentlich immer gut damit klar. Hier wechselten die Zeiten allerdings so schnell und unbemerkt, dass man manchmal gar nicht wusste, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Nun zur Geschichte an sich. Wie schon geschrieben, die Story hörte sich wirklich spannend an. Bis dies allerdings der Fall wurde, waren die ersten 200 Seiten schon gelesen. Spannung kam leider erst ziemlich zum Schluss auf. Die hätte ich mir in kleinen Momenten über das ganze Buch verteilt gewünscht, sodass es zum Ende hin einen richtigen Schlag geben würde. Der Spannungsaufbau war also leider nicht so ganz gelungen. Am Ende wurde es jedoch spannend und das hat meine Meinung zum Buch nochmal geändert. So viele Plot Twists habe ich in einem Buch noch nie erlebt. Das Ende überrascht dann aber doch und darum geht es ja auch eigentlich. Dass man vom Buch und dessen Inhalt überrascht wird. Ich fühlte mich auf jeden Fall gut unterhalten und hatte das Buch in nur zwei Tagen durchgelesen. Deshalb gibt es hier auch die vier Sterne. Den Titel hätte ich, als kleine Anmerkung, aber anders gewählt „Sieben Mädchen“ hätte besser zur Story gepasst. So habe ich mich das ganze Buch über auf „Das siebte Mädchen“ versteift. Und vermutet, dass auch hier eine weitaus interessantere Geschichte steckt.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

War leider nicht meins...

Wildtriebe
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Der Roman „Wildtriebe“ von Ute Mank behandelt das Thema der Familie mit all ihren gemeinsamen Eigenarten und all ihren Mitgliedern und deren eigenen Eigenarten. Ein schönes Buch, um wieder einmal mehr ...

Der Roman „Wildtriebe“ von Ute Mank behandelt das Thema der Familie mit all ihren gemeinsamen Eigenarten und all ihren Mitgliedern und deren eigenen Eigenarten. Ein schönes Buch, um wieder einmal mehr zu sehen, dass verschiedene Generation einer Familie nicht immer den gleichen Weg einschlagen müssen.

Auf dem Betches Hof wurde von Anbeginn der Zeit immer schon hart gearbeitet. Auch die Frauen packten kräftig mit an, sodass der Betches Hof einer der größten und reichsten Höfe im Dorf wurde. Für Lisbeth war es immer so gewesen und sie war der festen Überzeugung, dass es auch für ihre nachfolgenden Generationen so sein würde. Denn in der Regel ist es so, dass eine Frau auf den Hof ihres zukünftigen Mannes einheiratet. Oder wie bei Lisbeth der Mann auf den Hof der Frau. Zusammen mit ihrem Mann Karl hatte Lisbeth ein paar sehr schöne Jahre und mit ihrem Sohn Konrad sollte der Hof einen Erben und der Fortbestand gesichert sein. Auch Konrad geht auf dem Hof voll auf uns erledigt die Arbeiten, so wie es seit jeher gemacht wird. Nur als auch er endlich heiratet, kommt eine Frau auf den Hof, für die das alles eine ganz neue Welt ist. Marlies möchte sogar selbst in der Stadt arbeiten gehen. Ein Unding für eine Frau, die auf einen Hof eingeheiratet hat- Dort hat sie andere Pflichten und der Mann verdient das Geld. Aber Marlies ist anders. Sie möchte ihre eigenen Träume leben, arbeitet hart und fleißig in einem Modegeschäft und macht sogar ihren Jagdschein. Das Geschwätz im Dorf ist natürlich sehr groß, ganz zum Leidwesen von Lisbeth. Trotzdem werden die Kämpft der beiden Frauen zu Hause im Stillen ausgetragen. Wer setzt sich durch? Als Marlies‘ Tochter Joanna geboren wird, kommt mit ihr eine weitere Frau auf den Betches Hof. Und die Kämpfe zwischen Lisbeth und Marlies hören nicht auf. Denn Lisbeth mischt sich auch in die Erziehung von Joanna ein. Denn Joanna soll es einmal besser als ihre Mutter machen. Sie soll die Zukunft des Betches Hof sein. Deshalb wird sie von ihrer Großmutter schnell an das Leben auf dem Hof gewöhnt, ihre Mutter jedoch möchte, dass sie ihren eigenen Weg geht. Doch dieser wird nachher ein ganz anderer sein, als es sich die beiden Frauen je vorstellen konnten.

