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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein bewegender und spannender Roman über ein wunderbares Großvater-Enkelin-Gespann, das gemeinsam Rätsel löst.

Die Rätsel meines Großvaters
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"Im Leben kommt es immer anders, als man denkt. Dennoch sollten wir nach vorne schauen und auf ein Happy End hinarbeiten. Nein, nicht sollten, wir haben keine andere Wahl."
Kapitel 3 - 9. Kapitel
Und genauso ...

"Im Leben kommt es immer anders, als man denkt. Dennoch sollten wir nach vorne schauen und auf ein Happy End hinarbeiten. Nein, nicht sollten, wir haben keine andere Wahl."
Kapitel 3 - 9. Kapitel
Und genauso macht es Kaede. Auch wenn ihr Großvater durch seine Demenzerkrankung oft schlechte Tage hat, genießt sie die Zeit mit ihm. Und wenn sie in ihrem Alltag oder durch Erzählungen auf einen spannenden Fall stößt, nimmt sie mit ihrem Großvater die Ermittlungen auf. Als große Krimi-Fans nehmen sie sich Beispiele aus den klassischen Krimis und versuchen so, kleinere und größere Rätsel zu lösen. Dabei geraten sie manchmal tiefer in die Fälle als gedacht ...
Dies ist der zweite Band rund um Kade und ihren liebenswerten Großvater. Er hat eine besondere Demenzerkrankung, durch die er phasenweise Halluzinationen hat. Doch manchmal sind es genau die, die ihm die Lösung der Fälle vor Augen führen.
Bereits im ersten Band habe ich mit ihnen mitgefiebert, mit Kaede neue Freundschaften zu Iwata und Shiki geschlossen und über die Kombinationsgabe ihres Großvaters gestaunt. Auch dieses Mal sind es oft verwirrende Geschehnisse, über die sie rätseln. Dass dabei die alten Klassiker erwähnt werden machte mir großen Spaß Auch wenn ich selbst nie Hitchcock gelesen habe, der in diesem Band eine große Rolle spielt. Unerwartet geraten sie auch dieses Mal in Gefahr. Und es ist gerade die große Verbundenheit zwischen Kaede und ihrem Großvater und ihr grenzenloses Vertrauen in ihn - auch wenn er gerade verwirrt zu sein scheint - die sie unbeschadet aus diesen entkommen lassen. Eben jene Momente haben mich sehr bewegt und berührt!
Als Europäerin erscheinen mir natürlich manche Begebenheiten ungewohnt, auch dass zum Beispiel Suizid eine große Rolle in einem Fall spielt. Aber auch das ist es, was ich an solchen Büchern mag - alle Formen des Lebens kennenlernen.
Es waren weniger Fälle als im ersten Band, aber ebenso spannend und auch die Rahmenhandlung um Kaede, Shiki und Iwata wird weitergesponnen. Aber auch ohne dass man den ersten Teil kennt, wird man sich in "Die Rätsel meines Großvaters" gut zurechtfinden!
Fazit:
Ein bewegender und spannender Roman über ein wunderbares Großvater-Enkelin-Gespann, das gemeinsam Rätsel löst.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Das beste aller Leben - wenn du es erkennst ...

You and Me - Die zweite erste Liebe
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"Es hat funktioniert. Adams Kassette und der Sony haben funktioniert! Ich bin tatsächlich in der Zeit gelandet, bevor alles begann."
Adam und Jules haben ein solides Leben. Zwei Kinder, ein kleines Häuschen, ...

