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Veröffentlicht am 29.09.2016

Vom Wunder eines zweiten Lebens

Noah will nach Hause
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„So viele Leben, es erschien logisch, dass sie alle miteinander zusammenhingen. Sie hatten es nur vergessen, das war alles.“
Janie liebt ihren 4-jährigen Sohn Noah über alles und möchte ihn nicht als ...

„So viele Leben, es erschien logisch, dass sie alle miteinander zusammenhingen. Sie hatten es nur vergessen, das war alles.“
Janie liebt ihren 4-jährigen Sohn Noah über alles und möchte ihn nicht als Patient der Psychiatrie einstufen lassen, obwohl er Dinge benennt, von denen er nichts wissen kann und in der Öffentlichkeit Aufsehen erregt. Fieberhaft sucht sie nach einer Lösung für ihr persönliches Problem und lernt den Wissenschaftler Anderson kennen, der bereits zahlreiche Forschungen an thailändischen Kindern durchgeführt hat. Sein Fachgebiet, welches von vielen nur müde belächelt wird, ist die Erforschung des Phänomens Wiedergeburt. Seine Studien wecken in Janie die große Hoffnung, für Noah eine passende Lösung zu finden. Doch sein letzter großer Fall wird für Anderson eine Herausforderung, vor allem in einem Kulturkreis, der an ein Leben nach dem Tod nur wiederwillig glauben mag.
In ihrem Debütroman widmet sich die amerikanische Autorin Sharon Guskin einer recht ungewöhnlichen Thematik für einen Roman. Und gerade diese Besonderheit verleiht dem Buch einem besonderen Reiz, weil man sich als Leser in die Lage der verzweifelten Mutter hineinversetzt und versucht, ihre Gedanken und Hoffnungen zu verstehen. Tatsächlich scheint es der mangelnde Glaube unseres Kulturkreises zu sein, der die Möglichkeit eines zweiten Lebens in einem anderen Körper ausschließt, auch wenn darin viel Potential und ungeahnte Möglichkeiten schlummern.
Die Lebensgeschichte von Noah ist eine sehr schöne Umsetzung, die eindeutig das Augenmerk auf die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind legt und weniger auf philosophisch, spirituelle Erkenntnis. Der Schreibstil liest sich locker und leicht und es kommt auch kein Schwermut auf, die Sprache selbst ist sehr einfach gehalten und verzichtet bewusst auf einen komplizierten Satzbau. Manchmal war es mir etwas zu schlicht, fast profan. Besondern einprägsam fand ich die differenzierte Auseinandersetzung mit der Mutterrolle. Denn Frau Guskin beschreibt nicht nur die verzweifelt suchende Mutter Janie, sondern auch die verzweifelt hoffende Mutter Denise, deren Sohn Opfer eines Verbrechens wurde und nun im Körper von Noah weiterlebt. Bei all diesen Verflechtungen steht die Liebe im Vordergrund und der Glaube daran, dass es nicht immer schlecht sein muss, eine geliebte Person zu verlieren, sondern das es auch Freude bedeuten kann sie wiederzufinden und dabei festzustellen, dass es im Leben manchmal mehr gibt, als man auf den ersten Blick erfassen kann. Die Hoffnung, die sich daraus für den eigenen Lebensweg ergibt, beinhaltet die Kernaussage des Buches. Dieser Roman stimmt nachdenklich, fröhlich und traurig und appelliert an die Emotionen des Lesers.
Fazit: Ich vergebe 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung für diesen Roman, der zwei Lebenswege auf ungewöhnliche Art und Weise verbindet, der Menschen zusammenführt und trennt, der die schönen Seiten des Lebens zeigt und dem Tod den Schrecken nimmt. Eine alles umfassende Theorie, die man zwar nicht glauben muss aber über die es sich nachzudenken lohnt, weil sie die Chance auf ein Wunder offenbart, zu Herzen geht und einen Hoffnungsschimmer hinterlässt, auch dort wo eigentlich nur Trauer und Unverständnis herrscht. Das einzige, was ich etwas vermisst habe war der Tiefgang in der Erzählung, die Bedeutung der Geschehnisse für den Einzelnen, der Blick hinter die Dinge und die Frage nach dem Warum. Ich vermute aber, diese Erzählweise wurde bewusst gewählt, damit jeder Leser seine eigenen Interpretationen anstellen kann und Antworten findet, die nirgends geschrieben stehen.

