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Veröffentlicht am 14.12.2021

Wer gibt hier wem eine zweite Chance?

Sweet On Me
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Helena Hunting – Sweet on Me (Second Chances 3)


Wer gibt hier wem eine zweite Chance?


Meine Meinung / Bewertung:
Der Klappentext hörte sich absolut vielversprechend an. Und im Endeffekt hält das Buch ...

Helena Hunting – Sweet on Me (Second Chances 3)


Wer gibt hier wem eine zweite Chance?


Meine Meinung / Bewertung:
Der Klappentext hörte sich absolut vielversprechend an. Und im Endeffekt hält das Buch auch was es verspricht.
Dennoch habe ich mich anfangs ein wenig schwergetan. Es hat seine Zeit gebraucht bis ich mich daran gewöhnt hatte, dass die Geschichte jeweils aus der Ich-Perspektive und zudem im Präsens geschrieben ist.
Mein größeres Problem war die Protagonistin Blaire. Ich habe ihr Verhalten an vielen Stellen einfach nicht nachvollziehen können und fand es an einigen Stellen übertrieben.
Allein schon aufgrund ihres Verhaltens dem männlichen Protagonisten Ronan gegenüber, war ich von Anfang an auf Ronans Seite. Generell ist es Ronans Charaktergestaltung zu verdanken, dass ich mich mit dem Buch versöhnt habe. Er war mir sympathisch und – was noch wichtiger ist – authentisch.
Irgendwann habe ich auch Blaire akzeptieren können – insbesondere nachdem ich mehr über sie erfahren habe. Aber dennoch... Ronan bleibt mein Liebling.
Die Storyline an sich hat mir gefallen und enthielt viel Potenzial. Gegen Ende hatte mich das Buch auch in seinen Bann gezogen.


Mein Fazit:
Je länger ich gelesen habe, umso besser hat mir das Buch gefallen. Leider kann ich den holprigen Beginn nicht vergessen. Ich habe lange zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, doch letztlich habe ich mich entschieden für:


Sterne: 3 von 5!


Viel Spaß beim Lesen!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2021

Starke Protagonisten, die sich selber suchen und sich dabei ein wenig verlieren

Glass Castle Prince
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Nicole Williams – Glass Castle Prince


Starke Protagonisten, die sich selber suchen und sich dabei ein wenig verlieren


Meine Meinung / Bewertung:
Das Buch fängt sehr stark an. Ich war sofort in der ...

Nicole Williams – Glass Castle Prince


Starke Protagonisten, die sich selber suchen und sich dabei ein wenig verlieren


Meine Meinung / Bewertung:
Das Buch fängt sehr stark an. Ich war sofort in der Geschichte drin und vom ersten Moment an begeistert von Charlotte und ihrer Authentizität. Sie ist eine junge Frau, die nicht weiß, ob der (auf Drängen) der Eltern eingeschlagene Weg der richtige für sie ist. Sie ist jedoch stark genug für sich selbst einzustehen und sich entgegen des Willens der Eltern eine Auszeit zu nehmen – als Housesitterin in der Sommerresidenz der Königsfamilie von Norland.
Das Anwesen sollte eigentlich verlassen sein und den perfekten Ruheort für Charlotte darstellen, um sich über ihre Zukunft Gedanken zu machen. Doch völlig unerwartet taucht Prinz Edward mit dreien seiner Freunden auf und stellt Charlottes Ruhe so ziemlich auf den Kopf. Die erste Begegnung von Charlotte und Edward hat es in sich. Ich fand’s super! Charlotte und Edward liefern sich so einige Wortgefechte, in denen sie dem anderen gegenüber recht schnell mehr über sich offenbaren, als sie ansonsten zu erzählen bereit sind. Schnell zeigt sich, dass es einerlei ist, ob man der Sohn des Königs oder die Tochter des früheren königlichen Gärtners ist – Eltern haben Erwartungen an ihre Kinder, die sich so in ihren Freiheiten eingeschränkt fühlen.
Wäre die Geschichte auf diesem Pfad – mit dieser Tiefe der anfänglichen Gespräche – geblieben, wäre das Buch ein absoluter 5-Sterne-Kandidat für mich gewesen. Leider war dem nicht so und der Schwerpunkt verlagerte sich auf das Zwischenmenschliche, inklusive einer (für mich unauthentischen) Schwärmerei. Zum Schluss wurde das Tempo derart angezogen, dass für mich die Gefühle auf der Strecke blieben und es sich für mich unvollständig anfühlte.
In Bezug auf den Schreibstil möchte ich noch hervorheben, dass die Geschichte ausschließlich aus Charlottes Sicht erzählt wird. Dadurch habe ich mich ihr sehr verbunden gefühlt.

