Görlitz meets London
Jack the Ripper und der Erbe in GörlitzIch war wirklich gespannt, wie es die Autorin schaffen wollte, Jack the Ripper in die Gegenwart zu holen, ohne dass sich seine blutigen Taten wiederholen - und ich wurde überrascht, denn die Idee war wirklich ...
Ich war wirklich gespannt, wie es die Autorin schaffen wollte, Jack the Ripper in die Gegenwart zu holen, ohne dass sich seine blutigen Taten wiederholen - und ich wurde überrascht, denn die Idee war wirklich gut umgesetzt.
Nicht der Jack von damals steht im Mittelpunkt, sondern Marco Petzold aus Görlitz, der sich als Radkurier durchschlägt. Marco ist eine sehr sympathische Hauptfigur, wahrscheinlich auch deswegen, weil er selbst in die ganze Geschichte hineinstolpert.
Ein geheimnisvolles Erbe ist natürlich immer spannend - vor allem, wenn es sich um eine Verwandte handelt, die man gar nicht kennt. Deswegen geht Marco dem ganzen auf den Grund - und von da an kommt dann alles anders als gedacht.
Nicht nur eine, gleich zwei Parteien mischen mit, weswegen schon Spannung aufkommt, aber leider ist die Geschichte an der ein oder anderen Stelle sehr vorhersehbar, weswegen ich auch nicht sehr überrascht wurde. Das fand ich sehr schade.
Was mich wirklich etwas gestört hat, war die Liebesromanze, die sich innerhalb des Buches entwickelt. Für mich hätte das einfach nicht sein müssen, da es für mich wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun hatte. Außerdem ging es viel zu schnell und war deswegen auch etwas unrealistisch.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, auch weil die Autorin die beiden Städte gut beschreibt. In Görlitz war ich noch nie und trotzdem habe ich es beim Lesen vor meinem inneren Auge gesehen. In London dagegen hätte sie ruhig etwas ausführlicher sein dürfen, denn die Stadt hat noch einiges mehr zu bieten.
Insgesamt hatte ich einige schöne Lesestunden mit diesem Buch, habe aber einfach mehr Spannung erwartet. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne!