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Veröffentlicht am 14.08.2020

Wenn aus Mitbewohnern unfreiwillig mehr wird

Hate You Much, Love You More (College Love 2)
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Zoe sucht einen neuen Mitbewohner, als ihre beste Freundin Delia zu ihrem Freund zieht. Als sich Delias Ex-Freund Caleb per Mail bewirbt und dabei der einzig passende Bewerber ist, zieht dieser mit seinem ...

Zoe sucht einen neuen Mitbewohner, als ihre beste Freundin Delia zu ihrem Freund zieht. Als sich Delias Ex-Freund Caleb per Mail bewirbt und dabei der einzig passende Bewerber ist, zieht dieser mit seinem Kater Mittens bei Zoe ein. Doch die Beiden merken schnell, dass sie nicht nur Mitbewohner sind, sondern das mehr aus ihnen werden könnte. Allerdings hat Zoe Bedenken wegen Delia und Caleb muss sich mit seiner Vergangenheit herumschlagen. Kann aus ihnen wirklich etwas werden?

Meine Meinung:
"Hate You Much, Love You More" ist der zweite Band der Reihe, der unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden kann. Kleine Info dazu: Delia und Zach sind dort wesentlich sympathischer als sie im zweiten Band dargestellt werden!
Der Schreibstil von Teagan Hunter gefällt mir sehr gut, die Autorin schafft es Situationen humorvoll, aber auch sehr gefühlvoll darzustellen. Auch wenn die Gespräche im Chatstil nicht jedem Leser gefallen, finde ich sie hier passend eingesetzt. Diese machen das Buch zu etwas besonderem.

Die Protagonistin Zoe ist wild und selbständig, der Auszug ihrer besten Freundin Delia nimmt sie aber sehr mit. Als Caleb einzieht hat sie bereits von Anfang an bedenken, dass die Beziehung zwischen ihnen über die freundschaftliche Ebene hinausgehen könnte. Da Caleb jedoch Delias Exfreund ist, versucht sie sich zurück zu halten.
Caleb befindet sich in einer schwierigen Situation. Sein Traum Profibaseballspieler zu werden ist geplatzt, er ist auf der Suche nach einem neuen Zimmer und die Probleme aus der Vergangenheit gibt es auch noch. Trotzdem ist Zoe sehr verführerisch und schon bald kommt es zu einem ersten Kuss, der von ihm ausgeht.
Auch wenn Zoe anschließend Gewissensbisse hat, zögert sie das Gespräch mit Delia über Wochen hinaus.
An dieser Stelle habe ich sie nicht ganz verstanden. Auch die Geheimnistuerei um Calebs Vergangenheit ist zu zu sehr aufgepusht. Einige Details sind schon vorher klar und er kommt dann nur mit einer Erklärung um die Ecke, die, auch wenn Zoe anderes behauptet, alles wieder gut macht. Das hat mich etwas gestört.
Auch die vielen Beteuerungen von Zoe, Caleb nicht zu mögen wurden mir irgendwann zu viel und ich habe sie als nervig empfunden.

Die Handlung an sich fand ich gut und interessant, die Chats zwischen Caleb und Zoe sehr unterhaltsam. Beide haben einen etwas verückten Sinn von Humor und ich habe mich dadurch gut unterhalten gefühlt. Auch die Weiterentwicklung der beiden Charaktere ist gut gelungen.
Ein kleines Highlight ist zudem der Kater Mittens, der super süß ist!
Das Ende und der Epilog haben das Buch gut abgeschlossen.

Mein Fazit:
Eine lustige und interessante Lovestory, die sich durch verrückte Chatnachrichten auszeichnet. Das Lesen lohnt sich!

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Eine Handyauszeit kann auch gefährlich werden

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Ein paar Tage Urlaub ohne Handy. Keine Verpflichtungen und einfach nur ein paar Tage in den Bergen entspannen. So hat sich Jenny die Digital Detox Veranstaltung vorgestellt. Als jedoch einer der Teilnehmer ...