Veröffentlicht am 27.09.2016

Der Zerfall einer einst intakten Familie

So glücklich wir waren
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„Geheimnisse machen einen stark, aber auch einsam. Sie quälen vor allem diejenigen, die sie hüten.“

Inhalt

Alma findet nach Jahren des Schweigens endlich den Mut ihrer schwangeren Tochter Antonia von ...

„Geheimnisse machen einen stark, aber auch einsam. Sie quälen vor allem diejenigen, die sie hüten.“

Inhalt

Alma findet nach Jahren des Schweigens endlich den Mut ihrer schwangeren Tochter Antonia von ihrer eigenen Vergangenheit zu erzählen, von einem Elternhaus, welches innerhalb weniger Jahre komplett zerbrach. Ein Vater der nach Depressionen eines Tages Selbstmord beging, eine Mutter, die dem schweren Krebsleiden erlag und ein drogensüchtiger Bruder, der über Nacht verschwand. So schmerzhaft auch ihr eigenes Leben war, so sehr wünscht sich die Mutter, dass Antonia unbeschwert durch die Schwangerschaft gehen kann und erkennt, welches Potential aber auch welche Verantwortung eine eigene Familie mit sich bringt. Und so macht sich Antonia auf die Reise nach Ferrara in die Heimatstadt ihrer Mutter, um dort vor Ort die Gegebenheiten zu erkunden und herauszufinden, was damals wirklich geschah …

Meinung

Nachdem ich in diesem Jahr schon einige italienische Romane gelesen habe, war ich sehr gespannt auf diesen hier aus der Feder von Daria Bignardi, von der ich bisher noch kein weiteres Buch kenne. Der Klappentext verspricht einen großartigen Thriller der Gefühle und macht neugierig. Und tatsächlich fesselt die Erzählung von Beginn an und die Intensität der geschriebenen Worte nimmt im Verlauf der Geschichte sogar noch zu, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Ein sehr bildlicher Schreibstil, hervorragend herausgearbeitete Charaktere, die allesamt ganz verschiedene Eigenschaften besitzen und dadurch sehr menschlich wirken und nicht zuletzt ansprechende Landschaftsbeschreibungen haben mich überzeugt. Schriftstellerisches Können garantiert hier niveauvolle Lesestunden, mit einer Familie, die mir am Ende der Erzählung trotz meines erworbenen Wissens relativ fremd geblieben ist. Besonders hervorheben möchte ich die Vielschichtigkeit dieser dramatischen Familiengeschichte, die so viele Emotionen beherbergt und an so vielen Stellen durch leise bröckelnde Mauern zum Einsturz gebracht wurde. Die Tragik liegt für mich nämlich nicht nur in der Schicksalshaftigkeit, die durch äußere Umstände den Mitgliedern der Familie aufgebürdet wurde (Drogensucht, Depression), sondern in erster Linie durch eine selbstauferlegte Schuld, die sich durch kontinuierliches Schweigen von einer in die nächste Generation fortsetzt. Der Leser begegnet hier in zwei verschiedenen Erzählsträngen einmal der Mutter und dann der Tochter, die sich nicht wirklich nahestehen und doch versuchen die Vergangenheit aufzuarbeiten und zu verstehen. Man spürt auf jeder Seite den Wunsch, reinen Tisch zu machen, den Dingen auf den Grund zu gehen und vergangene Unterlassungen zu beheben. Leider bewirkt die Aufklärung der Vergangenheit nicht das gewünschte Resultat, denn wo jahrelanges Schweigen herrschte, bringt neue Erkenntnis auch keine tiefere, schmerzlosere Wahrheit.

