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Veröffentlicht am 01.08.2018

Witzig, verbohrt, Lila

Mein (nicht ganz) perfektes Leben
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Ich muss zugeben, wäre ich nicht beim Leserundenstöbern auf das Buch gestoßen und hätte dadurch den Klappentext gelesen, dass hätte ich das Buch wohl nicht angerührt. Nicht dass das Cover hässlich wäre, ...

Ich muss zugeben, wäre ich nicht beim Leserundenstöbern auf das Buch gestoßen und hätte dadurch den Klappentext gelesen, dass hätte ich das Buch wohl nicht angerührt. Nicht dass das Cover hässlich wäre, aber es entspricht nicht so unbedingt meinem sonstigen Geschmack an Büchern. Von "Frauenromanen", wie ich Bücher nenne, die von reiferen Frauen mit reiferen Problemen handeln. Nachdem ich aber den Klappentext gelesen hatte, konnte ich dieses Buch diesem Genre nicht mehr so ganz zuordnen und jetzt weiß ich auch, dass man im Kontext "Lila" nie das Wort "reif" benutzen würde.

Also will ich auch euch den Klappentext zu "Mein (nicht ganz) perfektes Leben" nicht vorenthalten:

Die Liebe ist ein Hirngespinst!

Lila wollte ihren Ex nicht anfahren. Das war ein Unfall. Ehrlich! Obwohl. verdient hat er es schon. Schließlich zerstört seine kleine Affäre Lilas gesamten Lebensplan. Nun muss sie wieder von vorn anfangen. Und das ein Jahr vor der Deadline - ihrem dreißigsten Geburtstag.

Doch dann trifft Lila auf Fred, ihren neuen Nachbarn. Die beiden könnten kaum unterschiedlicher sein: er der introvertierte Brummbär; sie der Wirbelwind, der sein Leben nach Plan leben will. Trotzdem entwickelt sich zwischen Lila und Fred eine Freundschaft, und es stellt sich heraus, dass sie mehr gemeinsam haben als auf den ersten Blick erkennbar: Die Liebe gleicht bei ihnen immer einem Desaster. Ein Grund, sie hartnäckig zu umgehen.

Doch ausgerechnet bei ihrem neuen Job lernt Lila den perfekten Mann kennen. Der attraktive Unternehmer Marcel ist völlig anders als Fred, so kultiviert und charmant. Moment - wieso denkt sie plötzlich so häufig über ihren Nachbarn nach?

Zum Cover:

Wie schon gesagt, finde ich es zwar ganz schön, aber nicht so besonders ansprechend. Es verweist nicht auf die Geschichte und sagt somit nicht wirklich etwas aus.

Zum Schreibstil:

Den Schreibstil fand ich sehr locker und leicht zu lesen und vor allem war er sehr lustig. Ich fand es bemerkenswert, wie gut die Autorin zwei so unterschiedliche Charaktere trotzdem beide mit viel Witz ausstatten konnte. Zudem sind die 15 Kapitel plus Epilog wirklich schnell lesbar.

Die Charaktere:

Sarah Binder hat hier zwei sehr unterschiedliche Charaktere geschaffen und ich denke, dass ist auch das Highlight des Buches. Lila lernt man gleich zu Anfang als etwas verquer, flippig und unreif kennen. Sie ist stur und macht, was sie sich in den Kopf gesetzt hat. Ich empfand ihre Art allerdings nicht als nervig, wie ich es schon oft gelesen habe. Für mich war Lila einfach so und es passte gut zur Geschichte. Sie bringt Leben hinein und lockt Fred hervor, den ich besonders lieben gelernt habe. Fred ist ein ganz anderer Typ Mensch. Er ist eigenbrödlerisch, stets brummig und sparsam mit seinen Worten, während Lila immerzu dahinplappert. Fred ist dabei aber auch unheimlich ehrlich, kann mit einem Satz zum Ausdruck bringen, was er denkt und hat ein paar Probleme damit, sich auf Gefühle einzulassen. Ich fand ihn super. Er wächst einem sofort ans Herz. Schon allein wegen ihm hat es sich für mich gelohnt, das Buch zu lesen.

