Roman | Der herzzerreißende Friends-to-Lovers-Liebesroman der SPIEGEL-Bestsellerautorin von ›Just for the Summer‹
Franka Reinhart (Übersetzer)
»Von superwitzig über bissig-schlagfertig bis tiefemotional.« (Booklist)
Kristen steht kurz vor einem medizinischen Eingriff, der es ihr unmöglich machen wird, Kinder zu bekommen. Deshalb geht sie mit gemischten Gefühlen an die Aufgabe, die Hochzeit ihrer besten Freundin zu organisieren. Vor allem, als sie dabei Josh, den anderen Trauzeugen, kennenlernt. Er ist witzig, sexy und weiß mit ihrer direkten Art umzugehen. Allerdings träumt Josh von einem Haus voller Kinder. Kristen ist klar, dass sie nicht die Richtige für ihn ist. Doch die Anziehung zwischen Josh und ihr wird immer größer, und es wird auch für Kristen immer schwerer, ihn auf Abstand zu halten.
Dieses Buch ist bereits unter dem Titel ›Wenn aus Funken Flammen werden‹ erschienen.
Weitere Bücher von Abby Jimenez – alle sind unabhängig voneinander lesbar:
›The Happy Ever After Playlist‹ (bereits erschienen unter dem Titel ›Wenn in mir die Glut entflammt‹)
›Life's Too Short‹
›Part of Your World‹
›Yours Truly‹
›Just for the Summer‹
›The Situationship‹ – Kurzgeschichte zum Kennenlernen von Doug und Maddie aus ›Just for the Summer‹
›Say You'll Remember Me‹
›Der schlechteste Wingman aller Zeiten‹ – Kurzgeschichte in der Sammlung ›The Unexpected Meet Cute‹
Abby gehört seit diesem Jahr zu einer meiner liebsten Romance Autorinnen! Sie schafft es jedes Mal, mich absolut mit ihren Geschichten in ihren Bann zu ziehen. Auch Friend Zone war für mich wieder ein ...
Abby gehört seit diesem Jahr zu einer meiner liebsten Romance Autorinnen! Sie schafft es jedes Mal, mich absolut mit ihren Geschichten in ihren Bann zu ziehen. Auch Friend Zone war für mich wieder ein Highlight!!!
Bei Abby weiß man, dass man eine Romance Geschichte bekommt, in der ebenso wichtige Themen behandelt werden. Da ist Friend Zone auch keine Ausnahme. Wir begleiten Josh und Kristen, die innerhalb kurzer Zeit sehr gute Freunde werden und auch Gefühle füreinander gewinnen. Nur Kristen weiß, dass in einer Beziehung nicht nur die Liebe sondern auch die gemeinsamen Ziele im Leben entscheidend sind. Kristen weiß, dass Beide zu dem damaligen Stand keine Zukunft haben und währt sich vehement dagegen.
Für mich war es absolut realistisch dargestellt. Es war toll, dass die Autorin die ganze Thematik rund um Kinder nicht so schnell abgehandelt hat, sondern dies immer präsent war. In einer Beziehung sind eben auch andere Dinge entscheidend.
Wie Josh mit der Thematik umgegangen ist, hat mich sehr berührt. Er hat gemerkt, was Kristen wichtig ist, sich in sie hineinversetzt und hat demnach gehandelt.
Auch wenn wichtige Themen immer präsent waren, hat der Humor keineswegs darunter geleidet. Für mich mal wieder ein typisches Abby Buch, was sich in mein Herz geschlichen hat.
Ich habe schon viel über Abby Jimenez gehört, aber
The Friend Zone
aus dem dtv Verlag
war mein offizieller Einstieg in ihre Geschichten. Und was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert und gleichzeitig ...
Ich habe schon viel über Abby Jimenez gehört, aber
The Friend Zone
aus dem dtv Verlag
war mein offizieller Einstieg in ihre Geschichten. Und was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert und gleichzeitig emotional völlig am Ende.
