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Veröffentlicht am 03.03.2019

Erstaunlich anders

Ein wirklich erstaunliches Ding
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Von diesem Buch hatte ich mir etwas vollkommen anderes erwartet und es entspricht ziemlich genau seinem Titel: Ein wirklich erstaunliches Ding ist es mit Sicherheit.
April May ist eine der ersten, die ...

Von diesem Buch hatte ich mir etwas vollkommen anderes erwartet und es entspricht ziemlich genau seinem Titel: Ein wirklich erstaunliches Ding ist es mit Sicherheit.
April May ist eine der ersten, die eine der 64 überlebensgroßen, roboterähnlichen Figuren entdeckt, die plötzlich an verschiedenen Orten über den gesamten Globus verteilt auftauchen. Aus Spaß veröffentlicht sie ein kleines Video, das sie im "Interview" mit Carl (den Namen hat sie der Figur gegeben) zeigt, und wird über Nacht zur gefragten Expertin.
.
Was für mich nach einem klassischen Out of Space-SciFi-Abenteuer klingt, legt den Fokus aber auf einen völlig anderen Schwerpunkt. Nicht Carl sondern April ist der wortwörtliche Star der Geschichte. Hank Green zeigt an ihrem Beispiel, wie sich eine Social Media-Karriere verselbstständigen kann und wie sich die Menschen dadurch verändern können. Für mich las sich die Geschichte ziemlich beängstigend, wenn auch auf eine andere Weise, als ich dachte. April May ist nicht als Sympathieträgerin angelegt, sie kann sich ja selbst manchmal nicht leiden, aber trotzdem hat sie mich mit ihren unüberlegten Entscheidungen und Äußerungen des Öfteren einfach nur genervt. Die Message hinter der Geschichte ist bei mir angekommen,aber sie hätte gerne ein wenig gefälliger verpackt sein dürfen.

Veröffentlicht am 03.03.2019

Einfühlsam und tiefgründig

Fünf Tage im Mai
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Elisabeth R. Hager erzählt die Geschichte der jungen Illy, die in einem kleinen Ort in Österreich aufwächst, und ihrer besonderen Beziehung zu ihrem Uropas Tat'ka. Dabei beschränkt sie sich auf fünf Tage ...

Elisabeth R. Hager erzählt die Geschichte der jungen Illy, die in einem kleinen Ort in Österreich aufwächst, und ihrer besonderen Beziehung zu ihrem Uropas Tat'ka. Dabei beschränkt sie sich auf fünf Tage im Leben der beiden, teilweise Jahre auseinander liegend, an denen für Illy lebensverändernde Dinge geschehen.

Das Buch zeigt auf ruhige, aber nichts desto weniger eindrückliche Art, wie manche Menschen, die uns lange Zeit begleiten, uns beeinflussen und unser Leben prägen. Gleichzeitig wird einem aber auch klar, dass das Leben keine vorausgeplante Sache ist und sich innerhalb von wenigen Augenblicken, nur aufgrund einzelner Entscheidungen, grundlegend ändern kann. Und dass diese Wendungen nicht immer schlimm sein müssen, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht so scheint.

Für meinen Geschmack steckt in diesem doch recht dünnen Büchlein unheimlich viel Lebenserfahrung und Weisheit, mit viel Gefühl erzählt.

Veröffentlicht am 03.03.2019

Hinter der Maske

Stella
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Dass dieses Buch so polarisiert, hätte ich im Vorfeld nicht gedacht. Ja, Takis Würger hat sich für seinen zweiten Roman ein wirklich schwieriges Thema ausgesucht, dem man sich mit Fingerspitzengefühl nähern ...

Dass dieses Buch so polarisiert, hätte ich im Vorfeld nicht gedacht. Ja, Takis Würger hat sich für seinen zweiten Roman ein wirklich schwieriges Thema ausgesucht, dem man sich mit Fingerspitzengefühl nähern muss.

Dieses Buch zeigt eine (fiktiv abgeänderte) Momentaufnahme aus dem Leben einer jungen Berlinerin im Jahr 1942 und wird aus Sicht des jungen Schweizers Friedrich erzählt. Er trifft bei einem Besuch in Berlin auf die lebenslustige Deutsche Kristin, die sich von den Repressalien des Regimes nicht einschüchtern lässt und in Bars ihre Leidenschaft für Jazz, Zigaretten und Alkohol auslebt. Schnell verliebt er sich in sie und lässt sich von ihr in ihre (verbotene) Welt hineinziehen. Aus Liebe hält er auch weiter zu ihr, als sie ihm gesteht, dass sie eigentlich Jüdin ist, Stella heißt und von den Nazis vor eine unmögliche Wahl gestellt wird.

Stella Goldschlag, die (reale) Hauptfigur dieses Buches, steht stellvertretend für jüdische Einzelschicksale, die zu Zeiten des Naziregimes in Deutschland von der Gestapo dazu gezwungen wurden, versteckte Juden aufzustöbern und auszuliefern.