Das Buch ist gutgeschrieben. Ein flüssiges Lesen ist hier gar kein Problem. Ich finde es persönlich sehr spannend zu erfahren, welchen Weg die Enkelin, Joanna, auf dem Hof einschlagen wird. Dieser Teil der Geschichte war für mich am spannendsten und wird auch wirklich erst so richtig gegen Ende aufgeklärt. Es ist auch immer wieder krass zu sehen, wie sich manche Generationen voneinander unterscheiden können. Da ist zum einen Lisbeth mit ihrem konservativen Bild einer Frau. Sie ist ihr ganzes Leben lang in der Rolle dieser Frau geblieben und man wird es vermutlich auch nicht mehr aus ihr herausbekommen. Und zum anderen gibt es da Marlies, die eine junge, emanzipierte Frau, die gerne ihr eigenes Geld verdient und sich auch für ihre Tochter ein Leben fernab des Hofes wünscht. Identifizieren kann ich mich persönlich natürlich besser mit Marlies. Jedoch liegt die Geschichte des Betches Hof schon viele Jahre zurück, weshalb ich auch verstehen kann, wie schwer es für Lisbeth sein muss, einen solchen Wandel der Frau zu beobachten. Die Männer im Buch spielen meiner Meinung nach eher Nebenrollen. Karl ist immer sehr ruhig und hält sich mit Aussagen zurück. Auch Konrad wirkt auf mich eher so, als würde der Konflikte vermeiden wollen. Alles in allem fand ich dieses Buch nicht schlecht. Auch wenn ich mir ein paar Aussprachen oder kleinere Konflikte gewünscht hätte. Mit Reden hätte man vielleicht das ein oder andere Problem aus dem Weg schaffen können.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Wundervolle Geschichte!

Als wir Tanzen lernten
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Der Roman „Als Wir Tanzen Lernten“ von Nicola Yoon handelt über die Liebe, das Tanzen und die Freundschaft in Evies Leben.

Evie ist eine junge Frau, die jetzt schon mit der wahrhaftigen Liebe abgeschlossen ...

Der Roman „Als Wir Tanzen Lernten“ von Nicola Yoon handelt über die Liebe, das Tanzen und die Freundschaft in Evies Leben.

Evie ist eine junge Frau, die jetzt schon mit der wahrhaftigen Liebe abgeschlossen hat. Da sie hautnah miterlebt hat, wie sich ihre Eltern trennten, kann sie einfach nicht mehr an die Liebe für’s Leben glauben. Ihre Eltern waren doch so perfekt zusammen und so glücklich! Dass es auch anders, als in ihren geliebten Liebes-Romanen laufen kann, bewegt sie dazu diese kurzerhand zu verschenken. Sie möchte die ganzen Geschichten über die wundervolle Liebe nur noch loswerden und beschließt in diesem Moment auch gar nicht mehr an diese zu glauben. Als sie sich ihrer alten Liebes-Romane entledigt, bekommt sie jedoch etwas Neues, Seltsames. Sie erhält nämlich die Fähigkeit den Verlauf der Beziehungen anderer vor ihrem inneren Auge zu sehen. Und meist verlaufen diese Beziehungen nicht gut und es gibt oft ein unschönes Ende. All das sieht Evie, sobald sich das entsprechende Paar küsst. Dann zieht der Beginn derer Beziehungen bis hin zum Ende an ihr vorbei. Auch wenn Evie drei gute und enge Freunde hat, vertraut sie sich nur ihrem besten Freund Martin an. Dieser rät ihr dazu sich auch mal auf etwas einzulassen.

Gesagt, getan und nichtsahnend steht Evie dann in einem Tranzstudio, in welchem sie zusammen mit einem ihr fremden Tanzpartner ein Turnier tanzen soll, um das Studio ein wenig bekannter zu machen. Dieser Tanzpartner ist niemand geringeres als X, der Enkel der beiden Inhaber des Tanzstudios, Maggie und Archibald. X ist vom ersten Moment interessiert an Evie, doch die weist ihn zurück. Denn wir wissen ja, dass Evie es nicht mehr mit der großen Liebe hat und sich auch auf keine Beziehung mehr einlassen möchte. Dem Charme von X kann sie aber nicht lange widerstehen und so verliebt auch sie sich in ihn.

Neben den Proben für das große Turnier, aufkommendem Streit zwischen ihren Freunden und den Gefühlen zu X, kommt dann auch noch ihr Vater dazu, der sich wieder neu verliebt hat. Evies Leben ist ein komplettes Gefühlschaos und ich fühle wirklich so mit ihr!