Mein Fazit:
Die Geschichte fing sehr stark an, verlor dann jedoch an Tiefe und endete für mich etwas zu vorhersehbar.
Dennoch ein Lesegenuss.


Sterne: 4 von 5!


Viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 27.11.2021

Absolut unterhaltsam!

Mister Mayfair
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Louise Bay – Mister Mayfair (The Mister 1)

Absolut unterhaltsam!

Meine Meinung / Bewertung:
Stella lebt in einer Stadt, in der sie nicht leben wollte, sie hat einen Job, in dem sie nicht glücklich ist, ...

Louise Bay – Mister Mayfair (The Mister 1)

Absolut unterhaltsam!

Meine Meinung / Bewertung:
Stella lebt in einer Stadt, in der sie nicht leben wollte, sie hat einen Job, in dem sie nicht glücklich ist, und sie wohnt in einer Wohnung, deren Einrichtung ihr absolut nicht zusagt – alles für ihren Freund, der jetzt ihr Ex-Freund ist und ihre ehemals beste Freundin heiratet. Der Hochzeitseinladung folgen und an den Feierlichkeiten teilnehmen? Kommt gar nicht in Frage!
Man fühlt richtig mit Stella mit. Sie scheint an einem Tiefpunkt in ihrem Leben angekommen zu sein. Das Ganze wird nur noch getoppt von dem fremden Breck, der ihr einen Deal vorschlägt: er begleitet sie zu der Hochzeit – an der sie nicht teilnehmen will – und bezahlt sie dafür.
Dadurch, dass die Geschichte aus Stellas und Becks Sicht erzählt wird, erfährt man von Anfang an etwas über die Hintergründe von Becks Plan und man kann ihn besser verstehen als Stella das tut. Besonders gut gefallen hat mir, wie Stella ihre eigene Stimme (wieder)findet und mehr als Gegenleistung fordert, als Beck vorschwebte.
Die beiden haben von Anfang an ein Gespür füreinander. Obwohl sie beide dem jeweils anderem nicht die volle Geschichte erzählen, spielen sie sich als Paar sehr gut ein. Dabei bleiben sie sich selber treu – etwas, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Denn beide Protagonisten haben Charakter und verlieren diesen auch nicht.

Mein Fazit:
Ich hatte meine wahre Freude mit den beiden und war von Anfang bis Ende begeistert.

Sterne: 5 von 5!

Viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Wenn die Liebe Mauern aus Stein und Zeit durchbricht. - Fesselnde Story inmitten der Seelen New Orleans

The Love That Lies Within
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Mia Sheridan – The Love That Lies Within


Wenn die Liebe Mauern aus Stein und Zeit durchbricht.
- Fesselnde Story inmitten der Seelen New Orleans

Meine Meinung / Bewertung:
Ich gebe es gerne zu: einem ...