Fazit

Ich vergebe 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für diesen anspruchsvollen, facettenreichen Familienroman, der durch eine bewegte Vergangenheit führt und den Leser für die Befindlichkeiten und Mängel in einem einst intakten Familienverband sensibilisiert. Auch wenn ich mich mit vielen Handlungen nicht identifizieren konnte, schließt sich der Kreis der Geschichte und nach Beenden der Lektüre lässt sich noch lange über die Inhalte reflektieren. Ein Roman mit Nachklang und einer echten Botschaft, nämlich der Tatsache, dass persönliches Glück auch sehr eng damit in Verbindung steht, wie gut es dem Individuum gelingt menschliche Nähe aufzubauen und zu erhalten.

Veröffentlicht am 26.09.2016

Ein Leben im Krieg, ein Leben in Freiheit

Marlene
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„Im Krieg gibt es keine Guten. Das Gute ist eine Illusion, über die der Teufel lacht.“

Inhalt

Marlene Kalten agiert im Verborgenen als Widerstandskämpferin gegen das Naziregime und versucht mittels Spionage ...

„Im Krieg gibt es keine Guten. Das Gute ist eine Illusion, über die der Teufel lacht.“

Inhalt

Marlene Kalten agiert im Verborgenen als Widerstandskämpferin gegen das Naziregime und versucht mittels Spionage die geplanten Angriffe und strategischen Zielstellungen der überzeugten Nationalsozialisten zu vereiteln. Immer wieder gerät sie dabei in höchste Lebensgefahr, aus der sie manchmal nur der Zufall und dann wieder ihr unerbittlicher Einsatz rettet. Marlene muss jedoch einsehen, dass der Krieg jedes Opfer fordert, welches er kriegen kann und ihr Lebensziel richtet sie bald nur noch nach einer Prämisse aus: Überleben um jeden Preis, ganz egal wie erniedrigend und grausam die Rahmenbedingungen sind, nur ihr Wille wird sie retten. Rückblickend erzählt die mittlerweile betagte Frau, die mit Geburtsnamen Anna von Dürkheim heißt, von den menschenvernichtenden Maßnahmen der Deutschen Naziregierung, von einem Leben unter Zwang, Folter, Vergewaltigung und Hunger und dem steten Lauf der Zeit, der es ihr dennoch ermöglichte, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ein Leben in Freiheit, nach Jahren der Entbehrung …

Meinung

„Marlene“ ist der Nachfolgeroman zu „Honigtot“, der bereits im Jahre 2014 erschien und bildet mit diesem eine Einheit, wobei man auch problemlos mit dem zweiten Band beginnen kann, so wie ich es getan habe. Auf gut 500 Seiten entwirft Hanni Münzer nicht nur das Portrait einer starken Frau, die sich weder Vorschriften machen lässt noch an ihrem gesunden Menschenverstand zweifelt, sie zeigt auch vorzüglich die Umstände und Lebensbedingungen der Menschen unter der Herrschaft der Nationalsozialisten auf. Und so ergibt sich ein rundherum gelungener, historisch beeindruckender Roman der auf jeder Seite überzeugt. Fiktion und Realität vermischen sich kaum merklich und die Gesellschaftskritik wirkt wie ein Spiegel, denn als Leser erkennt man durch die verschiedenen, gut herausgearbeiteten Charaktere, wie Menschen in Krisensituationen reagieren, welchen Mut sie beweisen oder welche Schuld sie auf sich laden. Besonders fasziniert hat mich nicht die fast heldenhafte Protagonistin, sondern vielmehr das Zusammenspiel der vereinten Kräfte im Kampf gegen die Übermacht des Bösen. Menschliche Werte wie Treue, Zusammenhalt, Liebe und Zuwendung beleben hier ganz entscheidend die Entwicklung, denn nur dadurch konnte eine alles umfassende Aufbruchstimmung nach Ende des 2. Weltkrieges entstehen.