"Es hat funktioniert. Adams Kassette und der Sony haben funktioniert! Ich bin tatsächlich in der Zeit gelandet, bevor alles begann."
Adam und Jules haben ein solides Leben. Zwei Kinder, ein kleines Häuschen, aber sie haben in ihrem Leben - wie jeder - Entscheidungen getroffen. Keine schlechten, aber welche, die oft weitreichendere Konsequenzen hatten, als sie geahnt haben. Jules hat das Gefühl, dass sie feststecken in ihren Leben. Sie würde gerne ein Pop-Up-Restaurant eröffnen, doch es fehlt an finanziellen Mitteln. Wie wären ihre Leben verlaufen, wenn sie doch ausgewandert wären, Adam nicht zu viel Angst vor einer großen Entscheidung gehabt hätte, wenn ...?
Nach einer Party kochen die Emotionen hoch und die beiden haben einen heftigen Streit. Adam zieht sich in den Schuppen zurück und stolpert über die alten Mix-Tapes, die er und Jules sich immer wieder zu besonderen Gelegenheiten aufgenommen und geschenkt haben. Als er sie abspielt, reist er in der Zeit zurück! Zurück an den Punkt, an dem er Jules das Tape gegeben hat. Gebannt beobachtet er die Ereignisse aus seinem jüngeren Ich heraus, empfindet die selbe große Liebe, die er damals empfunden hat.
Abwechselnd unternehmen er und Jules nun Zeitreisen, erinnern sich an die Anfänge ihrer Beziehung, all die großen und kleinen Momente. Mit dem festen Abkommen, nichts zu verändern. Doch es ist zu verlockend, sie beginnen, ein wenig zu intervenieren, um anscheinend Kleinigkeiten zu verbessern, die auf niemanden außer sie selbst Einfluss haben. Doch alles ist mit allem verbunden, und jede noch so winzige Entscheidung hat Konsequenzen, die sie nicht erahnt haben ...
Dies ist wieder mal ein Roman, der mich vom ersten Moment an gepackt hat! Eigentlich lieben sich Adam und Jules, doch im Lauf der Jahre hat sich der Alltag eingeschlichen, der Frust über die Herausforderungen des Lebens. Sie stecken zu sehr in ihrem Trott fest, um zu sehen, welche Möglichkeiten sie haben. Und wie groß ihre Liebe ist. Erst genießen sie die Ausflüge in die Vergangenheit, ihre alte Liebe flammt neu auf. Doch als sie beginnen, die Vergangenheit zu ändern, stellen sie fest, dass jede ihrer Entscheidungen auch etwas Gutes hatte und manchmal später Schlimmeres verhindert hat. Als sie erkennen, dass ihre Reisen, ihre Manipulationen eskaliert sind, ist es beinahe zu spät, für sie und ihre Kinder.
Das Gedankenspiel hat mir sehr gut gefallen, jeder kennt doch dieses "Was wäre, wenn ..." von sich selber, oder? Adam hat viel über Zeitreisen recherchiert, natürlich auch in DEM Klassiker "Zurück in die Zukunft". Gerade diese Momente, in denen die beiden Szenen aus diesem Film erwähnen, haben mir als Fan besonders gut gefallen.
"You and Me" ist abwechselnd aus Adams und Jules´ Perspektive erzählt. Etwas, was ich besonders gerne mag und was den Lesenden/Hörenden besonders in die Ereignisse zieht.
Die beiden in der Vergangenheit zu erleben war voller bewegender Momente, in denen sie oft aus dem Wenigen, das sie hatten, das Beste gemacht haben. Diese Fähigkeit haben sie ein Stück weit verloren. Auch ihre Gegenwart hat mich sehr berührt, ihr Umgang miteinander, trotz allem. All die Kleinigkeiten, die unter der Oberfläche schwelen, manche spricht man aus, bei anderen hat man die Größe, den anderen nicht mit Schuldzuweisungen zu konfrontieren - denn Selbstvorwürfe macht derjenige sich ohnehin.
Nach der letzten Hörminute blieb ich gerührt und atemlos zurück, denn bei all den "Was wäre, wenn ..." bleibt die finale Frage: "Was wäre, wenn ... du das beste aller Leben führst?"
Fazit:
Das beste aller Leben - wenn du es erkennst ...

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ein verwirrender Roman über eine zerrissene, wurzellose Protagonistin.

Alma
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"Sagt mir, wer ich bin! Welche Sprache soll ich sprechen? Gebt mir ein für alle Mal einen Ort, ehe ich verrückt werde."



Mit über 50 verliert Alma ihren Vater - den sie nie wirklich gehabt hat. Er war ...

"Sagt mir, wer ich bin! Welche Sprache soll ich sprechen? Gebt mir ein für alle Mal einen Ort, ehe ich verrückt werde."



Mit über 50 verliert Alma ihren Vater - den sie nie wirklich gehabt hat. Er war immer nur ein Gast in ihrem Leben, gekommen, um ebenso schnell unvermittelt zu verschwinden. Nun hat er ihr ein Erbe gegeben, dass sie nicht haben will. Sie muss Vili finden, um es zu erhalten. Vili, den ihr Vater eines Tages mitgebracht hat, nach Triest auf den Karst, weil er in Gefahr war. Vili, dem sie so nahe war, ohne ihm jemals wirklich nahe gekommen zu sein.

Deshalb kommt sie nach über 20 Jahren in die Stadt zurück und erinnert sich bruchstückhaft an ihre Kindheit und Jugend.