Ein paar Tage Urlaub ohne Handy. Keine Verpflichtungen und einfach nur ein paar Tage in den Bergen entspannen. So hat sich Jenny die Digital Detox Veranstaltung vorgestellt. Als jedoch einer der Teilnehmer umgebracht wird und es nur einer von ihnen sein kann, wird die Lage schnell ungemütlich. Was war der Grund und wird es bei einem Toten bleiben?

Meine Meinung:
Unsere Handynutzung nimmt ständig zu, wir sind sehr abhängig von diesem Gerät und ohne teilweise richtig aufgeschmissen. Ein paar Tage ohne tut da wirklich gut.
Die Idee von Digital Detox mit einem Psychothriller zu Verbinden gefällt mir echt gut.
Das Lesen fiel mir zu Beginn des Buchs allerdings etwas schwer. Der Schreibstil von Arno Strobel hat mir einige Probleme bereitet, bis ich mich daran gewöhnen konnte. Es passiert vieles schnell aufeinander, sodass ich beim Lesen teilweise mit Denken gar nicht hinterher kam.

Die Kapitel aus den verschiedenen Sichten fand ich sehr gut, da ich so einen Einblick in die Opfer hatte und gleichzeitig durch die Sicht von Jenny das drumherum mitbekommen habe.

Jenny ist eine sympathische junge Frau, ich mit ihrem Team an der Veranstaltung teilnimmt. Sie ist sehr empathisch und der Mord an ihrem Mitarbeiter Thomas geht ihr nahe. Trotzdem lässt sie sich nicht von ihrer Angst leiten, sondern denkt und handelt logisch. Mit ihr hat Arno Strobel die perfekte Protagonistin geschaffen.

Der Antagonist bleibt dagegen bis zum Ende des Buchs ein Rätsel. Ich hatte verschiedene Vermutungen, wer es aus der Gruppe sein könnte und wurde trotzdem überrascht.
So bleibt die Spannung auch im kompletten Buch vorhanden.

Die Kapitel aus der Sicht des jeweiligen Opfers sind ebenfalls sehr interessant, aber auch verstörend. Der Autor bringt die Panik gut rüber, wie es sich anfühlen muss mit niemandem mehr kommunizieren zu können.

Doch der Wechsel zwischen dieser und Jennys Sicht kam mir manchmal zu plötzlich. Auch schade fand ich es, dass manche Ereignisse nur wenig und schnell beschrieben wurden. Zudem hätte mehr auf das Konzept Digital Detox eingegangen werden können.

Mein Fazit:
Ein interessanter und spannender Psychothriller, der viel Spaß beim lesen und rätseln macht. Auch wenn die Protagonistin perfekt besetzt ist, ging es mir an einigen Stellen zu schnell.

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Veröffentlicht am 12.08.2020

Ein wichtiges Thema toll verpackt

Legal Love – Mit dir allein
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Als Melissa auf der Hochzeit ihrer besten Freundin auf Patrick trifft, fliegen die Fetzen. Auch wenn er sehr attraktiv ist, kommt sie mit seiner launischen Art nicht zurecht. Dass sie ihn nur einige Wochen ...

Als Melissa auf der Hochzeit ihrer besten Freundin auf Patrick trifft, fliegen die Fetzen. Auch wenn er sehr attraktiv ist, kommt sie mit seiner launischen Art nicht zurecht. Dass sie ihn nur einige Wochen später als seine Anwältin vertreten soll und ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen wird, macht es nur noch schwieriger. Auch dass sie sich von ihm angezogen fühlt und Patrick ihre Arbeit durch fehlende Kooperationsbereitschaft behindert macht es nicht einfacher.

Meine Meinung:
Der zweite Band der Reihe kann unabhängig vom ersten gelesen werden. Der Schreibstil von J. T. Sheridan ist flüssig und kurzweilig, die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Durch die angenehme Art des Handlungsaufbaus habe ich schnell und gut in das Buch gefunden.

Melissa ist eine starke Frau, die sich beweisen möchte und für ihre Ziele kämpft. Ich habe sie bewundert, wie sie immer wieder auf Patrick zugegangen ist, auch wenn dieser es ihr absichtlich schwer gemacht hat. Sie hat nie aufgegeben und stets führ ihn weitergekämpft.
Zuerst habe ich nicht verstanden, weshalb er sich so gegen Melissa wehrt. Im Laufe der Handlung sind seine Gründe jedoch immer klarer und verständlicher geworden. Zudem hat es mir super gefallen, wie sich Patrick weiterentwickelt hat und immer erwachsener geworden ist.