Mia Sheridan – The Love That Lies Within


Wenn die Liebe Mauern aus Stein und Zeit durchbricht.
- Fesselnde Story inmitten der Seelen New Orleans

Meine Meinung / Bewertung:
Ich gebe es gerne zu: einem hübschen Cover kann ich einfach nicht widerstehen! Und das Cover von „The Love That Lies Within“ hat mich derart angezogen, wie schon lange kein anderes mehr. Es verspricht eine Geschichte in der Dunkelheit, in der jedoch auch viel Leben blüht.
Und das passt super zum Inhalt. Denn Jonah ist durch ein schreckliches Ereignis vor ein paar Jahren entstellt und verbirgt sich und sein vernarbtes Gesicht auf dem Familienanwesen. Dieses Anwesen steht jedoch im Mittelpunkt einiger lokaler Geschichten über ruhelose Seelen in New Orleans. Auch Clara, die kürzlich eine Anstellung am örtlichen Ballett erhalten hat und daraufhin hergezogen ist, hört die Geschichte vom Anwesen und dessen früheren Bewohnern, sowie davon, dass die das Anwesen umgebenen Mauer angeblich Wünsche erfüllen soll.
Ich würde sagen, man sollte offen für die Geschichte sein und sich auf die Story rund um ruhelose Seelen einlassen. Wer dies nicht kann und mit Weissagungen, Flüchen und dergleichen nichts anzufangen weiß, dem wird das Buch vielleicht nicht unbedingt zusagen. Doch ich würde sagen: probiert es aus. Diese Komponente zieht sich zwar durch das komplette Buch, aber immer nur in kleinen Posen.
Im Mittelpunkt stehen Jonah und Clara, die aus verschiedenen Gründen gerade erst damit beginnen sich ihr eigenes Leben (wieder) aufzubauen und deren Wege sich dabei unvermittelt kreuzen.
Während mir Clara oftmals sehr naiv vorkam, überwiegte bei Jonah dessen Sturköpfigkeit und falscher Stolz. Mir ist es nicht durchgängig gelungen mich in beide hineinzuversetzen und zu verstehen, warum sie in dem Moment auf diese oder andere Art handeln.
Auch gab es ein paar Verhaltensmuster, die mir zu unkritisch akzeptiert wurden. Gleiches gilt für eine riesige Enthüllung, die Jonahs Leben auf den Kopf stellt, aber scheinbar einfach so hingenommen wird. Damit will ich sagen, dass manchen Dingen mehr Raum in der Geschichte hätte eingeräumt werden sollen.
Besonders erwähnenswert ist jedoch meiner Meinung nach der Schreibstil, der mir durch seine besondere Wortwahl aufgefallen ist. Es schien mir, als würde man sich gewählter ausdrücken und größtenteils auf Begrifflichkeiten aus der Umgangssprache verzichten. Es passte irgendwie zum Buch und der Geschichte – insbesondere aufgrund der vereinzelten Kapitel, die einen in die Vergangenheit zu Zeiten des Amerikanischen Bürgerkrieges entführten.
Im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg und New Orleans sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es sich bei dem oben aufgeführten Familienanwesen um eine Zuckerrohrplantage handelt, auf der Sklaven gearbeitet haben. Diese Vergangenheit ist ebenfalls ein sehr präsenter Bestandteil der Geschichte.
Leider habe ich bis zum Schluss keine Verbindung zum Titel „The Love That Lies Within“, der im deutschsprachigen Raum anstelle des Originaltitels „The Wish Collector“ verwendet wird, aufbauen können. Was schade, aber nicht tragisch ist.


Mein Fazit:
Es fing zauberhaft mit dem Cover an, ging geheimnisvoll in der Geschichte weiter und verlor sich dann ein bisschen – begleitet von einer gewissen Schwere ernsthafter Themen.
Trotz allem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen, weshalb ich letztlich zu folgender Bewertung komme:


Sterne: 4 von 5!


Viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Absolut herzberührende Geschichte über Familie, Freundschaft und Liebe in all ihren Facetten – Wenn wir reden, offenbaren wir unsere Gefühle. Also reden wir nicht mehr. –

We don’t talk anymore
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Julie Johnson – We don’t talk anymore (Anymore Duet 1)


Absolut herzberührende Geschichte über Familie, Freundschaft und Liebe in all ihren Facetten
– Wenn wir reden, offenbaren wir unsere Gefühle. Also ...