Fazit

Ich vergebe 5 Lesesterne für diesen mitreißenden, emotionalen, historischen Roman, der tatsächlich großes „Kopfkino“ bietet, ebenso wie es der Aufkleber des Verlages verspricht. Für mich war das Lesen ein großes Vergnügen und mein Interesse an historisch orientierten Romanen ist dadurch erneut geweckt. Ich möchte „Marlene“ gerne zu einem Lesehighlight des Jahres 2016 küren, weil dieser Roman fast schon epochale Züge aufweist und doch nur von den turbulenten Geschehnissen eines Menschenlebens berichtet. Es hat mir ausgesprochen gut gefallen, wie die großen Ereignisse im inneren eines Landes aufgegriffen werden und die Schnittpunkte mit der Geschichte eines Individuums vereint werden. Daumen hoch für diesen spannenden Schmöker. Den Vorgänger setze ich nun auch auf meine Wunschliste.

Veröffentlicht am 20.09.2016

Die Magie der Alchemisten

Secret Fire
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Wenn das Schicksal dein Fluch ist und die Zeit dein größter Feind…
Durch die Vermittlungskünste ihrer Lehrer lernen sich Sacha Winters und Taylor Montclair mittels Chatroom kennen. Denn Taylor wird eine ...

Wenn das Schicksal dein Fluch ist und die Zeit dein größter Feind…
Durch die Vermittlungskünste ihrer Lehrer lernen sich Sacha Winters und Taylor Montclair mittels Chatroom kennen. Denn Taylor wird eine Versetzung an ihr Wunschcollege in Oxford in Aussicht gestellt, wenn sie dem französischen Schüler Nachhilfeunterricht in Englisch gibt. Doch der gutaussehende Sacha spricht wunderbar Englisch und hat auch gar kein Interesse an schulischen Dingen, denn er kämpft gegen eine düstere Prophezeiung, die wie ein Damoklesschwert über seinem jungen Leben schwebt. Doch bald weicht anfängliche Skepsis echtem Interesse, denn auch Taylor scheint ganz besondere Fähigkeiten zu besitzen, die weit über die Normalität hinausgehen. Als die beiden schließlich erfahren, wie ihre Schicksale tatsächlich miteinander verwoben sind, stellen sie sich einem unbekannten Gegner und suchen fieberhaft nach einem Rezept, um das Unvermeidliche abzuwenden.
„Die Entflammten“ ist der Reihenauftakt einer Jugendbuchserie, die noch einiges verspricht. Eine mystische Stimmung, magische Fähigkeiten, dunkle Geheimbünde und ein jahrhundertealter Fluch sind die Rahmenbedingungen, die hier mit voller Wucht zwei bisher unbedarfte Teenager in einen Strudel von Ereignissen stürzen. Dabei erzählen im Wechsel zwei Handlungsstränge von Sachas Erlebnissen und Eindrücken und dann wieder von Taylors Alltag. Erst nach und nach erfährt der Leser, wie alles zusammenhängt und dadurch fiebert man automatisch mit. Gekonnt wird hier Spannung erzeugt und ein Feuerwerk an seltsamen Geschehnissen entzündet. Stellenweise hat mich die Geschichte an „Harry Potter“ erinnert, vielleicht, weil der Handlungsort u.a. eine Schule ist und auch weil der Kampf Gut gegen Böse so sinnbildlich herausgestellt wird. Todbringer entziehen Taylor ihre Kräfte und verfolgen sie, ebenso wie Sacha, den sie seiner Bestimmung zuführen möchten (vgl. die Parallele zu den Dementoren).
Im Zentrum dieses einprägsamen Jugendbuchs steht eine Fantasy-Erzählung mit zahlreichen magischen Momenten, doch auch eine leichte, beginnende Liebesbeziehung entspinnt sich zwischen den beiden Hauptprotagonisten. Hier sehe ich auch Potential für den Folgeroman. Überhaupt verleitet das Ende zu Spekulationen, denn einen Abschluss findet „Die Entflammten“ nicht wirklich. Das finde ich persönlich nicht so toll, ist aber sicherlich so gewollt
Fazit: Ich vergebe 4 Lesesterne für diesen klassischen Jugendroman, der mit viel Magie und einer spannenden Handlung überzeugt und gerade für junge Leser geeignet ist, weil er nicht allzu gruselig und blutrünstig daherkommt. Sicher auch ein schöner Geschenktipp, denn die Covergestaltung ist wirklich ansprechend und wirkt durch Glanzeffekte auch besonders edel. Den Folgeband lese ich bestimmt auch noch, denn schließlich will ich wissen, ob Taylor und Sacha ein Paar werden oder ob der Fluch ihnen einen Strich durch die Rechnung macht.