Ich fand es außerdem sehr gut, wie die Autorin auf das Thema sexuelle Belästigung eingegangen ist. Dieses Thema ist sehr ernst und wichtig, J. T. Sheridan findet genau die richtigen Wörter und kann dazu ein Statement setzten. Denn nicht nur Frauen leiden darunter, sondern auch Männer. Und Lügen dazu haben die Macht ganze Leben zu zerstören!

Für mich ist jedoch der Backround von Melissa und Patrick etwas zu blass geblieben. Ihre Jobs werden ständig angesprochen, aber es wird nie näher darauf eingegangen. Daraus hätte man mehr machen können.
Das gilt auch für das Ende. Hier ging es mir etwas zu schnell, einige Seiten mehr hätten mir sehr gut gefallen um die Auflösung der Klage besser aufzulösen.

Mein Fazit:
Das Thema Sexuelle Belästigung und Verleumdung wird in diesem Buch gut aufgearbeitet. Die Charaktere sind interessant und die Handlung spannend und auch humorvoll. Das Lesen hat viel Spaß gemacht!

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Veröffentlicht am 02.08.2020

Ein Sommerroman für zwischendurch

Nur noch ein bisschen Glück
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Stella hat alles verloren: Ihren Verlobten, die Wohnung und den Job. Da kommt das alte Haus ihrer Großeltern auf dem Land gerade recht. Doch schon die Ankunft ist für das Großstadtgirl alles andere als ...

Stella hat alles verloren: Ihren Verlobten, die Wohnung und den Job. Da kommt das alte Haus ihrer Großeltern auf dem Land gerade recht. Doch schon die Ankunft ist für das Großstadtgirl alles andere als einfach, deshalb muss sie widerwillig die Hilfe ihres Nachbarn Thor annehmen. Auch das Haus ist anders als es sich Stella vorgestellt hat: Verrottet, kein Strom und kein Wasser. Aber vielleicht kann ihr heißer Nachbar auch hier weiterhelfen?

Meine Meinung:
Das Cover ist wunderschön und spiegelt Freiheit, Lebensfreude und vor allem den Sommer wider.
Auch der Schreibstil von Simona Ahrnstedt hat mir gut gefallen. Die schwedischen Traditionen und Mentalität werden gut in die Handlung einbezogen und machen große Lust auf einen Urlaub in Schweden.
An einigen Stellen waren es mir jedoch zu wenig Hintergründe und die Autorin hätte besser darauf eingehen können.

Die Protagonistin Stella hat es nicht einfach im Leben und ist auf der Suche nach ihren Wurzel und einer Bleibe zum Überbrücken der Zeit. Sie hat sich nach dem Ende ihrer Beziehung das Ziel gesetzt für ihren Traum zu kämpfen und nach New York an die Modeschule zu gehen. Diesen Plan verfolgt sie stur und teilweise auch sehr naiv. So kommt sie nur in High Heels und Seidenkleidung mitten im Nirgendwo an und auch da sind ihre Vorstellungen doch ziemlich realitätsfremd.
Ihr Nachbar Thor dagegen ist das genaue Gegenteil. Als alleinerziehender Landwirt hat er es nicht einfach, kann sich aber auf seine Stärke und sein Urteilsvermögen verlassen.
Als er Stella am Bahnhof findet und ihr einige lebensnotwendige Dinge vorbeibringt, sprühen die Funken nur so zwischen den Beiden. Auch wenn Stella sich zuerst zieht, gefällt es mir, dass Thor sich davon nicht abbringen lässt und immer wieder auf sie zugeht.