Das Buch beginnt mit einer Leichtigkeit, die mich sofort gepackt hat. Die Dialoge zwischen den Protagonisten Kristen und Josh sind schlagfertig, spritzig und unglaublich witzig. Ich musste mehr als einmal laut auflachen! Die Chemie zwischen den beiden stimmt ab der ersten Sekunde, und man möchte sie eigentlich nur schütteln und sagen: „Merkt ihr es denn nicht?“ Abby Jimenez hat ein unglaubliches Talent dafür, Humor so natürlich und echt wirken zu lassen, dass man sich sofort als Teil der Freundesgruppe fühlt.
Doch wer glaubt, dass dies nur eine seichte Rom-Com ist, der irrt sich gewaltig. Je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto mehr Schichten legt die Autorin frei. Hinter dem Lachen verbergen sich ernste, tiefgreifende Themen wie chronische Krankheiten und die schwere Frage, was man für die Zukunft eines geliebten Menschen zu opfern bereit ist.
Der Übergang von der humorvollen Leichtigkeit zu den tiefen, emotionalen Momenten war für mich meisterhaft gelöst. Mein Herz ist während des Lesens mehr als einmal gebrochen, nur um dann wieder mühsam zusammengesetzt zu werden. Es ist eine Geschichte über wahre Freundschaft, große Opfer und die Art von Liebe, die nicht immer einfach, aber dafür umso wertvoller ist.
"The Friend Zone" hat mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen. Ich habe gelacht, ich habe geflucht und ich habe Tränen vergossen. Die Charaktere sind so menschlich und ihre Probleme so real, dass mich das Buch noch lange nach dem Zuklappen beschäftigt hat.
Ich war so gefesselt von Abbys Schreibstil und der Welt, die sie erschaffen hat, dass ich mir sofort nach dem Beenden Band zwei ("The Happy Ever After Playlist") gekauft habe. Ich kann es kaum erwarten, wieder in ihre Geschichten einzutauchen!
In The Friend Zone treffen wir auf Kristen und Josh, zwei Menschen, die sich eigentlich zur falschen Zeit begegnen und trotzdem nicht voneinander loskommen. Was als locker-leichte Friends-to-Lovers-Story ...
💖🔥😭✨🤍💬🌸💫
In The Friend Zone treffen wir auf Kristen und Josh, zwei Menschen, die sich eigentlich zur falschen Zeit begegnen und trotzdem nicht voneinander loskommen. Was als locker-leichte Friends-to-Lovers-Story beginnt, entwickelt sich schnell zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, die deutlich mehr Tiefgang hat, als man anfangs erwartet.
Die Handlung bleibt überschaubar, aber genau das funktioniert hier extrem gut. Es geht weniger um große Plot-Twists, sondern um innere Konflikte, unausgesprochene Ängste und die Frage, wie ehrlich man zu sich selbst und anderen sein kann. Das Thema Kinderwunsch und Zukunftspläne wird sensibel, schmerzhaft und gleichzeitig sehr menschlich behandelt.
Kristen ist keine perfekte Heldin. Sie ist sarkastisch, verletzlich, manchmal stur und genau deshalb so greifbar. Josh wirkt auf den ersten Blick wie der klassische Traummann, bekommt aber überraschend viel emotionale Tiefe. Ihre Dynamik fühlt sich echt an, mit all den Unsicherheiten, Missverständnissen und stillen Momenten dazwischen.
Der Schreibstil ist flüssig, humorvoll und dann plötzlich brutal ehrlich. Man lacht, man schluckt, man wischt sich kurz die Augen und liest trotzdem weiter, weil man wissen muss, wie es ausgeht. Dieses Buch schafft es, Herzschmerz und Hoffnung gleichzeitig zu transportieren, ohne kitschig zu werden.
Für mich ist The Friend Zone eine Romance, die bleibt. Nicht laut, nicht übertrieben, sondern emotional, warm und überraschend tief. Genau die Art von Geschichte, die man noch eine Weile mit sich herumträgt.