Veröffentlicht am 16.09.2016

Ein Privatdetektiv der besonderen Art

Alte Schule
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Inhalt
Der alternde Privatdetektiv Tom Knight hat sich in die bezaubernde Altenpflegerin Fran verguckt und bemüht sich mit vollem Einsatz ihr einsames Herz zu erobern. Doch leider ist Fran Anfang 50, während ...

Inhalt
Der alternde Privatdetektiv Tom Knight hat sich in die bezaubernde Altenpflegerin Fran verguckt und bemüht sich mit vollem Einsatz ihr einsames Herz zu erobern. Doch leider ist Fran Anfang 50, während er schon 73 Lenze auf dem Buckel hat. Diese bald entlarvte Lüge, kostet ihn das Vertrauen seiner Angebeteten und er sieht nur eine Möglichkeit, ihre Liebe zurückzugewinnen - er muss beweisen, dass sie nicht die Täterin im Dreifachmordprozess des Altersheimes ist.
Voller Mut und Abenteuerlust stürzt er sich in eine Undercover-Mission der besonderen Art und ermittelt auf ganz eigene Art und Weise, mit beachtlichen Erfolgen ...

Meinung
Der Klappentext des Buches hat mich richtig neugierig gemacht, weil hier eine vielversprechende, humorvolle Erzählung samt sympathischen Protagonisten auf sich hoffen ließ. Ganz im Stil von Fredrik Backman vielleicht, so zumindest meine Erwartungen. Leider konnte "Alte Schule" diesen persönlichen Anspruch nicht erfüllen. Dennoch hat mich die Story um Tom Knight gut unterhalten und stellenweise wirklich überrascht.

Charles Hodges hat mit Tom einen sehr speziellen Charakter entworfen, den man zwischen kauzig, entschlossen und geduldig einordnen kann. Schon bald entwickelt sich die anfängliche Romanze in einen turbulenten Kriminalfall, dessen Aufklärung den Leser in die Geschichte abtauchen lässt. Der Schreibstil lässt sich wunderbar lesen, bringt einem zum Lachen und beschwört filmreife Szenen herauf. Tatsächlich habe ich mich beim Lesen dabei ertappt, dass mir hier eine Verfilmung vielleicht besser gefallen hätte. Aber Charles Hodges arbeitet ja auch als Drehbuchautor, also scheint dieser Gedanke gar nicht so abwegig.

Für mich war die Erzählung leider etwas überladen und doch weder Fisch noch Fleisch. Für einen satirischen Roman gab es zu viele Actionszenen, für einen spannenden Kriminalfall zu wenig Nervenkitzel und zu viel Klamauk.

Fazit
Ich vergebe 3 Lesesterne für diesen abwechslungsreichen, actionreichen Roman mit einem liebenswerten, kauzigen Privatermittler, der noch längst nicht im Rentenalter ist, auch wenn ihn seine körperliche Fitness hin und wieder im Stich lässt. Interessante Unterhaltungslektüre mit einem Augenzwinkern und dem Hang zur Übertreibung. Empfehlenswert für alle Leser, die britischen Humor lieben und sich eine Auszeit mit einem filmreifen Projekt gönnen möchten.