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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2024

etwas sprunghaft und strukturlos, aber empfehlenswert für Fans der Serie

Gilmore Girls. 100 Seiten
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Ich bin ein riesen großer Gilmore Girls Fan und habe mich unglaublich gefreut, als ich dieses Büchlein zum Geburtstag bekam.

In diesem Buch findet man zahlreiche Hintergrundinformationen zur Serie und ...

Ich bin ein riesen großer Gilmore Girls Fan und habe mich unglaublich gefreut, als ich dieses Büchlein zum Geburtstag bekam.

In diesem Buch findet man zahlreiche Hintergrundinformationen zur Serie und zu den Darstellern. Die Autorin wirft einen Blick hinter die Kulissen, stellt die einzelnen Charaktere der Serie genauer vor und beleuchtet die große Rolle von Literatur, Film und Musik innerhalb der Serie.

Abgesehen von ausführlichen Beschreibungen und persönlichen Interpretationen findet man hier zahllose Grafiken, Abbildungen und Zitate aus der Serie. Darüber hinaus gibt es eine genaue Auflistung aller ins Deutsche übersetzten Bücher, die Rory in der Serie liest.

Zugegeben viel Neues habe ich nicht erfahren, aber unterhaltsam war es trotzdem. Beim Lesen kam ein heimeliges, kuschliges und nostalgisches Gefühl auf. Ich kann der Autorin nur zustimmen, wenn sie sagt: „Die Gilmore Girls geben mir schon beim Einsetzen der ersten Töne von „Where you lead“, dem Titellied von Carole King, ein Gefühl von Heimkommen, ein wohlig-süßes Kakaoempfinden im Herzen.“ (S. 4)

Es gab allerdings einige Abschnitte, die mich stutzig hinterließen. Die Autorin lässt an vielen Stellen ihre persönliche Meinung einfließen, wo ich mir allerdings ein wenig Objektivität gewünscht hätte. Darüber hinaus äußert sie natürlich auch Kritik an der Serie, was selbstverständlich berechtigt ist. Allerdings störte mich die Art, wie sie gewisse Aspekte kritisierte. Bei einigen der Punkte kann ich ihre Kritik einfach nicht nachvollziehen, weil sie mich persönlich überhaupt nicht gestört haben. Ein großer Kritikpunkt von Paul war die fehlende Diversität und Vielfalt der Charaktere, das zum Beispiel sehe ich anders. Man muss auch bedenken, dass die Serie schon älter ist und ich vermute, dass sie heute nicht so viel Anklang finden würde, wie früher.

Mir fehlte insgesamt der rote Faden. Alles wirkte ein wenig unstrukturiert. Die Autorin springt einfach von einem Punkt zum nächsten, was ich sehr Schade fand.

Alles in allem ein tolles Extra für Fans der Serie, auch wenn die meisten Fakten wohl bekannt sein dürften. Trotzdem hat es mich gut unterhalten und die Lust geweckt, die Serie erneut zu schauen.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

sprachlich und intellektuell herausfordernd

Macbeth
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„Life is a tale told by an idiot full of sound and fury, signifying nothing.“

„Macbeth“ ist eine Tragödie, die 1606 von William Shakespeare verfasst wurde. 1611 wurde dieses Stück erstmals auf einer Bühne ...

„Life is a tale told by an idiot full of sound and fury, signifying nothing.“

„Macbeth“ ist eine Tragödie, die 1606 von William Shakespeare verfasst wurde. 1611 wurde dieses Stück erstmals auf einer Bühne aufgeführt.

Shakespeare erzählt hier in fünf Akten vom heimtückischen Attentat auf den schottischen König Duncan. Der Feldherr Macbeth, der von drei Hexen und seiner machtgierigen und manipulativen Ehefrau Lady Macbeth, angestachelt wird, tötet den damals angesehenen und beliebten schottischen König. Auf diese Weise hofft er Macht und Ruhm zu erlangen, doch stattdessen erwartet ihn zum Lohn nur sein eigener Untergang. Macbeths Mord an König Duncan verursacht nämlich viel Chaos und Machtkämpfe, die nur durch seinen Tod und die Ernennung eines legitimen Thronfolgers beendet werden können.