Weshalb Abby Jimenez mittlerweile meine absolute Wohlfühlautorin ist und ich immer gerne zu ihren Büchern greife? Weil sie es versteht, mich an Themen heranzuführen, mit denen ich mich noch viel zu wenig ...
Weshalb Abby Jimenez mittlerweile meine absolute Wohlfühlautorin ist und ich immer gerne zu ihren Büchern greife? Weil sie es versteht, mich an Themen heranzuführen, mit denen ich mich noch viel zu wenig beschäftigt habe und mir gleichzeitig eine Geschichte liefert, dich mich zum Lachen und Weinen gleichermaßen bringt. „The Friend Zone“ musste also hohe Erwartungen erfüllen:)
Zur Info: Die Bücher von Abby Jimenez sind alle unabhängig voneinander lesbar. Besonders aber dieser Band, denn er nimmt keinerlei Beziehung zu früheren Büchern.
Schreibstil:
Abby Jimenez schreibt einfach wundervoll. Sehr locker und humorvoll und dennoch voller Emotionen. Sie schafft es, schwierige Themen authentisch und ernst rüberzubringen, ohne das Ganze zu einem Tragödie zu machen. Vielmehr geht es bei ihr um Mitgefühl und Hoffnung – und genau das hat sie auch bei diesem Buch geschafft. Ich konnte mich super in die Figuren hineinversetzen, habe verstanden, worum es wirklich ging und hatte einfach Spaß beim Lesen.
Die Geschichte: Doppeldating at its best?
Ein Absatz und ich war von der Geschichte gebannt. Josh und Kirsten treffen sich nämlich direkt auf den ersten Seiten in einer äußerst alltäglichen Situation. Ab dann fliegen die Funken und ich konnte nur voller Eifer weiter und weiter lesen.
Erzählt wird abwechselnd aus den Perspektiven beider Hauptprotagonisten. So werden auch die Teile der Geschichte, in denen die beiden in eine kleine Funkstille fallen, gut überbrückt. Man kann die Gefühle und Gedanken beider Hauptfiguren nachvollziehen und sie beide immer irgendwie verstehen.
Kirsten – hat Myome in der Gebärmutter, wurde streng erzogen, führt einen eigenen Online-Shop & hat eine Fernbeziehung
Kirsten ist so eine Protagonistin, die man erst so gar nicht einzuschätzen weiß, weil sie sich sehr hinter ihrer Fassade versteckt und ihr ganzes Sein fast gegenteilig ist. Zum Beispiel ist sie klein, stellt Hundetreppchen her und hat einen Mini-Hund namens Stuntman Mike. Wer auch immer jetzt eine Klischeeschublade aufgezogen hat, kann diese aber gleich wieder schließen, denn Kirsten ist auch direkt, eine wahre Powerfrau und hat einen Velociraptor, der ihr in schwierigen Situationen zur Seite steht. Was das bedeutet, werdet ihr noch früh genug erfahren^^.
Ich mochte an ihr, dass sie sehr prinzipientreu ist und immer genau das sagt, was sie meint. Gleichzeitig ist aber gerade der erste Teil auch der, der für Probleme sorgt, denn ihre Prinzipien definiert sie selbst. Und das vielleicht ein ganz wenig zu selbstlos. Es ist ein auf und ab mit ihr, aber stets begründet, denn sie hat Probleme mit etwas, was nicht gerade leicht zu verarbeiten ist und ihr Umgang damit beweist immer wieder, wie stark sie eigentlich ist.
In Bezug auf den Handlungsverlauf ist es mit ihr vielleicht nicht immer ganz einfach, weil sie blockt, wo man eigentlich gerne Fortschritt sehen wollen würde, aber ich fand es nachvollziehbar und habe mich deshalb nicht daran gestört.
Würde ich Josh auf offener Straße begegnen, würde ich ihn wahrscheinlich direkt heiraten. So ungefähr denkt auch KirstenXD Und das vollkommen berechtigt, denn Joshua ist eigentlich viel zu gut für diese Welt. Ein Kerl voller Green Flags, der super viel Vertrauen schafft und Kirsten jederzeit zur Seite steht. Das klingt vielleicht im ersten Moment langweilig, war es aber gar nicht. Man merkte ihm an, wo er sich entwickeln wollte, sah, wo er mitdenkt und Zeit schenkt, aufmerksam ist und sich verliebt – ein Mann, der einfach gut so ist, wie er ist und damit spannend genug. Die Spannung bei ihm ergibt sich daraus, wie er mit Kirsten interagiert. Ich habe gebannt mitverfolgt, wie die beiden sich verliebt haben, wie sie versucht haben, ihre gegenseitigen Grenzen auszuloten und wie sie am Ende in den Kampfmodus geschaltet haben. Das war es, was diese Geschichte lebendig gemacht hat.
Protagonistin mit einem Freund? – Fernbeziehung vs. bester Freund
Interessant an der ganzen Liebesgeschichte war von Anfang an, dass Kirsten eigentlich einen Freund hat, der allerdings im Ausland dient. Und der wird zunächst sehr positiv dargestellt. Er klingt sympathisch am Telefon, Kirsten ist ihm treu und sie wartet auf ihn. Für uns Leser:innen und für Josh ist also schnell klar: daran lässt sich nichts rütteln. Josh kann nur bester Freund sein, nicht mehr.
Ich fand es sehr gut, dass nach und nach immer besser rauskam, was Kirsten sich eigentlich wünscht, weshalb Josh vielleicht eher ihr Mann ist und was sie vom Leben erwartet. Dazu kam die tieferliegende Thematik, die stets in all ihre Entscheidungen mit reinspielte. Die Spannung war da, der Kitzel auch, aber gleichzeitig war für alle klar, dass es so nicht mehr werden würde und trotzdem war es spannend und interessant. Der Humor, den die beiden teilen, ließ mich immer wieder schmunzeln und auf das Beste für alle hoffen. Und ganz nebenbei gibt es ja auch noch die Nebenfiguren, die nicht weniger liebenswert sind.
Mein Freund möchte Kinder. Ich kann keine Kinder bekommen. – Eine Frage, die viel Schmerz erzeugt
Das Grundthema dieser Geschichte ist Kirstens Unfähigkeit, Kinder zu bekommen. Wenn ich mit meinen Freundinnen rede, dann kommt es uns leicht über die Lippen, dass man das schon früh beim Daten klären sollte: Kinder, ja oder nein? Aber was ist, wenn eine/r ein Kind möchte, es aber nicht haben kann? Genau darum geht es hier.
Das Thema ist nicht einfach und mit vielen Gedanken und Emotionen verbunden. Die Autorin hat es aber mal wieder geschafft, dieses Thema sehr einfühlsam und authentisch zu vermitteln. Ich habe mitgelitten und gleichzeitig weitergedacht. Mich beeindruckt es immer wieder, wie die Autorin diese Themen so in ihre Geschichten einbindet, dass man sie ganz natürlich mitliest und trotzdem nach Beenden des Buches unheimlich viel davon mitnimmt. Ich glaube, wen man nicht selbst betroffen ist, dann hat man nun zumindest sehr viel mehr Verständnis für Betroffene und allein das ist eine Leistung.
Schön ist es einfach, dass der Geschichte trotzdem nicht die Leichtigkeit fehlte und man hier keine dramatische Tragödie liest, sondern auch dieses Pärchen wieder vor Liebe und Leben pulsiert.
