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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2025

"Möge das Glück stets mit euch sein."

Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
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"Die Tribute von Panem" sind schon lange meine Lieblingsbücher, dementsprechend groß war meine Vorfreude auf das neue Buch. Als Kirsche auf der Sahnetorte wurde es als Vorgeschichte zu dem Charakter Haymitch ...

"Die Tribute von Panem" sind schon lange meine Lieblingsbücher, dementsprechend groß war meine Vorfreude auf das neue Buch. Als Kirsche auf der Sahnetorte wurde es als Vorgeschichte zu dem Charakter Haymitch angekündigt, der mich schon in den früheren Werken begeistert hat. Das konnte nur gut werden.
Ich war ab Seite 1 wieder voll drin. Es fühlte sich an, als würde man nach Hause kommen. Da ich auch die Filme liebe, hat mein Hirn zuverlässig passend die Filmmusik im Hintergrund gedudelt.

Die Atmosphäre bleibt von Anfang bis Ende düster und grausam. Es ist aus den früheren Werken ja bereits bekannt, dass Haymitch im Erwachsenenalter unter einer Alkoholabhängigkeit leidet, in diesem Buch erfahren wir auch warum und was er versucht im Alkohol zu ertränken. Der Ablauf, das Setting und die Gegebenheiten sind nicht neu, allerdings erreichen für mich die 50. Hungerspiele und die Handlung drumherum ein neues Level an Grausamkeit, das mir mehr als einmal die Tränen in die Augen getrieben hat. Untermalt wird das ganze von den zentralen Themen der stillschweigenden Unterwerfung und Propaganda als gezieltes Mittel der Falschinformation, was sich bereits durch die einleitenden Zitate von Orwell und Hume andeutet. Den Fokus im aktuellen Buch darauf zu lenken und die dezenten Parallelen zu 1984 haben mir extrem gut gefallen.

Das Buch ist für mich ein echtes Meisterwerk mit viel Tiefe, starken Emotionen und tollen Charakteren. Ein besonderer Dank noch an die Autorin für den Fanservice in Form von vielen bekannten Figuren und einem wundervollen Prolog.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Who is who?

Die Schwester des Serienkillers
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Nachdem mich "Die Frau des Serienkillers " sehr begeistert hat, dagegen aber "Die Tochter des Serienkillers" für mich deutlich nachgelassen hatte, war ich extrem gespannt auf den letzten Teil und wie dieser ...

Nachdem mich "Die Frau des Serienkillers " sehr begeistert hat, dagegen aber "Die Tochter des Serienkillers" für mich deutlich nachgelassen hatte, war ich extrem gespannt auf den letzten Teil und wie dieser ausfallen würde.
Dieses Mal begleiten wir Anna, die Schwester des beschuldigten Serienkillers, welche sich nach einer schweren Kindheit nun ein scheinbar glückliches Leben aufgebaut hat. Die Atmosphäre ist von Anfang an spannungsgeladen, man spürt die Bedrohung und den Zeitdruck. Im Gegensatz zu den vorherigen Büchern wird es bei den Tatortbeschreibungen blutiger. Ansonsten verläuft die Story gewohnt ruhig, ohne dadurch an Spannung zu verlieren. Im Gegenteil. Ich habe von der ersten Seite an mitgefiebert. Die Handlung wird hauptsächlich von der Protagonistin Anna getragen, aus deren Perspektive wir das Geschehen erleben. Es gibt vereinzelte Einschübe einer anderen Person, aber diese sind kurz und selten. Neben der Handlung in der Gegenwart gibt es auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit von Anna, wodurch immer mehr Licht ins Dunkel kommt.
Die stetige Zuspitzung mit Wendungen und Überraschungen und einem Ende, das ich so nicht habe kommen sehen, machen das Buch für mich definitiv zum besten Band der drei Teile.

Anmerkung: Jedes der Bücher enthält andere Figuren und Handlungsstränge, sodass man sie unabhängig voneinander lesen kann.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Gibt es das Serienkiller-Gen?

Die Tochter des Serienkillers
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Nachdem ich bereits "Die Frau des Serienkillers " extrem gut fand, war ich sehr gehypt für den zweiten Band. Dieses Mal begleiten wir Jane, die Tochter des Serienkillers, welche sich unter neuem Namen ...

