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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2025

Starke Frauenfigur

Die toten Katzen-Assassinen
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Solche Bücher machen einfach richtig Spaß! P. Djeli Clark schreibt ganz fantastische Geschichten, randvoll gefüllt mit orientalischer Fantastik, außergewöhnlichen Wesen und ein paar überzeugend starken ...

Solche Bücher machen einfach richtig Spaß! P. Djeli Clark schreibt ganz fantastische Geschichten, randvoll gefüllt mit orientalischer Fantastik, außergewöhnlichen Wesen und ein paar überzeugend starken Figuren. Das sind die großen Pluspunkte aller seiner Bücher. Sein größtes Talent liegt allerdings darin, all diese Elemente in packende Novellen zu gießen. Eine spannende, vielseitige Geschichte auf gerade einmal etwas über 200 Seiten zu entfalten, ohne dass man irgendetwas vermisst, kann nicht jeder. Diesmal begleiten wir Eveen, eine (un)tote Katzenassasinin, auf der Jagd nach der Erfüllung eines unmöglichen Auftrags. Ihre Motivation könnte nicht größer sein, hängt doch schließlich nicht nur ihr Leben, sondern das ihrer ganzen Gilde davon ab. Mein Loblied habe ich ja bereits gesungen: Eine große Runde interessante Figuren, jede mit individuellen Merkmalen, und eine besonders herausragende Heldin (?) mitten drin. Eine packende Story, bei der ein Eregnis das nächste jagt. Und ein Ende, das mich voll und ganz überzeugt und zufrieden gestellt hat.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Löchrige Story

House of the Beast
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Das Äußere ist bei einem Buch nun mal nicht alles. Auch wenn ich auf diese hübschen Hüllen immer wieder hereinfalle. Dabei macht es einem dieses Buch besonders schwer, verlockt es doch zusätzlich noch ...

Das Äußere ist bei einem Buch nun mal nicht alles. Auch wenn ich auf diese hübschen Hüllen immer wieder hereinfalle. Dabei macht es einem dieses Buch besonders schwer, verlockt es doch zusätzlich noch durch hübsche Illustrationen auf fast jeder Seite. Das tröstet mich jedoch nur unzureichend über die löchrig gestrickte Handlung hinweg.

Alma wächst bei ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf, bbis diese eines Tages schwer krank wird und Alma nix anderes übrig bleibt, als ihren bis jetzt unbekannten Vater um hilfe zu bitten. Der lässt nix anbrennen und holt seine ungewollte Tochter zu sich, um sie als Gefäß für seinen Gott einzusetzen (Arm abschlagen inklusive, denn was ist ein gläubiges Gefäß ohne fehlende Gliedmaße?!). Alma scheint sich in ihr Schicksal zu fügen, bastelt aber insgeheim schon an ihrer Rache, gemeinsam mit dem mächtigen Wesen, das nur sie sehen und hören kann.

Die Story klingt fantastisch, mächtige Götter und Menschen, die als deren Gefäße ihre Macht übernehmen und ausüben. Es ist düster und fast schon brutal. Und doch fehlt etwas, das Tempo schwankt zwischen stürmisch und kriechend wie eine Schnecke.

Und auch der Weltenbau ist mehr als dürftig, darüber kann auch die hübsche Gestaltung nicht hinwegtäuschen. Es gibt mehrere Karten, bei denen ich mich immer noch frage, wozu ich sie brauchen könnte. Denn die meiste Zeit bewegt sich Alma kaum von der Stelle. Wie diese Welt wirklich funktioniert, wird bis zum Schluss nicht so wirklich erklärt und jeder Versuch, das zu ändern, lässt mich mit mehr Fragezeichen zurück.

Vielleicht hätte man sich etwas mehr Zeit nehmen sollen, die Komplexität des Weltenbaus mit Inhalt zu füllen, statt die Seiten mit kleinen netten, wenn auch unnötigen, Zeichnungen vollzustopfen.

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Genau was ich erwartet habe

Rabid
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Ich habe lange keine Spicy Werwolffantasy mehr gelesen, obwohl ich solche Geschichten eine zeitlang förmlich verschlungen habe. "Rabid" bietet mir genau das, was ich früher geliebt habe, eine ordentliche ...