Zur Geschichte allgemein:

Die Idee der Geschichte fand ich ganz gut. Durch den eingefügten Hintergrund der Charaktere hatte sie Tiefe und war nicht nur eine fixe Idee. Es geht auf und ab und auch, wenn für mich nicht so recht Spannung aufgebaut wurde, weil ich eigentlich immer nur darauf gewartet habe, dass Lila es kapiert, habe ich die Geschichte interessiert verfolgt. Ich fand vor allem das Setting, in die die Charaktere eingebunden waren sehr passend und durch Lila geschehen tatsächlich oft unvorhersehbare Ereignisse. Allerdings wird auch über vieles nur berichtet. So springt die Geschichte zwischen den Kapiteln gerne. Schön fand ich es dann aber wieder, dass Marcel, dem ich eigentlich anfangs eine größere Rolle zugedacht hätte, erst gegen Ende auftaucht. So wird die Freundschaft zwischen Lila und Fred mehr in den Vordergrund, was viel Gefühl in die Geschichte brachte.

Kritik:

Um Lilas Motive für ihr Vorgehen in Bezug auf Männer wird das ganze Buch hinweg ein großes Geheimnis gemacht. Letztendlich hat mich die Lüftung dieses etwas enttäuscht, weil de Lösung dann doch schon immer wieder zu offen dargelegt wurde und es so keine große Überraschung mehr war. So ärgert man sich dann natürlich umso mehr, dass Lila die Welt deswegen so kompliziert macht.

Fazit:

Das Buch kann man gut zwischendurch lesen. Besonders die Charaktere machen für mich diese Geschichte aus. Zudem hat man immer wieder etwas zu lachen und kann gerne etwas mit Fred mitleiden. Ich empfehle es allen, die etwas leichtes, lockeres suchen.

4 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an den beHEARTBEAT-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 05.01.2019

Eishockey zum Dahinschmelzen

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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Nun aber zum Buch:
Abigail Jansen ist zurück in Glenwood Falls. Ihrem Heimatort, in dem sie ihren jetzt Ex-Ehemann und Profi-Eishockeyspieler Dean kennengelernt hat. Fest entschlossen sich ein eigenes ...

Nun aber zum Buch:
Abigail Jansen ist zurück in Glenwood Falls. Ihrem Heimatort, in dem sie ihren jetzt Ex-Ehemann und Profi-Eishockeyspieler Dean kennengelernt hat. Fest entschlossen sich ein eigenes Leben mit ihrer kleinen Tochter Dani aufzubauen, stolpert sie auf Jackson Westmore: Coach der schuleigenen Hockeymannschaft, bester Freund ihres Ex-Mannes und seit der Grundschule in Abigail verknallt. Obwohl sie sich dagegen wehrt, kommen auch bei Abby Gefühle auf. Aber will sie sich wirklich wieder auf einen Mann einlassen, dessen große Liebe das Eishockeyspielen ist?

Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr schön zu lesen. Flüssig und zügig ging es voran. Dazu hat sie es geschafft einen wunderbaren Ort für ihre Figuren zu schaffen, der jede Menge Wärme versprüht.
An die Er/Sie-Perspektive musste ich mich zwar erstmal wieder gewöhnen, aber durch die wechselnde Perspektive zwischen Abby und Jackson konnte ich beide Charaktere sehr gut kennen lernen und bekam Hilfe die Geschichte besser und schneller zu begreifen.

Charaktere:
Die Charaktere der Geschichte fand ich alle sehr herzlich entworfen. Die Kinder bringen immer wieder süße Momente in die Geschichte und die Nebencharaktere entsprechen den typischen Personen in einer Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und alle sich um alle sorgen. Abby und Jackson fand ich vielleicht ein bisschen zu einfach gehalten. So denken sie in ziemlich festgefahrenen Bahnen. Aber das passt wiederum auch zu dem Leben in einer Kleinstadt.
Jackson war so dennoch sehr interessant, denn er macht innerhalb des Handlungsverlauf eine große Entwicklung durch. Auch, wenn ich als Leser ein paar Details mehr hätte gebrauchen können, die mich in die richtige Richtung schicken. Denn so konnte ich das Ende nur aufgrund des allgemeinen Klischees vorausahnen.

Zur Geschichte allgemein:
Die Handlung bekam für mich durch die Integration des Eishockeysports einen besonderen Touch, den ich sehr interessant fand. Ansonsten gab es viel Gefühl, erwachsene Entscheidungen und Charaktere, die die Geschichte sehr gemütlich machten.
Obwohl die Handlung und das Ende für mich recht voraussehbar waren, weil die Idee der Geschichte, auch wenn mit einigen Details gespickt, nicht ganz so neu ist, so kam für mich durch die Charaktere und die Kurzweiligkeit der Geschichte dennoch Spannung auf und ich konnte das Buch sehr gut lesen.

