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Veröffentlicht am 20.04.2026

Zu cosy

The House Witch 1
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In welche Richtung dieses Buch läuft erkennt man eigentlich schon perfekt an seinem Äußeren. Es ist kuschelig, friedlich, zauberhaft- eigentlich ganz die Definition von cosy. Und bis jetzt dachte ich eigentlich ...

In welche Richtung dieses Buch läuft erkennt man eigentlich schon perfekt an seinem Äußeren. Es ist kuschelig, friedlich, zauberhaft- eigentlich ganz die Definition von cosy. Und bis jetzt dachte ich eigentlich auch, dass ich diesen Stil mag, mich gerne darin fallen lasse und mich nichts enttäuschen könnte. Doch Emilie Nikota hat mich eines besseren belehrt.

Fin Ashowan taucht eines Tages am Königshof auf und tritt seinen Posten als königlicher Koch an. Auch wenn er mit seinem verschlossenen, grummeligen Wesen viele vor den Kopf stößt, krempelt er diese Küche (und den restlichen Hof) ziemlich schnell um. Schnell macht er sich einige neue Freunde und versucht dabei sein größtes Geheimnis zu bewahren, er ist eine Haushexe!

Okay, es könnte wirklich alles ganz großartig sein: Finn beim Kochen zu erleben und seine Zauberkunst zu entdecken, macht wirklich unheimlich viel Spaß. Auch ihn dabei zu begleiten, wie er nach und nach Freundschaften schließt und still und leise die Königsfamilie um den kleinen Finger wickelt, ist auch toll.

Aber mir fehlt einfach der Ausgleich bei so viel Zuckerguss. Die Spannung und Dramatik geht dem Buch irgendwie vollkommen ab. Ich meine, dieses Königreich steht angeblich kurz vor einem Krieg, die Königin durchlebt eine schwieirge Schwangerschaft und es werden verschiedene Intrigen am Hof gesponnen. Und doch fühle ich es einfach nicht. Scheinbar ist es allen Figuren vollkommen egal!

Und dann diese Namen! Für meinen Geschmack passen Namen wie Finlay und Howard einfach nicht in ein mittelalterliches Setting. Zumal ich irgendwann auch Schwieirgkeiten hatte, die Namen der verschiedenen Ritter auseinander zu halten- die klingen einfach zu ähnlich!

Und auch die Emotionen kommen nicht richtig rüber (wenn es nicht gerade um Freundschaft geht). Als Lovestory würde ich es wirklich nicht bezeichnen wollen, einfach weil man die Liebe nicht spüren kann.

Wirklich enttäuschend war jedoch das Ende. Als hätte sich die Autorin einfach keine Mühe gegeben, zu verschleiern, dass es eine Reihe mit so einigen Fortsetzungen ist. Kein Faden ist so richtig zuende gesponnen, vieles wird offen gelassen.

Insgesamt sind das 600 Seiten, die einem mit etwas schalem Beigeschmack zurücklassen. Nichts, das mich auf eine Fortsetzung fiebern lassen würde.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Enttäuschung großgeschrieben

Witch of the Wolves - Halbmond Erbe
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Wölfe gegen Hexen in einer männerzentrierten Welt mit viktorianischem Setting und eine starke Frauenfigur, die in die Auserinandersetzung zwischen beiden hineingezogen wird. Das klingt spannend? Könnte ...

Wölfe gegen Hexen in einer männerzentrierten Welt mit viktorianischem Setting und eine starke Frauenfigur, die in die Auserinandersetzung zwischen beiden hineingezogen wird. Das klingt spannend? Könnte es wirklich sein. Leider verschenkt die Geschichte sämtliches Potential schon nach wenigen Kapiteln.

Cordelia führt gemeinsam mit ihrer Tante ein unabhängiges Leben, gleichzeitig hat sie aber immer das Gefühl auf der Flucht zu sein. Bis eines Tages fremde Männer ihr Haus überfallen und sie entführen. Ihr Vater hat sie zu sich ins Rudel geholt, um für eine starke Nachkommenaschaft zu sorgen. Und der geheimnisvolle Bishop verspricht ihr Hilfe, wenn sie seine Pläne unterstützt.

Spätestens ab diesem Punkt kann man sich eigentlich schon denken, wie es weitergeht. Und leider schafft es die Autorin nicht, mich noch in irgendeiner Weise zu überraschen oder meine (geringen) Ewartungen zu erfüllen.

Statt aus Cordelia eine starke Frau zu machen, die sich aus eigener Kraft aus ihrer Notlage befreit oder die Lügen und Finten auch nur ansatzweise zu durchschauen, hängt ab einem gewissen Punkt alles nur noch an Bishop und seinen Verbündeten.

Dieser Plot hätte so viel Potential gehabt, hätte der Fokus nicht ab der Hälfte des Buches nur noch auf der (Liebes-)Beziehung und dem Gerangel zwischen den Laken (oder auch außerhalb der Laken) gelegen hätte.

Mir war schon klar, dass mich hier keine sonderlich anspruchsvolle Lektüre erwartet, aber ein bisschen mehr Inhalt als nur Knick-Knack wäre schon toll gewesen.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Irreführend

Ruf der Leere
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Es gibt sie leider immer wieder, diese Bücher, deren Klappentext einerseits kaum zum Buch passt und andererseits zu viel verrät und damit Erwartungen weckt, die das Buch nicht halten kann.

Wir begleiten ...

Es gibt sie leider immer wieder, diese Bücher, deren Klappentext einerseits kaum zum Buch passt und andererseits zu viel verrät und damit Erwartungen weckt, die das Buch nicht halten kann.

