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jo_spark

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2022

magische Welt

A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia
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„A Psalm of Storms and Silence” knüpft nahtlos an die Geschehnisse des ersten Bandes an. Der Schreibstil ist wirklich angenehm, man kommt sehr gut durch die Story und anders als im ersten Teil hatte ich ...

„A Psalm of Storms and Silence” knüpft nahtlos an die Geschehnisse des ersten Bandes an. Der Schreibstil ist wirklich angenehm, man kommt sehr gut durch die Story und anders als im ersten Teil hatte ich das Gefühl, dass etwas mehr Spannung aufkommt und man sich besser in der Geschichte verlieren kann. Roseanne A. Brown gelingt es hier nach wie vor, eine wundervolle Welt mitsamt interessantem Magiesystem zu erschaffen.
Wie bereits im vorangegangenen Band, wird abwechselnd aus Sichten der beiden Protagonisten erzählt, sodass man einen guten Einblick in die jeweilige Gedanken- und Gefühlswelt bekommt und sich die Spannung an manchen Punkten etwas besser steigert. Karina und Malik sind sehr interessante Persönlichkeiten und die Beziehung zwischen den beiden hat Potential, aber für mich kam die Dynamik leider nur schwer bzw. zu selten rüber (dafür bleibt der dargestellte Zusammenhalt von Malik und seinen Geschwistern sehr schön).
Die bereits im ersten Teil sehr diverse Repräsentation wird im zweiten Band sogar noch „erweitert“ und gelingt meiner Meinung nach ausgesprochen gut. Das Einbeziehen psychischer Probleme hat mir sehr zugesagt und erschien sowohl nachvollziehbar als auch realistisch.
Zum Ende hin wurden mir die Konflikte etwas zu schnell gelöst und obwohl das (wohl zum Teil) Sinn des Ganzen war, gefällt mir die Offenheit einiger Sachen nicht so richtig, ich persönlich finde einen „richtigen“ Abschluss immer angenehmer.

Insgesamt hat mir der zweite Band mehr zugesagt und eine wundervolle Fantasywelt mitsamt interessanten Charakteren und schönem Magiesystem geboten.

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Veröffentlicht am 26.08.2022

too much

Rise and Fall (Faith-Reihe 1)
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Der Roman wird aus der Sicht beider Protagonisten erzählt und wirft einen direkt zu Beginn unmittelbar in die Geschehnisse. Der Schreibstil ist dabei flüssig, sodass man relativ gut durchkommt, stellenweise ...

Der Roman wird aus der Sicht beider Protagonisten erzählt und wirft einen direkt zu Beginn unmittelbar in die Geschehnisse. Der Schreibstil ist dabei flüssig, sodass man relativ gut durchkommt, stellenweise wirkt es aber etwas chaotisch.
Mir hat die Grundidee des Romans sehr gefallen, da eine eher seltene Thematik aufgegriffen wird und hier Repräsentation findet. Leider wurde ich im Verlauf der Story aber immer weniger abgeholt. Zwischendurch gibt es zwar stellen, die mich persönlich mitgenommen haben, aber irgendwann kommen immer neue, kurz abgehandelte Konflikte auf, die das Ganze wirr machen. Meiner Meinung nach hätten ein, zwei zentrale Konflikte (die dafür etwas ausführlicher und realistischer hätten behandelt werden können) vollkommen ausgereicht.
Das übertriebene Drama hat dafür gesorgt, dass ich etwas "abgestumpft" wurde und nicht mehr so richtig mit den Protagonisten mitfühlen konnte. Die Überladung mit Problemen lässt die Beziehungsentwicklung zu kurz kommen, es fehlt an emotionaler Entwicklung, die durch Kitsch kompensiert werden soll. Zwar gibt es Rückblicke und die Freundschaft zwischen Skylar und Carter ist eng dargestellt, aber die nächsten Schritte zu einer richtigen Paarbeziehung werden nicht so gut aufgezeigt, wodurch die Dynamik leider etwas verloren geht.
Über Skylar erfährt man relativ viel, aber bei Carter fehlt es an wirklicher Backstory und sein Handeln erscheint stellenweise eher unverständlich, sodass er mir fern geblieben ist. Ohne Spoiler: ein bestimmter Plottwist hat mich persönlich außerdem so extrem gestört, dass ich kurzzeitig überlegt habe, abzubrechen. Der Punkt erschien mir extrem unnötig und die Protagonisten haben meiner Meinung nach nicht realistisch auf das Ganze reagiert, was dazu geführt hat, dass ich mich immer weniger in die beiden hineinversetzten konnte.

Insgesamt eine schöne Idee, aber zu viel Kitsch und Drama.

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Veröffentlicht am 22.07.2022

starke Frauen

Die versteckte Apotheke
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Die Geschehnisse des Romans spielen sich auf zwei Zeitebenen ab und werden über drei Perspektiven erzählt, die sehr schön miteinander verwoben wurden. Caroline stößt im London unserer heutigen Zeit beim ...

