Ein wunderschöner Roman über das Leben, die Liebe und vor allem die Liebe zum Leben!
Life's Too Short"Ich täusche nicht vor, glücklich zu sein. Ich bin nur nicht bereit, mich dem Traurigsein zu ergeben."
Kapitel 27
Von einem Tag auf den anderen muss sich Vanessa um das Baby ihrer Schwester kümmern. ...
"Ich täusche nicht vor, glücklich zu sein. Ich bin nur nicht bereit, mich dem Traurigsein zu ergeben."
Kapitel 27
Von einem Tag auf den anderen muss sich Vanessa um das Baby ihrer Schwester kümmern. Etwas, was so gar nicht zu ihrem Leben als Reisebloggerin passt. Und ihrer Einstellung, jeden Tag zu genießen, als wäre es der letzte. Denn es könnte tatsächlich jederzeit der letzte unbeschwerte Tag sein. Ihre Mutter und ihre zweite Schwester sind an einer Erbkrankheit gestorben, bevor sie 30 waren, und Vanessa möchte jeden Moment auskosten. Als sich die kleine Grace mitten in der Nacht so gar nicht beruhigen lässt, steht plötzlich ihr Nachbar Adrian an die Tür - um sich über den Lärm zu beschweren. Doch dann hilft er ihr, mit dem Baby, ihrer verkorksten Familie, ihren Gefühlen.
Mich hat "Life´s too short" sehr bewegt und mitgenommen. Vanessa will alles sehen, was ihr das Leben zu bieten hat und findet selbst mit einem Baby im Arm, ans Haus gefesselt, großartige Abenteuer. Eine Art zu leben, die Adrian völlig fremd ist. Er kennt nur seine Arbeit, seinen Erfolg. Mit Vanessa an seiner Seite merkt er, wie sinnlos es ist, Geld hinterherzujagen, wenn man nicht weiß, wofür man es einsetzen will. Rasch werden sie füreinander die besten Freunde, der Ruhepol im Sturm. Adrian weiß von der Krankheit in Vanessas Familie - und ihrem festen Vorsatz, keine Beziehung einzugehen. Doch Gefühle lassen sich nicht wegsperren!
Die beiden miteinander - und mit der kleinen Grace - zu begleiten, war einfach wundervoll! Wie liebenswert, kreativ und humorvoll die zwei gemeinsam Herausforderungen meistern, sich gegenseitig unterstützen, hach - die Seiten sind nur so dahingeflogen.
Doch Vanessas Erkrankung macht sich bemerkbar, und es fällt ihr immer schwerer, den Gedanken daran wegzusperren. Und auch Adrian wird erst langsam das ganze Ausmaß klar ...
Ich konnte Vanessa und ihr Vorgehen zu weiten Teilen verstehen und nachvollziehen, aber auch Adrian und das macht die Geschichte besonders wertvoll. Vanessas Art, ihr Leben zu leben ist inspirierend. Denn keiner von uns weiß, wann die letzte Stunde geschlagen hat, und doch benehmen wir uns so, als würden wir ewig leben - oder zumindest bis zum nächsten Urlaub, der Pension, weil dann, dann machen wir endlich ... Aber was, wenn du weißt, dass dir nicht mehr viel Zeit bleibt, wie würdest du die letzten Tage verbringen?
Wieder einmal hat es Abby Jimenez geschafft, mich zum Lachen und Weinen zu bringen - und zum Nachdenken! Für mich hätte es am Ende auch etwas dramatischer sein können, dennoch ein wunderbarer Roman.
Ich freue mich jetzt schon auf ihr nächstes Buch!
Fazit:
Ein wunderschöner Roman über das Leben, die Liebe und vor allem die Liebe zum Leben!