Vampire und so viel mehr!
Magic Drowned in BloodSchreibstil:
Das Buch war unheimlich fesselnd und wohldosiert geheimnisvoll. Ich war ab der ersten Seite total gebannt von der Handlung, konnte mich mitreißen lassen und hatte einfach Spaß beim Lesen. ...
Schreibstil:
Das Buch war unheimlich fesselnd und wohldosiert geheimnisvoll. Ich war ab der ersten Seite total gebannt von der Handlung, konnte mich mitreißen lassen und hatte einfach Spaß beim Lesen. Der Schreibstil erweckt das Abenteuer einfach perfekt zum Leben und hat mich auch super mitfühlen lassen.
Besonders gut haben wir außerdem die vielen Einschübe von Rückblicken und Gedanken gefallen, die ganz roh und geheimnisvoll erzählt wurden und die Geschichte immer wieder noch komplexer und verschachtelter hat werden lassen.
Die Geschichte: Eine Halbvampirin und drei Kerle, die sie alle haben wollen?
Ehrlich? Ich war total überwältigt von der Geschichte. Da bekommt man eine Halbvampirin als Protagonistin, die absolut besonders ist und gar nicht so recht weiß, was sie kann und was einmal aus ihr wird und dann trifft sie nicht einen, nicht zwei, sondern gleich drei Typen, die alle das Potential dazu haben, ihr den Kopf zu verdrehen. Das alles unter dem Dach einer forced marriage (jedenfalls bei ihr) und verbunden mit Vampiren UND Magiern UND einer Academy. Achja, zwei der Kerle sind übrigens Prinzen.
Es war unheimlich spannend, all das zu Anfang erst einmal kennenzulernen. Was es mit den Schattengeliebten auf sich hat, welche Figuren eine tragende Rolle spielen werden und wie man Lark einzuschätzen hat.
Erst war es tatsächlich ein bisschen Bully-Romance, aber schnell zeichnet sich ab, dass da etwas in Lark schlummert, was einfach keiner so richtig fassen kann. Und genau das zeichnet auch die komplette Handlung: Geheimnisse schlummern an jeder Ecke. Wirklich KEINE der Figuren ist direkt schwarz oder weiß zuordbar. Überall gibt es Geheimnisse und genau das bewirkt gleich ab der ersten Seite eine unfassbare Sogwirkung, die mich nur so durch die Geschichte hat fliegen lassen.
Lark: eingeschüchtert, nicht ganz Vampirin, nicht ganz Magierin, anders
Lark war mir vom ersten Moment an sympathisch. Ich konnte so gut nachvollziehen, wie es ist, wenn man nicht zur großen Gesamtheit gehört, nur weil man nicht ganz so ist wie die anderen. Was dann automatisch dazukommt, und das sieht man an ihr, ist die Mauer. Lark hat eine um sich herum errichtet, um daran alles abprallen lassen zu können. Um sich zu schützen. Aber dadurch entgeht ihr auch manchmal etwas, dass sie vielleicht mitbekommen hätte, wenn sie nicht gleich das Schlechteste von allen denken würde.
Mit den Prinzen kommt eine ganz neue Perspektive in ihr Leben. Ich fand es spannend zu sehen, wie sich ihre Einstellung zu den Prüfungen zur Schattengeliebten ändert, weil plötzlich die Träumerin in ihr erwacht. Sie sich nichts mehr verwehrt, weil sie meint, nicht gut genug dafür zu sein. Sie ist einfach stark, ohne dabei besonders badass zu sein. Eine Heldin mit Schwächen und Emotionen. Eigentlich genau das, was mich im Speziellen besonders mitzieht.
Die Prüfungen: Vampire auf dem Prüfstand?
Wer nach einer Story mit viel sucht, der wird hier auf jeden Fall fündig, denn auch der Abenteueraspekt lässt sich hier nicht lumpen. Die Schattengeliebten müssen nämlich Prüfungen bestehen, um sich zu behaupten. Und auch, wenn sie fast nicht sterben können, so ist der Einsatz dennoch hoch und die Prüfungen nicht gerade leicht. Ich fand es für eine Story, die sich nicht hauptsächlich um ein Turnier dreht, sehr gut dosiert. Die Prüfungen haben Lark gefordert, aber nicht den Großteil der Geschichte eingenommen.
Cool fand ich zusätzlich, dass die Prüfungen viele verschiedene Figuren an die Academy bringen, was dazu führt, dass noch ganz andere Erzählstränge aufgetan werden. Dieses Buch zu lesen ist wirklich, als befände man sich in einem Film, der es nicht erlaubt, auch nur eine Sekunde den Kopf abzuwenden, weil man dann etwas verpassen würde.
Und doch hat man nicht das Gefühl, dass die Geschichte überladen oder künstlich aufgebaut ist.
Die Prinzen: Licht vs. Schatten
Neben Lark, die ein einziges Geheimnis ist, weil sie selbst nicht viel über sich weiß, sind auch die Prinzen jeder für sich ein großes Geheimnis. Es fängt damit an, dass der Erstgeborene aus unbekannten Gründen nicht der Thronfolger ist. Aber da ist noch mehr: Bedeutet ein Lächeln wirklich Freundlichkeit? Was verbirgt sich hinter der Maske? Kann man ihnen trauen? Verachten sie Vampire nicht? Trügt der Schein?
Keinen der Prinzen kann man als das nehmen, als was er sich verkauft, denn immer wieder werden Hinweise darauf gegeben, dass es ganz anders sein KÖNNTE.
So wird jeder Prinz auf seine Art anziehend und gleichzeitig abstoßend. Nicht nur Lark weiß dann nicht, wen sie wählen soll, sondern auch ich als Leserin konnte es nicht vorausahnen.
Und die Beziehungen zwischen Lark und den Prinzen sind fast dark. Ich mochte es, ihr solltet aber vorgewarnt sein!
Was man allerdings anmerken muss, ist, dass man sich darauf einlassen muss, dass vieles in diesem Band noch vage bleibt. Ich bin mir sicher, dass der nächste Band ganz viele Fragen beantworten wird. Dieser Band ist definitiv noch ein Aufbauband:)
Fazit:
Eine Vampirgeschichte, die mich damit überrascht hat, dass sie so viel mehr ist als die Geschichten, die ich bisher über Vampire gelesen habe. Es gibt hier einfach unheimlich viele Facetten und viele Geheimnisse. Zwischendurch darke Elemente und jede Menge Lovedramatik durch die Dreiecksverstrickungen.
Ich fand es einzig etwas vage zwischendurch:)
Jetzt freue ich mich einfach mega auf Band 2, wo glaube ich noch ganz viel aufgeklärt wird und dadurch umso mehr Spannung entsteht.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne.
3 Gründe, weshalb du dieses Buch lesen solltest:
Fesselnde Mischung aus Magie, Vampiren und Geheimnissen
Starke, vielschichtige Protagonistin mit emotionaler Tiefe
Spannende Dynamik durch Dreiecksbeziehungen und dunkle Geheimnisse