Alma ist in Triest aufgewachsen, der Grenze zwischen Ost und West. Und sie selbst war auch immer mittendrin, ohne irgendwo dazuzugehören. Ihr Großeltern gebildet, nehmen sie in schicke Lokale mit und lernen ihr, wie wichtig Geschichte ist. Auf der anderen Seite ihre Mutter, die kaum eine Rolle spielt, und ihr Vater, für den nur die Gegenwart zählt. Übergroß in ihrer Erinnerung, immer auf der Durchreise, ein ruheloser Slawe, der auch zu niemandem gehört, mit einer fragwürdigen Verbindung zu Marschall Tito. Sie war noch ein Kind, als der Jugoslawienkonflikt begann und Vili auf einmal im Haus auftauchte. Nebulös wie ihr Vater, zu keiner Seite zugehörig. Und Alma selbst weiß auch nicht, welche Wahrheiten sie glauben soll, die der Großeltern, des Vaters, der Nachrichten?

Das Buch hat es mir nicht immer leicht gemacht, die Zeiten wechseln oft, und es sind verschwommenen Erinnerungen, teilweise eines Kindes, an denen uns die Protagonistin teilhaben lässt. Erlebnisse, von denen sie sich manchmal selbst nicht sicher ist, ob sie stattgefunden haben. Und während sie erwachsen wird, tobt rund um sie der Krieg. Ein Krieg, von dem ich - ehrlich gesagt - nicht viel weiß, fand er doch zu einer Zeit statt, als ich selber jünger war als Alma damals. Das machte es für mich oft noch schwieriger, der sprunghaften Handlung zu folgen. Oft habe ich das Buch beiseite gelegt und nach den erwähnten Orten oder Begebenheiten gegoogelt, um den historischen Kontext zu begreifen.

Die Informationsfetzen sind erschreckend, erschütternd und lassen mich zutiefst betroffen zurück.

Was dafür umso präsenter war, war Almas Zerissenheit. Ihre Eltern wollten sie so frei wie möglich erziehen, dadurch gelang es ihr nie, Wurzeln zu schlagen, die ihr Halt geben könnten. Oft war sie mitten im Kriegsgeschehen, hat darüber Artikel geschrieben, und manchmal doch nicht wirklich die Zusammenhänge verstanden. Sie kann keine Nähe zulassen, vielleicht, weil sie erlebt hat, wie sehr ihre Mutter daran zerbrochen ist, dass ihr Vater ihnen nie nahestand. Auch keine Nähe zum Leser, denn auch nach der letzten Seite ist sie mir noch fern. Ihre Großeltern hatten so ganz andere Ansichten als er, welche Meinung ist richtig, welche zählt?

Vili war ab seinem Einzug im Haus auf dem Karst immer an ihrer Seite, und doch nie wirklich bei ihr. Sie kommen sich heimlich körperlich nahe, nie romantisch. Auch in ihren 20igern fanden sie wieder zueinander, doch ihr Auseinandergehen war dramatisch. Und so fällt es ihr jetzt umso schwerer, ihn zu aufzusuchen, um das letzte Erbstück ihres Vaters zu erhalten.

Warum sollte ausgerechnet ihr Vater, der nichts von der Vergangenheit hielt, ihr diese nun nach seinem Tod unterbreiten wollen? Auch Almas Mutter bleibt nebulös. Sie hat in der "Stadt der Irren" gearbeitet, angeblich, weil sie sich für das Leben der anderen interessiert. Aber irgendwie entstand der Eindruck, dass sie sich für ihre Tochter kein bisschen interessierte.

Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, sehr viele lange Sätze, die auch ich als versierte Leserin manchmal ein zweites Mal lesen musste, um sie zu verstehen. Vieles wird nicht beim Namen genannt, das machte es mir umso schwerer, die Geschehnisse zeitlich und räumlich einzuordnen. Es wirkt eben wie die Erinnerungen eines Kindes, es ist nur "die Stadt", "die Insel" und wenn dann ein Fetzen kam, anhand dessen ich vielleicht erfahren konnte, worum es geht, habe ich nebenbei recherchiert. Das machte die Lektüre langatmig und unterbrach den ohnehin trägen Lesefluss.

Das Ende hat mich eiskalt erwischt, der ganzen Geschichte einen neuen Kontext gegeben und mich sprachlos zurückgelassen.