Fazit:
Für mich war dieser Teil ein schöner Auftakt einer Reihe. (Auch, wenn ich gerade gesehen habe, dass der nächste Teil eigentlich davor spielen müsste.) Das Buch lies sich sehr schön und schnell lesen und gibt jedem Liebesromanleser genug Stoff zum Schwärmen. Meiner Meinung nach ein gutes Buch für zwischendurch, von dem man aber nicht unbedingt ein Feuerwerk der Emotionen und spannungsgeladenen Szenen erwarten sollte.

4 von 5 Sterne von mir.

Vielen Dank an den LYX-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Liebe Grüße


Veröffentlicht am 02.01.2019

Wenig Tiefe, viele Klischees

Now and Forever - Weil ich dich liebe
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Klappentext:
Jillian Nichols weiß, dass sie nicht wie andere Mädchen ist. Dass sie nie eine Zukunft, nie ein normales Leben haben wird. Doch sie will kein Mitleid und tut alles, um ihr Geheimnis vor allen ...

Klappentext:
Jillian Nichols weiß, dass sie nicht wie andere Mädchen ist. Dass sie nie eine Zukunft, nie ein normales Leben haben wird. Doch sie will kein Mitleid und tut alles, um ihr Geheimnis vor allen zu verbergen. Darum gibt es für sie klare Regeln, wenn es um Jungs geht – einen Tanz, einen Drink, eine Nacht und niemals mehr. Das geht so lange gut, bis sie Liam trifft. Der schottische Austauschstudent ist nicht nur superhot und supernett, sondern auch superstur. Liam will nicht nur eine Kerbe an Jillians Bettpfosten sein und ihre Regeln sind ihm völlig egal. Er ist wild entschlossen, an Jillians Seite zu bleiben. Doch wird sie ihm jemals vertrauen?


Schreibstil:
Den Schreibstil der Autorin fand ich an sich leicht zu lesen, allerdings wurde mein Lesefluss immer wieder von kleineren Ungereimtheiten unterbrochen. Zudem war es für mich oftmals schwierig den Zeitfluss zu verstehen, da es doch sehr oft umher springt und dann Details wiederholt werden. So wurde ich leider immer wieder aus dem Buch herausgeworfen.

Charaktere:
Die Charaktere fand ich von der Idee her sehr gut. Sie passten zur Geschichte und haben ihre Aufgaben erfüllt. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass bei allen nur an der Oberfläche gekratzt wurde, sodass man keinen der Charaktere wirklich in seiner Gänze verstehen konnte. Jillian zum Beispiel hat sich oft für mich vollkommen unverständlich aufgeregt oder ihre Meinung geändert. Liam dagegen ist sehr einfach gestrickt. Er ist der gute Junge, der alles versteht und nie zornig reagiert. Auch, wenn er sich angesichts der Situation gut verhält, so kam es mir doch etwas unrealistisch vor.
Die restlichen Charaktere erhielten schnell einige Eigenschaften, die immer wieder betont wurden. Weiter ging es leider auch bei ihnen nicht.

Zur Geschichte allgemein:
Das Thema der Geschichte fand ich sehr interessant und auch gut in die Handlung eingefügt. Alles läuft letztlich darauf hinaus und es ist schön vorher die Entwicklung zwischen Liam und Jillian mitzuerleben. Allerdings geht diese Entwicklung mir an einigen Stellen zu flott voran. Teilweise kam ich nicht mit, was vermutlich daran liegt, dass die Tiefe oftmals gefehlt hat. So fehlte quasi die Begründung, weshalb plötzlich alles so ernst zwischen den beiden ist.
Ansonsten fand ich die Geschichte recht gut aufgebaut. Die Problematik mit Jillians Mutter bildete einen guten Nebenzweig der Handlung. Allerdings lief doch alles sehr klischeemäßig ab. Mir fehlte oft wirklich die Spannung. Stattdessen bin ich eigentlich nur durch das Buch gerauscht, auf der Suche nach etwas Unerwartetem.

Fazit:
Alles in allem eine Geschichte für Zwischendurch, die den Auftakt einer Reihe vorgibt, die man wahrscheinlich durchaus lesen kann. Mir allerdings war es etwas zu klischeehaft und nicht tiefsinnig genug.

Veröffentlicht am 02.01.2019

Schön, aber tragisch

The Ivy Years - Solange wir schweigen
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ch muss ehrlich sagen, dass ich etwas überlegt habe, bevor ich mich dazu entschloss, dieses Buch zu lesen. Denn ich habe noch nie eine Liebesgeschichte zwischen einem gleichgeschlechtlichen Paar gelesen. ...

ch muss ehrlich sagen, dass ich etwas überlegt habe, bevor ich mich dazu entschloss, dieses Buch zu lesen. Denn ich habe noch nie eine Liebesgeschichte zwischen einem gleichgeschlechtlichen Paar gelesen. Letztlich siegte jedoch die Neugier und so wurde dieses Buch zudem noch das Erste, das ich von der Autorin gelesen habe.