Wir begleiten Felix und einen weiten Kreis an Freunden und Bekanntschaften auf die einsame Hütte seines Vaters. Vorderegrtündig soll die Rückkehr seines besten Freundes gefeiert werden, unterschwellig geht es aber auch um die Aufarbeitung alter Wunden und Streitereien. Bis ein Überraschungsgast die Party aufmischt.

Es klingt wie ein Thriller, ist aber mehr eine Sozialstudie in Rückblenden. Dabei ist mir keine der Figuren in irgendeiner Weise sympathisch, am wenigsten jedoch Hauptfigur Felix. Man könnte natürlich der kaputten Familie die Schuld geben, die nur vom Geld zusammengehalten wird. Aber eigentlich geht diese Antipathie weit darüber hinaus.

Dieser Figur durch ihre Überlegungen hindurch zu folgen, hätte mir ja schon gereicht. Die übertrieben bemühte Wendung hätte der Roman eigentlich wirklich nicht gebraucht.

Diese, genauso wie das Ende, haben mir das Buch ein wenig versaut.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Fesselndes Academy-Setting

The Ordeals
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Mit Academy konnte ich bisher ehrlicherweise nicht viel anfangen. Irgendwie schien mir das nie genug Spannung, Fantasie und Weltenbau bieten zu können. Wie sollte man bei einem so starren Thema etwas neu ...

Mit Academy konnte ich bisher ehrlicherweise nicht viel anfangen. Irgendwie schien mir das nie genug Spannung, Fantasie und Weltenbau bieten zu können. Wie sollte man bei einem so starren Thema etwas neu erfinden oder hinzufügen können? Rachel Greenlawe hat es geschafft, mich zu verlocken und zu ihrem Buch zu greifen- und ich habe es nicht bereut!

Sophia ist dank eines magischen Vertrags an ihren Onkel gebunden und dazu gezwungen, gefährliche Aufträge für ihn zzu erledigen. Ihr einziger Ausweg scheint es zu sein, sich an der Kilmarth-Hochschule zu bewerben, denn innerhalb ihrer Mauern wird alle Magie außer Kraft gesetzt. Doch dazu muss sie die Ordeals, die Aufnahmeprüfung bestehen, und diese scheint lebensgefährlich zu sein!

Der Weltenbau ist gut ausgearbeitet, es gibt drei mehr oder weniger verfeindete Gebiete, ein Magiesystem ebenso wie den Glauben an die alten Götter, der damit konkurriert. Wie in jeder guten Historic Fantasy gibt es Altes Blut, das snobistisch auf alle anderen herabschaut. Neben Magiern werden wir im Laufe des Buches von anderen Fabelwesen überrascht.

"The Ordeals" bringt also einiges mit, das von Anfang an für sich spricht. Daneben haben wir natürlich noch eine kluge weibliche Hauptfigur, die dank ihres Mutes und der Gefahren, denen sie sich stellen muss, über sich hinauswächst und einen männlichen Love interest, der durch seine Offenheit und Zurückhaltung überrascht.

Hätte es die Liebesgeschichte für meinen Geschmack gebraucht? Nein, das Buch hätte auch ohne sehr gut funktioniert. Bin ich böse drum? Auch nicht, denn sie fügt sich ganz gut in die Geschichte ein, ohne sie zu überschatten.

Insgesamt ist dieses Buch also ein gelungener Reihenauftakt, der mich so sehr von sich überzeugen konnte, dass ich mich schon auf die Fortsetzung freue!

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Zeit ändert alles

Das Buch der verlorenen Stunden
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Hayley Gelfuso hat eine interessante Idee aufgegriffen und daraus ein bewegendes, spannendes Buch geschrieben. Wer kontrolliert die Zeit und was passiert, wenn einzelne Menschen die Kontrolle über das ...

Hayley Gelfuso hat eine interessante Idee aufgegriffen und daraus ein bewegendes, spannendes Buch geschrieben. Wer kontrolliert die Zeit und was passiert, wenn einzelne Menschen die Kontrolle über das Gedächtnis der Menschheit besitzen.

Lisavet lebt mit ihrem Bruder und Vater im Deutschland der 1930er Jahre. In der Kristallnacht bringt ihr Vater sie in eine geheime Bibliothek zwischen den Falten der Zeit mit dem Versprechen, ihr zu folgen. Doch er kommt nie nach. Gefangen in dieser Zwischenwelt beobachtet sie insgeheim andere Menschen dabei, wie sie die in den Büchern gespeicherten Erinnerungen studieren und teilweise auch verändern. Bis sie eines Tages Ernest begegnet und zum ersten Mal wieder Nähe zulässt.

Ich finde es unheimlich gelungen, wie die Autorin mit der Wahrnehmung des Lesenden spielt. Ähnlich wie die Zeit sich ständig im Wandel befindet und teilweise Haken schlägt, verändern sich auch die Figuren im Laufe der Geschichte und wechseln teilweise gekonnt die Seiten. Wer ist gut, wer ist böse? Wer ist im Recht, wer im Unrecht?

Natürlich hat sie neben einer sehr ambivalenten Hauptfigur auch einen charismatischen Gegenspieler erschaffen, der im Widerspiel mit Lisavet das Buch sehr gut trägt.

Zum Schluss entscheiden die teilweise etwas ungelenk gelungenen Antworten auf die verschiedenen Fragen des Romans darüber, dass aus einem großartigen Roman nur ein ziemlich guter wird.

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