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Veröffentlicht am 27.08.2019

Diese Aisling...

OMG, diese Aisling!
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Ich habe noch nie ein Buch gelesen, mit dessen Protagonistin ich mich mehr identifizieren konnte als mit Aisling. Von der ersten Seite an hat sie mir aus der Seele gesprochen - und dabei ist der Micra, ...

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, mit dessen Protagonistin ich mich mehr identifizieren konnte als mit Aisling. Von der ersten Seite an hat sie mir aus der Seele gesprochen - und dabei ist der Micra, den wir beide fahren, noch die kleinste Gemeinsamkeit. Die anderen sind mir fast etwas peinlich, aber wer die ersten Seiten liest, wird wissen, was ich meine...

Dabei muss ich gestehen, dass ich mich anfangs erst an den Schreibstil gewöhnen musste. Er ist ziemlich locker, hat auch manchmal sehr verschachtelte Sätze, so als würde man der Protagonistin direkt in den Kopf schauen und der ein oder andere Gedankensprung ist auch dabei. Man muss sich darauf konzentrieren, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen, muss aber aufpassen, dass man keine witzige Anekdote verpasst.

Und davon gibt es einige, denn das Dorf, aus dem Aisling stammt, hat so einige Originale zu bieten. Ich hatte es die ganze Zeit bildlich vor mir, auch wenn ich noch nie in Irland war. Witzig fand ich auch, wie man die Protagonistin indirekt als Sparfuchs entlarven kann - und das in jeder Situation.

Das besondere an diesem Buch ist allerdings, dass es nicht so oberflächlich ist, wie man anfangs meint. Eher im Gegenteil: Je länger man liest und in Aislings Welt abtaucht, desto ernster werden die Themen, sei es unverzeihliche Fehler im Beruf, ungewollte Schwangerschaften und Krankheiten in der Familie. Hier habe ich mitgelitten, mitgehofft und auf einen positiven Ausgang gewartet. Aber das Buch ist so wie das Leben: Manchmal unfair und nicht immer mit einem Happy End. Das hat die Geschichte sehr authentisch und glaubwürdig gemacht.

Nichtsdestotrotz gibt es genug Gelegenheiten zum Schmunzeln. Und natürlich wird auch gefeiert, geliebt und gelacht. Das wahre Leben eben.

Der Roman ist mal etwas anderes und konnte mich so fesseln, dass ich ihn an einem Tag ausgelesen habe. Aisling ist wunderbar - gerne würde ich ihr einmal im echten Leben begegnen. Wer sich auf einen ungewöhnlichen Schreibstil einlassen kann, sollte das Buch in die Hand nehmen. Inhaltlich wird man auf keinen Fall enttäuscht. Von mir gibt es 5 Sterne!

Veröffentlicht am 23.08.2019

Die letzte Hoffnung...

Eve of Man (I)
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Der Prolog bietet einen super Einstieg in das Buch. Am Anfang ist es fast noch lustig, dass ein Junge nach dem anderen geboren wird - bis die Stimmung auf einmal kippt, da sich die Angst um den Fortbestand ...

Der Prolog bietet einen super Einstieg in das Buch. Am Anfang ist es fast noch lustig, dass ein Junge nach dem anderen geboren wird - bis die Stimmung auf einmal kippt, da sich die Angst um den Fortbestand der Menschheit ausbreitet. Das wurde hier richtig gut dargestellt und hat einen schönen Übergang zur eigentlichen Handlung ermöglicht.

Denn plötzlich ist sie da: Das erste Mädchen seit 50 Jahren, die nun das Überleben der Menschen sicherstellen soll. Die Haupthandlung beginnt, als Eve 16 Jahre alt ist und nun langsam aber sicher zur Frau wird.

Sehr gut gefallen hat mir das Setting: Die Protagonistin lebt in einem Turm, gut bewacht und abgeschirmt von der Außenwelt - um sie zu schützen. Das hat mich ein bisschen an Rapunzel erinnert. Man merkt, dass man in der Zukunft ist: Es gibt Technologien, wie wir sie uns heute noch gar nicht vorstellen könnten, die Welt ist von Überschwemmungen heimgesucht worden und das Leben bzw. Überleben eine Herausforderung.

Die Autoren konnten mich durch die detailreiche Darstellung fesseln. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und wurde richtig in diese Welt hineingezogen. Es war spannend, Eves Alltag zu verfolgen: So normal und gleichzeitig so unwirklich.