Das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben und lies sich leicht und flüssig lesen. In Evie konnte ich mich komplett hineinversetzen und ihre Gefühle verstehen. Sie fühlte sich betrogen, belogen und ungerecht behandelt. Dass sie sich trotz dieser Gefühle auf eine neue Beziehung einlassen kann, bewundere ich sehr. Auch X stelle ich mir sehr sympathisch vor und hätte mich selbst bestimmt auch in seinem Charme verloren. Die anderen Charaktere wie Evies Freunde Martin, Cassidy und Sophie haben auch alle ihre eigenen Charakterzüge bekommen und wurden meiner Meinung nach gut dargestellt.

Ich muss gestehen, dass ich zwischen Anfang und Mitte des Buches etwas verwirrt war, was die Story angeht. Für mich verlor sich der Zusammenhang der Geschichte von hellseherischen Fähigkeiten und dem Lernen des Tanzes etwas. Das besserte sich jedoch zum Ende des Buches hin wieder und ich war die letzten Seiten total gefesselt von der Story. Auch wenn sich mir am Ende des Buches doch noch die ein oder andere Frage stellt (da ein paar Dinge im Buch angedeutet, aber nicht aufgeklärt wurden), fand ich es alles in allem sehr gut. Vor allem das Ende hat mir sehr zugesetzt und mich einfach nochmal komplett überrascht. Mit diesem Twist hätte ich so nicht gerechnet und deshalb konnte ich dann auch das ein oder andere Tränchen nicht zurückhalten. Die Lektion, die man aus dem Buch mitnehmen kann und auch sollte ist, dass es bei der Liebe nie um das Ende geht. „Sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ ist eine Floskel, die wir alle aus sämtlichen Märchen kennen. Dabei ist es doch so viel wichtiger zu wissen und zu erleben, was dazwischen passiert. Die Message ist am Ende doch deutlich und gut rübergebracht worden. Aus diesem Grund kann ich das Buch guten Gewissens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Schrill und schriller

Zurück nach Übertreibling
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In dem Krimi „Zurück nach Übertreibling – Vikki Victorias erster Zwischenfall“ von Gloria Gray geht es drunter und drüber. Es wird super schrill und der Buchtitel passt in jedem Fall auf den Inhalt des ...

In dem Krimi „Zurück nach Übertreibling – Vikki Victorias erster Zwischenfall“ von Gloria Gray geht es drunter und drüber. Es wird super schrill und der Buchtitel passt in jedem Fall auf den Inhalt des Buches: übertrieben ist hier nämlich so einiges.

Vikki Victoria wird eines Morgens mit der Nachricht über den Gefängnisausbruch ihres Erzfeindes geweckt. Schleunigst packt sie das Nötigste zusammen und macht sich mit ihrem Kumpel/Teilzeit-Lover Wolf auf den Weg, raus aus ihrer Wohnung. Denn niemand geringeres als Toni Besenwiesler ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und sinnt nach Rache. Vikki bekommt auf ihrer Flucht nämlich schon zahlreiche SMS-Nachrichten einer unbekannten Nummer, die alles andere als nett sind. Da die Transfrau und Ikone des Münchner Nachtlebens Vikki aber nicht zur Polizei gehen möchte, versucht sie selbst dahinter zu kommen, wo sich Toni gerade aufhält. Um dies herauszufinden landet sie auch beim Münchner Clanchef Achmed, der irgendwie auch in die Sache verwickelt zu sein scheint. Auch ihm wird im Laufe der Geschichte übel mitgespielt und es wird immer irrer und wirrer in München und Übertreibling. Es folgenden weitere SMS-Nachrichten, Besuche bei alten Bekannten und Verwandten sowie einer echten Entführung über Social Media. Wilde Rocker, wütende Clanmitglieder und eine leicht überforderte Vikki Victoria müssen letztendlich entdecken, dass hinter all dem etwas Anderes steckt, als es am Anfang scheint.

Vorab kann ich sagen, dass ich dieses Buch recht schnell durchhatte, da es auf seine eigene Art und Weise doch unterhaltsam war. Leider fiel es mir zu Anfang doch sehr schwer in die Geschichte herein zu finden. Der Schreibstil es sehr gewöhnungsbedürftig (was nicht nur am bayerischen Dialekt liegt, der ab und an natürlich zu lesen ist). Mir machten vielmehr die vielen Gedankensprünge Vikki Victorias zu schaffen. Denn sie kommt gerne einmal von Ästchen auf Stöckchen und landet in ihren Gedanken dann ganz wo anders. So hat man zwar viele Hintergrundinformationen zu ihr und ihrem Leben bekommen, aber einige dieser Informationen hätte es für mein Dafürhalten nicht gebraucht. Generell ist dieser Krimi auch etwas zu drüber und mir persönlich zu schrill. Ich mag klare Linien und bevorzuge bei Krimis eher eine Geschichte, die näher an der Realität ist. Am Ende wurde die ganze Sache dann doch etwas zu wild für mich, obwohl der Fall an sich sehr spannend war. Ich kann generell sagen, dass der Krimi am Ende gut aufgelöst und der Täter auch gefasst wurde. Da ich mich bei diesem Buch doch unterhalten gefühlt habe, vergebe ich einen Stern mehr, als ich es vom Gesamteindruck eigentlich vorgehabt hatte.