Ganz kleiner Kritikpunkt zum Ende hin (oder vielleicht vielmehr eine Anmerkung): Kirsten muss hier wirklich hart überzeugt werden. Es geht darum, dass sie sich selbst im Weg steht. Gleichzeitig ist „überzeugen von“ natürlich auch mit Vorsicht zu genießen. Wer weiß schon wirklich, was das Beste für jemanden ist? Wann ist es freiwillig und wann aufgedrängt? Kirsten balanciert da sehr schmal an der Grenze. Meiner Meinung nach, ist es alles sehr nachvollziehbar und begründet, weshalb ich es nicht als negativ aufgefasst habe. Aber man darf diese Art und Weise, wie Josh mit ihr umgeht, keinesfalls normalisieren. So viel sei gesagt:)
Fazit:
Mit diesem Buch konnte mich Abby Jimenez wieder vollkommen von sich überzeugen. Eine Geschichte, die jede Seite wert ist. Ein wichtiges Thema wieder authentisch und nachvollziehbar in einen Handlungsverlauf verwoben, der durch Humor und Emotionen, Spannung und charakterstarken Figuren gezeichnet ist. Besonders gefreut hat mich, wie die Autorin mit dem Thema Fernbeziehung und neuverlieben und Best-Friends-To-Lovers umgegangen ist. Das sind eigentlich nicht meine Lieblingstropes, hier war ich aber einfach nur begeistert.
„The Friend Zone“ ist eines dieser Bücher, die äußerlich locker und süß anmuten, sich nach einer witzigen RomCom anhören, jedoch im Inneren mit einer ungeahnten Schwere, mit Tiefe und sensiblen Themen ...
„The Friend Zone“ ist eines dieser Bücher, die äußerlich locker und süß anmuten, sich nach einer witzigen RomCom anhören, jedoch im Inneren mit einer ungeahnten Schwere, mit Tiefe und sensiblen Themen glänzen. Vieles, was Abby Jimenez aufgreift, hat mich sehr berührt und neben Mitgefühl auch Verständnis geweckt.
Zwar verlief die erste Begegnung von Kristen Peterson und Josh Copeland nicht optimal, doch beide reißen sich für ihre besten Freunde zusammen. Immerhin liegt es in Joshs und Kristens Pflicht als Trauzeugen, die Vorbereitungen für die Hochzeit des Traumpaares optimal zu gestalten. Ausgerechnet in dieser stressig-euphorischen Phase kündigt Kristens Handwerker, der für ihr Unternehmen ‚Doglet Nation’ unerlässlich ist. Josh bietet ihr seine Hilfe an und schon bald sprühen zwischen ihnen die Funken, die der guten Sorte. Langsam, aber mit einer unerschütterlichen Gewissheit nähern sich die Dog-Mom und der Feuerwehrmann an … Wäre da nur nicht Tyler, mit dem sich die Selbstständige schon bald ihre Wohnung und ihre Zukunft teilen wird, und ihr Geheimnis, das bisher nicht mal ihre beste Freundin kennt... Eines, mit dem Josh niemals leben und glücklich werden könnte. Kristen setzt alles daran, ihn in der Friendzone und auf Abstand zu halten. Nur, ist das gar nicht so einfach.
Als ich diese humorvolle Romance begonnen habe, rang ich gerade mit den monatlichen – für mich seit jeher quälenden – Schmerzen und fühlte mich SOFORT verstanden. Gesehen. Denn die Protagonistin kämpft schon jahrelang mit ihrem – außer Kontrolle geratenen – Zyklus, den Begleiterscheinungen der Uterusmyome, mit Anämie, Schwindel, starken Krämpfen und den dadurch bedingten Einschränkungen. Um endlich wieder mehr Lebensqualität zu erhalten, entscheidet sich Kristen für einen drastischen Eingriff.
Es ist so, so wichtig, dass offen über die Blutung und etwaige nicht normale Verläufe gesprochen wird, dass sie thematisiert und diskutiert wird, dass derartige Probleme gehört und ernst genommen werden.