Mich zumindest hat das Buch sehr nachdenklich gestimmt. Wie weit würdest du selbst gehen, um deine Liebsten vor dem Tod zu schützen? Und können wir heute eine solche Entscheidung vor dem Hintergrund dieser 40er Jahre überhaupt realistisch bewerten? Können wir einschätzen, in welcher permanenten Angst die Menschen damals gelebt haben müssen?
Und was würde ich tun wenn meine große Liebe in Stella's Situation stecken würde? Könnte ich zu ihr halten oder würde ich sie verurteilen? Wie würde das unsere Liebe verändern? Ich zumindest kann und will diese Fragen nicht beantworten.

Allerdings zeigt dieses Buch nicht die ganze Person, die Stella ausmacht. Wenn man ein wenig recherchiert, eröffnet sich einem das ganze Ausmaß der Taten, die die Jüdin Stella Goldschlag begangen hat. Es gibt noch so viel mehr, was es über sie zu erzählen gibt.

Wenn überhaupt, dann gibt Takis Würger aber zumindest einen Denkanstoß, mehr über die Frau und auch die Zeit herauszufinden. Und es zeigt, dass das, was man über Stella zu wissen meint, vielleicht nicht mehr als ihre selbst gewählte Fassade ist. Ihre eigentlichen Beweggründe und Gedanken dazu hat sie mit ins Grab genommen, als sie sich 1994 selbst umgebracht hat.

Veröffentlicht am 07.02.2019

Enttäuschend dünn

Träume & Hoffnung
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Dass man von einem Prequel (das zudem auch noch kostenlos angeboten wird) keine komplexe, ausgefeilte Geschichte erwarten darf, war mir schon klar, bevor ich zu diesem kleinen Werk gegriffen habe. Allerdings ...

Dass man von einem Prequel (das zudem auch noch kostenlos angeboten wird) keine komplexe, ausgefeilte Geschichte erwarten darf, war mir schon klar, bevor ich zu diesem kleinen Werk gegriffen habe. Allerdings war ich dann doch sehr enttäuscht von der Kürze der Geschichte. Das Ebook zählt insgesamt 47 Seiten, wovon mehr als die Hälfte für eine Leseprobe zum eigentlichen Roman "Gold & Schatten" draufgehen.

Dass die restlichen rund 20 Seiten nun keine wirklich aussagekräftige, vor Handlung strotzende Geschichte enthalten können, ist somit wohl klar.

Natürlich sind die zwei kleinen Abschnitte in einem sehr ansprechenden Schreibstil gehalten und der Einblick in die Welt von Maél (der späteren männlichen Hauptfigur des oben erwähnten Romans) hat Spaß gemacht.

Aber für mich gab es zu viele Andeutungen, mit denen man ohne Vorkenntnisse nur wenig anfangen kann, weshalb ich dieses Prequel eher als Appetizer bezeichnen würde. Entweder man liest es, um sich vor Erscheinen des eigentlichen Buches noch mehr Appetit zu holen oder um einige zusätzliche Szenen zu schmökern, während man auf den zweiten Band der geplanten Dilogie wartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Geschichte
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 23.01.2019

Schleichender Auftakt

Der Welten-Express 1 (Der Welten-Express 1)
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Mit diesem Buch startet die aufregende Reise des Weltenexpress!

Der Weltenexpress ist eine fahrende Schule für Kinder auf der ganzen Welt, zu der man nur über ein besonderes Ticket Zugang findet. Eine ...

Mit diesem Buch startet die aufregende Reise des Weltenexpress!

Der Weltenexpress ist eine fahrende Schule für Kinder auf der ganzen Welt, zu der man nur über ein besonderes Ticket Zugang findet. Eine Ausnahme bildet die junge Flinn, die sich auf ihrer Suche nach ihrem verschwundenen Bruder Jonte eines Nachts plötzlich als blinder Passagier in Zug wiederfindet.

Die Grundidee ist wirklich zauberhaft: wer hat sich als Kind nicht immer eine ganz besondere Schule gewünscht, in der Magie eine große Rolle spielt; auf die nur besondere Kinder mit großem Potential gehen dürfen?
Und auch Flinns verzweifelte Suche nach ihrem Bruder bietet viel Potential für Geheimnisse, Intrigen, Fallen und Feinde aller Art.

Allerdings liest sich die Geschichte doch recht ruhig, die Handlung nimmt nur sehr langsam Fahrt auf. Auch habe ich mich oft an kleineren Logiklücken gestört. Die größte Frage allerdings, die mich das ganze Buch über beschäftigt hat und mir deshalb das lesevergnügen ziemlich verhagelt hat: Warum zum Teufel fragt sie nicht einfach nach ihrem Bruder? Warum macht sie aus ihrer Suche ein solches Geheimnis? Wirklich, ich habe es bis zum Schluss nicht begriffen; die einzige Erklärung wäre wahrscheinlich, weil das Buch sonst nicht zustande gekommen wäre.

Das Buch wird oft mit "Harry Potter" und "Der goldene Kompass" verglichen, da ist mit Sicherheit etwas dran. Man kann die Parallelen schon erkennen, ich finde den Vergleich aber doch etwas hochgegriffen. An das Niveau einer J.K. Rowling oder eines Philip Pullman reicht Anca Sturm (noch) nicht heran. Vielleicht kann sie sich mit den folgenden Bänden noch steigern.