The Ivy Years ist eine Reihe, die meines Wissens nach bisher vier Teile umfasst. Auch, wenn einige Charaktere ab und zu wieder auftauchen, kann man die Bücher alle unabhängig voneinander lesen. So war es auch kein Problem für mich zuerst diesen dritten Teil zu lesen.

Inhalt:

Mittlerweile ist die eine entscheidende Nacht fünf Jahre her. Aber keiner von beiden hat vergessen, was damals geschah. Es war die Nacht, in der die beiden Freunde Rikker und Graham zu Opfern wurden, weil sie sich zum ersten Mal verliebt hatten. Nun, fünf Jahre später, treffen sie wieder aufeinander. Rikker lebt offen mit sich selbst und muss sich jeden Tag den Anfeindungen stellen. Graham dagegen belügt sich selbst. Wird es eine Zukunft für sie geben? Oder ist die Angst vor der Zukunft zu groß?

Cover:

Die Cover sind innerhalb der Reihe einheitlich gestaltet. Der schwarze Hintergrund und die dezenten Blumen ergeben ein tolles Bild. Mir gefallen die Cover allesamt sehr gut:)

Schreibstil:

In den Schreibstil der Autorin musste ich erst ein bisschen hineinfinden. Auch später noch hatte ich immer mal wieder das Gefühl, dass es ein bisschen stockte. Ansonsten ließ es sich aber gut und flüssig lesen.

Charaktere:

Bei den Charakteren musste ich mich zunächst einmal daran gewöhnen, dass sich alle mit Nachnamen ansprechen. Das macht es für mich alles ein bisschen unpersönlicher. Allerdings habe ich das schon öfters bei amerikanischen Büchern im Sportkontext erlebt, sodass es wohl einfach normal ist und ich mich so auch dran gewöhnen wollte:)

Sowohl Rikker als auch Graham habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Beide sind sehr tiefgründig und emotional gestaltet. Ich fand es gut, dass ihre zerbrechliche Seite eine so große Rolle gespielt hat. Das war für mich die richtige Schwerpunktsetzung.

Zudem fand ich es toll, dass die beiden so gut zusammenpassten, gleichzeitig aber unheimlich unterschiedliche Charaktere sind. Rikker ist gutherzig, liebt mit ganzem Herzen, ist tapfer und bleibt sich stets selbst treu. Graham dagegen hat zunächst viel Angst, versteckt sich und steht im ständigen Kampf mit sich selbst. Besonders letzteres fand ich sehr gut verdeutlicht.

Allerdings hatte ich bis zu den letzten Seiten das Gefühl, dass ich sie mir ansonsten, als unabhängig von ihrer Liebesbeziehung, überhaupt nicht richtig vorstellen konnte. Irgendwie haben mir da noch ein paar unabhängige Beschreibungen gefehlt. Erst ganz am Ende bekam man da von Graham noch einen ganz kleinen Schnipsel.

Zur Geschichte allgemein:

Für mich war es das erste Buch, in dem es um ein gleichgeschlechtliches Paar ging. So habe ich alle neuen Informationen begierig aufgesaugt und besonders bei diesem Buch versucht sie zu verarbeiten.

Ich kann sagen, dass ich die Liebesbeziehung sehr schön beschrieben fand. Im Verlauf der Geschichte kann man wundervoll mit erleben, wie die beiden zueinander finden und zu erkennen beginnen, dass das zwischen ihnen die wahre Liebe ist. Gut mit eingeflochten waren die Schwierigkeiten, die sie auf ihrem Weg begleiteten. Ich fand es sehr heftig „mitzuerleben“, wie den beiden mit Vorurteilen und Hass entgegen getreten wird. Andererseits gab es aber auch Charaktere wie Hartley, die den beiden die Kraft gegeben haben, sie selbst zu sein.

Vom Aufbau her bin ich geteilter Meinung. Einerseits fand ich den Zusammenhang sehr schön, ebenso wie die Entwicklung der Liebesgeschichte. Zum Ende hin jedoch fand ich es etwas gedrängt a la: Noch schnell ein paar Geschehnisse einbauen, die die beiden enger zusammen schweißen. So war das Ende dann auch ein bisschen plötzlich und für mich auch ein bisschen unvollständig. Mir ist klar, dass gerade vor Graham noch ein langer Weg liegt, bevor er so offen mit allem umgehen kann wie Skippy, aber den ein oder anderen Schritt hätte ich gerne noch ansatzweise mitverfolgt.