Das Stück ist spannend, unterhaltend und doch sehr tragisch.

Die Figuren sind allesamt interessant und vielschichtig. Duncan ist ein angesehener, gutmütiger und gerechter König. Nicht nur seine beiden Söhne, auch das Volk liebt ihn. Macbeth war mir anfangs noch sympathisch. Er hadert häufig mit seinem Gewissen und hat gewisse Moralvorstellungen. Sein Schicksal war in dem Moment besiegelt, als er auf seine boshafte, machtgierige und manipulative Ehefrau hört und mit ihr einen Komplott zur Ermordung des Königs schmiedet. Macbeth wird mit der Zeit immer skrupelloser und gieriger. Kein Wunder, dass er sich so viele Feinde macht.

Die Nebenfiguren, wie die Hexen oder die Lehnsherren, waren ebenfalls sehr spannend und trugen viel zur Handlung bei.

Das Ende des Dramas ist furchtbar. Nicht schlecht, sondern bestürzend und folgenschwer.

Ich habe das Stück vor vielen Jahren auf Englisch gelesen. Die deutsche Übersetzung kann natürlich bei weitem nicht mit der originalen bildhaften und poetischen Sprache mithalten und doch bin ich froh, dass ich es nun auf Deutsch lesen konnte. Mir sind dadurch einige Szenen und Zusammenhänge klarer geworden.

Alles in allem ein sprachlich und intellektuell herausforderndes Buch voller Poesie und Weisheiten.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

viel ungenutztes Potenzial, bin ziemlich enttäuscht

Ruthless Vows
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Wenn ich ehrlich bin, fehlen mir im Augenblick die richtigen Worte, um dieses Buch zu beschreiben.

Ich bin hin und her gerissen.

Das erste Drittel hat sich unfassbar gezogen. Es war langatmig und konnte ...

Wenn ich ehrlich bin, fehlen mir im Augenblick die richtigen Worte, um dieses Buch zu beschreiben.

Ich bin hin und her gerissen.

Das erste Drittel hat sich unfassbar gezogen. Es war langatmig und konnte mich überhaupt nicht packen. Ich habe häufiger daran gedacht das Buch abzubrechen. Da Band eins aber ein Highlight für mich war, blieb ich dran.
Der Mittelteil wurde ein wenig interessanter. Es gab Ortswechsel und endlich kam die Handlung voran. Es gab den ein oder anderen Briefwechsel und einige tolle Szenen. Das letzte Drittel hat mich dann komplett gepackt und ich konnte nicht glauben, was passiert, weil die Ereignisse sich überschlugen.

Ihr versteht nun, warum ich so unentschlossen bin?

Insgesamt war das Buch schon interessant und unterhaltsam, aber alles, was den Auftakt so besonders gemacht hat - das Mystische, die Romantik, die Emotionen und die bildgewaltigen Beschreibungen, fehlten hier komplett. Roman und Iris hatten so unglaublich wenige Szenen zusammen. Die Emotionen und Gefühle waren für mich deshalb kaum nachvollziehbar.

Die Fragen, die sich mir im ersten Teil in Bezug auf die Götter gestellt haben, konnten weitesgehend geklärt werden. Allerdings war ich total enttäuscht. Vor allem die Geschichte von Enva und Dacre war für mich persönlich eine große Enttäuschung. Das Ende war zwar spannend, aber lange nicht so episch wie erhofft.

Alles in allem gab es hier viel ungenutztes Potenzial. Nach dem grandiosen Auftakt ein ziemlich ernüchterndes Finale. So Schade, habe mir einfach mehr erhofft. Es blieb alles sehr oberflächlich und den Charakteren fehlte jegliche Substanz und Tiefe.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

eine erschütternde und berührende Geschichte

Die Nacht der Bärin
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Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund aus der gemeinsamen Wohnung. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. Bei ihren Eltern will sie in Ruhe entscheiden, ...

Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund aus der gemeinsamen Wohnung. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. Bei ihren Eltern will sie in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll. Dann trifft die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter ein, und damit tun sich Abgründe auf. Warum hat Jules Mutter nie von ihr oder der eigenen Kindheit erzählt? Als sie gemeinsam den Nachlass der Großmutter in dem Haus am Waldrand ordnen, findet Jule Spuren lang zurückliegender Ereignisse, die bis in die Gegenwart hinein ihre zerstörerische Macht entfalten.