Ich habe lange keine Spicy Werwolffantasy mehr gelesen, obwohl ich solche Geschichten eine zeitlang förmlich verschlungen habe. "Rabid" bietet mir genau das, was ich früher geliebt habe, eine ordentliche Portion Action, fantastische Figuren und eine Menge Spice, ich meine wirklich eine Meeeeeeeenge!

Seneca ist in ihrem Rudel nicht mehr glücklich, seit der neue Alpha übernommen und damit begonnen hat, die Frauen zur Beute zu erklären. Als ihre Initiation schief läuft und sie sich zum ersten Mal gegen ihn wehrt, verbannt er sie und setzt sie im Revier des verfeindeten Rudels mit dem übelsten Ruf aus. Und wir wissen alle, wie es ab da weitergeht.

Wer hier Tiefe und Figurenentwicklung erwartet, ist mit Sicherheit falsch. Auch die emotionale Bandbreite ist nicht sonderlich tief.

Und sind wir ehrlich, auch die Handlung kann nur wenig überraschen. Aber das ist ja auch nicht der Grund, warum man zu so einem Buch greift.

Es soll unterhalten, fesseln, einen durch die Seiten fliegen lassen und die eher tieferen Bedürfnisse befriedigen. Und genau das hat es hervorragend erreicht- zumindest bei mir!

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Schwächelt etwas

Bad Actors
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Ich liebe die Slow Horses und ihren unangepassten, manchmal etwas übertrieben assozialen Chef von der ersten Stunde (also dem ersten Buch) an. Habe bei jedem ihrer unfreiwilligen Einsätze mitgefiebert ...

Ich liebe die Slow Horses und ihren unangepassten, manchmal etwas übertrieben assozialen Chef von der ersten Stunde (also dem ersten Buch) an. Habe bei jedem ihrer unfreiwilligen Einsätze mitgefiebert und beim Strippen ziehen ab und zu den Durchblick verloren. Aber so langsam scheint mir die Luft raus zu sein.

Klar war das auch wieder spannend. Aber es sind auch mittlerweile so viele Figuren und Namen, die auf dem Schachbrett hin und her geschoben werden, dass ihre Individualität dabei verloren geht. Wenn sie vom Spielbrett genommen werden, muss ich erst zweimal überlegen, ob mich das nun berühren soll.

Werde ich den nächsten Band wieder lesen? Klar, immer in der Hoffnung, dass dem Autor doch noch etwas Neues eingefallen ist und er sich auf seine Wurzeln (und die Stärken der Slow Horses) zurückbesinnt. Und natürlich gespannt darauf, ob wir River nochmal wiedersehen werden!

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Der fünfte Streich

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code (Die Mordclub-Serie 5)
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Bei manchen Reihen ist irgendwann die Luft raus, andere reifen wie ein guter Wein. "Der Donnerstagsmordclub" zählt eindeutig zur zweiten Gruppe und beweist auch in seiner fünften Runde, dass eine Gruppe ...

Bei manchen Reihen ist irgendwann die Luft raus, andere reifen wie ein guter Wein. "Der Donnerstagsmordclub" zählt eindeutig zur zweiten Gruppe und beweist auch in seiner fünften Runde, dass eine Gruppe Rentner noch lange keine lahmen Enten sind.

Der Donnerstagsmordclub macht sich sorgen um Mitglied Elizabeth. Nach dem Tod ihres Mannes Steven wirkt sie ziellos und müde. Dabei haben alle Mitglieder ihre eigenen Igel zu kämmen. Und bald überschlagen sich die Ereignisse und geben vor allem Elizabeth ein neues Ziel.

Eigentlich sollte man meinen, dass die Geschichte rund um die vier Renter irgendwann mal auserzählt sien müsste, sich die Erzählung im Kreis drehen könnte. Und doch findet Richard Osman immer wieder neuen Stoff und schafft es dabei trotzdem noch, seine Figuren in den Vordergrund zu rücken und ihre Stärken, ebenso wie ihre Schwächen herauszukitzeln.

Auch der Humor ist wie immer einzigartig und "very british", nimmt die Figuren auf herrliche Weise aufs Korn. Dabei bleibt aber auch die Emotionalität nicht kurz, es wird die Balance perfekt gehalten zwischen Humor und Ernsthaftigkeit.

Damit ist und bleibt "Der Donnerstagsmordclub" eine herausragende Koryphäe des unterhaltsamen Cosy Crimes der aktuellen Zeit.

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