Fazit:

Die Geschichte konnte mich von ihrer Thematik her sehr überzeugen. Alles wird sehr schön und emotional angegangen. Auch, wenn man es sich eigentlich nicht wünscht bei diesen Geschehnissen, so schien es mir sehr authentisch. Was mich jedoch beim Lesen etwas gestört hat, war die gefühlte Distanz zu den Charakteren. Irgendwie fehlte da ein bisschen was, um sie besser greifbar zu machen.

Alles in allem eine sehr schöne, tiefsinnige und emotionale Geschichte, die mich auf keinen Fall von dieser Art Büchern abgeschreckt hat!


Liebe Grüße

Veröffentlicht am 30.12.2018

Tolle Freunschaftsgeschichte!

Der letzte erste Kuss
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Inhalt:
Elle und Luke sind beste Freunde. Doch die Wetten laufen gegen sie, für ein „mehr“. Als die beiden sich nicht nur im Collegealltag, sondern auch beim Umgang mit ihren zugegebenermaßen komplizierten ...

Inhalt:
Elle und Luke sind beste Freunde. Doch die Wetten laufen gegen sie, für ein „mehr“. Als die beiden sich nicht nur im Collegealltag, sondern auch beim Umgang mit ihren zugegebenermaßen komplizierten Familienangelegenheiten beistehen müssen, lernen sie sich immer besser kennen. Und vor allem enger. Doch ist das zwischen ihnen groß genug, um dafür ihre jahrelange Freundschaft aufzugeben?

Schreibstil:
Wie ich es von der Autorin gewohnt bin ist der Schreibstil angenehm flüssig und locker zu lesen. Die Art und Weise konzentriert sich sehr auf die Charaktere und nicht so sehr auf die Umgebung, sodass alle Protagonisten die ganze Handlung über in ihrer Einzigartigkeit präsent bleiben:)

Charaktere:
Von der ersten Minute an habe ich Elle geliebt. Sie liest gerne, feiert gerne und ist gerne unter Freunden. Sehr ausgewogen alles bei ihr also;) Neben all dem hat sie aber auch eine sehr verletzliche Seite, die sich im Kontext ihrer Vergangenheit zeigt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und war bald genauso verliebt in Luke wie sie (aus ihrer Sicht).
Schön fand ich, dass sie trotz ihrer Verletzlichkeit und der damit einhergehenden Resignation, eine unheimliche Stärke aufwies, wenn es um Luke ging. So hat sich die Geschichte besonders am Ende nochmal ganz anders entwickelt, als ich es erwartet hätte.
Luke war ebenfalls toll. Bald wäre es mir lieber gewesen, wenn er einfach nur der oberflächige Sportler gewesen wäre. Stattdessen ist er tiefsinnig und kämpft innerlich seit Jahren mit seinem Gewissen.
Beide Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie machten die Geschichte zu etwas besonderen. Gerade, weil sie im Gespann ein unbeschreiblich geniales Paar abgaben, mit ihrer Art miteinander umzugehen und zu sprechen.

Zur Geschichte allgemein:
Natürlich habe ich schon einige Liebesgeschichten zwischen besten Freunden gelesen, trotzdem war diese nochmal ganz anders. Die Protagonisten haben viele Emotionen in die Geschichte gebracht und die Geschichte enthielt ebenso glückliche wie traurige Momente. Durch die Ortswechsel hat man als Leser viele Nebencharaktere kennengelernt und somit noch mehr von den Protagonisten erfahren. Außerdem war die Geschichte so sehr abwechslungsreich.
Die eigentliche Problematik des Buches, aus Freundschaft wird Liebe, wurde meiner Meinung nach sehr schön aufgezogen. Immer wieder kamen Szenen, die ihre tiefe Freundschaft verdeutlichten, ebenso kamen Szenen, die bewiesen, dass da mehr ist. Es wiegt sich ein bisschen auf, sodass man auch als Leser letztlich gar nicht weiß, was man an ihrer Stelle machen würde bzw. wozu sich die beiden letztlich entscheiden. So bleibt es durchweg spannend, auch, wenn es etwas dauert, bis der Leser einen neuen Abschnitt bekommt.

Fazit: Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Besonders, weil die üblichen Klischees nicht so hervortraten und stattdessen noch andere Storylines mit aufgenommen wurden, die der Geschichte mehr Tiefe verliehen. Dazu gefielen mir Elle und Luke sehr gut. Mir persönlich sogar besser als Emery und Dylan.

5 von 5 Sterne von mir.

Liebe Grüße