„Die Nacht der Bärin“ ist ein erschütterndes und mitreißendes Familiendrama, das auf zwei Zeitebenen spielt.

Zum einen begleitet man hier Jule in der Gegenwart mit all ihren Problemen und Sorgen. Man erfährt einiges über ihre Beziehung und das Verhältnis zu ihren Eltern. Ihre Mutter Anna erzählt ihr nach einem Schicksalsschlag bruchstückhaft einige Erlebnisse aus ihrer Kindheit. Parallel dazu verfolgt man das Leben von Anna und ihrer Schwester Maja in Form von Rückblicken. Der zweite Handlungsstrang wird aus Majas kindlicher Sicht erzählt.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, aber dieses hier ist etwas ganz Besonderes. Ihr Schreibstil ist bildgewaltig, packend und mitreißend. Zum einen gefühlvoll und berührend und auf der anderen Seite direkt und nüchtern.

Sie erschafft lebendige und nahezu reelle Charaktere. Annas und Majas Wut, innerer Schmerz und verzweifelte Hilflosigkeit war geradezu spürbar. Auch die psychische Abwesenheit der scheinbar lieblosen Mutter und die Kälte, Härte und der Zorn des Vaters wirkten sehr echt und realistisch.

Die Umsetzung eines so schwierigen Themas (häusliche Gewalt) ist herausfordernd. Die Autorin hat es aber geschafft all die Emotionen anschaulich und authentisch rüber zu bringen.

Das Buch hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Eine Geschichte, die nachhallt und die man nicht so schnell vergessen kann.

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Veröffentlicht am 03.10.2024

sehr ruhig, aber viel besser als Band 1!

These Infinite Threads
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Der zweite Band hat mir definitiv besser gefallen als der erste. Zum einen liegt es daran, dass man nun nach und nach das Worldbuilding, das Setting und die Charaktere besser kennt und versteht. Zum anderen ...

Der zweite Band hat mir definitiv besser gefallen als der erste. Zum einen liegt es daran, dass man nun nach und nach das Worldbuilding, das Setting und die Charaktere besser kennt und versteht. Zum anderen wird man hier nicht von einer Informartionsflut erschlagen. Das Buch schließt nahtlos an die Ereignisse aus „This woven kingdom“ an.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, aber bildgewaltig und detailreich.

Die Handlung plätschert eher vor sich hin. Als besonders spannend würde ich den zweiten Teil nicht unbedingt beschreiben, aber es war trotzdem interessant.

Man erfährt sehr viel über die Charaktere Alizeh, Cyrus und Kamran. Im ersten Band hatte ich noch Schwierigkeiten mit Alizeh, im zweiten bin ich ihr restlos verfallen. Sie ist so sympathisch, gutmütig und hat ein großes Herz. Ihre Entwicklung ist bewundernswert und ihre Schwächen machen sie nur noch liebenswerter.
Ich bin so gespannt, für wen sie sich schlussendlich entscheiden wird; denn ganz offensichtlich haben beide Männer ihr Herz an sie verloren und die Gefühle sind einfach so echt und spürbar.
Was Kamran angeht, war ich von Anfang an unschlüssig. Leider hat sich das immer noch nicht geändert. Ja, er scheint ein guter Mensch zu sein, aber ob er auch ein guter Herrscher wäre, bezweifle ich. Seine Gefühle und Gedanken sind ein reines Auf und Ab und mir scheint, er weiß selber nicht genau, was er will und welche Ziele er konkret im Leben verfolgen sollte.
Cyrus ist facettenreich und ein sehr interessanter Charakter. Er ist ein Mysterium für sich und birgt unfassbar viele Geheimnisse. Ich kann ihn überhaupt nicht durchschauen - ist er gut oder böse?

Wie gesagt, die Handlung konnte mich nicht besonders fesseln, dennoch gefiel mir dieses Buch sehr gut. Die Autorin hat hier den Weg geebnet für ein episches Finale und ich bin sowas von bereit und freue mich sehr auf die Fortsetzung!

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