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Veröffentlicht am 16.08.2022

Bewegende Geschichte

Haie in Zeiten von Erlösern
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Der Roman „Haie in Zeiten von Erlösern“ von Kawai Strong Washburn behinhaltet nicht nur die Geschichte einer hawaiianischen Familie, sondern auch viele Sagen, Mythen und die Erzählungen über alte Götter ...

Der Roman „Haie in Zeiten von Erlösern“ von Kawai Strong Washburn behinhaltet nicht nur die Geschichte einer hawaiianischen Familie, sondern auch viele Sagen, Mythen und die Erzählungen über alte Götter aus Hawaii.

Nainoa ist gerade einmal sieben Jahre alt, als ihm etwas sehr Seltsames passiert. Er ist mit seiner Familie auf einer Bootstour und fällt dabei ins Meer. Voller Sorge sehen seine Familie und die anderen Menschen auf dem Boot dabei zu, wie der kleine Junge zu ertrinken droht. Dazu soll es aber nicht kommen, denn er wird von einem ganzen Schwarm Haien wieder sicher zum Boot zurückgebracht. Der größter der Haie trägt ihn in seinem Maul ganz sanft und vorsichtig zu seiner Mutter zurück ohne dem Jungen dabei nur ein Haar zu krümmen. Seit dieser Begebenheit hält man Noa für ein ganz besonderes Kind. Dies liegt nicht nur an der Tatsache, dass ihn die Haie verschonten, sondern auch daran, dass er besondere Fähigkeiten entwickelt hat. Er kann Menschen in Not helfen und lindert deren Schmerzen und Verletzungen. Bald schon kommen immer mehr Menschen in das Haus seiner Familie und wollen etwas von dem Wunder erfahren, welches Nainoa vollbringen kann. Dass dies einen enormen Druck mit sich bringt, merkt auch Nainoa ganz schnell. Mit der Zeit kommen immer weniger Nachbarn und Bekannte vorbei und schließlich hören die Besuche ganz auf. Schlecht für seine Familie, denn mit seinen Wundern hat er sie finanziell immer über Wasser gehalten. Als Nainoa und seine Geschwister Dean und Kaui immer älter werden, möchten sie weg von ihrer hawaiianischen Insel und rauf auf’s Festland. Alle drei Kinder haben unterschiedliche Vorstellungen vom Leben. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie möchten erfolgreich sein in dem was sie tun und etwas bewirken. So verliert sich Dean weiter im Basketball, Kaui studiert an der Universität und Nainoa wird Rettungssanitäter. Die drei verfolgen weiterhin ihr Ziel im Leben, während ihre Eltern Malia und Augie auf der Insel zurückgeblieben sind. Es kommt jedoch der Tag, an dem bei allen drei Kindern etwas schief zu laufen scheint und sie von ihrem Weg abdriften. Es zieht sie auch wieder nach Hause und dort bekommen sie auch alle ihre „eigene, spezielle Aufgabe“ im Leben.

An sich kam ich ganz gut durch das Buch und fand auch die Geschichte über alte, hawaiianische Götter sehr spannend. Es gab allerdings viele hawaiianische Begriffe, über die ich ein um’s andere Mal gestolpert bin. Diese werden ganz hinten im Buch zwar genau erklärt und erläutert, aber während des Lesens des Buches wollte ich nicht immer nach hinten blättern und die Begriffe suchen. Dadurch lief das Lesen leider nicht so flüssig. Erzählt wurde die Geschichte rund um Nainoa und seine Familie jedoch ganz gut. Man hat in den schwierigen Situationen der Protagonisten schon mitgelitten und sich gefragt, wie das ganze jetzt für sie ausgehen wird. Das Ende des Buches fand ich sehr gelungen und man blieb mit diesem gewissen, magischen Gefühl zurück, welches solche Inseln auf einen haben können. Die alten Götter und Mythen werden hier perfekt aufgegriffen und man mag fast selbst an sie glauben.

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