Ein Ratgeber, der viele Themen anschneidet, mit großem Rezeptteil.
Der Endometriose-Balance-PlanEndometriose lässt sich nicht "wegessen". Aber viele Beschwerden lassen sich lindern, wenn man weiß, wo man am besten ansetzt.
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Ein großes Versprechen, dass der Autor hier am Beginn des Ratgebers ...
Endometriose lässt sich nicht "wegessen". Aber viele Beschwerden lassen sich lindern, wenn man weiß, wo man am besten ansetzt.
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Ein großes Versprechen, dass der Autor hier am Beginn des Ratgebers "Der Endometriose Balance-Plan" gibt, auch, dass mit der richtigen Ernährung eventuell sogar eine Operation vermieden werden kann.
Ich habe meine Diagnose schon vor sehr vielen Jahren erhalten, hatte Glück, denn sie wurde relativ rasch gestellt. Damals war die allgemeine Reaktion "EndoWas?!". Das hat sich mittlerweile geändert, momentan ist jeder Wahlarzt Endometriose-Experte und die Ratgeber zu dem Thema schießen gefühlt wie Pilze aus dem Boden.
Als Betroffene greift man nach jedem Strohhalm, so habe ich auch dieses Buch zum Thema gelesen.
Die Erklärung, was Endometriose ist und wie sich diese Erkrankung auswirkt, war für mich sehr oberflächlich. Von daher frage ich mich ein wenig, wer die Zielgruppe ist. Der Zusatz auf dem Cover "Heftige Schmerzen? Unerfüllter Kinderwunsch? Es könnte mehr dahinterstecken" richtet sich wohl eher an Frauen, die noch keine Diagnose haben. Ob die sich schon etwas vertiefter mit einer ausbalancierten Ernährung beschäftigen wollen, kann ich nicht beurteilean.
Zu den konkreten Auswirkungen der richtigen Ernährung bei Endometriose haben mir ein paar Zahlen, Daten, Fakten gefehlt. Es wirkte auf mich eher schwammig und gerade die interessanten Teile, wie den "Food Reset" oder die "Endo-Selfcare-Challenge" waren sehr rasch abgehandelt. Generell wird viel angeschnitten, aber nicht zu Ende geführt.
Der Ratgeber behandelt großzügig, wie man sich in welcher Zyklusphase unterstützend ernähren kann. Endometriose wird sehr oft mit Hormonen behandelt, um das Wachstum der Herde zu unterdrücken. Ich selbst nehme die Pille im Dauerzyklus und habe deshalb seit 14 Jahren keinen "normalen" Zyklus, somit hat mir persönlich dieser Teil nicht geholfen.
Mehr als die Hälfte des Buches nimmt der Rezeptteil ein. Nachdem ich vorher gelesen habe, dass vor allem Histamin vermieden werden soll, hat es mich etwas irritiert, wie oft Tomaten in den Rezepten verwendet wurden. Viele Betroffene haben auch Probleme mit der Verdauung, speziell bei Milchprodukten und Rohkost. Somit fallen viele Rezepte weg bzw. müssen individuell adaptiert werden. Auch sind sie mir etwas zu kurz gehalten und sehr ähnlich.
Mir persönlich hätte eine einfache Basis besser gefallen, wie etwa: "Fürs Frühstück nehme man x gramm glutenfreie Flocken wie Hafer, Buchweizen, ..., kombiniere sie mit x ml Pflanzendrink oder Milch, dazu x g Beeren, Obst, etc." um ein grundlegendes Verständnis für die ideale Zusammensetzung der Mahlzeiten zu erhalten.
Aber am besten arbeitet man eh mit der kostenpflichtigen App des Autors, die man ev. bei der Kasse rückerstattet bekommt - ich werd mal bei der Österreichischen Gesundheitskasse nachfragen ;)
Grundsätzlich wirkt das Buch eher zusammengestückelt. Soll es jetzt auf dem Weg zur Diagnose unterstützen (Selbstcheck auf Seite 17: "Könnte Endometriose dahinterstecken?"), bei Entspannung helfen (Teil 7: "Live to Heal") oder doch ein Kochbuch sein?
Werde ich ein paar Grundlagen einhalten? Auf jeden Fall, ein paar Rezepte werden wir vermutlich auch ausprobieren, das rettet ein paar Punkte.
Fazit:
Ein Ratgeber, der viele Themen anschneidet, mit großem Rezeptteil.