Durch die wechselnde Perspektive hatte ich sowohl einen näheren Einblick in das Gefühlsleben von Thor und Stella. Wobei ich sagen muss, dass die Beiden viel an Sex gedacht haben. Zu viel ohne es umzusetzen und aber der Hälfte des Buchs auch wirklich ständig. Das war mir an einigen Stellen zu viel und hat sich mehr nach einem Lückenfüller angefühlt. Ja, Thor und Stella sind kein Paar, sie haben nur Sex und machen sich etwas vor. Das hat sich einfach zu lange gezogen.

Thors Kinder Juni und Frans haben in der weiteren Handlung eine immer größer werdende Rolle gespielt, was mir sehr gut gefallen hat. Beide sind sehr interessante Charaktere und haben dem Buch viel gegeben.

Das Ende hat mir gut gefallen, aber der Epilog hat war noch besser. Er hat alle angefangenen Handlungsstränge aufgegriffen und das Buch perfekt abgeschlossen!

Mein Fazit:
Eine schöne Sommerlektüre, die Lust auf einen Urlaub in Schweden macht. Stella und Thor sind zwei interessante und gegensätzliche Charaktere, jedoch war das Hin und Her an einigen Stellen zu viel. Trotzdem hat mir das Lesen viel Spaß gemacht!

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Veröffentlicht am 02.08.2020

Es fehlt an Spannung

Im grausamen Licht der Sonne
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Ana kommt eher unfreiwillig in ihren Geburtsort zurück, doch alles scheint noch gleich geblieben zu sein. Doch schon bald verschwindet ein Mädchen und Ana arbeitet bei der Suche nach ihr eng mit dem neuen ...

Ana kommt eher unfreiwillig in ihren Geburtsort zurück, doch alles scheint noch gleich geblieben zu sein. Doch schon bald verschwindet ein Mädchen und Ana arbeitet bei der Suche nach ihr eng mit dem neuen Polizisten Will zusammen. Ist das Mädchen einfach so verschwunden oder gibt es einen Zusammenhang mit den Vermisstenfällen vor über 10 Jahren?

Meine Meinung:
Das Cover ist sehr schön und passt gut zur Beschreibung von Golden Cove. Auch der Titel des Buchs ist passend gewählt.
Der Inhalt hat mir allerdings etwas mehr Probleme bereitet. Ich habe schon einige Bücher von Nalini Singh gelesen und mir hat der enge Bezug zu Neuseeland immer gefallen. Das ist zwar auch hier so, aber durch das Kleinstadtsetting wurden viele Traditionen und Bräuche angesprochen ohne näher darauf einzugehen. Das hat mir das Lesen erschwert.
Auch der Einstieg in des Buch war sehr schwierig, da ich einfach keinen Bezug zur Protagonistin Ana gefunden habe.

Ana ist zum einen stark und stur und gleichzeitig emotional instabil. An vielen Stellen konnte ich ihr Verhalten nicht ganz verstehen und hätte mir mir auch etwas mehr Entwicklung gewünscht.
Will dagegen hat mir etwas besser gefallen, er ist jedoch trotz Kapitel aus seiner Sicht recht blass geblieben. Sein starker Beschützerdrang und seine Karriere bei der Polizei haben ihn jedoch gut auf das vorbereitet, was noch kommen sollte.

Das Thrillerelement ist an vielen Stellen leider untergegangen und es hat dem Buch über weite Strecken an Spannung gefehlt. Oft wurde zu viel auf die Vergangenheit und die Probleme von Ana und Will eingegangen und die Gegenwart vernachlässigt. Das fand ich sehr schade.
Zudem wurden viele Kleinigkeiten zu etwas größerem gepusht, was nichts mit der Handlung und dem vermissten Mädchen zu tun hatte.

Gut gefallen hat mir jedoch die Breite an verdächtigen Personen. Da die Handlung in einem kleinen Dorf spielt und alle in die Suche eingebunden sind, werden viele Personen und potentielle Verdächtige in die Handlung eingeführt. Das Das ist der Autorin super gelungen und hat viel Spaß gemacht.

Mein Fazit:
Leider ist die Protagonistin Ana nicht mein Fall, ihre Probleme haben einen großen Teil der Handlung eingenommen wodurch die Trillerelemente verschluckt wurden. Die Suche nach dem Täter hat mir jedoch viel Spaß gemacht, da es viele Verdächtige gab.

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