Fazit:

Ein verwirrender Roman über eine zerrissene, wurzellose Protagonistin.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Ein weiterer Roman rund um den Buchladen "Unicorns, Starships & Bugs", leider kann er mit dem ersten Band nicht mithalten.

The Love-Life-List: (Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe
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"Mitunter sind Pläne nicht mehr als Vorschläge ans Universum."
(Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe #5
Was habe ich mich auf das neue Buch von Kira Mohn gefreut! Ich habe "Note to myself" verschlungen ...

"Mitunter sind Pläne nicht mehr als Vorschläge ans Universum."
(Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe #5
Was habe ich mich auf das neue Buch von Kira Mohn gefreut! Ich habe "Note to myself" verschlungen und war ganz begeistert, dass wir hier wieder im Buchladen "Unicorns, Starships & Bugs" zu Besuch sind und dort auf alte Bekannte wie Tobey, Alice etc. treffen.
In diesem Band geht es um Rose. Sie hat ihrer Familie und ihrem Medizinstudium den Rücken gekehrt und schlägt sich in New York als Lektorin durchs Leben. Ihr Vater war von ihren Plänen gar nicht begeistert, denn für ihn war immer klar, dass sie in seine Fußstapfen tritt und Ärztin wird. Doch Rose wollte vor allem auch weg von ihrer Schwester Halley, mit ihrem Strahlen und ihrem Tinkerbell-Lachen. Denn kaum gab es einen Mann in Roses Leben, betrat Halley die Bühne und hat ihn ihr weggenommen. So war es auch bei Rose letztem Freund Jonathan - der jetzt Halleys Verlobter ist.
Um ihre Freundin Zara zu unterstützen und ihre Finanzen aufzubessern, hilft Rose nun im Buchladen aus. Und dort gibt es einen neuen Geschäftsnachbar, Zane. Nach der Eröffnung seines Tattoo-Studios nebenan sind zwei Dinge klar: Rose findet ihn unwiderstehlich - und im "Unicorns, Starships & Bugs" bleiben die Kunden aus! Denn die besorgten Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder auch nur im Vorbeigehen damit in Berührung kommen.
Genau hier begann meine Herausforderung als Leserin. Ich komme aus einem 5000-Einwohner-Städtchen auf dem Land, und nicht mal hier juckt es irgendjemanden, das wir 2 Tattoo-Studios beherbergen. Diesen Boykott des Buchladens, nur weil daneben ein Tätowierer einzieht, in einer Großstadt wie New York konnte ich schwer nachvollziehen. Aber kein Problem, ist dort halt so, dachte ich mir und habe mich auf die Geschichte eingelassen.
Um wieder Kunden anzulocken, werden sie auch von Zane unterstützt. Er achtet darauf, dass keine seiner Kunden vor seinem Geschäft stehen, die Türe zu ist, dekoriert sein Schaufenster um. Und lässt sich zu einem gemeinsamen Event überreden.
So, jetzt haben wir besorgte Eltern, die ihre Kinder von bösen, tätowierten Menschen fernhalten wollen, weil die ja alle kriminell und drogensüchtig sind. Und dann machen wir eine Veranstaltung, bei der Tattoo-Kekse ausgeteilt werden, die Kinder von Zane, dem Tätowierer, bunt bemalt werden, etc. Und hier endet mein Vorstellungsvermögen. Denn wenn ich solche Vorbehalte gegen ein bisschen Tinte in der Haut hätte, wäre das letzte, was ich will, dass mein Kind quasi "altersgerecht" an diese Kunst herangeführt wird.
Dann ist da Rose, die große Selbstwertprobleme hat, in der ständigen Furcht lebt, Zane könnte ihre Schwester sehen und sich Hals über Kopf in sie verlieben. Sie weiß nicht, was sie will, ob sie das Medizinstudium abgebrochen hat, weil es nicht ihr Traum ist oder nur, weil es auch der Traum ihres Vaters ist.
Zane ist ein total netter Kerl, doch irgendwie bleibt er das ganze Buch über farblos. Seine Aufgabe scheint es zu sein, Rose bei ihren Neurosen beizustehen und verständnisvoll die richtigen Worte zu finden, egal, was für einen Blödsinn sie macht. Auch als Rose und wir ihn nach Hause zu seinen Eltern begleiten dürfen, erfahren wir wenig über seine Beweggründe.
Halley ist der Typ hauptberuflich Tochter, und warum ihr Verlobter Jonathan Schwesterchen-wechsel-dich spielt, hat sich mir nicht erschlossen.
Die Liebesgeschichte zwischen Rose und Zane und die romantischen Szenen waren entzückend. Doch die Charaktere blieben für mich flach und die ganze Geschichte war etwas schwach.
Fazit:
Ein weiterer Roman rund um den Buchladen "Unicorns, Starships & Bugs", leider kann er mit dem ersten Band nicht mithalten.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Zwei Frauen in zwei Zeitebenen, unterschiedlich und doch verbunden.