Nachdem ich bereits "Die Frau des Serienkillers " extrem gut fand, war ich sehr gehypt für den zweiten Band. Dieses Mal begleiten wir Jane, die Tochter des Serienkillers, welche sich unter neuem Namen ein scheinbar glückliches Leben aufgebaut hat. Die Atmosphäre ist von Anfang an bedrückend und geheimnisvoll, es liegt ständig Spannung in der Luft. Wie auch Band 1 verläuft das Buch eher ruhiger, ohne große Gewalt und Action. Trotzdem habe ich von der ersten Seite an mitgefiebert.
Die Figuren tragen die Handlung, allen voran Jane aka Jenny, aber auch Marks Perspektive und die einer unbekannten Person lernen wir kennen. Mich hat oft die Kommunikation des Paares frustriert und mir phasenweise den Spaß am Lesen geraubt. Dafür hat die stetige Zuspitzung mich immer wieder zurückgeholt bis zu dem Plottwist am Ende. Dieser war wie in Band 1 etwas vorhersehbar, aber deswegen nicht weniger spannend.
Insgesamt wieder ein sehr guter Thriller, wenn auch nicht so stark wie "Die Frau des Serienkillers".

Anmerkung: Jedes der Bücher enthält andere Figuren und Handlungsstränge, sodass man sie unabhängig voneinander lesen kann.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

"Sterben auf einer Klassenfahrt nach Vlieland. Peinlicher geht es wirklich nicht."

Schnick, schnack, tot
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Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und hatte zuvor noch kein Werk der Autorin gelesen und bin positiv überrascht.
"Schnick, Schnack, tot" bietet definitiv das perfekte Setting für einen ...

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und hatte zuvor noch kein Werk der Autorin gelesen und bin positiv überrascht.
"Schnick, Schnack, tot" bietet definitiv das perfekte Setting für einen guten Thriller: eine Klassenfahrt auf eine abgeschottete Insel, ein Mord und mehr als genug Verdächtige.
Die Kapitel sind angenehm kurz und wirken fast wie ein Countdown bis zur Auflösung. Die Story wird aus vielen verschiedenen Perspektiven geschildert. Trotz der Menge an Figuren und der Kürze des Buches erhalten die Figuren ausreichend Tiefe und wirken nachvollziehbar. Manche "Rollen" sind vielleicht etwas klischeehaft.
Das Buch liest sich definitiv schnell weg und wird dabei nie langweilig. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Die Auflösung löste bei mir jetzt keine große Überraschung aus, aber das muss ja auch nicht. Für die jüngere Zielgruppe ein guter Thriller.

ABER: Triggerwarnung beachten.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Brandaktuell

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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Ich habe "Lichterloh" als Rezensionsexemplar erhalten und bin sehr froh darüber! Das Buch ist eine Jugendbuchdystopie, die aktueller wohl nicht sein könnte.
Aber zuerst zum Offensichtlichen: In der Gestaltung ...

Ich habe "Lichterloh" als Rezensionsexemplar erhalten und bin sehr froh darüber! Das Buch ist eine Jugendbuchdystopie, die aktueller wohl nicht sein könnte.
Aber zuerst zum Offensichtlichen: In der Gestaltung steckt viel Mühe und Liebe zum Detail. Statt des inzwischen schon sehr inflationären Farbschnitts hat dieses Buch eine Klappe, was ich eine schöne und praktische Abwechslung finde.
Die Story lebt von einem tollen Steampunk-Setting und einer leicht düsteren Atmosphäre sowie den tollen Charakteren. Cleo ist eine sympathische Protagonistin, die ich gerne in ihrer Entwicklung begleitet habe. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgestaltet und bekommen in Verlauf kontinuierlich mehr Tiefe.
Der Schreibstil und die kurzen Kapitel ließen mich durch das Buch fliegen, vor allem für die junge Zielgruppe sehr angenehm.
Insgesamt ein spannendes und unterhaltsames Buch mit viel Gesellschaftskritik und klaren Bezügen zur Realität, was zum Nachdenken anregt. Eine klare Leseempfehlung für alle Altersgruppen!

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