Mit Peterson schuf Abby Jimenez eine äußerst komplexe, authentische, menschliche Figur, die unglaublich viele Punkte aufweist, um sich mit ihr zu identifizieren, um sich selbst zu erkennen. Ich fand mich jedenfalls in vielen (inneren) Konflikten, Denkmustern und Verhaltensweisen wieder. Kristen ist taff, hingebungsvoll und sehr direkt, bekommt schlechte Laune, wenn sie hungrig ist, hält an ihren Prinzipien fest und wird doch regelmäßig von dem Gedanken, niemals zu genügen, dem Drang, stets die Starke, die Kontrollierte mimen zu müssen, heimgesucht.
Den zweiten Part nimmt Josh ein – Josh, der fürsorgliche, aufmerksame Feuerwehrmann, der erst seit Kurzem in Kalifornien wohnt und sich, selbst mit sechs Schwestern aufgewachsen, eine große, eigene Familie wünscht. Für mich war er die Definition von Greenflag: Copeland achtet auf Kristens Bedürfnisse, akzeptiert ihre Eigenheiten, verliebt sich in ihre Macken, fordert sie heraus und lässt ihre Hand nicht los, weder bei den kleinen noch den großen Schlachten. Josh geht sogar im Umgang mit Stuntman Mike vollkommen auf – und hallo? Ein liebevoller, attraktiver, tierlieber Handwerker mit Sinn für Humor, der sein Leben für die Gesellschaft riskiert? Sabber!
Die Dynamik der beiden war von Anfang an äußerst unterhaltsam, spritzig, manches Mal anzüglich, prickelnd und ein Mix aus heiß - kalt. Zwar ist Kristen nicht bereit, Joshs Traum von einer eigenen Familie durch ihren augenscheinlichen Mangel, ihre scheinbaren Unzulänglichkeiten, zu torpedieren, aber diesen Book-Boyfriend hält nicht mal eine kalte Schulter davon ab, sich – mit Bedacht und Vorsicht – immer wieder jener Frau zu nähern, die sein Herz mit einer Urgewalt erobert hat … Und ist Liebe nicht manchmal auch Opfer bringen, Kompromisse eingehen und das Gemeinsam über Hürden tragen?
Durch Einblicke in Joshs anspruchsvollen Job werden wir u.A. mit der Verschwendung von Kräften/Ressourcen aufgrund zahlreicher fälschlicher „Notfälle“ konfrontiert, was der Handlung einen weiteren wichtigen Aspekt schenkt. So ulkig manch Einsatz scheint, so nachvollziehbar war die Frustration der Wachleute. Integriert sind auch die Möglichkeiten (und bürokratischen Hürden) der Adoption und Leihmutterschaft, etwas, das zahlreiche Menschen betrifft und belastet, dennoch selbst heute weitläufig tabuisiert wird. Jimenez spricht von anerzogenen Minderwertigkeitsgefühlen, leiser Rebellion, von Body-Shaming, das bereits bei einer taktlosen Frage beginnt, von gesellschaftlichen Erwartungen und Rollenbildern, von der falschen Norm, in die etliche Frauen nicht passen können oder wollen. Von Kinderlosigkeit und tiefgreifenden Verlusten.
Neben der Strangers-to-Friends-(with benefits)-to-Lovers-Entwicklung, Missverständnissen und Konflikten warten ein toll inszeniertes Setting, ein niedlicher Sidekick und die besten Freunde. Sloan und Brandon, die bereit sind, sich das Jawort zu geben, deren Verbundenheit spürbar ist. Doch das Schicksal geht zu oft seltsame, grausame Wege …
Stilistisch werden wir in einem klaren, stellenweise amüsanten und oft ernsten Ton durch die unerwartet tiefsinnige Storyline geführt, bildreich und voller Gefühl. Nicht ohne schmerzhafte Offenbarungen, tragische, schockierende Wendungen – WTF-Twists inklusive –, bedingungslose Liebe und wahre Freundschaft. „The Friend Zone“ war ergreifend, aufregend und mitreißend, sorgte für Lachen und Tränen im selben Maße, für Seufzer und den Wunsch, sofort jemanden in den Arm zu nehmen.
Ich empfehle auch einen Blick auf das Nachwort.