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Kriegsende, Güstrow 1945. Die Russen vor den Toren der Stadt, versteckt sich die 14jährige Marlen in einem alten Forsthaus. Dort findet sie nicht nur ein kleines verstecktes Bild, sondern in ihrer Retterin ...

Kriegsende, Güstrow 1945. Die Russen vor den Toren der Stadt, versteckt sich die 14jährige Marlen in einem alten Forsthaus. Dort findet sie nicht nur ein kleines verstecktes Bild, sondern in ihrer Retterin Wilma eine Art Ersatzmutter. Wilma nimmt sie mit nach Hause, zieht sie auf wie ein eigenes Kind und lehrt sie, so zu malen wie sie selbst es kann.
In Berlin, 2023, bekommt Hannah einen Gruß, von Martin (Papa). Er hat sich nie um seine Tochter gekümmert, warum ist es ihm jetzt auf einmal wichtig? Irgendwie fühlt sie sich verpflichtet und besucht ihn und seine perfekte Frau Lulu, lernt ihre Geschwister kennen. Gleichzeitig zieht ihre beste Freundin Rubi aus. Rubi, die sie vor Jahren nach Güstrow begleitet hat, um ein altes Bild zu suchen, das Hannahs Großmutter gehört hat.
Alena Schröder erzählt gekonnt auf zwei Zeitebenen. Einerseits von der Nachkriegszeit, dem harten Leben, den Gefahren, den alten und neuen Ideologien. Und in der Jetzt-Zeit, von einer jungen Frau, die sich etwas verloren fühlt und ihre Wurzeln erkundet.
Während das titelgebende Bild für Marlen eine große Bedeutung entwickelt, hat es in Hannahs Geschichte eher eine Nebenrolle.
Ich habe mich in beiden Zeiten gut zurechtgefunden - wohlgefühlt wäre ein falsches Wort, angesichts der Erlebnisse der beiden Frauen. Hannah ist ebenso wie Marlen unter Frauen aufgewachsen, wurde von ihnen unterstützt und gefordert.
In Wilmas Haus erlebt Marlen eine eigenwillige Dynamik. Wilmas Mann ist im Krieg verschollen und weder sie noch ihre Haushälterin Burgel scheinen ihn zu vermissen. Nachdem Wilma für ihren Mann ihre Karriere als Malerin aufgegeben hat, kann sie sich nach seinem Verschwinden wieder ihren Bildern widmen und sie finden im neuen DDR-Regime großen Anklang. Marlen ist von Anfang an fasziniert, von den Farben, den Techniken. Sie erweist sich als gelehrige Schülerin. Doch ihr Herz schlägt vor allem für das kleine gefundene Bild, das sie immer wieder bemalt, Farbschichten abkratzt und neue aufträgt. Wut, Verzweiflung, Liebe, all das bringt sie auf die Leinwand. Marlens eigene Kunst ist ganz anders als die Wilmas, die die Zeit widerspiegelt.
Hannah dagegen treibt vor sich hin. Nach dem Auszug ihrer Freundin fühlt sie sich verloren, der wieder aufgetauchte Vater verwirrt sie. "Komm mal klar, Hannah", hört sie immer wieder die Stimme ihrer Freundin Ruby in ihrem Kopf. Doch das ist für sie nicht so leicht. Sie fragt sich, wo ihre Wurzeln liegen, wie schwer Verwandtschaft wiegt ...
Ich bin leider erst beim dritten Teil in diese Trilogie eingestiegen. Auch wenn ich an manchen Stellen das Gefühl hatte, von diesem oder jenem Part wüsste ich gerne mehr, konnte ich den Geschehnissen gut folgen.
Ich habe lange auf den Paukenschlag gewartet, der diese beiden Handlungsstränge zusammenführt. Tatsächlich war es ein kleiner, subtiler Gong - für Leser:innen der ersten beiden Bände war er sicher etwas lauter. Aber gerade das hat mir überraschend gut gefallen, auch wenn das Gefühl bleibt, das ein kleines Stückchen fehlt.
Fazit:
Zwei Frauen in zwei Zeitebenen, unterschiedlich und doch verbunden.

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