Julie Johnson – We don’t talk anymore (Anymore Duet 1)


Absolut herzberührende Geschichte über Familie, Freundschaft und Liebe in all ihren Facetten
– Wenn wir reden, offenbaren wir unsere Gefühle. Also reden wir nicht mehr. –


Meine Meinung / Bewertung:
Die Autorin Julie Johnson hat mich bereits mit ihrer „Forbidden Royals“-Trilogie überzeugen können. Ich ahnte daher, dass ihre Geschichte noch etwas düsterer wird, als es der Klappentext vermuten ließ. Und genauso kam es.
Das Grundgerüst ist eine eher wenig neuartige Storyline: eine Highschool, auf die die Kinder der Reichsten des Landes gehen, ein Mädchen, dem ihre Eltern alles geben (können) außer Familienzeit und der Sohn der Hausangestellten, der Star des Baseballteams, dessen Teamkameraden nichts von seinem weniger finanzstarken Hintergrund wissen.
Für Josephine und Archer war es nie von Bedeutung, dass ihre Familien in verschiedenen Gesellschaftsschichten spielen. Sie waren einfach nur zwei gleichaltrige Kinder, die viel Zeit miteinander verbrachten und viel Spaß miteinander hatten.
Bis Archer kurz vor ihrem Highschoolabschluss begann sich von Josephine abzuwenden. Sie verbrachten weniger Zeit miteinander und sprachen weniger miteinander – daher der Titel „We don’t talk anymore“. Als Leser erfährt man eher als Josephine, warum Archer ihr plötzlich die kalte Schulter zeigt. Auf eine gewisse Weise macht sein Handeln Sinn – für einen siebzehnjährigen Highschoolschüler. Und doch hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und ihn angeschrien, dass das nicht der richtige Weg ist und letztlich viel mehr Schaden anrichtet.
Denn Josephine, die eh schon introvertiert ist und eigentlich nur Archer und dessen Eltern vertraut, nimmt mit jeder Zurückweisung mehr Schaden. Sie ist unsicher, weshalb sie Archers Zurückziehen akzeptiert. Sie ist aber auch clever, weshalb ihr Verstand in der um sie herum größer werdenden Stille versucht die Puzzleteile von Archers verändertem Verhalten zusammenzusetzen. Doch letztlich fehlt ihr mindestens ein Teil, das nur Archer ihr geben kann. Man leidet förmlich mit ihr mit und bekommt einen sehr guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt.
Dies liegt insbesondere an dem einzigartigen Schreibstil der Autorin. Die Kapitel wechseln zwischen der Sicht der beiden Protagonisten. Auch durchbricht Julie Johnson manchmal die gläserne Wand, indem sie die Protagonisten mich als Leserin vereinzelt direkt ansprechen lässt.
Die Hintergrundgeschichte mit all dem fast schon normalen Highschooldrama hätte ich nicht unbedingt gebraucht. Hier hätte ich gerne etwas überzeugenderes bzw. abwechslungsreicheres gelesen – aber letztlich kommt es darauf nicht an.
Denn im Vordergrund steht die Freundschaft von Josephine und Archer, die verschiedenste (Tal- und Berg-)Etappen durchmacht. Doch nicht nur das. Es geht auch um die Liebe in der Familie und dass man elterliche Liebe zwar von den eigenen biologischen Eltern erwarten kann, sie aber nicht immer bekommt. Auch geht es um das Erwachsenwerden, eine Phase, in der man versucht zu sich selber zu finden, ein Verantwortungsgefühl der Familie gegenüber entwickelt und sich auch die Beziehung zu den eigenen Eltern verändert. Darüber hinaus geht es darum, dass Geld nicht unbedingt glücklich macht.
Das Buch enthält derart viele Botschaften, dass mich einige emotionale Szenen und Gespräche erwarteten, die mich emotional berührt haben.
(Und die mich über das Highschooldrama hinwegsehen lassen.)


Mein Fazit:
Ein absolut lesenswertes Buch mit einigen stillen Momenten, die voller Gefühl sind.
Ich war so in die Geschichte eingetaucht, dass ich am Ende entrüstet aufgeschrien habe – denn ich hatte vergessen, dass es sich um Band eins eines Duets handelt, worauf mich das offene Ende hinwies.


Sterne: 5 von 5!


Viel Spaß beim Lesen!

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