Das macht auch den Hauptteil des Buches aus. Man lernt Eve kennen, wie sie lebt, was sie denkt und vor allem für welche Aufgabe sie vorgesehen ist. Das war sehr gut, denn als die Handlung eine andere Richtung einschlägt, kann man alles sehr gut nachvollziehen. Und obwohl sie etwas ganz Besonderes ist, ist sie doch nur ein normaler Teenie.

Erzählt wird die Geschichte aber nicht nur durch Eves Augen, sondern auch die von Bram. Er ist die virtuelle beste Freundin von Eve. Durch den Perspektivenwechsel konnte man hinter die Kulissen von Eves Turm blicken. Brams Erlebnisse und Gedanken haben die Handlung sehr gut vervollständigt. Ein kleiner Wermutstropfen: Was zwischen den Beiden passiert, ist ein bisschen zu vorhersehbar.

Das wird aber dadurch wieder wettgemacht, dass auf einmal Dinge passieren, mit denen man als Leser gar nicht rechnet. Hier habe ich das Buch dann auch nicht mehr aus der Hand gelegt.

Das Ende ist ein ganz fieser Cliffhanger. Ich hoffe, dass es nicht allzu lange dauert, bis der nächste Teil erscheint, denn ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Von mir gibt es 5 Sterne.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Nur ein Spiel...

Nemesis
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Gleich vorweg: Meiner Meinung nach muss man die ersten drei Teile nicht kennen, um "Nemesis" lesen zu können. Zwar schließt dieses Buch an die anderen an, aber alle wichtigen Infos, die man braucht, um ...

Gleich vorweg: Meiner Meinung nach muss man die ersten drei Teile nicht kennen, um "Nemesis" lesen zu können. Zwar schließt dieses Buch an die anderen an, aber alle wichtigen Infos, die man braucht, um die Handlung verstehen zu können, werden hier nochmal wiederholt. Vor allem die Vorgeschichte der Ermittlerin C. J. Townsend ist nicht unwichtig, weil man so ihre Handlungen erst richtig verstehen kann, aber das wird hier gut vermittelt, sodass man nichts verpasst. Für den richtigen Lesegenuss ist es allerdings nicht schlecht, wenn man die Reihe schon kennt.

Für schwache Nerven ist dieser Thriller aber wirklich nichts. Das Thema ist ziemlich harte Kost, denn es geht um Snuff-Videos und Frauen, die gefoltert und ermordet werden, um zahlende Kunden zu unterhalten. Auch wenn Hoffman hier vieles nur andeutet und nicht über Seiten hinweg die genauen Folterungen und Morde schildert, musste ich doch öfter schlucken und bin teilweise an meine Grenzen gestoßen.

Was aber wirklich der Wahnsinn ist, ist die Protagonistin. C. J. Townsend war schon in den ersten drei Büchern eine taffe Frau, die einiges durchmachen musste, aber als Staatsanwältin alles dafür tut, dass die "bösen Jungs" hinter Gittern kommen. Diesmal geht es aber noch einen Schritt weiter. Dafür überschreitet sie Grenzen, es ist nicht mehr schwarz oder weiß, sondern grau. Denn obwohl klar abgegrenzt wird, wer gut und wer böse ist, verschwimmt es etwas. Ich konnte mich trotzdem sehr gut positionieren. Überhaupt hat mir die Menschlichkeit der Protagonistin gefallen. Es zeigen sich nämlich auch Risse in der Fassade, die sie sehr menschlich wirken lassen.

Was mir ein bisschen gefehlt hat, war die Spannung. Man weiß sehr früh, wer hinter dem "Spiel" steckt bzw. wer dazugehört. Dadurch entfällt das miträtseln, was ich bei Thrillern etwas schade finde. Auch waren es mir an der ein oder anderen Stelle zu viele Zufälle, die die Handlung überhaupt möglich gemacht haben. Trotzdem hat es mich unterhalten, C. J. auf ihrer Jagd nach Schuldigen zu begleiten.

Wer die ersten drei Teile nicht kennt, den könnte der Einstieg in das Buch etwas schwer fallen. Es kommen viele unterschiedliche Personen vor und man muss ein bisschen genau lesen, um sich die Namen zu merken und einzuordnen, wer wichtig ist und wer eher nur eine Nebenrolle spielt. Das gibt sich dann aber nach den ersten 100 Seiten.

Für mich war das Buch - mit leichten Schwächen - eine schöne Unterhaltung. Außerdem schreit das Ende nach einem weiteren Band. Ich bin gespannt und halte die Augen offen. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Ich schulde dir was...

Dich schickt der Himmel
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Wie von Sophie Kinsella gewohnt, konnte ich mir schon auf den ersten Seiten das Lächeln nicht verkneifen. Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, sodass man die Protagonistin Fixie und ihre Art schnell ...