Die Geschehnisse des Romans spielen sich auf zwei Zeitebenen ab und werden über drei Perspektiven erzählt, die sehr schön miteinander verwoben wurden. Caroline stößt im London unserer heutigen Zeit beim „Mudlarking“ auf eine Phiole, die sie dazu veranlasst, sich auf die Suche nach deren Ursprung und der damit zusammenhängenden Geschichte zu machen. Während sie nach und nach aufdeckt, was damals geschehen sein muss, erfährt man als Leser über die Perspektiven der Apothekerin Nella und des jungen Mädchen Eliza näher, was im England des 18. Jahrhundert in Verbindung mit dieser Phiole vorgefallen ist.
Alle drei Figuren wachsen einem dabei ans Herz und beweise auf ihre eigene Art und Weise unglaubliche Stärke, die sie zu super Protagonistinnen machen. Es ist wirklich interessant mitzuerleben, wie die Vergangenheit Einfluss auf Gegenwärtiges haben und dahingehend Charakterentwicklungen anstoßen kann.
Obwohl es zu Beginn etwas schwer war, in die Story reinzukommen und es stellenweise sehr vorhersehbar war, ist der Schreibstil angenehm zu lesen und man bleibt mit Spannung dran um zum Ende hin noch mit dem ein oder anderen Plottwist überrascht zu werden.

Sehr interessante Story über starke Frauen die Geschichte schreiben und aufdecken!


TW: Erinnerung an vergangene Fehlgeburt, Unfruchtbarkeit, Untreue, körperliche Auswirkungen von Vergiftungen & Blut, kurze Selbstmordgedanken, kurzes (sexuell) übergriffiges Verhalten gegenüber einer Minderjährigen

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Veröffentlicht am 20.07.2022

interessantes Revival

Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe
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Emiko Jean hat mit „Tokyo Ever After“ ein schönes japanisches Revival von „Plötzlich Prinzessin“ geschaffen. Ihr flüssiger Schreibstil und die angenehme Kapitellänge sorgen dafür, dass man gut durch die ...

Emiko Jean hat mit „Tokyo Ever After“ ein schönes japanisches Revival von „Plötzlich Prinzessin“ geschaffen. Ihr flüssiger Schreibstil und die angenehme Kapitellänge sorgen dafür, dass man gut durch die Story kommt und sich in das Leben und die Welt der Charaktere reinfühlen kann.
Die Lebensfreunde und Impulsivität, die die Protagonistin Imiko bereits auf den ersten Seiten versprüht, macht sie wirklich liebenswürdig und auch wenn ich sagen muss, dass ich ihr Handeln nicht in allen Belangen verstehen konnte, habe ich auf jeden Fall sehr mit ihr mitfühlen können. Ihr Leben wird Schlag auf Schlag auf den Kopf gestellt und sie muss sich nicht nur mit dem Gedanken anfreunden, dass sie plötzlich einen Vater hat, den sie kennenlernen kann, sondern muss sich auch noch in einem fremden Land zurecht finden – und das als Prinzessin, die im Fokus unzähliger Augen steht. Die japanischen Kultur und die Frage nach der Zugehörigkeit und dem wahren Zuhause wurden in diesem Zusammenhang sehr schön dargestellt. Man konnte Imikos Hadern und ihre Schwierigkeiten, sich in der Welt zurecht zu finden, sehr gut nachvollziehen und den Zwist in ihrem Inneren richtig spüren.
Die Beziehung zwischen Imiko und ihrem Bodyguard Akio wirkte für mich dafür leider etwas „gezwungen“. Das Potential war da, aber mir erschien die Entwicklung zu abrupt. Obwohl kaum Zeit aufgezeigt wird, in der die beiden wirklich miteinander agieren, mögen sie sich plötzlich, wodurch die Dynamik für mich einfach zu sehr verloren gegangen ist.
Storymäßig gibt es keine großen Überraschungen, vieles ist recht vorhersehbar, was bei Büchern dieser Art aber nicht unbedingt schlimm ist.

Sehr unterhaltsamer Roman mit einer diverseren Repräsentation als üblich.

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Veröffentlicht am 03.07.2022

Sommerroman

Kein Sommer ohne dich
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„Kein Sommer ohne dich“ ist der dritte Roman, den ich von Emily Henry gelesen habe und ich muss sagen, dass sie mich jedes Mal aufs Neue mit ihrer Art zu erzählen überzeugt.
Die Geschehnisse werden aus ...

„Kein Sommer ohne dich“ ist der dritte Roman, den ich von Emily Henry gelesen habe und ich muss sagen, dass sie mich jedes Mal aufs Neue mit ihrer Art zu erzählen überzeugt.
Die Geschehnisse werden aus der Sicht der Protagonistin Poppy erzählt und lassen einen guten Einblick in deren Gefühlswelt zu. Sie wächst einem im Verlauf des Romans sehr ans Herz, genauso wie ihr bester Freund Alex, mit dem sie (bis zu einem Zwischenfall) jeden Sommer gemeinsam Urlaub gemacht hat. Über kurze gedankliche Rückblicke und Kapitel der vergangenen Sommer kann man die Beziehungsentwicklung zwischen den Protagonisten sehr gut wahrnehmen. Die beiden sind – jeder auf eigene Art und Weise – sympathisch und obwohl sie scheinbare Gegensätze verkörpern, kann man die Dynamik wirklich spüren und die Anziehungskraft gut nachvollziehen.
Ungeachtet der Tatsache, dass die Rückblicke ein gutes und realistisches Bild der Entwicklung aufzeigen, war ich durch die Zeitsprünge manchmal kurz verwirrt und für mich kam leicht das Gefühl auf, dass in der Gegenwart nicht wirklich viel passiert, bevor das Ende dann etwas überstürzt eintrifft.

Auch wenn mir persönlich „Beach Read“ und „Book Lovers“ besser gefallen haben, hat Emily Henry mit „Kein Sommer ohne dich“ einen schönen Roman für entspannte Sommerstunden geschaffen, der einen mit einem warmen Gefühl zurücklässt.

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