Wie von Sophie Kinsella gewohnt, konnte ich mir schon auf den ersten Seiten das Lächeln nicht verkneifen. Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, sodass man die Protagonistin Fixie und ihre Art schnell kennenlernt. Sie löst nämlich am liebsten Probleme - mit mehr oder weniger Erfolg.

Als Protagonistin hat sie mir durch ihre hilfsbereite und liebenswürdige Art direkt gefallen. Man muss sie einfach mögen, auch wenn sie mir an der ein oder anderen Stelle zu naiv war. Und das ist auch mein größter Kritikpunkt an dem Buch: Sie hat nicht immer wie eine Frau gewirkt, die im Leben steht und den Familienladen im Griff hat, sondern eher wie ein Teenie, vor allem wenn es um die Liebe geht. Trotzdem habe ich sie schnell in mein Herz geschlossen.

Die anderen Figuren sind ziemlich klischeebehaftet, aber das macht auch irgendwie den Reiz des Buches aus. Man durchschaut die Blender und Aufschneider schnell und jeder bleibt in seiner Rolle. Bei diesem Genre stört mich das aber nicht, genauso wenig wie die Vorhersehbarkeit der Handlung, denn Spannung oder unerwartete Wendungen gibt es kaum.

Aber das braucht es auch nicht, um den Leser gut zu unterhalten. Vor allem die chaotische Familie, die Pannen und Missverständnisse sorgen dafür, dass ich immer wieder schmunzeln musste.

Der Schreibstil ist locker und flott, viele Dialoge machen die Handlung lebendig. Man kann sich schön zurücklegen und genießen. Wer Sophie Kinsella kennt, wird hier nicht enttäuscht. Die 500 Seiten waren wirklich schnell weggelesen.

Schöne, witzige Unterhaltung, bei der mir aber ein bisschen das Besondere gefehlt hat. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Unsichtbare Gefahr...

Resistent
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Wie der Klappentext schon verrät, handelt es sich nicht um einen klassischen Thriller mit einem Mörder und einem Ermittler. Trotzdem muss ich sagen, dass dies der Spannung keinen Abbruch tut und mich der ...

Wie der Klappentext schon verrät, handelt es sich nicht um einen klassischen Thriller mit einem Mörder und einem Ermittler. Trotzdem muss ich sagen, dass dies der Spannung keinen Abbruch tut und mich der Buch richtig fesseln konnte.

Allerdings nicht von Anfang an. Denn hier werden erstmal die verschiedenen Personen vorgestellt, die Schauplätze wechseln ziemlich schnell und dadurch war es schwer, die jeweilige Handlung in den Gesamtkontext einzuordnen. Außerdem hatte ich zu Beginn einige Probleme mit den japanischen und arabischen Namen, sodass ich manchmal überlegen musste, wer die Personen denn nochmal war.

Meine anfänglichen Schwierigkeiten haben sich aber mit jeder Seite mehr gegeben. Schnell wurde klar, welche Protagonisten im Mittelpunkt stehen und wie die unterschiedlichen Handlungsstränge zusammengehören. Von da an konnte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen.

Das lag vor allem daran, dass alles sehr realitätsnah war. Ich hatte das Gefühl, wenn jemand wirklich so etwas tun wollen würde und das nötige Kleingeld hat, könnte es wirklich passieren. Sehr erschreckend! Überhaupt habe ich durch dieses Buch etwas das Vertrauen in Mediziner, Medikamente und die dazugehörigen Studien verloren, denn solange der Rubel rollt, scheint alles möglich zu sein. Ich kann nur hoffen, dass in Wirklichkeit nicht so einfach ist, Ärzte dazu zu bringen, unnötige Medikamente zu verschreiben - zumindest in Deutschland. Aber auch hier wird ja viel Antibiotika verschrieben, was sicher sinnvoll ist, aber auch die Resistenz fördert. Man macht sich wirklich Gedanken, was für mich bei einem guten Buch dazugehört.

Etwas gestört hat mich, dass es das klassische Schema "schwarz/weiß", die "Guten" und die "Bösen" gibt und das die Amerikaner natürlich diejenigen sind, denen Unrecht getan wird. Einige Figuren waren zwar nicht diesen zwei Gruppen zuzuordnen, da sie nicht hinter dem Terroranschlag standen, aber trotzdem mitgemischt haben. Leider hatten sie meines Erachtens zu wenig Raum.

Insgesamt hat mir das Buch aber richtig gut gefallen und Gänsehaut beschert. Wenn man erstmal in der Geschichte drin ist, legt man es so schnell nicht mehr aus der Hand. Von mir gibt es deswegen 4 Sterne.